Institut für Politikwissenschaft
Kolloquium Strategisches Denken
der Universität Zürich / Institut für
Konfliktforschung der ETHZ
Innenpolitik/ Vergleichenden Politik
Seilergraben 49
Prof. Dr. Albert Stahel
8001 Zürich
Kolloquium: Strategisches Denken
Die Strategie der USA
eingereicht von:
Mathias Grimm
Student im 10. Semester
Hauptfach: Publizistikwissenschaft
1. Nebenfach: Politikwissenschaft
2. Nebenfach: Umweltwissenschaft
Mike Bamert
Student im 10. Semester
Hauptfach: Publizistikwissenschaft
1. Nebenfach: Betriebswirtschaft
2. Nebenfach: Politikwissenschaft
Sommersemester 2002
Zürich 2. Juli 2002
Inhaltsverzeichnis
Einleitung... 2
Die Herren der Welt... 2
Kapitalistischer Frieden mit Amerika an der Spitze... 4
Die andere Seite ... 4
Nationale Strategie... 5
Militärische Strategie (National Military Strategy 1995) ... 7
Engagements während Fiedenszeiten ... 8
Konfliktprävention... 8
In Kriegszeiten... 9
Zwischenbilanz: Unilateralismus der USA... 11
Eine neue Doktrin? ... 11
Anhang... 13
Literatur... 15
2
Einleitung
Die globalen Aktivitäten der Amerikaner, deren wichtigste Triebfeder der Kapitalismus ist,
führten sie in die Hegemonie. Die USA haben aber im Laufe ihrer Geschichte verschiedene
aussenpolitische Strategien verfolgt, die als jeweilige Antworten auf die US-amerikanische
Wahrnehmung der Weltlage zu verstehen sind. Wichtige Weichen wurden während und nach
dem Zweiten Weltkrieg gestellt und bis heute verfolgen die USA eine Weltmission ohne
territoriale Eroberung (Pax Americana):
1)
Wirtschaftlich: Absicherung auf dem Weltfinanzmarkt (inklusive Rohstoffe)
2)
Militärisch: Unverwundbarkeit
3)
Politisch: Überlegenheit des eigenen Gesellschaftsmodells
Die Herren der Welt
Für die USA war der Zweiten Weltkrieges ein Krieg mit zwei Fronten. Europa war der eine
Kriegsschauplatz, Asien der andere und an beiden Fronten war die USA kämpferisch
involviert. Während man allerdings in Europa mit vielen Verbündeten um eine Befreiung
Europas vom Nazi-Regime kämpfte (was ein sehr vages Kriegsziel war), war der Streit um
Südostasien klar durch wirtschaftliche Interessen der Open Door Policy motiviert.
Die USA waren im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Deutschland nachlässig und stark
auf einen Sieg bedacht, während langfristige Absichten im Hintergrund standen. Die
Sowjetunion verfolgte eine andere Strategie: Sie schlug sich bis nach Berlin vor und setzte
sich dort fest. Die USA sahen in einer kommenden subjektiven Rückbetrachtung der
Versäumnisse und Eingeständnisse, die sie der Sowjetunion während des Krieges und in der
Nachkriegszeit gemacht hatten, ein künftiges Problem.
Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem der Ausgang des Krieges in Asien. Die
Strategie besagte nämlich einen Einbezug der Sowjetunion in den Krieg gegen Japan, was
sich schon im Krieg gegen Deutschland bewährte. Die überraschend kriegsbeendende
Wirkung der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki wendeten die weitere
Zusammenarbeit ab. Ein ganz wichtiges Instrument zur Durchsetzung US-amerikanischer
Interessen ist der US-Dollar. Die Vereinigten Staaten kämpfen seit dem Beschluss, eine
aktive Weltpolitik zu verfolgen, für ihren Dollar als Leit- und Reservewährung, womit sie im
globalen Finanzsystems Einfluss und Kontrolle ausüben können-
Die USA waren die eigentlichen Sieger des Zweiten Weltkrieges. Sie entwickelten sich zur
grössten Wirtschaftsmacht der Nachkriegszeit und produzierten jetzt mehr als 60 Prozent der
weltweiten Industriegüter, erwirtschafteten die Hälfte des weltweiten Bruttosozialproduktes
3
und besaßen zwei Drittel der globalen Goldreserven. Diese Vormachtstellung wurde durch
zwei Faktoren begünstigt. Erstens hatten sie keine zerstörte Infrastruktur (wie bspw.
