INHALTSVERZEICHNIS
03 Vorüberlegungen und Schlüsselbegriffe
05 Ziele - Inhalte - Methoden interkultureller Bildung
08 Wissenschaftliche / universitäre Ansätze interkultureller Bildung
08 Prof. Dr. Karl-Heinz Flechsig
09 Email-Projekt “Interkulturelle Bewusstheit TU Dresden
10 Institut für interkulturelle und internationale Studien Bremen
11 Studiengang „Interkulturelle Kommunikation“ TU Chemnitz
12 Arbeitsstelle Interkulturelle Bildung, FB Erziehungswissenschaft
der Universität Hamburg und das „HOPIKOS“
13 „Interkulturelle Kommunikation“ Universität des Saarlandes
14 „Medien und Interkulturelle Kommunikation“ Frankfurt/Sofia
15 Ausgewählte staatliche und private Bildungsträger
15 Institut für Interkulturelles Management Rheinbreitbach
16 Institut für Auslandsbeziehungen e.V. Stuttgart
16 Bundesinstitut für Berufsbildung Bonn
17 Centre de Synergie Franco-Allemande La Rochette (F)
18 Goethe-Institut Inter Nationes e.V.
18 Deutsch-Französisches Jugendwerk Berlin/Paris
18 Körber-Stiftung Hamburg
19 Transatlantisches Klassenzimmer e.V. Hamburg
23 Abschließende Betrachtungen
24 Literaturverzeichnis
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VORÜBERLEGUNGEN
Man könnte sagen, dass interkulturelle Kommunikation (IK) bereits durch ihr Wesen als „Aufgabe“ betrachtet werden kann, die lebenslanges Lernen und lebenslange Neugier erfordert. IK findet auf den verschiedensten Gebieten statt: Tourismus, humanitäre Hilfe, Wirtschaft, Politik, Diplomatie und Militär (z.B. im Euro-Corps). Die vorliegende Arbeit will - ausgehend von Klärungen der verschiedenen Schlüsselbegriffe - darstellen, welche Inhalte zur IK gehören können. Anschließend soll gezeigt werden, welche wissenschaftlichen Herangehensweisen es gibt und welche Präsenz IK an den Universitäten hat.
Auch die Konzepte verschiedener sowohl staatlicher als auch privater Institutionen sollen kurz dargestellt werden. Dabei ist anzumerken, dass diese - aufgrund der oft eng definierten Zielgruppe - auch streng abgesteckte Gebiete der IK vermittelt und somit durch den Pragmatismus die eigentliche kulturelle Begegnung auf der Strecke bleiben kann.
Ich möchte mich jedoch zuerst verschiedenen Schlüsselbegriffen zuwenden. Kultur ist stets etwas historisch gewachsenes, etwas durch mannigfaltige Einflüsse geformtes. Und doch ist sie in ständigem Wandel begriffen. Sie äußert sich in Traditionen, gesellschaftlichen Normen, Moralvorstellungen, sprachlicher Ausdrucksweise. Geert Hofstede beschrieb Kultur in seinem Werk "Kulturen und Organisationen" treffend als "die Software des Geistes". Damit ließe sich auch das Phänomen des Kulturschocks erklären, nämlich als Reaktion auf fremde "Software". Kultur bedeutet meist auch kollektive Identität, was jedoch Individualität nicht ausschließt. Und eben dieses Vorhandensein von elementaren Gemeinsamkeiten birgt häufig die Gefahr der (bewussten) Abgrenzung - im schlimmsten Fall Nationalismus. So ist zu erklären, wie der einstige multi- und interkulturelle Jugoslawien, der „dritte Weg zwischen Ost und West“, in so kurzer Zeit in einen Bürgerkrieg schlittern konnte, der durch Streitigkeiten zwischen den verschiedenen, in einem Land lebenden Ethnien entstand.
Das Nationalgefühl der jeweiligen Kultur spielt eine wichtige Rolle. Nationale Identität ist der Verhaltenskanon, den die Gesellschaft einem Einzelnen zur Verfügung stellt. „Unterschiedlichen Nationen zugehörig“ ist jedoch nicht unbedingt gleichzusetzen mit „interkulturell“.
Denn unter interkultureller Kommunikation verstehen wir die vielfältigen Beziehungen zwischen den verschiedenartigen und unterschiedlich gewachsenen Kulturen der Welt. Für die Teilnahme an dieser Kommunikation werden soziale und Medienkompetenz benötigt. Es kommt zu gegenseitigen Einflussnahmen und Wechselwirkungen - ein Phänomen das auch als interkultureller Transfer oder Kulturtransfer bezeichnet wird. Verschiedene Abstufungen von Effekten können dadurch ausgelöst werden: fremde Kultur kann einfach wahrgenommen, toleriert, respektiert, akzeptiert, angenommen, teilweise oder ganz übernommen bzw. mehr oder weniger vollständig abgelehnt werden. Von einem interkulturellen Konflikt sprechen wir, wenn Unterschiede im Konflikt-Verhalten aus nationaler Zugehörigkeit begründbar sind und den Konfliktverlauf maßgeblich beeinflussen. Selbst im ehemals geteilten Deutschland gibt es zwischen „Ossis“ und „Wessis“ noch Missverständnisse und interkulturelle Konflikte, denn hier treffen zwei vorher kontrahierende Gesellschaften aufeinander, die vorher der osteuropäischen bzw. westlichen Kultur angehörten, und die nun einen gemeinsamen Weg finden müssen.
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Ein einführendes Beispiel nach Liebert/Gilbe: Franzosen haben im Allgemeinen ein stabileres Selbstverständnis - aufgrund des hohen Integrationspotenzials der französischen „Nation“ (loi de sol) haben sie im allgemeinen kein Problem damit, als „die Franzosen“ angeredet bzw. bezeichnet zu werden, da sie positive Einschätzungen erwarten (das „wir“ stützt das „ich“). Dieses Prinzip basiert auf dem Begriff „Ich-Wir-Balance“ von Norbert Elias 1 zur Beschreibung des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft abseits historischer Entwicklungen. Das integrierende Element Franreichs ist die Verfassung mit ihren fundamentalen Menschenrechten, wer sich zu ihnen bekennt, wird akzeptiert: das „plébiscite de tous les jours“ (Ernest Renan).
1 Norbert Elias: Die Gesellschaft der Individuen. Frankfurt am Main 1987. S. 209ff.
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ZIELE - INHALTE - METHODEN INTERKULTURELLER BILDUNG
Wer Ziele und Inhalte interkultureller Bildung zusammenstellen will, muss sich bestimmter Gegebenheiten bewusst sein. Das Wissen um internationale Umwälzungen im Zeichen der Globalisierung und die Tatsache, dass diese sich verändernde Welt zunehmend zum „globalen Dorf“ wird, lassen erkennen, das interkulturelle Bildung in vielen Lebensbereichen quasi zur Notwendigkeit wird.
