I
Praxisbericht Michael Boehly Studienjahrgang Mittelständische Wirtschaft 00 3. Semester
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Was ist eine Marke? 1
2.1 Definitionen 2
2.2. Das Wesen einer Marke. 3
3. Probleme bei der Markenbildung 6
3.1. Das Problem der austauschbaren Produkten 6
3.2. Das Problem zunehmenden Wettbewerbs 7
3.3. Problem zunehmender Werbeaktivitäten. 8
4. Welche Motive wirken bei der Kaufentscheidung? 9
4.1. Was motiviert zum Kauf? 10
4.2.Welche subjektiv wahrnehmende Attribute werden in der Bierwerbung erfolgreich
eingesetzt ? 11
4.2.1. Das Motivationsfeld Identität 11
4.2.2. Das Motivationsfeld Indikativer Nutzen 12
4.2.3. Das Motivationsfeld Suggestiver Nutzen. 13
4.2.4. Das Motivationsfeld Emotionen. 14
4.2.5. Das Motivationsfeld Normen 16
5. Schlussbemerkung 16
Literaturverzeichnis 18
II
Praxisbericht Michael Boehly Studienjahrgang Mittelständische Wirtschaft 00 3. Semester
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Quelle: Meyer Davidson Offensives Marketing
Abbildung 2 Quelle: A.C. Nielsen/Lebensmittelzeitung
Abbildung 3 Quelle A.C. Nielsen Werbeforschung
Abbildung 4 Das b/w Modell
Abbildung 5 Rothaus Werbeschild
Abbildung 6 Krombacher Kampagne 2002
Abbildung 7 Warsteiner Kampagne 2002
Abbildung 8 Licher Werbekampagne Frühjahr 2002
Abbildung 9 Diebels Werbekampagne 2002
Praxisbericht Michael Boehly Studienjahrgang Mittelständische Wirtschaft 00 3. Semester
1. Einleitung
Mit diesem Praxisbericht möchte ich versuchen die Frage zu beantworten, was ist eigentlich eine Marke? Was steckt hinter dem Begriff Marke? Warum sind manche Marken erfolgreicher als andere? Welche Macht üben Marken auf den Konsumenten aus? Natürlich ist für den Erfolg einer Marke nicht nur deren Außenkommunikation verantwortlich, sondern das gesamte Marketing - Mix 1 , bestehend aus der Preispolitik, der Promotion als ganzes, sowie der Produktpolitik.
Auf diese Punkte möchte ich bewusst nicht eingehen, sondern versuchen zu verdeutlichen was hinter dem imaginären 2 Begriff Marke eigentlich steckt. Anhand von Bierwerbungen will ich verschiedene Markenstrategien aufzeigen und deren Wirkung auf den Konsumenten veranschaulichen
2. Was ist eine Marke?
Jeder kennt die vielen Werbespots im Fernseher oder die zahlreichen Hochglanzanzeigen in den Printmedien. Viele Werbesprüche haben sich, im Laufe der Zeit, im Kopf des Verbrauchers regelrecht eingebrannt. Der Satz „Nicht immer, aber immer öfters“ aus der Clausthaler Werbung oder „Das einzig wahre Warsteiner“ sind sicherlich die prägnantesten Werbeslogans der Bierbranche im letzten Jahrzehnt und wer kennt nicht Joe Cockers rauchiges, sehnsuchtsvolles „Sail away“ aus der Becks - Werbung. Es gibt zahlreiche solcher Sprüche die einem an dieser Stelle sofort in das Gedächtnis schießen. Was sagen diese Sprüche aber aus, welche Botschaft vermitteln sie? Machen sie allein schon ein Produkt zur Marke?
Ist es nicht vielmehr die Verbindung der Namen und Slogans mit einer konkreten inhaltlichen und sogar emotionalen Vorstellung, die solche Produkte zu einer Marke wachsen lassen?
