Roswitha in einer Berliner Wohnung und treibt Malstudien. Das langem Bitten gewährte Wiedersehen mit ihrer nur 10jährigen Tochter, reißt in ihr nur neue Wunden auf, löst den physischen Zusammenbruch aus.Ihr Arzt erreicht,daß die Eltern von Effi mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand,nämlich Ansätze einer Lungenkrankheit und Symptome eines Nervenleidens,sie wieder aufnehmen.Sie kehrt also noch einmal für kurze Zeit in das Elternhaus zurück,wo sie dann ihr Schicksal nicht länger tragen kann und jung stirbt.Der inzwischen zum Ministerialdirektor berufene Innstetten führt ein Leben in heimlicher Selbstanklage.
Wie es zu behaupten ist,erzählt Fontane eine eher alltägliche Ehebruchsgeschichte,die Anlaß zu einem Duell mit tödlichem ausgang wird.Zugleich ist es aber ein hochliterarisches,durch ein Gewebe von Leitmotiven,Symbolen,Anspielungen und Andeutungen strukturiertes Werk. Dem Roman liegt ein Gesellschaftsskandal aus den 80er Jahren zugrunde.Fontane nahm aber einige entscheidende Änderungen vor:Effi ist um 10 Jahre jünger als ihr ¨Vorbild¨ und der Ehebruch und dessen Aufdeckung sind durch sieben Jahre voneinander getrennt. Das Werk ist keine Liebesgeschichte,sondern kritisch gesellschaftliche aus Fontanes Zeit werden unter die Lupe genommen,alle Elemente werden auf ein Zentralthema aufgabaut:konventionelle Ehe, unerfüllte Liebe und Gesellschaft. Die Konfliktsituation nimmt er als Ansatz für eine psychologosche Darstellung und Kritik der Gesellschaft.Eine Ehe wird gezeigt,der die ethische Grundlage fehlt,die eine gesellschaftliche Konvention ist.Für diese Gesellschaftsschicht jener Zeit ist eigentlich das typisch. Darstellung der einzelnen Charaktere:
Effis Eigenschaften sind die folgenden: seelisch und körperlich krank, zu jung, leidenschaftlich, einsam, kindlich, fleißig, ängstlich, wild, fröhlich, beeinflußbar, gehorsam, untreu, sie liebte ihre Eltern, hatte Geschenke und Reisen gern. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist in 2 Gruppen zu unterteilen, nämlich vor und nach der Hochzeit. Die folgenden Zuordnungen charakterisieren diese Lage eindeutig:
Vor der Hochzeit: reich, alte Adel, Kind, „Tochter der Luft“, viele Freundinnen, Hohen Cremmen, frei; nach der Hochzeit: reicher, Baronin, Mutter und Frau, Pflichten, Freund, Kessin, Berlin.
Als „Tochter der Luft“ steht Effi Briest in Beziehung zu etwas Elementaren, das auβerhalb der gesellschaftlich geprägten und daher gebundenen Lebenssphäre liegt. Die Ehe, in der die lebensfrohe Frau ohne innere Problematik gefangen wird, bietet ihr keine Seelengemeinschaft und führt zu ihrer Schuld, zum Abenteuer mit Crampas. Die Einsamkeit treibt sie zu etwas, was sie im Grunde genommen gar nicht wollte. Dabei werden weder das Erotische noch die seelischen Verwirrungen hervorgehoben. Effi, eine der schönsten Frauengestalten von Fontane, gibt auch nicht ihrer Umgebung Schuld, sondern sucht die Schuld bei sich selbst und nimmt ohne Widerspruch das ihr auferlegte Schicksal an. Geert Instetten ist ein Landrat, hat gute Figur, ist sehr männlich. Er ist ein Mann von Charakter, von Stellung, und guten Sitten, von Prinzipien, von Grundsätzen, von Ehre. Er ist gesund, frisch, soldatisch, nachsichtig, klug, weltmännisch, aufmerksam, sinnig, gerecht, nicht überheblich und moralisch. Er ist ein Karriermacher, will Zeit und Stunde halten, und hat seine Pläne für die Zukunft. Er ist erzieherisch, ist die geborene Pädagoge, der der Gesellschaft entsprechen will. Er ist der „Träger aller männlichen Tugenden“. Er ist ein Gavallier, der das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Aus den Mädchentagen von Effis Mutter ist Instetten ein alter Freund, er bat um die Hand von Effis Mutter doch er wurde abgewiesen. Er ging weg und studierte Juristerei. In 70er Krieg war er ein Soldat und am Ende des Krieges kehrte er zurück zur Juristerei. Er wurde der Landrat im „Kessiner Kreis“, lebte aber in Hinterpommern. Er lebte ganz nach den gesellschaftlichen Normen. Als er den vor Jahren begangenen Treuebruch seiner Frau entdeckt, ist nur sein Ehrgefühl verletzt, nicht aber das Gefühl, dass er seiner Frau gegenüber