Grossbritannien, Frankreich oder Deutschland). Zweitens beklagten sie viel weniger
Kriegsverluste als die anderen Nationen. Drittens verhielt sich der Staat in dieser Zeit
wirtschaftlich ausgezeichnet und führte seine Wirtschaft durch Investitionen und die
finanzierte Wiedereingliederung der Soldaten (beispielsweise öffentliche Finanzierung eines
Collegestudiums für Kriegsveteranen) in die Arbeitswelt an die Spitze.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Wege der strategischen Ausrichtungen
diskutiert: Zurück zum republikanischen Isolationismus (wie vor der Weltwirtschaftskrise)
und damit zur ,,Business Civilization" oder Vollbeschäftigung durch Wirtschaftsplanung und
weltweiter Frieden durch die Vereinten Nationen als New Deal. Beide Szenarien hätten eine
massive Umverteilung von Macht und Mitteln zur Folge gehabt. So wurde ein dritter Weg
gewählt: das imperiale Wachstumsmodell; d.h. wirtschaftliche Expansion ohne territoriale
Eroberung.
Amerika entwickelte sich zum politisch, militärisch und wirtschaftlich machtvollsten Global
Player. Das Nuklearwaffenmonopol erlaubte ihnen sogar ihre Truppen von 12 Mio. auf 1.5
Mio. Soldaten abzubauen. Die in der Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs sehr reich und
mächtig gewordenen Industriellen lenkten die polit-strategischen Überlegungen in
kapitalistische Bahnen. Der Währungsfonds und die Weltbank waren dafür geeignete und
von den USA beherrschte Institutionen, denn die Expansionsbemühungen scheiterten nach
dem Zweiten Weltkrieg an den finanzschwachen Absatzmärkten. Die Asymmetrie
verunmöglichte den freien Welthandel. Europa befand sich am Boden und konnte nicht noch
mehr ausgeschröpft werden.
Also erpresste man mit den zu vergebenden Krediten viele Länder, unter anderem auch
Russland, die sich dem amerikanischen Einfluss aber je länger je mehr entzogen. Die Rede
ist vom Marshall Plan oder ERP European Recovery Plan wie der Wiederaufbau Europas
offiziell hiess. So flossen die investierten Dollars wieder zurück in die eigenen Staatskassen
mit dem Vorteil, dass die Kreditnehmer in der Schuld standen. Aber nicht nur die Finanzkraft
bekräftigte die Hegemonie der USA, respektive die Abhängigkeit der europäischen Staaten,
auch die militärische Stärke: In dieser Zeit entstand der Brüsselpakt, die militärische
Zusammenarbeit von Frankreich, England, den Benelux-Staaten und Amerika. Daraus
entstand die spätere NATO. Die dritte Ebene der Hegemonie war die Politik: Durch den
Umstand, dass man den freien Weltmarkt (noch) nicht fördern konnte, wollten die USA
4
zumindest die besten Voraussetzungen dafür schaffen, indem sie mit ihrem
Gesellschaftsmodell missionierten.
Kapitalistischer Frieden mit Amerika an der Spitze
Entscheidender Wandel in der Nachkriegspolitik war die Beurteilung der Weltpolitik durch
den Nationalen Sicherheitsrat (NSC 68). Dieser Bericht bildete die Grundlagen für die US-
Aussenpolitik der nächsten Jahrzehnte. Paul Johnson: "NSC 68 repräsentierte einen
historischen Widerruf der traditionellen US-Politik gegenüber der Welt". Die Truman-
Doktrin wurde über Europa hinaus auf Asien ausgeweitet und infolge des verlorenen
Nuklearwaffenmonopols wurde eine neue Militärstrategie notwendig.
Der Koreakrieg war der erste grosse Zusammenstoss zwischen dem kommunistischen Osten
und dem kapitalistischen Westen. Die USA erlitten erhebliche Verluste. Denn als China in
den Krieg mit 200'000 Freiwilligen eingriff, wurde der Einsatz von Atombomben verworfen,
da dies womöglich einen Grosskrieg heraufbeschworen hätte, dem die USA militärisch nicht
gewappnet gewesen wäre. Es zeigte sich erstmalig, dass die Nuklearbomben vor allem
politische Waffen waren, wenig geeignet für den tatsächlichen Einsatz. Die in diesem Krieg
gewonnenen Einsichten prägten die US-amerikanische Weltmachtpolitik nachhaltig:
·
Die USA beerbten die europäischen Kolonialreiche
·
Einengung der politischen Handlungsfelder der Verbündeten in Europa (durch Einbezug
von Deutschland)
·
aggressive Eindämmungspolitik gegenüber der Sowjetunion und China (beide galten
undifferenziert als kommunistischer Block
·
Einmischung bei den Klientenstaaten gestützt auf wirtschaftliche, geheimdienstliche und
militärische Faktoren
Die USA verstanden die Situation allerdings nicht als unmittelbar bevorstehende
Konfrontation. Vielmehr anerkannten sie die Sowjetunion als Weltmacht, erkannten somit
den bipolaren Charakter der Weltpolitik und nutzten die sich daraus ergebenden
Möglichkeiten, um die Vorherrschaft in der westlichen Welt zu etablieren und auszubauen.