1 Marketing - Mix = Kombination der Ausprägungen der zeitraum- und markt- bzw. marktsegmentbezogen eingesetzten marketingpolitischen Instrumenten. vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 14. Auflage
2 Imaginär (frz. Imaginaire) = nur in der Vorstellung bestehend. scheinbar
Praxisbericht Michael Boehly Studienjahrgang Mittelständische Wirtschaft 00 3. Semester
2.1 Definitionen
Was sind eigentlich Marken? Was steckt hinter dem Begriff Marke?
Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt den Begriff Marke wie folgt: „Name, Bezeichnung, Zeichen, Design, Symbol oder Kombination dieser Elemente zur Identifikation eines Produktes (Produktpersönlichkeit) und zur Differenzierung von Konkurrenten. Vorraussetzung für natürliche Markenbildung ist Warenqualität und Verpackung.“ 3
Diese Definition stammt, vom Wesen her, von Hans Domizlaff 4 , den man als einen der Väter der professionellen Markenpolitik bezeichnen kann. In seinem ersten Lehrbuch der Markentechnik, „Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens“,
beschreibt Domizlaff, im Jahre 1939, die 22 Grundregeln der natürlichen Markenbildung. Hier ein kleiner Auszug aus den 22 Grundgesetzen der natürlichen Markenbildung 5 .
Regel 1. Die Vorraussetzung der natürlichen Markenbildung ist die Warenqualität. Regel 2. Nicht die Preisfrage entscheidet in erster Linie, sondern das Vertrauen in die Qualität. Regel 12. Eine Markenware ist das Erzeugnis einer Persönlichkeit und wird am stärksten durch den Stempel einer Persönlichkeit gestützt. Regel 15. Das Ziel der Markentechnik ist die Sicherung einer Monopolstellung in der Psyche der Verbraucher....... Regel 16. Ein geschriebener oder gedruckter Name bedarf einer optischen Ergänzung von besonderer Eindringlichkeit (Logo, Slogan)......... Regel 19. .......Eine Marke hat ein Gesicht wie ein Mensch Regel 20. Der Wert eines Markenartikels beruht auf dem Vertrautsein des
3 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon
4 Hans Domizlaff geboren am 9. Mai 1892 in Frankfurt am Main, gestorben am 5 . September 1971 in Hamburg
5 vgl. Hans Domizlaff „ Gewinnung des öffentlichen Vertauens“
Praxisbericht Michael Boehly Studienjahrgang Mittelständische Wirtschaft 00 3. Semester
Diese Philosophie der Marke war am Anfang des Markenartikelzeitalters, also im Verkäufermarkt, sicherlich etwas neuartiges.
Im heutigen Käufermarkt geht eine erfolgreiche Markenführung aber weit über Namen, Symbolen, Logos und der Merkmalsbündelung hinaus. Die komplex schwierige Frage nach der Beschaffenheit eines Produktes, um als Marke überhaupt vom Verbraucher wahrgenommen zu werden, ist heutzutage die wichtigste.
Die Amerikaner bezeichnen die Marke als etwas, das der Verbraucher kauft und haben möchte. Ein Produkt hingegen ist etwas, das in einem Unternehmen hergestellt wird. Eine Marke steht also für einen Eindruck, den der Konsument hat und für einen gewissen Standard, mit dem er sich identifiziert.
