Hausarbeit : Innerbetriebliches Rechnungswesen Sebastian Behrens
Einf ührung in die Kostenplanung und -kontrolle
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis 2
II. Abbildungsverzeichnis 3
III. Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Grundsätzliches zur Plankostenrechnung 5
2.1. Einordnung der Plankostenrechnung 5
2.2. Formen der Plankostenrechnung 7
2.3. Aufgaben und Funktionen der Plankostenrechnung 12
3. Durchführung der Plankostenrechnung 14
3.1. Voraussetzungen für die Kostenplanung 14
3.2. Vom Aktionsplan zum Kostenplan 16
3.3. Methoden der Kostenplanung 19
3.4. Ermittlung der geplanten Kostenfunktion 24
4. Ermittlung konkreter Größen 30
4.1. Bestimmung der Planfaktorpreise 30
4.2. Bestimmung der Planbeschäftigung 32
5. Kostenkontrolle 34
6. Zusammenfassung 36
IV. Literaturverzeichnis 37
V. Ehrenwörtliche Erklärung 38
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Einführung in die Kostenplanung und -kontrolle
JIT Just in Time MBO Management by Objectives M-Std Maschinenstunden kW Kilowatt kWh Kilowattstunden KSt Kostenstelle(n) KT Kostenträger KA Kostenart(en)
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Einführung in die Kostenplanung und -kontrolle
1. Einleitung
Auf dem Gebiet des internen Rechnungswesens gibt es derzeit eine weit verbreitete Diskussion die unter dem Begriff Activity-Based-Costing bzw. Prozesskostenrechnung bekannt ist. Ausgangspunkt dieser Diskussion stellt eine Arbeit von Johnson und Kaplan dar, in der es unter anderem heißt: „...the cost accounting and management control systems found in most U.S. companies in the 1990’s are of little use f or determining product costs, for enhancing cost control, and for encouraging the creation of long-term economic wealth.” 1
Diese Kritik an den bisher in den Unternehmen eingesetzten Kostenrechnungssystemen setzt hauptsächlich an der zu einseitigen Ausrichtung auf die Planung, Kontrolle und Kalkulation der variablen Kosten an. Da aufgrund sich ändernder Marktsituationen sowie der damit verbundenen Einführung neuer Konzepte im Bereich der Logistik, Qualitätssicherung, Materialwirtschaft, etc. (z.B. Just in Time (JIT)), die variablen Kosten aber einen immer geringer werdenden Anteil an den Gesamtkosten haben, kann dies schnell zu strategischen Fehlentscheidungen führen. 2 Auf der anderen Seite gibt es, hauptsächlich im Mittelstand, noch immer ein beträchtliches Defizit bei der Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden. Die Firmengründer und -eigentümer vertreten die Auffassung aufgrund ihres Detail- und Fachwissens ein Unternehmen auch ohne internes Rechnungswesen erfolgreich leiten zu können. Außerdem werden die Kosten für die Einführung und Weiterentwicklung eines solchen Systems vielfach als zu hoch angesehen. Mit wachsender Betriebsgröße, und damit verbundener Arbeitsteilung im Unternehmen sinkt aber auch die Übersichtlichkeit. Je größer und unübersichtlicher die Betriebe werden, desto mehr sind die Führungskräfte auf ein entscheidungsorientiertes Rechnungswesen, das auskräftige Informationen für die Planung, Steuerung und Kontrolle des
1 Vgl. Johnson, H.T./ Kaplan, R. S., 1987, S. 221
2 Vgl. Coenenberg, A.G./Fischer, T.M., 1991, S. 21
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Leistungserstellungsprozesses bereitstellt, angewiesen und können sich immer weniger auf ihre Erfahrung und Intuition verlassen. 3 Vor den genannten Hintergründen gewinnen entscheidungsorientierte Kostenrechnungssysteme immer stärker an Bedeutung. Eines dieser Systeme um im Vorfeld eine konkrete Planung der Kosten und Erlöse, sowie im nachhinein eine aussagefähige Kontrolle durchzuführen ist die
Plankostenrechnung die Thema dieser Arbeit sein wird.