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empfindet. Auch Rachegefühle sind ihm fremd.Sein Handeln wird von einem „uns führenden gesellschaftlichen Etwas“ bestimmt um“den Fluch auf meiner Ehre“ zu beseitigen.Dabei stehen nicht seine besseren Einsichten,nicht die Erkenntnis,daβ alles nur hohle Vorstellung ist,im Vordergrund,sondern die Notwendigkeit,die die Gesellschaft von ihm erwartet.Dafür opfert er sein eigenes Glück,das seiner Familie und auch das Leben Crampas.Instetten selbst ist sich bewuβt, daβ er einer „ Vorstellung,einem Begriff zuliebe“ handelt,daβ seine Ehrenrettung „eine gemachte Geschichte halbe Komödie“ ist und er erkennt: „diese Komödie muss ich nun fortsetzen, und muss Effi wegschicken und die ruinieren, und mich mit …“. Er beugt sich dem Gesetz eines als inhaltsleer und lebensfeindlich durchschauten Ehrbegriffs. Effis Eltern:
Die Mutter von Effi heiβt Luise, sie ist 38 Jahre alt. Sie ist fleiβig, aufmerksam, stolz, schön. Früher hatte sie den Antrag von Instetten abgeschlagen, und jetzt will sie die Heirat zwischen Effi und Instetten verwirklichen.
Ihr Vater ist in seinen 50er Jahren. Er ist als Brautvater jovial. Er ist gegen die Hochzeitsreise.
Letztendlich haben sie anstatt der Gesellschaft Effi gewählt. Effi fand Liebe in der Familie. Endlich ist die Familie wieder hoffend geworden, es bildete sich Hoffnung auf das Glück, und auf das gesunde Leben aus. Es gab ein offenes, ehrliches Gespräch zwischen Effi und ihrer Mutter. Die Mutter sagte: „…ob wir nicht doch vielleicht schuld sind….“. Ihr Vater hatte seiner Frau immer Recht gegeben;dadurch,dass er auf viele Fragen „das ist ein zu weites Feld“ antwortete,wollte er den Meinungsunterschied ausweichen. Echtes,menschliches Empfinden kann bei einfachen Figuren wie bei dem Arzt und Roswitha festgestellt werden.Diese sind allerdings vor allem Komtrastfiguren zu den Hauptpersonen.
Effi hatte den Antrag von Innstetten zuerst nicht richtig ernst genommen.Deshalb eilt sie nicht umzuziehen,denn sie meint,sie würde in seinem heimlichen Kleid Instetten auch gefallen.Sie interessiert sich nicht besonders für den Baron. „Ich mag noch nicht hineingehen,und alles bloβ, um einen Landrat guten Tag zu sagen,noch dazu einem Landrat aus Hinterpommern“. Nach einem ernsten Gesräch mit ihrer Mutter beurteilt sie aber aus einer anderen Perspektive:“Gewiβ ist es der Richtige.Das verstehst du nicht,Hertha.Jeder ist der Richtige.Natürlich muβ er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen“.Effi spricht so als wenn ihre Mutter reden würde.Sie will vielleicht für sich auch machen, daβ Instetten der beste Wahl war.Auch die Freundinnen von Effi sind damit nicht einverstanden,sie wissen,daβ Effi früher nicht an dieser Meinung war. Für Instetten war Effi meiner Meinung nach auch nicht die Richtige.Das konnte aber nur während des Zusammenlebens entdeckt werden.Instetten braucht eine Frau,die älter ist,die die Zärtlichkeit und die Liebe des Mannes nicht mehr so sehr braucht.Instetten war ja im gleichen Alter wie die Mutter von Effi.Er wollte vielleicht deswegen Effi heiraten,weil wenn es mit der Mutter nicht klappte,dann soll es mit der Tochter klappen.Auch Effis Familie,die adlige Familie war wichtig für ihn.Wenn der Mann verheiratet ist,so hat er größere würde als wenn er keine Familie,Frau hätte.Effi war jung und schön,und die Rochter von Luise.Diese sind schon genug Gründe Effi zu heiraten.