Zwar gab es schon früher vorbereitende Maßnahmen für im Ausland tätige Berufe wie Missionare und Diplomaten oder später für Soldaten, Entwicklungshelfer und Manager, doch ist erst seit wenigen Jahren eine Tendenz zu erkennen, dass die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation durch die sich explosionsartig vermehrenden Möglichkeiten der Mobilität und Kommunikation auch für den „Bürger auf der Straße“ zum Thema wird. Gerade die universitäre Ausbildung in der IK findet bisher jedoch vor allem auf dem Gebiet der Pädagogik, Deutsch als Fremdsprache und der sozialen Arbeit statt. In diesem Zusammenhang ist oft die Rede von diversen Kompetenzen, über die verfügt werden sollte: Medienkompetenz, soziale Kompetenz, Sprachkompetenz und schließlich Kulturkompetenz. Kompetenz bedeutet hier jedoch nichts anderes, als über Wissen zu verfügen und die Fähigkeit zu besitzen, dieses Wissen auch praktisch anzuwenden. Es reicht also nicht, einfach nur Kenntnisse über die andere Kultur zu erwerben, sondern vielmehr muss der Lernende zu Empathie befähigt werden, er soll die Perspektive wechseln können und somit die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der eigenen und der fremden Kultur finden.
Das bewusste Aufzeigen von - im ersten Moment vielleicht befremdlich wirkendenkulturspezifischen Differenzen, das sogenannte Contrast-Culture, ist dabei eine häufig angewendete Methode. Mit Hilfe von Rollenspielen und provozierten Situationen werden die Lernenden in einen konkreten Fall interkultureller Kommunikation gebracht und trainieren dabei, in diesen Situationen adäquat zu handeln. Hoch einzuschätzen ist hierbei die Funktion von Stereotypen. Sie werden hier nicht als entlastende Vereinfachung bei der Wahrnehmung anderer Kulturen genutzt werden, sondern als „Kontrastmittel“ und als Anreiz zur Überprüfung eigener Vorstellungen und Meinungen gegenüber dem Anderen. Dabei ist Objektivität ungemein wichtig, die Möglichkeit, einen anderen Blickwinkel einzunehmen - man bezeichnet dies auch als „kulturellen Relativismus“. Die drei Schlagworte lauten (nach Demorgon):
1. generalisieren, also das Allgemeine hervorheben und gemeinsame Merkmale unterschiedlicher Bereiche finden.
2. partikularisieren, also das Besondere suchen, jedoch nur soweit wie noch eine Ähnlichkeitsgrundlage vorhanden ist und
3. singularisieren, also das Einmalige herausarbeiten und jede Kultur als komplexes Ganzes betrachten.
Dazu führt er erklärend aus, dass, wo es Ebenen der Verallgemeinerung gibt, es zwingend auch Ebenen der Besonderheiten geben muss und begegnet somit dem Vorwurf, Vorurteile oder Stereotype zu befördern. Ziel sollte ein gesunder Mittelweg sein. Die Inhalte interkultureller Bildung müssen stets der Zielgruppe angepasst werden - so sind IK-Trainings für Manager vollkommen anders aufgebaut als etwa ein IK-Studiengang für angehende Mediatoren. Im Folgenden sollen jedoch weitgehend substantielle Inhalte für jegliche interkulturelle Bildung genannt werden.
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Wer mit einer fremden Kultur (erfolgreich) in Kontakt treten will, muss weitreichende Kenntnisse haben. So etwa über den sozialen Hintergrund - Sprachäußerungen nämlich geben immer auch Auskunft über die soziale Position des Sprechers. Für die Einschätzung von Begrüßungsritualen, Anreden, sprachlichen Klischees und spezifischer Symbolik ist eine gewisse Kenntnis des Alltagslebens von Vorteil. Wer das Bedeutungssystem hinter den konkreten Äußerungsformen einer Kultur kennt, findet sich besser zurecht. Weitere kulturelle Eigenheiten sind die Raumvorstellung, also das eigene Distanzbedürfnis zum Gesprächspartner (Proxemik), die Definition der Privatsphäre und auch die Körpersprache. Die Einstellung zur Zeit etwa kann monochron sein oder polychron. Monochron meint die lineare Abfolge persönlicher Aktivitäten und die damit verbundene geplante und weniger flexible Einteilung der eigenen Zeit. Polychron meint dahingegen, dass mehrere Aktivitäten parallel durchgeführt werden und man bei der Zeiteinteilung flexibler ist. Jede Kultur hat auch ihre eigenen Denkmuster. Von Beyme 2 unterscheidet derer vier, nämlich das vor allem in den USA und Großbritannien anzutreffende pragmatisch-induktive Denkmuster („Wie lässt sich das anwenden?“), das rhetorisch-stilistische Denkmuster (in Asien: „Wer ist Ihr Lehrer?“ - in Frankreich: „Könnten Sie das in gutem Französisch ausdrücken?“) und das theoretisch-deduktive Denkmuster, das den Deutschen und Russen oft eigen ist: „Wie könnten Sie das stringent ableiten?“. Was die eigentliche Kommunikation betrifft, unterscheidet man nach ihrer Kontextabhängigkeit. Kommunikation mit hohem Kontextbezug 3 arbeitet mit Präsuppositionen, also vorausgesetzten Kenntnissen. Sie erfordert von allen Gesprächspartnern ein gemeinsames Hintergrundwissen und ist somit sehr ökonomisch und effizient - wenn die Teilnehmer die Voraussetzungen erfüllen und beispielsweise auch implizite Kommunikationselement wie Mimik, Gestik und Intonation für ihre Interpretation des Gesagten berücksichtigen. Kommunikation mit niedrigem Kontextbezug dagegen lässt wenig Raum für Interpretation, ist direkter und konkreter.
Solche und viele andere Eigenheiten einer Kultur lassen sich natürlich am besten „von innen“ beurteilt. Und dafür sind gute Sprachkenntnisse eine wichtige Voraussetzung. Durch regelmäßige Besuche in der Zielkultur kann die eigene interkulturelle Kompetenz aktuell gehalten werden und bietet einen hohen Praxisbezug. Jacques Demorgon hat zusammen mit Edmond-Marc Lipiansky und Burkhard Müller vier Voraussetzungen aufgestellt, deren Erfüllung die interkulturelle Didaktik wesentlich erleichtert, wenn nicht gar erst ermöglicht: die Überwindung der Nationalkultur hin zur europäischen Kultur, die Notwendigkeit subjektiven Engagements zur Erlangung objektiven Wissens, die Verbindung der Gesamtheit individueller und sozialer Handlungsebenen durch Betrachtung der identitären Probleme und Phänomene und letztendlich die fortwährende Erneuerung und Vertiefung der Ausbildung durch Bildung eines erkenntnistheoretischen Fundamentes.