Im ersten Abschnitt wird zunächst eine allgemeine Einleitung in die Problematik der Plankostenrechnung gegeben. Dazu wird die Plankostenrechnung zunächst in das Gesamtsystem der Kostenrechnung eingeordnet, danach werden die verschiedenen Formen vorgestellt. Im Anschluss werden die Hauptaufgaben näher erörtert. Im dritten Abschnitt der Arbeit wird sich dem eigentlichen Prozess der Kostenplanung gewidmet. Dazu werden zunächst einige allgemeine Vorrausetzungen angesprochen die notwendig sind um eine ordnungsgemäße Plankostenrechnung durchzuführen. Im Anschluss wird auf die konkrete Planung von einzelnen kostenverursachenden Prozessen sowie verschiedene Methoden zur Kostenplanung und auf das Vorgehen bei der Ermittlung der Sollkostenfunktion eingegangen. Der vierte Abschnitt beschäftigt sich mit der konkreten Planung von Kostengrößen. Dies wird am Beispiel der Faktorpreise und der Beschäftigung geschehen. Im fünften Abschnitt erfolgt eine kurze Einführung in die Kostenkontrolle mit ihren Aufgaben und Funktionen.
2. Grundsätzliches zur Plankostenrechnung
2.1. Einordnung der Plankostenrechnung
Die traditionellen Kostenrechnungssysteme mit I stkostenrechnung auf Basis von Vollkosten oder Teilkosten begnügte sich meist mit der nachträglichen Abbildung des betrieblichen Geschehens. Dabei wurden
vergangenheitsorientiert die Produktionsfaktoren den in der betrachteten Periode erstellten Leistungen gegenüber gestellt und so das Betriebsergebnis
3 Vgl. Horváth, P., 1981, S. 5
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ermittelt. Dabei lässt sich die traditionelle Kostenrechnung durch vier Merkmale charakterisieren: 4
Da betriebliche Entscheidungen aber auf Basis von zukünftig erwarteten Kosten und Erlösen zu treffen sind, ist diese Vorgehensweise teils überholt. Neben sie tritt ein Verfahren mit dem die Kosten für zukünftige Rechnungsperioden geplant werden. Wird im Rahmen dieses Verfahrens lediglich der erwartete Mengenverbrauch mit den erwarteten Preisen bewertet, so spricht man in diesem Zusammenhang von Prognosekosten bzw. Prognosekostenrechnung. Sollen die ermittelten Kosten als Vorgaben in die betreffenden Kostenstellen eingehen, mit denen im nachhinein anhand der tatsächlichen Verbräuche und Faktoreinsatzpreise Abweichungen aufgedeckt werden können spricht man auch von Vorgabekosten bzw. Plankosten. Ein System welches diese Kosten ermittelt wird als Plankostenrechnungssystem bezeichnet. Auch im Rahmen der Plankostenrechnung wird dahingehend unterschieden in welchem Umfang die Kosten auf die Kosten verrechnet werden. So gibt es auch hier die Möglichkeit einer Anwendung auf Basis von Vollkosten und auf Basis von Teilkosten. In der Literatur gibt es einige Begriffe die meist als Synonyma zur Plankostenrechnung verwendet werden, da es nur geringe inhaltliche Abweichungen gibt. Diese sollen hier nicht unerwähnt bleiben:
4 Vgl. Michel, R./Torspecken, H.-D., 1989, S.27
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Des weiteren ist die Plankostenrechnung in das Gesamtsystem der betrieblichen Planungen einzuordnen. Da die Planung der Kosten als ein wichtiger Bestandteil der Gesamtplanung anzusehen ist, steht sie in einem engen Zusammenhang zu anderen betrieblichen Teilplanungen, insb. zur Absatz-, Produktions- und Beschaffungsplanung. Ihre Aufgabe besteht darin, die zukünftig im Zuge des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses entstehenden Kosten zu quantifizieren und einen Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der tatsächlich angefallenen Kosten festzulegen. 5 Da die Kosten lt. Definition bewerteter, sachzielbezogener Verbrauch von Gütern und Leitungen sind, lassen sich diese natürlich nicht unabhängig von den Maßnahmen und Größen planen die letztendlich zu ihrer Entstehung führen. Deshalb ist die Kostenplanung als sekundäre Planung anzusehen. Die zugehörigen primären Planungen sind z.B. die Produktionsprogrammplanung, die Absatzplanung, etc. Dabei gehen die Daten aus diesen Bereichen als Plandaten in die Kostenplanung ein. Auf der anderen Seite sollen die primären Bereiche aber mit Kostendaten versorgt werden um z.B. kostengünstigere Alternativen im Rahmen von Make-or-Buy-Entscheidungen zu finden. Somit lässt sich erkennen, dass zwischen der Kosten- und Programmplanung eine wechselseitige Beziehung besteht.
