- semihumid im Westen
- semiarid im Süden
- arid im Norden und Osten
Naturraum:
- Kenia gliedert sich in verschiedene fest umrissene topographische Bereiche
- sie erstrecken sich vom Indischen Ozean bis in Hochgebirgsregionen mit Höhen über 3 000 Meter über NN
- von den tief gelegenen Küstenebenen steigt das Land allmählich auf ein breites und trockenes Plateau an,
das fast den gesamten Norden und Osten des Landes umfasst
- in der Landesmitte befinden sich gewaltige Bergketten vulkanischen Ursprungs mit dem Mount Kenya
(5 199 Meter) als höchste Erhebung
- westlich liegt die gewaltige Senke des Ostafrikanischen Grabensystems, die durch steile Felswände begrenzt ist
- Rohstoffe: - vereinzelte Vorkommen von Gold. Silber. Chrom, Eisen und Mangan und anderen Erzen
- Böden: vorwiegend rotbraune und rote Böden der Trockensavannen und Trockenwälder (z.T. lateritisch)
- Oberflächengewässer: - wenig Oberflächengewässer
- zwei große Seen: Turkanasee, Teile des Victoriasees
- zwei große Flüsse: Tana, Athi
- Vegetation: - die Vegetation Kenias ist sehr vielfältig
- in den Küstenwäldern finden sich Palmen, Mangroven, Teakbäume, Kopalfichten und Sandelholzbäume
- in den Tiefländern bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume und Akazien vor
- typisch für die Vegetation in Höhenlagen zwischen 900 und 2 700 Metern sind weiträumige Savannen (Grasländer), die durch vereinzelte Akazien-und Papyruswälder aufgelockert werden
- zu den wichtigsten Arten im dichten Regenwald an den östlichen und südöstlichen Berghängen des Landes gehören Kampferbäume und Bambus
- in der alpinen Vegetationszone (oberhalb etwa 3 500 Meter) finden sich große Pflanzen der Gattungen Kreuzkraut und Lobelie Tierwelt: - Kenia ist berühmt für seine reichhaltige Tierwelt, insbesondere wegen der Großsäuger in den Savannen
- dazu gehören Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, Gazellen, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparde und Primaten
- die meisten dieser Tiere leben zwar geschützt in Nationalparks und Wildreservaten, dennoch haben Wilderer die Bestände großer Säugetiere wie Elefanten und Nashörner beträchtlich dezimiert
- weiterhin gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Vogelarten
III Bevölkerung:
- Einwohner: - 30,8 Mio. Einwohner (2001)
- Bev.verteilung: - Stadt: 30%
- Land: 70% Bevölkerungsdichte: - 47 EW/km²
- Bevölkerungswachstum: - 2% /Jahr
- Lebenserwartung: - Männer: 57 Jahre
- Frauen: 60 Jahre -Säuglingssterblichkeitsrate: - 57 auf 1000 Geburten Ärzte pro Einwohner: - 0,04 (1990)
- Analphabetenrate: - 22% (1994)
- Ethnische Gruppen: - 99% Schwarzafrikaner, davon:
- kleine Minderheiten von Asiaten (insbesondere Indern), Europäern und Arabern
- Arbeitslosenquote: - 22 % (1994)
Die überwiegende Mehrheit der geschätzten 15,1 Millionen Erwerbstätigen des Landes arbeitet entweder als
Subsistenzfarmer bzw. -hirten oder in der so genannten Schattenwirtschaft** als Kleinhändler, Handwerker und Kleinunternehmer.