Die andere Seite
Die einzig wahrgenommene Gefahr war die andere Weltmacht. Das ausgeglichene und im
Raketenbereich sogar führende Militärarsenal der Sowjetunion veranlasste erst Eisenhower
5
und dann auch Kennedy die Bestände an konventionellen und vor allem auch
Nuklearwaffenarsenale massiv, in bisher unbekanntem Umfang aufzustocken und somit das
Wettrüsten zumindest anzuheizen. Zudem wurden mehrere Militärbündnisse geschlossen:
NATO
Nordatlantischer Verteidigungspakt
SEATO
asiatischer Verteidigungspakt
CENTO
Pakt im Nahen Osten
ANZUS
Pakt mit Neuseeland und Australien
Im Kalten Krieg wurde einer der rückblickend wohl schwerwiegendsten und bis heute
wirksamer Fehler der Amerikaner begangen: Obschon die sowjetische Gegenseite mitsamt
seinem Territorium und seinen verbündeten oder teilweise unterworfenen Staaten akzeptiert
wurde, wurde umso heftiger um die Parteilichkeit der dritten Welt gekämpft. Die
wirtschaftlich und sozial ärmsten Länder wurden stark destabilisiert, da ihnen nicht
wirtschaftliche Hilfe geboten wurde. Im Gegenteil: Sie wurden im Sinne der Bipolarität von
der jeweiligen Seite militärisch aufgerüstet.
Im Zuge des globalen Wettrüstens sah sich die Supermacht Amerika mit dem atomaren
Erstschlagproblem konfrontiert. Der US-Verteidigungsminister McNamara verkündete als
Antwort auf diese neue Ausgangslage im Jahre 1965, dass künftig alle militär-strategischen
Überlegungen auf der sog. MAD-Doktrin fussen müssen. (MAD = Mutual Assured
Destruction). Der MAD-Doktrin zufolge war das strategische Ziel im Falle eines nuklearen
Angriffs, den Gegner mit einem Gegenschlag noch zu zerstören. Das Rezept hiess also: Die
Möglichkeit zur Vergeltung schreckt den Gegner vor einem Erstschlag ab.
Die USA konnten sich trotz mehrerer Aufeinanderstösse und zum Teil prestigeträchtigen
Niederlagen (Koreakrieg, Vietnamkrieg) jedoch auf der Bühne der Weltpolitik behaupten
und haben ihre Vormachtstellung bis heute ausgebaut. Die Sowjetunion zerbrach mit dem
Fall der Mauer und Russland tut sich noch heute schwer, einen einflussreichen Platz auf dem
Feld der globalen Politik zu finden.
Nationale Strategie
Seit dem Ende des Kalten Krieges stellen sich den USA neue Herausforderungen: Für die
USA bedeutet die neue Weltordnung das Ende einer bipolaren Ära und der Beginn einer
multipolaren Weltordnung. Die USA befinden sich im Krieg Wirtschaftskrieg. Und die
Wirtschaftskriegslage sieht aus US-amerikanischer Perspektive kompliziert aus:
6
·
Rund 275 US-Amerikaner erwirtschaften jährlich ein gigantisches
Aussenhandelsdefizit von 250 Milliarden US $.
·
Knapp 400 Millionen Europäer (und immer mehr) sind die ärgsten
Technologiekonkurrenten, dicht gefolgt von den Japanern und Südkoreanern.
·
Den milliardenstarken Billigproduzenten chinesischer Herkunft folgen dicht die
Inder.
Damit beträgt das Verhältnis der Amerikaner zu den gewichtigsten Konkurrenten 1:10 auf
dem Weltmarkt. In diesem Zusammenhang ist die Subvention der US-amerikanischen
Wirtschaft durch den Staat zu sehen: Die Wirtschaft sieht kein Kyoto-Protokoll vor, welches
der Wirtschaft schaden könnte. Und eine B-Waffen-Konvention, welche die US-
Pharmaindustrie ausspioniert, wird von der Regierung auch nicht befürwortet. Andererseits
werden Nuklearwaffen aus Kostengründen ausrangiert, dafür sollen durch die Raketen-
Abwehr Arbeitsplätze geschaffen werden, die dem Land den Vorsprung in der Hoch-
Technologie sichert.
Die USA sehen in diesem Krieg, ihren Sieg durch vier Gefahren bedroht, die allesamt mit
ihren wirtschaftlichen Interesse an prosperierenden, freien Märkten verknüpft sind: Diese
Gefahren fasst die Nationale Militärstrategie des US-Verteidigungsministeriums aus dem
Jahre 1995 unter den Begriffen regionale Instabilitäten (1), Massenvernichtungswaffen (2),
transnationalen Gefahren (3) und Gefährdung von Demokratie und Reformen (4) zusammen.