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Gespräch zwischen Eltern nd Effi
Effi ist mitteilsam und verschlossen,beinah versteckt,ein ganz eigenes Gemisch.Als sie der Mutter ihr Herz ausgeschüttet hatte,war ungewollt und kam au ihrer Seele.Als Effi und die Mutter sich einmal unterhielten,bekam Effi einen Brief von Instetten,aber sie hatte den Brief zu sich gesteckt und ihre Mutter sollte sie daran erinnern, daβ sie den Brief nocht nicht gelesen hatte. Beim Lesen war keine Reaktion von Effi zu erkennen.Während der Hochzeitsreise bekamen die Eltern viele Briefe von Effi.Die Reaktion der Mutter war die folgende:“Sie hat Sehnsucht.Das arme Kind.“ Sie können es einfach nicht bestimmen,was Instetten mit Effi machen soll.
Was Effi in ihrer Ehe eigentlich fehlte-Motivierung des Ehebruchs Als Effi noch in Hohen-Cremmen war,hatte sie von der Ehe die folgenden Dingen erwartet: Liebe, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Glanz, Zersttreuung, ,Unterhaltung.Als sie nach Kessin zogen,sollte Effi der Realität treffen: „unser gutes Kessin war ein Unglück für mich“.Die einzige positive Aiswirkung auf Effi war das Vertrauen an Gieshübler, Roswitha, Rollo und Crampas. Der Langeweile und Furcht vor Instettens Prinzipien führten zur Befürchtung von Effi. Die Sache mit dem Chinesen, als Instetten in Varzin gewesen ist, Instettens Gefühlskälte und auch der Pflichtbesuch beim Adel führten zu einer gewissen Fremdheit. Die Ablenkung, der Distanz führte zum Unglück und löste Furcht, emotionalen Notstand und gesellschaftlichen Notstand aus.
Effis Spukerlebnis-die erste Chinesennacht
Die Geschehnissen der ersten Chinesennacht: da Instetten in Varzin ist, hat Effi verstärkt das Gefühl der Einsamkeit und sie sucht nach einer Beschäftigung; nämlich sie liest die Geschichte der weißen Frau. Effi emfindet eigene Unzulänglichkeit.Auch Johanna bleibt lange weg und als sie wieder zu Hause ist, erzählt Effi von Hohen-Cremmen und es ist zu behaupten, dass sie Heimweh, Sehnsucht hat. Danach geht sie zu Bett und beginnt die Nacht,die Chinesennacht. Plötzlich schreckt sie hoch, denn es huscht etwas an ihr vorbei. Effi sagt zu Johanna: „ Ich glaube der Chinese.“ All diese Erlebnisse am Abend fördern die Spukerlebnis. Johanna hat Verständnis für die Angst,sie nimmt die Angst ernst, den Chinesen aber nicht.
Der Chinese wird eigentlich von Instetten eingeführt, denn er weckt Angst, deutet an, hebt Unheimliche hervor: „möglich, dass wir wirklich noch einen haben“ ; „die ganze Stadt besteht aus solchen Fremden“; „es ist sehr schön und sehr schauerlich“. Er verhält sich ungewöhnlich, geheimnisvoll und dabei auch grausam. Er erzählt immer eine aus seiner Geschichten, wobei er weiβ, dass Effi ängstlich ist, sich fürchtet und gleich Visionen macht. Instetten verhält sich nicht wie ein verständnisvoller Mann. Kessin ist eine kleine, ruhige und dabei eine langweilige Stadt. Vielleicht will er mit diesen Geschichten, dass Effi dieses Ort nicht so sieht. Er will damit das gewönliche Bild von einem Haus in einer solcher Stadt ungewönlich machen.
Effi verhält sich interessiert, aber furchtsam: „ich habe dann immer gleich Visionen und Träume“; „ und solche fremde Leute habt ihr viele in Kessin;“ ; „…du gehst darin ein biβchen weit“; „ aber nicht wieder was Gruseliges“. Auch Crampas gibt eine interessante Erklärung auf Instettens Verhalten:“er wohnte da in einem alten bischöflichen Palast-und da verging denn kein Tag, das heiβt keine Nacht, wo Instetten nicht was Unglaubliches erlebt hatte.-Und nach diesem Prinzip arbeitet er noch, wie ich sehe“; „ein Mann wie Landrat Baron Instetten nicht in einem gewöhnlichem Hause wohnen kann, nicht in einer solchen
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Kate, wie die landrätliche Wohnung“.Crampas meint, dass Instetten nicht nur ein ungewöhnliches Haus bewohnen will, sondern diesen Spuk braucht er als Erziehungsmittel, auch um seine junge Frau nicht allein zu lassen, als er weg ist.
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Arbeit zitieren:
Mária Édl, 2001, Fontane, Theodor - Effi Briest, München, GRIN Verlag GmbH
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