Davon ausgehend formulieren Demorgon und Co. Ziele für interkulturelle Ausbildungen. Ihnen gemein ist die Prämisse, nicht nur hehre Ideale zu postulieren, sondern vor allem auch das wirklich Machbare anzupacken - schließlich ist Interkulturalität nicht ein Zustand, der erreicht werden muss, sondern ein stetiger Prozess der Annäherung und des gegenseitigen Verständnis’.
2 von Beyme 1984
3 nach Zeuner („Kursbuch Interkulturelle Bewusstheit“)
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Die Ziele sind im einzelnen:
1. pragmatische Ausrichtung an der gesellschaftlichen Nachfrage (durch zunehmenden Tourismus, internationalen Handel, Migration etc.)
2. ethische Ausrichtung auf Toleranz und Verständnis gegenüber Unterschiedlichkeit und Bekämpfung von Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 3. ästhetische Ausrichtung an künstlerischen Bezügen, Ermöglichen eines Zugangs zu andersartiger Kunst
4. psychosoziologische Ausrichtung auf persönliche Erfahrungen und Reflexion eigener kultureller Identität (sich selbst verstehen, um andere zu verstehen) 5. anthropologische Ausrichtung des Kulturwissens als komplexes Geflecht 6. sozial- und wirtschaftskritische Ausrichtung und Beschäftigung mit Entfremdung und Entwurzelung von Menschen oder Erscheinungsformen verstärkter Mobilität 7. politische Ausrichtung auf Annäherung zwischen den Völkern, Förderung der Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit, Behandlung von Konflikten mit dem Ziel, Gewaltausbrüche und Kriege zu verhindern und Anstrebung einer gerechteren, solidarischeren und demokratischeren europäischen und Weltordnung 8. prospektive Ausrichtung auf die Nutzung gegensätzlicher Realitäten als Grundlage für Erklärungen, für Verständnis und für die Suche nach Lösungen Nach erfolgreich absolvierter interkultureller Ausbildung, kommen verschiedene Arbeits-und Anwendungsbereiche in Frage, die am Anfang dieser Einleitung bereits genannt wurden.
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WISSENSCHAFTLICHE / UNIVERSITÄRE ANSÄTZE INTERKULTURELLER BILDUNG Prof. Dr. Karl-Heinz Flechsig (Institut für Interkulturelle Didaktik Göttingen) Karl-Heinz Flechsig, Jahrgang 1932, hat ein abwechslungsreiches Studenten- und Forschungsleben hinter sich. Er studierte in den fünfziger Jahren Anglistik, Romanistik, Pädagogik, Philosophie und Soziologie. Danach arbeitete er als Gymnasiallehrer und später als Wissenschaftlicher Assistent im Fach Pädagogik. Nach seiner Promotion über Pädagogik, Soziologie und Romanistik hatte er mehrere ordentliche Professuren inne, arbeitete in der Erwachsenenbildung und ist heute Lehrbeauftragter für „Interkulturelle Didaktik“ (er war für die Schaffung dieses Studienfaches maßgeblich verantwortlich) an der TU Dresden, die ihm 1997 den Ehrendoktortitel verlieh. Seit März 2000 ist er emeritiert. Während seiner Laufbahn war er unter anderem für die UNESCO und den Europarat sowie in verschiedenen Bildungshilfe-Projekten in aller Welt tätig. Darüber hinaus veröffentlicht er seit 1961 zahlreiche Publikationen zu bildungsrelevanten Themen. Ausgangspunkt für Flechsigs Konzept der Interkulturellen Didaktik ist die Erkenntnis zunehmender Globalisierung und Multikulturalisierung, deren Anforderungen mit entsprechendem Training begegnet werden kann.
Am Göttinger Institut für Interkulturelle Didaktik, das er 1989 gründete, arbeitet Flechsig mit seinen MitarbeiterInnen an einem interkulturellen Internet-Netzwerk. Man bedient sich dabei eines virtuellen „Klassenzimmers“ auf der Plattform des Internet: auf verschiedene Art und Weise lässt sich also in dieser Lernumgebung arbeiten. Prof. Flechsig übernimmt dabei die Moderation. Die Klasse kann sich zu virtuellen Konferenzen zusammenfindendas Thema bestimmt entweder der Tutor oder die Klasse selbst. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, eigene Dokumente und Beiträge zum interkulturellen Lernprozess den anderen zur Verfügung zu stellen und dann Kommentare von Mitlernenden und dem Tutor zu erhalten. Elektronische Kommunikation ist - neben der konventionellen Email - auch im virtuellen Klassenzimmer möglich, und zwar öffentlich oder privat. Um den problemlosen Ablauf des „Unterrichts“ zu gewährleisten, wird ein virtueller Stundenplan erstellt, der quasi als Schnittstelle des gesamten Systems funktioniert. Email-Projekt “Interkulturelle Bewusstheit” TU Dresden
Im Wintersemester 1998/1999 wurde an der Technischen Universität Dresden ein Email-Projekt-Seminar mit dem Titel „Interkulturelle Bewusstheit“ ins Leben gerufen. Unter der Regie von Dr. Ulrich Zeuner vom Lehrbereich Deutsch als Fremdsprache des Instituts für Germanistik finden sich deutsche und nicht-deutsche Studenten zu Email-Tandems zusammen.
Nachdem sie sich kennen gelernt und auf ein zu bearbeitendes Thema mit interkulturellem Potenzial geeinigt haben, bearbeiten sie es gemeinsam und halten sich per Email auf dem Laufenden. Ziel dieses interkulturellen Austausches ist die Anfertigung eines Internet-Dossiers aus dem gemeinsam erarbeiteten Material. Dieses Dossier gibt Auskunft über den Stand des Projektes und bietet anderen Studenten die Möglichkeit, einen Einstieg in komplexere kulturelle Phänomene zu finden. Dies geschieht im Dossier durch Beschreibung und hinterfragende Analyse, Interpretation und anschließende Dokumentation eines solchen Phänomens in Deutschland. Die deutschen Partner kommen regelmäßig zu Treffen zusammen. Das Prinzip der Tandemarbeit zielt darauf ab, jeweils auch einmal die Perspektive des Anderen einzunehmen und sich bzw. seine Kultur „von außen“ zu betrachten. Es soll jedoch nicht nur um Aneignung kulturellen Wissens und - durch die Kommunikation mit 8 / 21
Nichtdeutschen - Verbesserung sprachlicher Fähigkeiten gehen, sondern auch um den Umgang mit modernen Kommunikationstechniken wie Internet und Email und die Evaluation und Reflexion des eigenen methodischen Handelns.