1) Im Einzelnen sind unter regionalen Instabilitäten interne Konflikte, religiös motivierte,
ethnische oder territoriale Streitigkeiten in verschiedenen Weltregionen zu verstehen, die sich
aber zu internationalen Konflikten / Krisen ausweiten könnten. Instabile Regionen, und
folglich instabile Märkte sind natürlich nicht im Interesse der US-amerikanischen Wirtschaft.
2) Massenvernichtungswaffen haben seit dem Ende des Kalten Krieges nichts von ihrem
Schreckenspotenzial verloren, auch wenn seither dank verschiedenen internationalen
Abkommen wie den Strategic Arms Reduction Treaty (START I, START II) massiv
abgerüstet wurde. Besonders die Proliferation, die Weitergabe von Waffentechnologie und
Know-how, wird von den Amerikanern als eine der grössten Gefahren für die nationale
Sicherheit angesehen.
7
3) Die immer grösser werdende Interdependenz zwischen den Ländern und Regionen erhöht
auch die Empfindlichkeit der Amerikaner auf transnationale Gefahren. In dieser Hinsicht
erlangen die Interessen der Alliierten der US-Amerikaner eine wichtige Bedeutung, denn mit
ihnen pflegen die Amerikaner auch die engsten wirtschaftlichen Beziehungen. Die grösste
Bedrohung wird in Seuchen, grossen Flüchtlingsströmen, international operierenden
kriminellen Organisationen und Drogensyndikaten gesehen.
4) Dass den US-Interessen Gefahren für Demokratie und Reformen in anderen Regionen
zuwiderlaufen, hängt mit ihrem Interesse an einem investitionsfreundlichen Umfeld für
amerikanische Firmen im Ausland zusammen.
Militärische Strategie (National Military Strategy 1995)
Die sicherheitspolitische und militärische Strategie ist aus diesen Nationalen Strategien
abzuleiten und orientiert sich an der eigenen Verteidigungskapazität und der
sicherheitspolitischen Kooperation mit Partnern. In der Militärstrategie zerfällt das nationale
Ziel in die beiden Teilziele Stabilität fördern und Aggressionen vereiteln.
Während des Kalten Krieges war die Situation noch ganz anders: Als sich im Jahre 1965 die
Supermacht Amerika mit dem atomaren Erstschlagproblem konfrontiert sah, verkündete der
damalige US-Verteidigungsminister McNamara, dass künftig alle militär-strategischen
Überlegungen auf der sog. MAD-Doktrin fussen müssen. (MAD = Mutual Assured
Destruction). Der MAD-Doktrin zufolge war das strategische Ziel im Falle eines nuklearen
Angriffs den Gegner mit einem Gegenschlag noch zu zerstören. Das Rezept hiess also: Die
Möglichkeit zur Vergeltung schreckt den Gegner vor einem Erstschlag ab.
Von der heutigen Zieldefinition (Stabilität fördern und Aggressionen vereiteln) werden drei
Programme für das Vorgehen auf der diplomatischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen
und militärischen Ebene abgeleitet. Sie beziehen sich auf die ,,Grosswetterlagen" Frieden,
latente Konflikte und Krieg. Dass die Prävention von Konflikten, die zu eskalieren drohen,
als eigenes Programm in der Militärstrategie und als Bindeglied zwischen
Friedensengagement und Aktivismus während Kriegszeiten genannt ist, weist darauf hin,
dass es sich bei dieser Strategie um eine langfristig angelegte handelt. Sie zielt darauf, dort
wo es den amerikanischen Interessen hilft, mit selektiven und flexiblen Engagements die
Interessen der Nation zu schützen. Der Einschub ,,dort wo es hilft" ist auch in dieser Hinsicht
8
im Zusammenhang mit den strategisch wichtigen Regionen der USA zu sehen. Die National
Military Strategy von 1995 nennt Mittel und Massnahmen für das Vorgehen der USA im
Frieden, im Krieg und bei latenten Konflikten.
Engagements während Friedenszeiten
Während Friedenszeiten versuchen die Amerikaner durch Militär-zu-Militär-Kontakte für
Training, humanitäre Einsätze und Friedensoperationen den Frieden zu fördern. Damit wird
zudem bezweckt, Interoperationalität innerhalb der NATO sicherzustellen. Im Zuge dieser
Massnahmen findet reger Austausch von militärischem Personal zwischen den
Bündnispartnern statt, was die militärische Professionalität beiderseits befruchten soll.
