Heidegger – Sein und Zeit: „Ist Ich ein Anderer?“
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auf und gilt das existentiell für das Dasein schlechthin, so besteht in
Das kann es nicht: Die Zuhandenheit ist die Seinsart von Zeug. Zeug kann unterschieden werden in Werk-, Fahr-, Nähzeug und dergleichen. Relevant wäre ein existenzialer Unterschied – den es aufgrund der kategorialen Bestimmtheit von Zeug aber nicht gibt.
Wobei im „Welt“-Begriff selbst schon Dasein liegt: „Die Welt des Daseins gibt [.] Seiendes frei, [... das] gemäß seiner Seinsart als Dasein selbst in der Weise des In-der-Welt-seins „in“ der Welt ist, in der es zugleich
Heidegger – Sein und Zeit: „Ist Ich ein Anderer?“
sind Resultate dieser Betrachtungen. Wobei der letzte Satz für die Eingangsbemerkung dieses Essays beachtlich ist: Das „bin“ in Anführungszeichen zeigt an, dass Heidegger hier einen Begriff im Wortgebrauch der gewöhnlichen Sprache verwendet, obwohl, wenn überhaupt, nur ein vages Verständnis von diesem Begriff vorhanden ist. Heidegger hätte – ebenfalls in Anführungszeichen – auch „ist“ schreiben können, nur dass er diese Schreibweise wohl verwendet hätte, wenn er den zitierten Satz positiv formuliert hätte.
Bei den Aussagen zur Eigentlichkeit wird es komplizierter. Vom negativen ausgegangen kann man sagen, dass die Aussagen, die durch die Beschreibung
vgl. Sein und Zeit, S. 126 ff.
Sein und Zeit, S. 129
Heidegger – Sein und Zeit: „Ist Ich ein Anderer?“
begriffen werden solle. Diese Behauptung Heideggers bleibt im wesentlichen unerklärt. Ich möchte sie aus folgendem Grund nicht stützen: Nimmt man das Ich als Postulat des Selbst und ist das Selbst sich zueigen im Sinne der Eigentlichkeit, so widerspricht dies den Charakteristika von Uneigentlichkeit und Man. Im Rahmen des diskutierten Spannungsfeldes kann ich mit Heideggers Philosophie also keine Antwort auf die Themenstellung des Essays geben. Plausibel schiene es mir jedoch, die existenziale Verfassung des Daseins als Man bzw. die Verfallenheit ins Uneigentliche als Zustand des Daseins anzusehen, der zunächst und zumeist das Dasein bestimmt. Dann könnte „Ist Ich ein Anderer“ im Sinne der geführten Betrachtungen klar bejaht werden. Die Eigentlichkeit würde als zweite, jeeigene Verfassung des Daseins in seiner Selbstbezogenheit existieren.
vgl. Sein und Zeit, S. 43 und S. 127
vgl. Sein und Zeit, S. 42
Sein und Zeit, S. 130
Arbeit zitieren:
Dora Es, 2001, Ist Ich ein anderer?, München, GRIN Verlag GmbH
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