Früher galt die Seerose als Symbol der Keuschheit. Tatsächlich dämpft die Wurzel den Sexualtrieb, und man nannte sie daher "Vernichter der Liebe". Mönche und Nonnen machten sich im Mittelalter diese Wirkung zu nutze. Man hat dies nicht ganz ernst genommen, doch neuerdings wird die Pflanze wieder gegen sexuelle Überreizung empfohlen. Tabernaemontanus empfiehlt die Seerosen bei Leberleiden, Herzentzündungen, Ruhr und Fieber, aber auch Blutungen zu stillen und auch bei Haarausfall. Die Liebesgöttin Aphrodite wurde als Beschützerin auch Nympha genannt. Die Botaniker eigneten sich den Namen an für die Seerosen an und nannten sie Nymphea!
Die regelmäßige Einreibung der Genitalien mit der Wurzel der Seerose machen den Mann zu einem Eunuchen - so heißt es sinngemäß bei Pilinius! Dioskurides schreibt „ Die Wurzel ist auch gut getrunken wider die unkeuschen Träume, denn sie schafft es gänzlich ab“. Mönche und Nonnen aßen einst die Samen, um ihre Begierden zu unterdrücken. Ihre antiaphrodisische Wirkung (also ein Aphrodisiaka) spiegelt sich auch in der französischen Redewendung „il a bu de lèau de volet“ - er hat vom Wasser der Seerose getrunken - wieder!
Die weiße Seerose gehört zur Familie der Seerosengewächse. Insgesamt gibt es 40 verschieden Arten, die man auf der ganzen Welt wieder finden kann wie zum Beispiel die Nymphea lotus, die überwiegen in Ägypten und Indien wächst.
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Merkmale für diese Pflanzen sind ihre bis zu 30 cm großen Schwimmblätter. Die Blattflächen sind, solange sie sich noch unter Wasser befinden, eingerollt und somit davor bewahrt, durch Wellen und starke Strömungen zerrissen zu werden. Später breiten sie sich auf der Oberfläche aus. Je nach Tiefe des Wassers sind die Stiele von verschiedener Länge. Die Blattnerven sind breitgradig verzweigt und miteinander verbunden. Die Blüten haben einen Durchmesser von 12 cm und besitzen grüne Kelchblätter. Sie ist eine nektarlose Pollenblume mit einer gelben Narbe in der Mitte. Die Pflanze wurzelt bis zu einer Tiefe von 3m und blüht von Mai bis September in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Sie ist allgemein verbreitet, aber durch übermäßigen Boot-und Badebetrieb vielerorts zurückgehend. Natürliche Vorkommen sind sehr selten geworden, deshalb beruhen die heutigen Vorkommen auf Ansalbung, also bewusster Anpflanzung. Aus diesem Grund ist sie auch auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten wieder zu finden.
Die Nymphea Alba bevorzugt relativ nährstoffarme Gewässer und lebt manchmal auch in einer Symbiose mit anderen Pflanzen.
Weitere Bezeichnungen für diese Pflanze sind Teichrose, Wasserrose und Seelilie. Der Gattungsname Nymphaea stammt vom griechischen nympha für Braut.
Plinius berichtet von dem Mythos, nachdem sich eine Nymphe in Liebe zu Herakles in diese Blume verwandelt hat. So nennen die Griechen die Seerose auch Herakleios. Der Artname alba kommt vom lateinischen albus für weiß, womit er sich auf die Farbe der Blüten bezieht.
3. Meine Pflanze
Meine Seerose wächst in 1 m tiefe und besitzt im Moment insgesamt 24 Blätter, die unterschiedlich groß und gewachsen sind! Sie ist ca. 7 Stunden am Tag der Sonne ausgesetzt und kann somit gut Photosynthese betreiben. Zwischen April und Mai kamen die ersten Blätter an die Oberfläche und sie begann spärlich zu wachsen. Nachdem 6 Blätter voll ausgewachsen waren, wuchsen immer mehr und schneller viele Blätter heran. Bei den jungen Blättern, die gerade erst an der Oberfläche angelangt sind, kann man einen deutlichen Farbunterschied sehen. Ihre Blattoberseite ist eine Mischung
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aus rot und blau. Diese Farbe ändert sich aber nach 4 Tagen, wo sie dann gänzlich grün ist.
Sie besitzt einen Wurzelstock, der etwa 20 cm lang und 12 cm breit ist. Bei einem Versuch die vorhandene Luft im Wurzelstock nachzuweisen, habe ich eine Spitzhacke genommen und 2 feine Löcher in den Wurzelstock gemacht. Direkt konnte man sehen, dass ein Gas an die Wasseroberfläche entweichte.
4. Details zur Pflanze
4.1 Betreibung von Photosynthese sowie der Gasaustausch
Da die Seerose lediglich Blätter an der Wasseroberfläche besitzt, ist der Gasaustausch zwischen dem Wurzelstock, der Sauerstoff benötigt, und den Blättern erschwert worden.