** Gesamtheit der wirtschaftlichen Aktivitäten, die nicht von der Steuer erfasst werden können, weil sie nicht
IV Wirtschaft:
- BIP/Kopf: -1162 US$
- Inflationsrate: - 11,2%
- Wirtschaftswachstum: - 1,3 %
- die Landwirtschaft bildet zusammen mit Forstwirtschaft und Fischerei den wichtigsten Wirtschaftssektor
- 77 Prozent der Erwerbstätigen sind in diesem Sektor beschäftigt
- mehr als 60 Prozent der Exportgewinne wurden in diesem Zweig erwirtschaftet
- Bergbau spielt eine verhältnismäßig geringe Rolle
- nach dem 2. Weltkrieg wies die kenianische Wirtschaft mit die höchsten Wachstumsraten der Welt auf, was auf
gewaltige Auslandsinvestitionen und den Zustrom europäischer Wirtschaftsfachleute und Techniker zurückzuführen ist.
- nach der Unabhängigkeit schloss sich Kenia 1967 mit Tansania und Uganda zur Ostafrikanischen Gemeinschaft zusammen, deren Ziel in der Entwicklung eines gemeinsamen Güter- und Dienstleistungsmarktes bestand;
- 1977 wurde der Zusammenschluss wieder aufgehoben
A Landwirtschaft
- elf Prozent der Fläche Kenias können landwirtschaftlich genutzt werden
- davon werden 1,5 % bewässert
- obwohl nur etwa 7 Prozent des Landes Ackerland sind (1998), verfügt Kenia über eine äußerst diversifizierte Landwirtschaft, die fast sämtliche Grundnahrungsmittel produziert
- im Hochland, der wichtigsten landwirtschaftlichen Region, werden Kartoffeln, Kaffee, Tee, Baumwolle,
Getreide, Bohnen, Erdnüsse und Tabak angebaut
- an der Küste und im Tiefland Zuckerrohr, Mais, Maniok, Ananas, Sisal Baumwolle und Cashewnüsse
- zu den bedeutendsten Exportprodukten gehören Kaffee, Tee, Pyrethrum (ein Insektizid aus Chrysanthemen, siehe Pyrethroide), Sisal und Gartenbauprodukte.
- eine weitere wichtige Rolle spielen Viehzucht und Milchwirtschaft
B. Forstwirtschaft und Fischerei
- die Wälder in Kenia liefern vorwiegend Laubhölzer (Musheragi, Muiri, Mukeo, Kampferbäume, Musaise) und
einige Nadelhölzer (Zedern, Zypressen).
- Akazienrinde, die als Gerbstoff von Bedeutung ist, wird exportiert
- der kommerzielle Fischfang (vorwiegend auf Binnenseen und Flüssen) dient zumeist der Selbstversorgung, im
Victoriasee gefangene Fische werden zum Teil exportiert
- bewaldete Fläche: - 13000 km²
- Rodung zwischen 1990 und 1995: 34 km²
C. Bergbau
- die Bodenschätze in Kenia sind weitgehend unerschlossen, so dass Bergbau nur eine untergeordnete Rolle spielt
- abgebaut werden Soda, Salz, Fluorit (Flussspat), Eisenerz, Gold, Granat und Kalkstein
- in der Nähe von Mombasa wurden umfangreiche Blei- und Silberlagerstätten entdeckt
D Industrie
- trotz ihres Wachstums spielt die industrielle Produktion in Kenia keine vorrangige Rolle;
- meist handelt es sich um Betriebe zur Verarbeitung von Rohstoffen und Nahrungsmitteln für den Eigenbedarf
- zu den führenden Industriebetrieben des Landes zählen Getreidemühlen, Zementwerke und Raffinerien; zudem
werden Textilien, Holz und Düngemittel verarbeitet
- außerdem Konsumartikel wie Plastikwaren, Textilien, Papierprodukte und Tabakwaren
E. Verkehrswesen
- das Schienennetz der Kenya Railways Corporation ist mit dem der Nachbarländer Uganda und Tansania verbunden
- das Straßennetz umfasst 63 800 Kilometer (1998) und ist zu 14 Prozent befestigt
- die größte Hafenstadt ist Mombasa, wo auch ein erheblicher Teil des Warenaustausches mit Uganda und Äthiopien abgewickelt wird
- über die Schifffahrt auf dem Victoriasee bestehen Verbindungen zum Mobutu-Sese-Seko-See (Albertsee) und zum Kiogasee in Uganda
- der Jomo-Kenyatta-Flughafen in Nairobi ist der wichtigste Flughafen Kenias; er wird regelmäßig von Kenya
Airways und anderen internationalen Fluggesellschaften angeflogen
- ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Mombasa.