Das Thema ist grundsätzlich freigestellt, jedoch orientiert Zeuner seine Studenten mit seinen Vorschlägen auf internationale, suprakulturelle Themen, die in unterschiedlichen Kulturkreisen unterschiedliche Rezeptionen auslösen. Als Begleiter während der Durchführung des Projekts dient das „Kursbuch“, das von den deutschen Studenten bearbeitet wird. Grundlage ist ein Seminarmaterial von J. D. Szafraniec von der Christelijke Hogeschool Windesheim, Niederlande. Es gibt einen detaillierten Einblick in kulturelle Schlüsselbegriffe und die allgemein anerkannten Theorien zu Kultur, Kulturschock, Stereotypen oder Nationalität. Wissen zur Funktionsweise von Kommunikation und deren kulturbedingten Varianzen werden dargestellt und das Kursbuch mit einem Literaturverzeichnis abgerundet. Es bildet ein wirklich gelungenes Einstiegsmaterial in die Thematik, die auch über den Tellerrand des Fachgebietes schaut und den Humor nicht zu kurz kommen lässt.
Institut für interkulturelle und internationale Studien Bremen Das Institut für Interkulturelle und Internationale Studien an der Universität Bremen existiert seit 1996 und hat sich seitdem zum Ziel gesetzt, Forschungsprojekte zu sozialen und kulturellen Prozessen von Veränderung und Integration zu entwickeln. Die Sozialwissenschaften sollen mit politischer Philosophie in Einklang gebracht werden und so arbeiten hier nicht nur Soziologen, sondern auch Politikwissenschaftler und Philosophen. Die Rolle kultureller Vielfalt, kultureller Grenzen und Konflikte sowie gesellschaftliche Prozesse (z.B. Migration) und die Globalisierung sind Gegenstand der Forschung. Das Institut gliedert sich in zwei Abteilungen. Die Abteilung I, Kulturelle Differenz, betreibt derzeit folgende Forschungsprojekte:
• Kulturelle Differenzen in heutigen westlichen Gesellschaften • Öffentliche Diskurse und kollektive Selbstverständnisse in modernen Gesellschaften - Diskurse über Mitgliedschaft, kulturelle Differenz und nationale Identität in vier westlichen Ländern
• Theorien internationaler Süd-Nord Migration: Mobilität, Immobilität und Rückwanderung
• Zur Integration von Arbeitsmigranten in westlichen Gesellschaften • Historische Ungerechtigkeit und kollektive Ansprüche auf kulturelle und politische Selbstbestimmung
Die Abteilung II, Globale Beziehungen, widmet sich Projekten zu: • kulturellen Problemlagen auf internationaler Ebene sowie globalen und regionalen Konflikten • Globalisierung und
• internationalen Institutionen und europäischer Integration.
Das Bremer Institut zeichnet also hauptsächlich für die theoretischen Grundlagen und die empirische Verarbeitung der Phänomene interkultureller Kommunikation verantwortlich.
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Magisterstudiengang „Interkulturelle Kommunikation“ (IKK) TU Chemnitz
Dieser Studiengang existiert erst seit dem Wintersemester 2000 und stellt einen Magister-Hauptfach-Studiengang dar. Vorgesehen ist die Kombination mit einem zweiten, nichtphilologischen Hauptfach, derzeit Wirtschaftswissenschaften, Verfahrenstechnik, Mathematik, Informatik, Grafische Technik oder Automatisierungstechnik - das sogenannte „Chemnitzer Modell“. Daran wird deutlich, dass dieser Studiengang dazu dient, die erworbene berufliche Bildung parallel mit sozialen und kommunikativen Kompetenzen zu ergänzen („added value“) bzw. als fachlich kompetenter Mediator oder interkultureller Trainer zu arbeiten. Das Studium wird möglich durch eine Kooperation der Lehrstühle für Interkulturelle Kommunikation und Sprach- und Literaturwissenschaften und ist modular aufgebaut: Modul 1
Modul 4 Fremdverstehen und Handeln
(Grundlagentheorie zu Kontrast Eigen - Fremd, Stereotype, Bilder etc) Modul 5
Modul 8 Internationale Mobilität
(Auslandssemester und -praktikum; Seminare, Exkursionen) Modul 9
Der Studiengang ist offenbar der einzige, der auf gelungene Art und Weise die Prinzipien der Interkulturellen Kommunikation mit der Berufspraxis in Einklang bringt. Deutlich wird das vor allem an den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten im 2. Hauptfach. Der Ausblick auf die Einführung weiterer Spezialisierungsmodule kann den positiven Eindruck nur verstärken.
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Arbeitsstelle Interkulturelle Bildung, FB Erziehungswissenschaft Uni Hamburg Die Arbeitsstelle Interkulturelle Bildung widmet sich einem sehr breiten Aufgabenfeld. Sie stellt jedes Semester das „Kommentierte Vorlesungsverzeichnis zur interkulturellen Bildung“ zusammen, das auch Empfehlungen zur Schwerpunktbildung und Weiterbildung für die Lehramts-Studenten enthält.
Die Arbeitsstelle organisiert regelmäßig Gastvorträge und kombinierte Ringvorlesungen und Übungen zur Einführung in die IK. Die Mitarbeiter betreuen nicht nur den Zusatzstudiengang „Lehrer für Kinder verschiedener Muttersprachen“ und das Studienprogramm „Intercultural Studies am ICGS 4 , sondern geben oft auch Workshops und Weiterbildungsseminare für bereits berufstätige Pädagogen. Regelmäßig gibt das Kollegium auch das „Verzeichnis Basislektüre Interkulturelle Bildung“ mit rund 30 essentiellen Publikationen zum Thema heraus. Die Mitarbeiter der Einrichtung unterhalten hervorragende weltweite Kontakte und nutzen die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zum Vorteil der Studierenden und Mitarbeiter. Auch Qualifikationsarbeiten wie Dissertationen werden betreut.
Darüber hinaus beteiligen sich viele Mitarbeiter der Arbeitsstelle an Forschungsprojekten zur interkulturellen Bildung und Pädagogik, die teilweise schon Züge der Entwicklungshilfe tragen, teilweise auch religiöse und ethnologische Aspekte hinzuziehen. Bleibt zu hoffen, dass diese so vielseitig aktive Einrichtung trotz aller Schwierigkeitenlaut eigenem Arbeitsbericht leidet sie unter chronischem Geld- und Personalmangelweiter ihren Aktivitäten nachgehen kann.