Ausserdem werden die gemeinsamen Übungen auch genutzt, um bei den Partnern für die US-
Rüstungsindustrie zu werben und Einfluss auf militärische Reformprozesse bei den Partnern
auszuüben. Auch an humanitären Einsätzen oder Friedensmissionen, z.B. im Rahmen der
UNO, beteiligt sich das US-Militär. Insgesamt versuchen die USA, soweit möglich, ihre
Partner in Einsätze während Friedenszeiten miteinzubeziehen.
Neben dem für die Amerikaner wichtigsten sicherheitspolitischen Bündnis, der NATO, ist
die Sicherheitspartnerschaft mit Japan tief im US-amerikanischen Gesamtsicherheitskonzept
verankert. Die in Japan stationierten Truppen sollen Sicherheit für die ganze dortige Region
garantieren. Auch zu Südkorea pflegt das US-Militär enge Kontakte, während Nordkorea als
grosse Bedrohung wahrgenommen wird, was es aufgrund seines Programms zur Entwicklung
von Massenvernichtungswaffen zweifelsohne ist. In Südwestasien ist die Aufmerksamkeit
stark auf die Länder Irak und Iran gerichtet, die ebenfalls als ganz grosse Bedrohung
wahrgenommen. Insgesamt gewinnt die Ausrichtung auf den asiatischen Kontinent in der
amerikanischen nationalen Strategie eine immer grössere Bedeutung parallel dazu
widerfährt Europa aus US-Perspektive einen relativen Bedeutungsverlust.
Konfliktprävention
Bei der Konfliktprävention verlagert sich der Fokus auf mittel- und langfristige
Engagements. Hier hat die Vermeidung nuklearer Abschreckungsanstrengungen gegen die
USA die höchste Priorität. Wie das nukleare Arsenal anderer Staaten seitens der USA als
Bedrohung wahrgenommen wird, so sehr wird das eigene Nuklearwaffenarsenal als
Abschreckung für potenzielle Angriffe auf das Territorium der USA perzepiert. Abgesehen
von Sicherheit durch Abschreckung mittels Massenvernichtungswaffen, hat die Wirksamkeit
9
des nuklearen Non-Proliferationsvertrags einen ganz wesentlichen Einfluss auf die
Wahrnehmung der US-amerikanischen Sicherheit.
Die getroffenen Abkommen START I und II sind wichtig für die USA, verschlingt doch der
Unterhalt dieser Systeme beträchtliche Summen des Militäretats. Innerhalb dieser
Abkommen sind die Amerikaner aber gewillt, weiter in die Erforschung der
Nukleartechnologie und in die Entwicklung einer neuen Generation Nuklearwaffen zu
investieren. Mit dem Drängen auf eine Revision des ABM-Vertrags mit Russland hat die
USA signalisiert, ihnen unangenehme internationale Abkommen nötigenfalls unilateral zu
revidieren. Das Vorhaben, die von ballistischen Raketen ausgehende Gefahren mit einem
Abwehrschild eindämmen zu können, führt zu einem Bedeutungszuwachs der
Weltraumdominanz.
Neben den Massnahmen, welche die Amerikaner eigenständig für ihre nationale Sicherheit
einleiten können, trägt auch der Bündnisgedanke dem Ziel der Konfliktprävention Rechnung.
In jeder, als strategisch wichtig erachteten Weltregion haben die Amerikaner Zugang zu einer
Internationalen Organisation oder sind Mitglied in einem sicherheitspolitischen Bündnis
1
.
Im Rahmen der amerikanischen Bündnispolitik gemäss dem Motto ,,Kooperation fördert
Sicherheit" ist die geplante NATO-Osterweiterung bis vor die Haustüre Russlands zu sehen,
die Europa zusätzliche Stabilität verleihen soll. Auch Russland, selbst nicht als NATO-
Mitglied anvisiert, wird mehr und mehr in NATO-Missionen für den Frieden miteinbezogen.
Und innerhalb der Vereinten Nationen bemühen sich die USA um eine Vorreiterrolle der
NATO, sofern eine Mission mit ihren Interessen vereinbar ist.
Innerhalb der Bemühungen der Konfliktprävention haben vertrauensbildende Massnahmen
einen hohen Stellenwert. Im Falle einer Eskalation werden die USA aber durch ihre
Beziehungen zu Bündnispartnern und ihre Mitgliedschaft in internatonalen Organisationen in
die Interventionspflicht genommen. Bei einer eintretenden Krise lautet die militärische
Devise Schnelligkeit und Flexibilität. Das bedeutet sicherzustellen, dass die auf dem Globus
verteilten Kräfte schnell, und mit einer Ausrüstung, die ein weites Handlungsspektrum offen
lässt, an ihren Einsatzort transportiert werden können.