F Tourismus
- der Tourismus ist Kenias wichtigste Devisenquelle
- Jährlich kommen etwa 700 000 Touristen ins Land
- wichtigstes Ziel der meisten Besucher sind die 40 Nationalparks und Wildreservate, in denen es möglich ist,
Tiere in freier Wildbahn zu beobachten und zu photographieren
- 6 % der Landesfläche sind geschützte Gebiete
- die beiden größten Parks des Landes sind der Tsavo National Park und das Schutzgebiet Marsabit; der Masai-Mara Park im Südwesten Kenias ist vermutlich der bekannteste
- mit eine 536 km langen Küste und dem Victoriasee ist Kenia für Touristen sehr attraktiv
- Einnahmen aus dem Tourismus: - 474 Mio. US$ (1999)
G Energie
- seit dem 2. Weltkrieg wurden zahlreiche Wasserkraftwerke gebaut, um den steigenden Energiebedarf des Landes zu decken
- sie erzeugen 71,01 Prozent der gesamten Energie (1999).
Staatshaushalt: - Einnahmen: 2,54 Mrd. US$
- Ausgaben: 2,68 Mrd. US$ ------------------------------------ Defizit: 140 Mio. US$
- aufgeführte Güter: - Tee, Kaffee, Erdölprodukte (an Uganda, Tansania, GB, Deutschland)
- eingeführte Güter: - Maschinen, Chemikalien und pharmazeutische Produkte, Erdöl undprodukte, Eisen und Stahl ( aus GB, Japan, USA, Deutschland)
Auslandsverschuldung: 6,89 Mrd. US$
→ Zunehmen der Auslandsschulden → ein Grossteil der Exporterlöse müssen für Zinsen und Schuldentilgung benutzt werden → es können keine strukturverbessernde Maßnahmen getätigt werden → es müssen Kredite aufgenommen werden um die Maßnahmen durchzuführen→ Teufelskreis
Empfangene Hilfsgelder: 606 Mio. US$ Ausl. Direktinvestitionen: 13 Mio. US$
V Soziales
Bildungswesen:
- in Kenia besteht eine allgemeine Schulpflicht von 8 Jahren (1998), der Besuch der Elementarschule ist kostenlos
- die Einschulungsrate im Primärbereich beträgt 85% → gutes Schulstruktur, min. Grundlagenwissen
- es gibt in Kenia fünf Hochschulen: die University of Nairobi (gegründet 1956) und die Kenyatta University
(1972), die sich beide in Nairobi befinden; die Egerton University (1939) in Nakuru; die Moi University (1984)
in Eldoret und das Jomo Kenyatta University College of Agriculture and Technology
- weiterhin gibt es Fachhochschulen
Gesundheitswesen:
- 4 Ärzte pro 1000 Einwohner
- 1,7 Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner
- Anteil am Sozial/Gesundheitsetat am Staatshaushalt: 25,1%
- Zugang zu sauberen Trinkwasser haben 53% der Bevölkerung → hohe Infektionsgefahr der Bevölkerung, die
kein Zugang zu sauberem Trinkwasser hat mit Krankheiten→ hohe Seuchengefahr, hohe Kindersterblichkeit(5,7%)→ dies wird versucht mit Entwicklungsprogrammen zu stoppen
VI Entwicklungsprogramme
Entwicklungsprogramme Deutschlands:
- die Entwicklungsarbeit konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Bereiche ländliche Entwicklung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Straßenbau und Gesundheit mit Aids-Prävention
- des weiteren berät die Bundesregierung in Struktur- und ordnungspolitischen Fragen, unter anderem zur Korruptionsbekämpfung
- dafür wurden Kenia für den Zeitraum 1999 bis2000 insgesamt 52,2 Millionen DM zugesagt