HOPIKOS, das HOchschulübergreifende Projekt zur Förderung der Interkulturellen KOmpetenz von Studierenden ist ein Gemeinschaftswerk von Universität, Fachhochschule und Studentenwerk. Ausgehend von der Wichtigkeit des Kontakts zwischen den Studierenden, führen Dozenten des Fachbereichs interkulturelle Trainings durch. Zielgruppen sind deutsche und ausländische Studierende, deren gegenseitige Kontaktaufnahme unterstützt und erleichtert werden soll. Und das hauptsächlich in den Wohnheimen, da hier ein besonders intensiver Kontakt möglich ist. Auch dienen die Trainings, die als Blockveranstaltung an Wochenenden auf dem Campus stattfinden, als Vorbereitung für Auslandspraktika oder Austauschsemester. Gemeinsam wird an folgenden Themen gearbeitet: Stereotype und Vorurteile im internationalen Vergleich, Adaptationsprozesse (Kulturschock), Kulturstandards,
Kommunikation und Interaktion, Lehr- und Lernstile, Normen und Werte, Kulturbegriff und Schichten von Kultur sowie multikulturelle Gruppendynamik und kulturbedingte Unterschiede in der Konfliktbewältigung.
Leider ist die angekündigte Evaluation des Projektes durch die Teilnehmer und die Veranstalter noch nicht verfügbar, sodass eine Einschätzung dieses ambitionierten und praxisorientierten Projektes schlecht möglich ist. Studiengänge "Interkulturelle Kommunikation" Universität des Saarlandes Aufgrund seiner geographischen Situation ist Saarbrücken quasi ein idealer Standort für die Vermittlung von IK. Und so findet sich hier ein sehr vielseitiges Angebot, das hauptsächlich in der Romanistik angesiedelt ist, weil es sich speziell auf die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und mentalen Eigenarten Frankreichs konzentriert.
4 ICGS = International Center for Graduate Studies (Universität Hamburg)
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Sowohl landeskundliche als auch interkulturelle Kompetenzen werden in verschiedenen Studiengängen vermittelt:
viersemestriger Aufbaustudiengang "Interdisziplinäre Frankreichstudien und
- interkulturelleKommunikation" unter Voraussetzung eines Hochschul- oder Fachhochschuldiploms,
Weiterbildungsangebot in den Bereichen "Kommunikation und Medien im deutsch-
- französischenVergleich" und "Interkulturelles Management" (mit Schwerpunkt Frankreich / Deutschland),
Magisterstudiengang "Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle
- Kommunikation"
Die Studieninhalte sind im Besonderen die berufsorientierte sprachliche und kommunikative, die landeskundliche (Interdisziplinäre Frankreichstudien) und die interkulturelle Kompetenz. Dazu kommen ein Auslandspraktikum oder -studium als integraler Bestandteil der verschiedenen Studiengänge. Studiengang „Medien u. Interkulturelle Kommunikation“ Frankfurt, Oder/Sofia Durch eine Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Sprachwissenschaft und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien (ZWF) ist am Südosteuropäischen Medienzentrum in Sofia der dreisemestrige, postgraduale Master-Studiengang „Medien und Interkulturelle Kommunikation“ entstanden. Er richtet sich an Postgraduierte aus Südosteuropa und der EU, die in diesen Gebieten im Medienbereich tätig sind oder dies vorhaben. Das Zentrum ist eine gemeinsame akademische Weiterbildungseinrichtung der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und der St. Kliment Ohridski-Universität Sofia und wurde erst in diesem Jahr eröffnet. Finanziert wird es hauptsächlich durch Mittel des Auswärtigen Amtes und des Stabilitätspaktes für Südosteuropa. Darüber hinaus gibt es Kontakte zur Deutschen Welle und zum ZDF.
Die Studierenden werden speziell für die mediale Arbeit in multikulturellen Gesellschaften bzw. internationalen Kontexten ausgebildet. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erwerb interkultureller (Konflikt-)Mediationskompetenz, die nicht nur auf den Medienbereich beschränkt ist, sondern auch in wirtschaftlichen und politischen Institutionen zur Anwendung kommen kann.
Verschiedene Disziplinen wie Kommunikations- und Medienwissenschaft, interkulturelle Kommunikation, Friedens- und Konfliktforschung sowie Südosteuropa-Studien sollen kombiniert und neue Fertigkeiten - beispielsweise in der Konfliktregulierung und Vergangenheitsbewältigung - entwickelt werden. Letztendlich sollen die Absolventen Konflikte und deren Ursachen erkennen und Möglichkeiten zur Verständigung und Vermittlung finden können - und dies in der exponierten und verantwortungsvollen medialen Rolle. Nicht ohne Grund findet dieses Projekt in Südosteuropa statt, denn noch immer schwelen Konflikte auf dem Balkan.
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Im Anschluss noch ein kurzer Überblick 5 über weitere Studiengänge: Georg-August-Universität Göttingen: Fachgebiet Interkulturelle Didaktik
- Ludwig-Maximilians-UniversitätMünchen: Interkulturelle Kommunikation
- UniversitätHildesheim: Internationales Informationsmanagement
- UniversitätOsnabrück: Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
- UniversitätPassau: Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien
- UniversitätBayreuth: Deutsch als Fremdsprache (Interkulturelle Germanistik)
- TUBerlin: AG Interkulturelle Kommunikation & Interkulturelles Management
- FreieUniversität Berlin: Institut für Interkulturelle Erziehungswissenschaft
- UniversitätBielefeld: Zusatzstudium Interkulturelle Pädagogik
- UniversitätKoblenz: Institut für Interkulturelle Bildung
- Universitätzu Köln: Interkulturelle Pädagogik
- UniversitätJena: Interkulturelle Wirtschaftskommunikation
- UniversitätMannheim: Kultur-BWL
5 Quelle:Studiengang Interkulturelle Kommunikation, Ludwig-Maximilians-Universität München
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AUSGEWÄHLTE STAATLICHE UND PRIVATE BILDUNGSTRÄGER
Das Institut für Interkulturelles Management (IFIM) in Rheitenbreitbach besteht seit elf Jahren und beansprucht für sich - auch aufgrund zahlreicher relevanter Publikationendie Position des Marktführers. So liest sich denn auch die Referenz recht eindrucksvoll: Angestellte von BASF, DaimlerChrysler, BMW, Deutsche Bank, Volkswagen und Bosch haben hier schon die „Schulbank gedrückt“.
