ŸReformen in Preußen, um einer Situation wie in Frankreich aus
dem Weg zu gehen >>> Bgtm. 2 erhält mehr Freiheiten, kommt aber nicht an die Macht
ŸZeit des Vormärz (Zeit zwischen 1815 und 1848) >>> Bgtm. löst Rebellion aus
ŸRevolution von 1848/49 (bgl. Rev.) scheitert mehr oder weniger >>> Bgtm. bekommt wirtschaftliche Freiheiten, muß aber
Bündnis mit dem Adel eingehen
Ÿnach der Gründung des dt. Kaiserreiches bekommt das Bgtm. mehr pol. Einfluß (demokratische Wahlen,
Mitbestimmungsrecht im Parlament) und mehr Rechte
(Altersversicherung, Unfall-, Krankenversicherung)
Kunstträger
ŸBürgertum (löst den Adel ab), Kirche
Kunstausübende Ÿselten freischaffend
Ÿübernimmt alle Gattungen der Klassik (Messe, Motette, Vesper,
Vokalmusik:
ŸLied: (große Bedeutung)
- Kunstgattung, in der Sprache und Musik gleichermaßen und
in enger Durchdringung Anteil haben
- ist ein “gesungenes Gedicht”, zeigt das in der Einfachheit,
Geschlossenheit und gleichmäßiger - oft periodischer -
Gliederung der musikalischen Gestalt
ŸKunstlied:
- im dt. Sprachgebrauch dasjenige Lied, das, im Gegensatz
zum Volkslied und Gesellschaftslied, den individuellen
Kunstwillen seines Komponisten zum Ausdruck bringt und sich
durch stilistische Komplexität und hohe Ansprüche an die
Wiedergabe auszeichnet
- um 1800 gab es vielfältige Formen: Szene und Arie, Ariette,
Hymne, Cavatine, Ode
- ist besonders durch Schubert geprägt
Ÿromantische Oper:
- musikalische Bühnengattung, bei der die Musik ihre vokalen
und instrumentalen Ausdrucksmittel zur Mitgestaltung der
dramatischen Aktion, der Charaktere und der Dialoge nutzt und
sich nicht auf das einlagenartige Auflockern oder das
Untermalen eines Sprechstücks beschränkt (allgemeine
Definition)
- speziell die dt. Oper im 19. und frühen 20. Jh. leidete an
einem Übergewicht des Lyrischen und einem Mangel an
schlagkräftiger Dramatik
ŸGrand opéra (frz.):
= “große Oper”
- im 19. Jh. der vorherrschende Typ der ernsten französischen
Oper
- bevorzugte historischen Stoff, aufwendige Bühnenausstattung, große Massen- und Ballettauftritten,
vielfältigsten musikalischen Formen und effektvoller Instrumentation
Ÿrussische Oper:
- nationale Opernbewegung, die sich in den slawischen Ländern im 19. Jh. herausbildete
- verarbeitete vor allem das volkstümliche Melodiegut
- wichtige Vertreter sind Modest Mussorgski (“Boris Godunow”),
Peter Tschaikowski (“Eugen Onegin”, “Pique Dame”) und
Alexandr Porfirjewitsch Borodin
ŸDrame lyrique (frz.):
- nach 1850 aus der Verschmelzung von Grand opéra und Opéra comique entstandener Typ der frz. Oper der Chor, Ballett
und gesprochenen Dialog mit einschließt und starke
sentimentale Züge trägt
ŸMusikdrama:
- Wagner erstrebte die völlige Einheit von Wort und Ton (der Gesang sollte nicht mehr im Vordergrund stehen)
- charakteristisch für das Musikdrama sind die Auflösung der
Trennung von Rezitativ und geschlossener Gesangsform, die Leitmotivtechnik und der Einbezug der Gesangsstimme in den
harmonisch höchst differenzierten orchestralen Satz
Instrumentalmusik:
ŸSinfonie:
von griech. symphÜnía = “Übereinstimmung, Zusammenklang”
- meist viersätziges Orchesterwerk im Aufbau einer Sonate
- vor allem in den Opern Mendelsohn Bartoldys und Schuberts überwiegt ein poetischer Grundzug die thematisch-formale
Auseinandersetzung, ohne diese Grundlage dennoch zu
verlassen
- der Variationsreichtum und die Dichte des Instrumentalsatzes
der vier Sinfonien von Brahms haben bis ins 20. Jh. (z.B. Arnold Schöneberg) ausgestrahlt
- parallel dazu verläuft die von Hector Berlioz ausgehende
Entwicklung einer programmatisch ausgelegten Sinfonie und sinfonischen Dichtung, die über Liszt und Richard Strauß führt
und literarisch-philosophischen Ideengehalt mit Neuartigkeit der Form und Instrumentation verbindet und verwirklicht
ŸSinfonische Dichtung:
- um 1850 entstandene Gattung der orchestralen
Program(m)musik
- besteht aus einem (in mehrere Teile gegliederter) Satz oder
mehreren selbstständigen, aber aufeinander bezogenen Sätzen
- ihre musikalischen Mittel werden zu verschiedenartigster
Darstellung eingesetzt, von konkreter Tonmalerei bis hin zu
tiefer psychologischer und ideeller Gestaltung
Ÿ
- ging aus der Konzertouvertüre und der mehrsätzigen
Programmsinfonie hervor, für die (Prog.sinf.) zum Beispiel
Beethoven 6. Sinfonie, aber vor allem Berlioz’ “Symphonie