- ein weiteres wesentliches Anliegen deutscher Entwicklungszusammenarbeit ist die Beratung und finanzielle Unterstützung bei der Umstellung dezentraler Wasserversorgung auf kommerzielle Betriebsformen
- bsp.: Brot für die Welt:
- Projekt zur Bekämpfung von AIDS
- in Kenia bereits 1997 etwa 1,7 Millionen an AIDS Erkrankte
- z.B. in einem typischen Vorort des Wirtschaftszentrums Kisumu sind zum Beispiel 49 % der Einwohner HIV positiv
- an AIDS erkrankte Eltern, die erst Anfang 20 sind, wissen nicht, wer ihre Kinder nach ihrem Tod versorgen wird
- nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks gibt es über 300.000 Waisenkinder in Kenia, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben
- beabsichtigt ist, 5.000 Menschen durch Aufklärungs-Kampagnen zum Thema AIDS zu erreichen
- für 26 Prozent der betroffenen Haushalte sollen häusliche Pflegedienste angeboten werden sowie Fortbildungen an Grund- und weiterführenden Schulen
- um die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, sollen 100 Familien mit einem Spar- und Kreditprogramm unterstützt werden
- folgende Aktivitäten sind geplant:
Aufbau
die Versorgung mit Medikamenten und die Unterstützung bei der Einrichtung von AIDS-Testmöglichkeiten im Vordergrund
aufzubauen und zu überwachen
Kostenübersicht (drei Jahre)
Gesamtkosten Euro 174.700,-
Finanzierung
"Brot für die Welt" Euro 174.700,-
----------------------------------------------Insgesamt Euro 174.700,-
Quellen:
Der Fischer Weltalmanach ´99 Spiegel Almanch´99 Diercke Weltatlas Microsoft Encarta 2002 Professional www.bmz.de www.brot-fuer-die-welt.de
Arbeit zitieren:
Bastian Friemel, 2001, Kenia Strukturanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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julia dahmen
hallo.
danke fUr ihre hilfe, musste nämlich ein referat über kenia schreiben und das ist genau das richtige.
ECHT GUT!!!!!!!!!
julia
am Monday, April 15, 2002-
denise kürschner
kommentar.
das ganze sieht für mich nicht nach einer hausarbeit aus sondern eher wie statistiken, rausgeschrieben aus einem oder mehreren büchern.
ich habe 6 monate in nairobi gelebt und für eine hilfsorganisation gearbeitet. daher weiss ich, dass schulbildung in kenia nicht kostenlos ist und keine schulpflicht bis zur 8. klasse besteht.
wenn man die arbeit liest bekommt man das gefühl, dass kenia ein supertolles land ist. aber 60 % der bevölkerung lebt unter der armutsgrenze, 80% im westlichen teil sind hiv infiziert (steigende tendenz), die infrastruktur ist noch aus kolonialtagen und das land ist das zweitkriminellste in afrika. arap moi regiert seit 23 jahren, ohne dass jemals wahlen gewesen wären, die polizei ist total unterbezahlt und erpresst öffentlich tag für tag geld von matatu fahrern (=öffentliches transportmittel).
denise kürschner
am Saturday, June 22, 2002-
Julia
Super hilfe thx ♥.
Wir, das sind meine freundin und ich, müssen einen Hefter über Kenia machen und da hat uns das echt geholfen! Vielen Dank!!
am Sunday, March 30, 2008-
lui *
Mir auch danke! Musste Steckbrief über Kenia machen. Bähh... Hoffentlich ne gute Note(;
am Monday, November 01, 2010-