Das Hauptaugenmerk der Ausbildung und auch der Forschung am IFIM richtet sich auf die internationale Wirtschaft und die Notwendigkeit interkultureller Kenntnisse und Fähigkeiten angesichts der zunehmenden Globalisierung - Interkulturalität als „Mehrwert“. Die Tätigkeit am Insitut gliedert sich in verschiedene Arbeitsbereiche: Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen, Auffassungen von Führung und Planung sowie Verhaltensnormen und Kommunikationsmuster. Die zunehmenden Anforderungen besonders an international einzusetzende Fach- und Führungskräfte sind dabei offenbar ein schlagkräftiges Argument für die Vermittlung der unterschiedlich konzipierten IFIM-Seminare. Diese wenden sich nicht nur an Mitarbeiter, die von ihrer Firma zu Auslandseinsätzen geschickt werden, sondern auch ganz allgemein an international agierende Unternehmen (die oft Menschen aus aller Welt beschäftigen), multinationale Arbeitsgruppen und Mitarbeiter, die erfolgreich mit ausländischen Partnern kommunizieren und verhandeln wollen. Doch auch Angehörige von Nicht-Regierungsorganisationen, Entwicklungshelfer oder sogar Austauschstudenten bzw. Austauschschüler werden anvisiert. Das Institut verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, das heißt, dass beispielsweise auch weltweite Projekte begleitet und Angehörige der expatriates 6 ausführlich beraten werden. Ausgehend von den vier sogenannten interkulturellen Kernkompetenzen -Verhandlungstraining, Know-how- und Technologietransfer, Kooperationstraining und Kundenmanagement - arbeitet das IFIM nach der Contrast-Culture-Methode: die Kunden sollen für kulturelle Unterschiede, aber auch für Vorurteile und Klischees sensibilisiert (cultural awareness) und mit Ängsten, Chancen und Risiken konfrontiert werden. Erkenntnisse der internationalen Forschung zu „arbeitsrelevanten Kulturunterschieden“ werden präsentiert und sollen als Orientierung und Bewertungsmaßstab dienen. Uneindeutige Situationen (critical incidents) werden aufgebaut und erfordern vom Lernenden eine Entscheidung zwischen verschiedenen möglichen Bewältigungsstrategien. Die Contrast-Culture-Methode will also variierende Herangehensweisen an Situationen und dadurch denkbare Konflikte oder Missverständnisse in ihrer kulturell bedingten Unterschiedlichkeit verdeutlichen, an denen dann gearbeitet werden kann. Die Seminare werden von gemischten Trainerteams durchgeführt, die sich aus Deutschen und Ausländern aus der jeweiligen „Zielregion“ zusammensetzen. Informationen zur Geographie, Klima, Unterhaltungskultur oder politischer Situation der besprochenen „Zielkultur“ werden dabei nicht im Seminar behandelt, sondern durch Buchempfehlungen dem Lernenden zum Selbststudium überlassen. In der Selbstdarstellung des IFIM finden sich viele Schlagworte aus der „New Economy“, außerdem geht es um „Synergiepotentiale“ oder um „feasibility“ (Machbarkeit).
6 gängiger Terminus für Menschen, die aus beruflichen Gründen ins Ausland gehen
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Das Institut für Auslandsbeziehungen (IFA) in Stuttgart gehört zur Abteilung für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amtes. Es kooperiert so mit Partnern in aller Welt unter der Maxime, durch kulturelle Zusammenarbeit die Beziehungen zu anderen Ländern friedlich und verständnisvoll zu gestalten. Namhafte deutsche Unternehmen und Institutionen - wie etwa DaimlerChrysler, BASF, Bosch oder die Industrie- und Handelskammer München und das baden-württembergische Wirtschaftsministerium haben sich zu einem Beraterkreis zusammengeschlossen, der dem IFA zur Seite steht. Das Ausbildungskonzept steht auf drei Säulen. Neben länderspezifischen Seminaren und Inhouse-Seminaren bzw. Einzelcoachings für Wirtschaft und Verwaltung bietet das Institut auch eine umfangreiche Bibliothek mit auslandsrelevanter Literatur.
Länderspezifische Seminare dauern zwei Tage - schon daran wird deutlich, dass die Zielgruppe anders angesprochen wird als das IFIM es tut. Ein Blick auf das Programm des ersten Tages unterstreicht den erweiterten Kulturbegriff des Stuttgarter Instituts: Kunst, Bildung und Erziehung im Dienste der Völkerverständigung. Im Anschluss an eine allgemeine Einführung in das interkulturelle Training beginnen Vorträge zu Wirtschaft, Politik, Kulturgeschichte, soziale Strukturen sowie allgemeiner Landeskunde. Eigen- und Fremdwahrnehmung werden besprochen und Expatriates und Firmenvertreter berichten von ihren eigenen Erfahrungen. Der zweite Seminartag behandelt
Kommunikationsverhalten und entsprechende -strategien, den Umgang mit Mitarbeitern und Einheimischen und das Verhalten in Konfliktsituationen; abgeschlossen wird er mit einer Seminarauswertung. Inhouse-Seminare und Einzelcoachings werden mit dem Unternehmen individuell vereinbart und drei bis vier Wochen vorher vorbereitet. Diese Kurse sind spezialisierter und vermitteln nicht nur Informationen über Kulturstandards des jeweiligen Landes, sondern auch Taktiken für Führung, Problembewältigung und Verhandlungen. In Rollenspielen und durch Fallstudien kommen auch Etikette und Alltagsleben nicht zu kurz.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn sieht sich vor allem als Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, die schon oder zukünftig international agieren. Dabei ist der Bereich „Interkulturelle Kommunikation“ eher als „interkulturelle Kompetenz“ Bestandteil der Programme des BIBB. Die Einrichtung verwaltet die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Fördermittel, begleitet Projekte und sorgt - etwa mit der Zeitschrift LIMPACT - für die Information der Fachöffentlichkeit. Im Rahmen einer umfangreichen Befragung international tätiger KMU hat das BIBB eine Reihe von Kriterien zusammengestellt, die für länderübergreifenden Erfolg wichtig sind: sprachliche Fertigkeiten und interkulturelle Kompetenz werden als sehr wichtig angesehen, trotzdem gibt es offenbar immer noch zu wenig Weiterbildungsangebote. Vielmehr werden oft lieber neue Mitarbeiter eingestellt, bei denen diese Fähigkeiten dann erwartet werden. Defizite gibt es auch beim Umgang mit den neuen Medien (z.B. Internet) für geschäftliche und interkulturell-kommunikative Zwecke. Die Ergebnisse der Studie sollen zur Verbesserung der Lage den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
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Das Centre de Synergie Franco-Allemande widmet sich als Initiative der Unternehmensberatung JPB seit langer Zeit den Problemen die deutsche und französische Unternehmen bei gemeinsamen Kooperationen haben. Laut IHK Trier 7 scheitert jede zweite deutsch-französische Zusammenarbeit an der „interkulturellen Falle“. Das Zentrum weiß um die Schwierigkeit kultureller Differenzen und Widersprüche, die Geschäftsabschlüsse erschweren oder gar verhindern und so finden sich in der Informationsbroschüre folgende Zitate in guter Gesellschaft: « Le succès fut toujours un enfant de l'audace » (Crébillion) und „Geduld in allen Dingen führt immer zum Gelingen.“ (dt. Sprichwort).