So definiert Heribert Meffert die Marke zum Beispiel, „als ein, in der Psyche des Konsumenten, verankertes, unverwechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder einer Dienstleistung.“ 6
Das amerikanische Unternehmen Brand Solution Inc. bezeichnet eine Marke treffend, als „eine versinnbildlichte, emotionale, rationale sowie kulturelle Darstellung dessen, was der Betrachter mit einem Unternehmen bzw. Produkt verbindet.“ 7
2.2. Das Wesen einer Marke
Eine „Marke“ steht für eine Vielzahl von Produkt- und Unternehmensmerkmalen, sowie für die Firmenphilosophie, die den Kunden bei seiner Kaufentscheidung wesentlich beeinflussen. Marken markieren Produkten mit zusätzlichen Informationen und Emotionen. Sie ermöglichen dem Kunden Produkte zu identifizieren. Sie erzeugen Erinnerungen. Marken steuern die Erwartungen des Konsumenten hinsichtlich der Qualität (Beweis für Kompetenz), des Preises und des Nutzens und bauen Vertrauen, im Idealfall Treue, aufgrund ihrer Bekanntheit auf. Marken erfüllen eine Image- bzw. Prestigefunktion. 8
„A product is something you sell, but a brand is something you stand for.“ 9 (Ein Produkt ist etwas was man kauft, aber eine Marke steht für etwas.) Mit Marken assoziiert der Kunde etwas. Marken stehen für Erlebnisse. Sie erzählen Geschichten, die sich in den Köpfen der Konsumenten fest verankert haben. Eine Marke liefert
6 vgl. Heribert Meffert „Marketing - Grundlagen einer markenorientierten Unternehmensführung“
7 vgl. Ralf Koyro “Branding oder die Macht der Marke“
8 vgl. Meyer Davidson „Offensives Marketing“
9 Paul Schrage, McDonald´s
Arbeit zitieren:
Michael Boehly, 2002, Subjektive Markenbildung - Was beeinflusst die Kaufentscheidung?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
A comparison between film and drama: Romeo and Juliet
Facharbeit (Schule), 12 Seiten
Die Bedeutung von Markenidentität und –image im Marketing
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 22 Seiten
Merkmale und Inhalte eines Marketingplanes
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 32 Seiten
Ausgewählte Instrumente eines effizienten Risikomanagements am Beispie...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 84 Seiten
Erfolgsfaktor Kundenzufriedenheit unter besonderer Berücksichtigung de...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Studienarbeit, 36 Seiten
Auswirkungen von Markenerweiterungen auf die Markenstärke
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 25 Seiten
Werbewirkung und Möglichkeiten ihrer Messung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 26 Seiten
Design als Instrument der Markenführung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Bachelorarbeit, 40 Seiten
Prospektive und retrospektive Zeitschätzung unter hoher und niedriger ...
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Magisterarbeit, 113 Seiten
Strategische Optionen für forschende Pharmaunternehmen zur Sicherung i...
Masterarbeit, 64 Seiten
Die Intelligenz des Unbewussten bewusst nutzen - Was die Ergebnisse de...
Psychologie - Allgemeine Psychologie
Hausarbeit, 35 Seiten
Zur Typologie von Entschleunigungskonzepten
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Bachelorarbeit, 50 Seiten
Die Bedeutung der virtuellen Werbung im Rahmen der Markenführung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 26 Seiten
Hermeneutik. Die Entstehung der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 29 Seiten
West Side Story und Romeo und Julia: Ein Vergleich der Handlungsführun...
Hausarbeit, 13 Seiten
Die Gestaltungsebenen eines Fernsehbeitrages: Bild, Text, Ton, O-Ton,...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Seminararbeit, 10 Seiten
Die Habituation an die Langsamkeit - Wie Eigenzeit, Subjektivität und ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 47 Seiten
Qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden mit dem "Empl...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 23 Seiten
Michael Boehly hat den Text Subjektive Markenbildung - Was beeinflusst die Kaufentscheidung? veröffentlicht
Michael Boehly hat einen neuen Text hochgeladen
Kritische Weißseinsforschung i...
Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt, Maureen Maisha Eggers
Herausgegeben von Gisela Cleme...
Tim Trantenroth, Gisela Clement, Michael Schneider
Mark Twain's "Which Was the Dream?" and Other Symbolic Writings of the...
Mark Twain, John Sutton Tuckey, John S. Tuckey
Brand It Like Beckham: The Story of How Brand Beckham Was Built
The Story of How Brand Beckham...
Andy Milligan
0 Kommentare