Sie aber hat dieses Problem gut gelöst. Eine Art von Luftkanälen in den Stengeln lösen dieses Problem, indem der Wurzelstock von „oben“ versorgt wird. Da die Seerosenblätter auf dem Wasser schwimmen, besitzen sie ebenfalls ihre Spaltöffnungen auf ihrer Blattoberseite, die man mit einem weiteren Versuch gut sichtbar machen kann! Man schneidet ein Blatt mit Stengel ab und steckt ein Schlauch daran. Nun bläst man durch den Schlauch und man kann die Luft entweichen sehen. Da sie ihre Nährstoffe (CO2, O2) und Nährsalze direkt aus dem Wasser zieht, besitzen sie dünne Epidermiswände und eine schwach entwickelte Cuticula. Die Epidermis ist chlorophyllhaltig und hat meist keine Spaltöffnungen. Das Grundgewebe (Parenchym) ist nicht im Palisaden- und Schwammgewebe unterteilt, sondern besteht aus großen Parenchymzellen mit einem reichhaltigen System von Interzellularen. Dieses Dürchlüftungsystem wird auch Aerenchym genannt. Es dient dem Auftrieb und der schnellen Gasdiffusion in der Pflanze. Die wasserleitenden Gefäße fehlen häufig, auch das Festigungsgewebe ist weitgehend überflüssig.
4.2 Aufbau und Besonderheiten
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Die Blatt- und Blütenstiele sind von einem ausgedehnten Durchlüftungssystem durchzogen und halten somit die Blätter und Blüten an der Wasseroberfläche.
In den Schwimmblättern befinden sich große Interzellularen (Zellzwischenräume), die mit Luft gefüllt sind. Die Luftgewandte Oberfläche von den Schwimmblättern ist mit einer von Wasser abweisenden Kutikula überzogen, von der es abperlen kann. Dadurch wird bewirkt, dass nach einer Überflutung der Blätter die Spaltöffnungen schnell wieder für den Gasaustausch verfügbar sind. Die Schwimmblätter sind rund, oval und ledrig. Sie besitzen damit bei größter Oberfläche den kleinsten Rand. Dies ist wichtig, weil die Ränder sonst durch die Wasserbewegung einreisen würden.
4.3 Skizze und Photo der Spaltöffnungen
Unten ist ein Schwimmblatt der Seerose, Nymphea alba. zu sehen. Bemerkenswert ist das zweischichtige Palisadengewebe!
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4.4 Erläuterungen zu den einzelnen Skizzen:
Zu den Beobachtungen wurden 2 Photos gemacht
Das erste Zeigt die Seerose am Anfang der Beobachtungen gemacht.
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Auf dem Photo (Seite 5) kann man deutlich erkennen, das die Knospe noch im Wasser ist (Hier mit einem roten Kreis markiert) und sich viele Blätter entwickeln. Das Wetter ist gemäßigt und das Wasser klar.
Auf dem Photo, dass am 21.5.02 gemacht wurde, kann man sehen, wie die Knospe aufgegangen ist und nun die Blüte zum Vorschein kommt. Nicht so gut erkennbar sind die vier Kelchblätter der Blüte. Sehr viel weitere Seerosenblätter sind auf dem Wasser und betreiben Photosynthese.
Eine Stunde lang wird die Seerose beobachtet und darauf untersucht, welche Tiere oder Insekten sie nutzen!
-Vereinzelnd verstecken sich Fische unter der Seerose um sich vor der Sonne zu schützen!
-Kaulquappen fressen Algen von der Seerose weg und verstecken sich
-Libellen paaren sich und legen ihre Eier unter die Blätter ab
-Wasserläufer paaren sich auf den Blättern
6.1 Auswertung
Die Seerose wird vielfach verwendet. Libellen legen unter den Blättern ihre Eier ab oder Fische suchen Sonnenschutz unter dem Schatten der Blätter. Im ganzen ist die Seerose eine gute „Gemeinschaftspflanze“ mit der viele andre Pflanzen und Tiere eine Symbiose eingehen!
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-Bedrohte Pflanzenarten
-Pflanzen entdecken -Internet -Fachbücher
- Die Pflanze, Sammelband, Ernst Klett Verlag, Stuttgart Herder-Lexikon der Biologie (Band 7), Spektrum - Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford. -http://www.wassersport.nrw.de/wn99/m_gp_021.htm
-http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/12/bs12-3.htm
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Arbeit zitieren:
Peter Hanz, 2002, Nymphea alba - Weiße Seerose, München, GRIN Verlag GmbH
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sally,liz & lila hat den Text Nymphea alba - Weiße Seerose kommentiert
Quellenbuch Alba
Thomas Kreutz, Ludger Fischer, Christian Herwig, Isolde Popp, Ulf Lehmann, Werner Öckl
sally,liz & lila
seerose.
des is ganz toll geworden ich danke ihnen für die tolle arbeit das yez zu meinem referat geworden ist :D danke
am Sunday, June 15, 2008-