In Kriegszeiten
Wenn Objekte US-amerikanischer Interessen durch kriegerische Handlungen bedroht sind,
soll sie das Militär schützen und verteidigen. Die USA behält sich das Recht vor, unilateral
1
Siehe Anhang
10
über den Einsatz ihrer Streitkräfte zu entscheiden, also ohne vorgängiges Einvernehmen mit
ihren Partnern. Bei Einsätzen von gemeinsamen Interessen soll aber nach Möglichkeit
zusammen mit anderen Streitkräften gekämpft werden.
Oberstes Ziel der USA, ist es, einen Krieg gewinnen zu können. Dieses Ziel ist bei allen
Administrationen prioritär. Das lange geltende militärstrategische Credo, das angesichts einer
möglichen Verwicklung der USA in zwei grössere konventionelle Kriege den Namen ,,Two-
Major-War-Theater" trägt, ist noch nicht völlig obsolet. Es gewinnt aber eine neue
Bedeutung aufgrund des nunmehr unipolaren Mächteverhältnisses auf dem Globus und durch
die neuen Bedrohungen von international organisierten Terrorgruppen. Die Anforderung an
das Militär, einen nicht genau beschriebenen Krieg gegen einen nicht bekannten Feind
gewinnen zu können, ist nichts weniger als Überlegenheit. Als Mittel zur Erlangung von
Überlegenheit führt die Militärstrategie der USA Interoperationalität zwischen den
Streitkräften auf und verlangt schlagkräftige und zielsichere Waffensysteme, moderne
Informationstechnologie, gut informierte Geheim- und Nachrichtendienste, sowie gut
ausgebildetes Personal.
Interoperationalität zwischen den verschiedenen Streitkräften (Army, Navy, Air Force) und
auch bei den Waffensystemen (beispielsweise bei der Kombination von Rakete und
Sprengkopf) ist integraler Bestandteil der Militärstrategie. Im Zuge der Armeereformen und
Modernisierungen während der Administratrionen Bush sen. und Clinton wurden die
Bestände der kampffähigen Truppen um rund einen Drittel reduziert, während Ausgaben für
Kommunikationsmittel und medizinische Versorgung, Transportfähigkeiten, Logistik, und
Technik nach oben gefahren wurden. Im Zuge der Reduktion, begann man die Wehrkräfte in
mobilere, schlagkräftigere und mehr technikunterstützte Streitkräfte zu transformieren. Vor
allem bei der Army und bei der Air Force wurde abgebaut, während die Special Forces
innerhalb des Militärs an Bedeutung gewannen. Insgesamt standen diese Reformen unter
dem Motto ,,kleiner, schlagkräftiger, moderner".
Informationstechnologie ist ein Schlüsselbegriff in der US-Militärstrategie. Sie wird als ein
Mittel gesehen, mit dem man Überlegenheit erlangen kann. Die Kriegsführung des US-
Militärs wäre ohne modernste Informationstechnologie längst nicht mehr realisierbar.
Bei kriegerischen Auseinandersetzungen stehen die Vereinigten Staaten ihren Alliierten mit
den am Nächsten stationierten Kräften mit Luft-, See- und Landkräften zur Seite, nötigenfalls
mit einer grossen Anzahl an Soldaten.
11
Zwischenbilanz: Unilateralismus der USA
Der unverkennbare Wechsel, weg von einer multilateralen aussenpolitischen Ausrichtung hin
zu unilateralem aussenpolitischen Vorgehen, irritiert. Im Politikfeld
Sicherheit/Rüstungskontrolle werden Fragen zum US-amerikanischen Verhalten gegenüber
den Vereinten Nationen aber auch gegenüber Bündnispartnern der NATO oder auch
gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen aufgeworfen.
Bei der Nato: 3 Wichtige Entscheide: a) zur Bündniserweiterung (bis vor Russlands
Haustüre), b) Diskussion um Neufassung der NATO-Funktionen, c) Entwicklung einer
europäischen sicherheits- und verteidigungspolitischen Identität.
Die NATO ist als Allianz insgesamt von Kontinuität gekennzeichnet. Nur verstehen sich die
USA nicht als normales Mitglied der NATO, sondern unterstreichen ihren
Führungsanspruch. Die inneramerikanische Kritik unterstellt der Allianz, dass der Entlastung
der USA durch die europäischen Verbündeten die amerikanische Handlungsfreiheit zuweilen
einschränkt.
US-Waffenpolitik: Das Verhalten der USA gegenüber anderen Staaten ist an der Umsetzung
geschlossener internationaler Abkommen zu bewerten: Da zeigt sich, dass US-Rhetorik und
US-Pragmatik eigenen Logiken folgen. So steht die USA rhetorisch hinter der Organisation
für das Verbot chemischer Waffen, welche das Ziel verfolgt, die Abrüstung bestehender
Chemiewaffenarsenale abzurüsten voranzutreiben. Die US-Praxis weicht allerdings von
dieser Rhetorik ab. Im Zusammenspiel von Exekutive und Legislative wurden Vorschriften
in die amerikanische Ratifizierungs- und Implementierungsgesetze zum CWÜ
(Chemiewaffen-Übereinkommen) integriert, welche die Befugnisse der Organisation
erheblich einschränken. Die Rolle der USA in der OVCW ähnelt dem Verhalten der USA
innerhalb der Vereinten Nationen und kann als unilaterale Vorteilsnahme etikettiert werden.