fantastique”, von der aus auch die Entwicklung der oben
genannten progr. ausgelegten Sinfonie ausging, prägende
Beispiele bilden
- Schöpfer der s. D. waren Franz Liszt, der die Bezeichnung für
seine Ouvertüre “Tasso” (1849) verwendete, aber auch Robert
Strauß, der zehn sinfonische Dichtungen (von ihm aber meist
Tondichtungen genannt) schrieb
ŸKlaviermusik: (besonders Charakterstücke)
- Musik für Tasteninstrumente, nicht nur für Klavier, sondern
auch für Cembalo, Virginal 3 , Klavichord 4 und bis Ende des 17. Jh. auch für Orgel
- im 19. Jh. wurden lyrische und bildhaft charakterisierende
Kleinformen von Schubert (“Impromptus”, “Moment museaux”),
Mendelsohn Bartoldy (“Lieder ohne Worte”), Schumann und
Brahms gepflegt
- Chopin und Liszt bevorzugten die virtuosen Genres, wie
Konzertetüde, Prélude, Nocturne, Fantasie, Tänze, Mazurka und
Polonaise
- Entwicklung der modernen Klaviermusik ist gekennzeichnet
durch die starke Betonung des Rhythmischen, der Erweiterung
der Klangfarben mittels neuer Techniken und die Neigung zum
Ausgehen des Klavierklangs im Orchesterklang
Entstandene
- Musik für einen Vokalchor, bei dem Instrumente nicht
ausgeschlossen sind, wenn sie ohne eigene Gestaltung nur die
Singstimmen verstärken
- im 19. Jh. fälschlicherweise als Forderung nach einem reinen
Vokalchor verstanden und bei Neukompositionen v.a. im
kirchenmusikalischen Bereich verwendet
ŸHomophonie:
- alle Stimmen folgen in gleichrhythmischen Akkorden einer
Melodiestimme, meist die Oberstimme
- wurde zwar schon früher entwickelt, kam jedoch besonders in
der R. zum Ausdruck
ŸKlangmasse:
- die Universalität, aber auch der Materialismus im 19. Jh.
bringen in der Musik mächtige Klangmassen mit sich
- Aufstockung des Orchesters / Chores, Vergrößerung des
Klangvolumens, mehr Instrumente pro Stimme bzw. mehr
Stimmen im Chor
ŸKlangfarben:
- eine Dimension, in der sich zwei Töne gleicher Tonhöhe,
Dauer und Lautstärke von der Empfindung her unterscheiden
- bestimmt wesentlich den Klangcharakter von Instrumenten
oder der menschlichen Stimme
- in der R. kam dieses Merkmal besonders im Naturalismus
(“Moldau” u.a.) vor, um die Natur so genau wie möglich zu
imitieren
> Bevorzugten naturnahe Instrumente wie Waldhorn (Jagd,
Burg, Rittertum), Flöte (Pan, Arkadien, Hirtenidylle) und
Klarinette (Schalmei)
ŸAusweitung der Harmonik:
ŸChromatik:
- die “Verfärbung” der Tonstufen des diatonischen Tonsystems
durch Versetzung um einen Halbton, z.B. a wird zu as oder ais
- Erfindung der gleichschwebenden Temperatur 5 zu Beginn des
18. Jh. wurde Voraussetzung für die Entwicklung der neueren
Harmonik, die am Ende des 19. Jh. zur chromatischen
Alterationsharmonik führte
- in der atonalen Musik verliert der Begriff Ch. seinen Sinn, da
hier der qualitative Unterschied von diatonischen und
chromatischen Tonstufen aufgehoben ist
(- Chromatische Tonleiter bedeutet die aus 12 Halbtonschritten
innerhalb der Oktave gebildete Tonleiter)
- siehe auch Notenbeispiel
ŸAlteration:
- bezeichnet die chromatische Veränderung eines oder
mehrerer Töne innerhalb einer Tonleiter (z.B. c-e-g wird zu c-e-
gis)
- A. bewirkt stärkere Leitton- und Dissonanzspannungen
- zentrales Element romantischer Harmonik, dessen extreme
Häufung gegen Ende des 19. Jh. unmittelbar an die Grenzen der
Atonalität geführt hat
Vertreter
Franz Schubert (1797-1828)
ŸHochromantik:
Ÿ Frederic Chopin (1810-1849) Robert Schumann (1810-1856)
Ÿ Franz Liszt (1811-1886) (auch Spätromantik)
Ÿ Richard Wagner (1813-1883) (auch Spätromantik)
Ÿ Guiseppe Verdi (1813-1901) (auch Spätromantik)
ŸSpätromantik:
Anton Bruckner (1824-1896)
Johann Strauß (Sohn) (1825-1899)
Johannes Brahms (1833-1897)
ŸNachromantik:
Gustav Mahler (1860-1911)
Richard Strauß (1864-1949)
Max Reger (1873-1916)
ŸImpressionismus:
Claude Debussy (1862-1918)
Maurice Ravel (1875-1937)
ŸNationale Schulen 6 :
Modest Mussorgski (1839-1881)
Peter Tschaikowski (1840-1893)
Bedrich Smetana (1824-1884)
Antonin Dvorak (1841-1904)
Edvard Grieg (1843-1907)
Quote paper:
Toni Klemm, 2000, Romantik, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Gut!.
Endlich mal einer, der solche Ausarbeitungen ernst nimmt :)
Gute Substanz und Gliederung!
Schade, daß es sich auf Musik bezieht.
Eine Arbeit über die Romantik als literarische Strömug dieser Qualität fehlt hier.
14 Punkte sind verdient!
on Saturday, October 13, 2001-