2.2. Formen der Plankostenrechnung
Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt wurde, gibt es auch bei der Plankostenrechnung die Unterteilung nach der Menge der zu verrechnenden Kosten. Vollkostenrechnungssysteme sind dadurch gekennzeichnet, dass alle Kosten des Unternehmens in einer Abrechnungsperiode, gleichgültig ob sie variabel oder fix bzw. Einzel- oder Gemeinkosten sind, den Kostenträgern zugerechnet werden. Im Gegensatz dazu wird in den verschiedenen Systemen
5 Vgl. Haberstock, L., 1986, S. 40
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der Teilkostenrechnung nur ein Teil der Kosten auf die Produkte verrechnet. 6 Da man zur Vereinfachung bei variablen Kosten grundsätzlich von einem direkt proportionalen Stückkostenverlauf ausgeht, entsprechen die Stückkosten den Grenzkosten. Deshalb wird die Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis oft auch als Grenzkosten- bzw. Grenzplankostenrechnung bezeichnet. Die Plankostenrechnung kann also als Vollkosten- und als Teilkostenrechnung durchgeführt werden.
Die zweite Unterteilung erfolgt danach, inwieweit die Möglichkeit besteht, die Höhe der Kosten, für Kontrollzwecke nachträglich an die tatsächliche Beschäftigung anzupassen. Dies erfolgt im Rahmen der starren bzw. flexiblen Plankostenrechnung. Bei der starren Plankostenrechnung werden die Kosten innerhalb der einzelnen betrieblichen Teilbereiche Kostenartenweise ermittelt und ausgewiesen. Dazu wird eine Planbeschäftigung angenommen. Im Rahmen der nachträglichen Kostenkontrolle kann eine wirksame Analyse nur dann erfolgen, wenn die Planbeschäftigung der tatsächlichen Istbeschäftigung entspricht. Ist dies nicht der Fall, kann nicht ermittelt werden welcher Teil der Kostenabweichung aus der Beschäftigungsabweichung und welcher durch tatsächlich aufgetretene Unwirtschaftlichkeiten entstanden ist. Dazu ein einfaches Beispiel: Gegeben sei eine Planbeschäftigung in einer Kostenstelle in Höhe von x p = 20.000 Stück. Dazu werden Plankosten in Höhe von 100.000,- € angesetzt. Um im Rahmen der Kalkulation einen Wert zu erhalten, mit dem gearbeitet werden kann, dividiert man die Plankosten durch die Planbeschäftigung und erhält so den Plankalkulationssatz. Am obigen Beispiel würde er 5,- € pro Stück betragen. Um die Grenzen der starren Plankostenrechnung zu verdeutlichen wird nun im Ist eine Beschäftigung von 12.000 Stück, sowie dabei verursachte Kosten in Höhe von 90.000,- € unterstellt. Problematisch ist dieser Ansatz, da in der Kalkulation mit dem zu niedrig angesetzten Plankalkulationssatz gearbeitet wird und damit nur verrechnete Plankosten in Höhe von 60.000,- € berücksichtigt werden würden.
6 Vgl. Michel, R./Torspecken, H.-D., 1989, S.28
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Arbeit zitieren:
Sebastian Behrens, 2003, Einführung in die Kostenplanung und -kontrolle, München, GRIN Verlag GmbH
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