Fazit: innerhalb der NATO ist die USA ein ,,sanfter Hegemon", in der UNO durch die Rolle
im Sicherheitsrat ein durchsetzungsfähiger Hegemon. Ebenso in der CWÜ.
Eine neue Doktrin?
Während der Administration Clinton begann ein Umdenkprozess, in dessen Verlauf Asien in
der Nationalen Strategie der Amerikaner eine zunehmend wichtigere Rolle spielte. Mit der
Administration Bush Jr. Hat sich an dieser Tendenz nichts geändert. Allerdings weht auf der
militärstrategischen Ebene ein neuer Wind. Der nationale Sicherheitsrat hat angekündigt, im
Herbst 2002 eine neue Nationale Militärstrategie veröffentlichen zu wollen, die den
Atomwaffen eine neue Bedeutung zumisst. Schon einige Monate zuvor wurde eine Debatte
12
über eine neue Atomstrategie losgetreten. Gemäss einer geheimen, aber in Auszügen bekannt
gewordenen Studie ,,Nuclear Posture Review." laufen in 12 Nationen nukleare
Waffenprogramme, 28 Nationen sollen über ballistische Raketen, 13 Staaten über
biologische Waffen und 16 Nationen über chemische Waffen verfügen.
Auszüge aus der neuen Strategie publizierte die Washington Post vom 11. Juni 2002: Gemäss
den Überlegungen der Militärstrategen eignet sich die bisherige Strategie wegen der
veränderten Bedrohungssituation seit dem 11. September nicht mehr. Das Konzept der
Abschreckung und Eindämmung solle um die Komponenten Präventivschläge und defensive
Intervention gegen Terroristen und gegen Staaten, die diese unterstützen und über
Massenvernichtungswaffen verfügen ergänzt werden. Damit antwortet die USA auf die
Möglichkeit von Überraschungsangriffen, welche zuvor als sehr unwahrscheinlich
eingeschätzt wurden. Im Rahmen dieser neuen Doktrin wird auf der taktischen Ebene den
Atomwaffen wieder eine grössere Bedeutung zugemessen und die Regierung hat bereits
angekündigt, die Entwicklung sog. Mini-Nukes, Atombomben mit geringerer
Zerstörungskraft, weniger radioaktiver Strahlung, aber der Fähigkeit, tief in den Boden und
dort in Bunker einzudringen, investieren zu wollen.. Im Vordergrund steht dabei vor allem
die Achse des Bösen mit Staaten wie dem Irak oder Nordkorea. Wie schon die Doktrin 68
nach dem zweiten Weltkrieg könnte auch diese neue Doktrin des Nationalen Sicherheitsrates
wegweisend für die Stabilität oder Destabilisierung der Weltpolitik sein. Laut Aussagen von
Militärexperten bedinge die Umsetzung der neuen Doktrin umfangreiche Veränderungen
beim Militär und bei den Nachrichtendiensten.
Die Natur des Feindes hat sich ebenso verändert wie die Natur der Bedrohung. Eine solche
Anpassung der Strategie bedeutet eine völlig veränderte Denkweise, da man die
Sicherheitsarchitektur des 21. Jahrhunderts nicht mit den Ideen und Begriffen des
vergangenen Jahrhunderts errichten kann.
13
Anhang
Wichtige Daten:
Bevölkerung
281'222'000
Fläche (inklusive Alaska & Hawaii)
50 Staaten: 9'809'155 km
2
Bevölkerungswachstum
0.89 %
Wirtschaft
BIP
9'872.90 Mia $
Staatseinnahmen
2'046.80 Mia $
Staatsausgaben
1'828.30 Mia $
Entwicklungshilfe
9.15 Mia $
Energieverbrauch
2.180 Mia t ÖE
Energieproduktion
1.695 Mia t ÖE
Anteil Erdöl am Verbrauch
40 %
Militär
Anteil Militärbudget an Staatsausgaben
16.2 %
Streitkräfte
1'365'800
Armee
471'700
Marine
370'700
Marine-Infanterie
169'800
Luftstreitkräfte
353'600
Reservisten (inklusive Nationalgarde)
1'200'000
Küstenwache
36'200
Kriegsgeschichte
Kriegskosten
Erster Weltkrieg
32.7 Mia $
Zweiter Weltkrieg
360.0 Mia $
Koreakrieg
50.0 Mia $
Vietnamkrieg
140.0 Mia $
Golfkrieg
7.4 Mia $
Kriegsverluste
Anzahl Dienende
Anzahl Verluste
Erster Weltkrieg
4'743'626
53'513
Zweiter Weltkrieg
16'353'659
292'131
Koreakrieg
5'764'143
33'667
Vietnamkrieg
8'752'000
47'393
Golfkrieg
467'939
148
14
US-Mitgliedschaften in internationalen Organisationen
Organisation
Zweck
Besonderes
Gruppe der Sieben G7
(G8):
Deutschland, Frankreich,
Grossbritannien, Italien,
Japan, Kanada und USA
Erörterung aktueller
fragen v.a. zur
Weltwirtschaftslage
G8 konstituiert sich aus den G7 Mitgliedern plus
Russland. Thematisch liegt der Schwerpunkt der
G8 mehr auf politischen Fragen.