Das Zentrum hat sowohl für die Deutschen als auch für die Franzosen je sieben herausfordernde Regeln formuliert, die die Zusammenarbeit erleichtern sollen, weil sie dazu auffordern, ausgetretene Pfade zu verlassen. Und sie bringen deutsch-französische Eigenheiten treffen auf den Punkt. 1. Wenn Du Vertrauen gewinnen willst
gehe auf den Menschen ein (D) / beweise zunächst, dass Du es verdienst. (F) 2. Wenn Du kommunizierst
argumentiere personenbezogen / gebrauche sachliche Argumente 3. Wenn Du motivieren willst
sorge für eine Herausforderung / überzeuge durch Argumente 4. Wenn Du ein Projekt konzipierst
5. Wenn Du einen Plan machst
plane so flexibel wie möglich / entwirf ihn so ausführlich möglich 6. Wenn Du verkaufen willst
zeige Dich von Deiner originellsten Seite / beweise die Nützlichkeit 7. Wenn Du etwas Neues anpackst
wage einen Quantensprung / frage zuerst nach der Machbarkeit
Dabei herrscht hier ein gewisser Zeit- und Effektivitätsdruck, vieles bleibt auf der Strecke und oft läuft es eher auf ein „sich arrangieren“ als ein „sich kennen lernen“ hinaus. Der so Geschulte wird zum „kulturellen Chamäleon“ (Demorgon). Es bleibt fraglich, ob eine solche Kompetenz außerhalb des kurzlebigen ökonomischen Bereiches Bestand haben kann und welche Auswirkungen sie auf das geistige Innenleben und das soziale Verhalten des „Chamäleons“ hat.
7 IHK-Zeitschrift „Blickpunkt Wirtschaft“, Ausgabe Oktober 2000
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Die wohl bekannteste Einrichtung in vorliegender Zusammenstellung dürfte wohl das Goethe-Institut Inter Nationes sein. Es entstand durch die Zusammenlegung von Goethe-Institut (gegründet 1951) und Inter Nationes (gegründet 1952) und ist nun die größte Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik. Ebenso wie das Institut für Auslandsbeziehungen ist es Teil der gleichnamigen Abteilung des Auswärtigen Amtes (siehe oben) - die Zuwendungen des Außenministeriums für seine 3500 Mitglieder starke Abteilung beliefen sich 1999 auf rund 340 Mio. DM. Die Einrichtung unterhält in fast 80 Ländern 128 Kulturinstitute, die sich die Vermittlung deutscher Sprache und Kultur auf die Fahnen geschrieben haben. Zahlreiche multimediale Publikationen, die intensive Nutzung des Mediums Internet und ein umfangreiches Besucherprogramm für Multiplikatoren fördern die interkulturelle Kommunikation des Auslands mit der Bundesrepublik Deutschland.
Auch das Deutsch-Französischen Jugendwerks betreibt viele Programme und Initiativen als „Experimentierfeld für ein erweitertes und vertieftes interkulturelles Lernen“. Gemäß seines durch den Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag festgelegten Auftrages sind diese hauptsächlich an deutsche und französische Jugendliche gerichtet. Die durch das DFJW geschaffene interkulturelle Infrastruktur aus Schul- und Städtepartnerschaften, Vereins-und Verbandskooperationen und anderen
Begegnungsmöglichkeiten bietet für dieses Anliegen exzellente Voraussetzungen. Deswegen schließen sich zusehends auch andere Länder aus aller Welt und vor allem aus Europa an dieses Netzwerk an. Die Austausche und Begegnungen, die durch Vermittlung des DFJW entstehen, heben sich vom Gewöhnlichen ab und machen die Teilnehmer offen und frei für neue Erlebnisse, Erkenntnisse und Bekanntschaften, da sie ihre - wie auch immer geartete Herkunft und Identität leicht hinter sich lassen können. Dies haben bereits mehrere Evaluationen und Untersuchungen belegt. Die private und gemeinnützige Körber-Stiftung aus Hamburg wurde von dem Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen. Ihre finanziellen Mittel nutzt sie nicht für Fremdprojekte sondern für die eigenverantwortliche Arbeit. Sie arbeitet unabhängig, überparteilich und meinungsbildend in den Bereichen Erziehung und Bildung, Kunst, soziale Fürsorge und Wissenschaft. Mit der edition Körber-Stiftung verfügt die Einrichtung über ein eigenes Mittel zur Veröffentlichung eigener Publikationen. Im Folgenden sollen einige ihrer Vorhaben kurz vorgestellt werden.
EUSTORY beruht auf dem Verständnis einer gemeinsamen europäischen Historie und Zukunft. Jugendliche sollen Interesse an regionaler wie auch an nationaler und schließlich europäischer Geschichte finden und sich in Wettbewerben damit auseinander setzen. Diese finden in 13 europäischen Ländern - darunter auch Rumänien, Slowenien oder Belarus - statt und sind in einem Netzwerk organisiert und publizieren ihre Ergebnisse. Die Organisatoren der Länderwettbewerbe treffen sich regelmäßig, ebenso wie die Preisträger zu Sommerakademien zusammenkommen. Dort findet ein reger interkultureller Dialog statt, der die Bildung einer europäischen Identität unterstützen soll. Der BERGEDORFER GESPRÄCHSKREIS existiert bereits seit 1961 und bringt regelmäßig unter Führung von Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien zusammen, um im Dialog den Blickwinkel zu ändern, von anderen Erfahrungen zu hören und eine Synthese zu finden und zu verbreiten. Unter dem Namen MITEINANDER LEBEN IN EUROPA entstehen in bulgarisch-deutscher Zusammenarbeit für fortgeschrittene Deutschlernende Lese- und Arbeitshefte, die - durch die Beschäftigung mit der deutschen Gesellschaft - die Frage nach der eigenen Identität als Europäer, den verschiedenen Lebensformen in der deutschen Gesellschaft und dem 17 / 21
friedlichen Zusammenleben in Europa aufwerfen und zur Diskussion und Reflexion stellen wollen. Durch authentische Dokumente in Bild und Wort werden verschiedene Zugänge zu den Problemfeldern angeboten, durch Aufgabenstellungen Einzelne oder Gruppen zu Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt. Begleitend gibt es Fortbildungen für die Lehrenden und eine ergänzende Publikation zur Methodik. Einen bisher unerwähnten Ansatz verfolgt das Transatlantische Klassenzimmer (TAK), der Verein zur Förderung von Online-Projekten in der Schule e.V. Als Kind der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Chicago und der Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung und dem Goethe-Institut Chicago besteht das TAK nun schon seit sieben Jahren. Das Prinzip ist einfach: per Email soll den teilnehmenden deutschen und amerikanischen Schülern die Möglichkeit zum schnellen und direkten interkulturellen Austausch gegeben werden. Diese Möglichkeit nutzen mittlerweile schon Schulen in ganz Deutschland und den USA. Momentan arbeiten zwölf Lehrer und Pädagogen in der Organisation und Repräsentation des TAK und können auf zahlreiche Projekte zu den unterschiedlichsten Themen zurück blicken: Berichte von Austauschschülern, ein internationales Kochbuch im Internet, Beschäftigung mit cross-cultural stereotypes oder „Kreatives Schreiben“.