Organisation des
Nordatlantikvertrags
NATO
Stärkung der Sicherheit
durch Zusammenarbeit
auf politischer,
wirtschaftlicher und
militärischer Ebene
die beiden höchsten Ämter Oberkommandos für
Europa und für den Atlantik werden beide
traditionell von US-Offizieren bekleidet) Seit
1992 auch Operationen unter UN-Autorität und
fernab des Hoheitsgebiets der Mitgliederstaaten.
Seit 1994 Partnership-for-Peace-Programme.
1996 übernahm NATO von der UN das Mandat
für die SFOR-Truppen im ehemaligen
Jugoslawien, an denen sich rund 36 Staaten
beteiligten. Auch das Mandat für die KFOR, der
UN-Einsatztruppe für den Kosovo dem NATO-
Kommando zugeschlagen.
Organisation für Sicherheit
und Zusammenarbeit in
Europa OSZE
Stabilität und Sicherheit
für ganz Europa
Alle gesamteuropäischen Abrüstungsmassnahmen
und Gespräche über vertrauensbildende
Massnahmen im Rahmen der OSZE stattfinden
USA und Kanada sind die einzigen nicht-
europäischen Mitglieder
Organisation für
Wirtschaftliche
Entwicklung und
Zusammenarbeit OECD
Koordinierung der
wirtschaftlichen
Zusammenarbeit und
Entwicklung,
USA als ständiges Mitglied im 14-köpfigen
Exekutivausschuss
Welthandelsorganisation
WTO
Internationalen Handel
innerhalb bindender
Regeln organisieren.
USA ist in der WTO durchsetzungsfähiger
Hegemon
Nordamerikanische
Freihandelszone NAFTA
Freihandelszone für
20'000 Güter und für
den Kapitalverkehr
Für die USA bedeutet die NAFTA eine
Erweiterung ihres Patentschutzraums, Abbau von
Investitionshürden. Mexiko übernimmt dabei eine
Brückenkopffunktion zu den Ländern
Südamerikas.
Asiatisch-Pazifische
Wirtschaftliche
Zusammenarbeit APEC
Liberalisierung des
Handelssystems. Ziel bis
2020: Freihandelszone
Regeln für Technologietransfers, Handels- und
Investitionsliberalisierung, zollfreier
Energiehandel bereits realisiert.
Vereinte Nationen UN
Weltfrieden und
Stabilität
USA als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat mit
Vetorecht. Der Sicherheitsrat ist mit
weitreichenden Kompetenzen der
Konfliktverhütung ausgestattet und kann für alle
UN-Mitglieder verbindliche Beschlüsse treffen.
Organisation
Amerikanischer Staaten
OAS
Sicherheit und Frieden
Auf drängen der USA bleibt Kuba bis auf
weiteres suspendiert. Die Mitglieder berichten
sich jährlich gegenseitig über Rüstungsimporte
und -exporte
15
Literatur
Bahr, Egon (2001): Im Schatten der Supermacht. Heruntergeladen unter:
http://www.bs.cyty.com/elmbs/bahr.htm
. (Stand: 2. Juli 2002)
Biermann, Werner (2000): Die Herren der Welt. Die Weltmachtpolitik der USA seit 1945.
Köln, PapyRossa-Verlag.
Brüggemann, Gerd (2002): Washington formuliert neue Militärstrategie. Präventivschläge
sollen möglich werden. In: Neue Zürcher Zeitung Nr. 132 vom 11. Juni 2002, S. 5.
Clinton, J. William (1995): A National Security Strategy of Engagement and Enlargement
1995-1996. Washington D. C. -London.
Departement of Defense (1995): National Military Strategy of the United States of America.
A Strategy of flexible and selective Engagement, Washington D.C.
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www.state.gov
www.defenselink.mil
www.geopowers.com
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