Dazu bleibt anzumerken, dass sogenannte Email-Tandems oder ähnliche Formen sich steigender Beliebtheit zu erfreuen scheinen. Überhaupt bietet das Internet einige neue Wege zum interkulturellen Austausch: Email erlaubt schnelle schriftliche Kommunikation, direkte Interaktion kann in Chat-Räumen oder Diskussionsforen stattfinden, aktuelle Informationen und Erkenntnisse per Newsgroup oder Newsletter schnell verbreitet werden. Vorteilhaft scheint dabei auch die Kombination dieser Mittel. Denkbar wären etwa ständige Kommunikation per Email zu einem vorgegebenen Thema und anschließende Präsentation der gemeinsamen Ergebnisse oder unterschiedlichen Beurteilung auf einer selbst gestalteten Internetseite. Dies kann ein Schritt zur immer wichtiger werdenden Medien- oder Netzkompetenz sein. Ein für die interkulturelle Kommunikation nicht unerheblicher Aspekt bleibt jedoch oft auf der Strecke, nämlich der persönliche Kontakt, das „unter vier Augen“ sein, die Wahrnehmung von Körpersprache, Mimik und Gestik seines Gegenübers. All das lässt sich selbst durch Videokonferenzen nicht ersetzen.
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ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNGEN
Leider war es mir im Rahmen dieser Hausarbeit nicht möglich, eine komplette Darstellung der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie des derzeitigen theoretischen Erkenntnisstandes auf dem Gebiet interkultureller Kommunikation bzw. interkultureller Didaktik zu entwickeln. Allein die Unmenge verschiedenster Angebote an Universitäten und anderen Hoch- und sogar Fernschulen - seien es komplette Studiengänge, Ergänzungsstudien oder Arbeitsstellen an den Hochschulen - ist fast unüberschaubar. Dazu kommen unzählige private Träger und Initiativen sowie kommerziell orientierte Einrichtungen im Dienste der Wirtschaft.
Auch haben sich bereits gewisse Standards in der Methodik der IK herausgebildet, Rollenspiele, „critical incidents“, „Contrast-Culture-Methode“ und andere Schlagworte finden sich in der Mehrzahl der Curricula. Ebenso vielfältig gestalten sich die verfügbaren einschlägigen Publikationen.
Schon bei der Recherche wurde mir die Bedeutung der neuen Medien auf dem Gebiet der IK bewusst. Denn das Internet wird nicht nur zur Selbstdarstellung genutzt, sondern oft auch als elementare Bestandteile in die Ausbildung und den Ablauf selbiger integriert. Die Lebensläufe von Prominenten wie Ulrich Wickert oder Daniel Cohn-Bendit zeigen uns jedoch auch, dass Interkulturalität in allererster Linie eine persönliche Aufgabe ist. Sie sind unbestritten zwei Personen, die Interkulturalität verkörpern, ohne jemals einen derartigen Studiengang oder eine entsprechende Ausbildung durchlaufen zu haben. Sie haben - ob nun bewusst oder nicht - sich das zu Eigen gemacht, was es für Interkulturelle Kommunikation braucht: Offenheit und Neugier auf der Basis selbstbewusster Identität. Und diese menschlichen Eigenschaften kann kein Studiengang vermitteln.
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LITERATURVERZEICHNIS
1. Barensteiner, Rupert; Barmeier, Will: Email - Das ideale Medium für den
interkulturellen Austausch. Kontakte und gemeinsames Lernen über den Atlantik
hinweg.
(http://www.goethe.de/oe/mos/odyssee/Lehrer/texte/idealem.htm (Mai 2001)) 2. Brockhaus multimedial 2001. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001.
3. Cohn-Bendit, Daniel: Kurzbiographie.
(http://www.oeko-net.de/oldspeed/dannybio.htm (Mai 2001))
4. Demorgon, Jacques et al.: Für die Entwicklung interkultureller Kompetenz in Europa.
Welche Ausbildungen? Welche Abschlüsse?
(http://www.dfjw.org/paed/texte/ausbild.html (Juni 2001))
5. Flechsig, Dr. Karl-Heinz: Interkulturelle Didaktik. Göttingen: Institut für Interkulturelle
Didaktik, 1999.
(http://www.gwdg.de/~kflechs/iikdiaps1-99.htm (Mai 2001))
6. Fleck, Dirk C.: Kosmopolit und Moderator mit Moral: Ulrich Wickert, Journalist. Berlin:
Morgenpost, 3.3.2001.
7. Fleck, Dirk C.: Nie die Lust aus den Augen verlieren. Berlin: Morgenpost, 3.3.2001.
8. Homepage des „HOPIKOS“
(http://www.uni-hamburg.de/HOPIKOS (Juni 2001))
9. Homepage des Email-Projekts „Interkulturelle Bewusstheit”
(http://www.tu-dresden.de/sulifg/daf/iklerfra.htm (Mai 2001))
10. Homepage von Prof. Dr. Karl-Heinz Flechsig
(http://www.gwdg.de/~kflechs (Mai 2001))
11. JPB Consulting Sarl: Deutsche und Franzosen: Die Beziehungsfalle. Wie deutsche und
französische Manager ihr Potential verschenken.
(http://www.jpb.fr/de/inhalt/kk_bezf_det.htm (Juni 2001))
12. Karasek, Hellmuth; Lebert, Stephan: Ich war Korrespondent der Rasselbande. Berlin:
Tagesspiegel, 18.03.2000.
13. Liebe, Frank; Gilbert, Nadja: Interkulturelle Mediation - eine schwierige Vermittlung.
Eine empirisch-analytische Annäherung zur Bedeutung von kulturellen Unterschieden.
Berlin: Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktberatung, 1996
14. Löffler, Udo; Stolzke, Michael: Raus, weg - anders denken lernen. Bonn: Forum
Bildung, 2000.
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15. Scheffer, Ulrike: Europa dramatisieren. Hamburg: Deutsches Allgemeines
Sonntagsblatt, 34/2000.
16. Schoch, Claudia: Europa als Gegenprojekt zur amerikanischen Weltvision. Zürich:
Neue Zürcher Zeitung, 40/2001.
17. Wickert, Ulrich: Frankreich. Die wunderbare Illusion. Hamburg: Hoffmann und Campe,
1989, S. 371ff.
18. Wiget, Carl J.: Vom „roten Dany“ zum grünen Euro-Politiker. Zürich: Brückenbauer,
34/1999.
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Arbeit zitieren:
Alexander Drechsel, 2001, Interkulturalität und interkulturelle Kommunikation als Aufgabe, München, GRIN Verlag GmbH
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