Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Spiel- und Bewegungsverhalten in Wechselwirkung zum Wohnumfeld. Ein historischer Vergleich zur Vorkriegszeit.

Titel: Spiel- und Bewegungsverhalten in Wechselwirkung zum Wohnumfeld. Ein historischer Vergleich zur Vorkriegszeit.

Examensarbeit , 2002 , 121 Seiten , Note: gut

Autor:in: Tanja Nürnberger (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Einzelkindheit – Medienkindheit – Konsumkindheit“ sind Schlagwörter, die zur Kennzeichnung der heutigen Situation von Kindern häufig benutzt werden. Das Spiel miteinander, in der freien Natur also auf dem Rückzug? „Früher war alles besser“ wird einem häufig von den Großeltern vorgetragen. Doch war dem wirklich so?

Die Beantwortung dieser Frage verlangt zum einen eine interessante, gut recherchierte Reise in die Vergangenheit, zum anderen aber auch eine aktuelle Untersuchung über das tatsächliche Freizeitverhalten von Kindern.

Beide Aspekte miteinander in Verbindung zu setzen ist eine spannende Aufgabe, die ich mir als Thema für meine Examensarbeit gesetzt habe. Des weiteren soll eine Antithese zum Vorurteil „Kinder spielen nicht mehr auf der Straße“ entwickelt werden.

In dieser Arbeit wird zunächst die Geschichte der Kindheit und vor allem die Entwicklung des Spiels aufgearbeitet. Dabei wird auf spezifische Unterschiede durch das Wohnumfeld eingegangen, soweit dies durch vorhandene Quellen möglich ist. Mein Hauptaugenmerk werde ich auf folgende interessante Fragenstellungen richten:

Was wurde gespielt?
Wurde überhaupt gespielt?
Wann (in welchem Alter) wurde gespielt?
Welchen Einfluss hatte der geschichtliche Hintergrund beim Spiel?

Hier ende ich bewusst mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts, da die Nachkriegszeit von meiner Kommilitonin1 in ihrer Examensarbeit behandelt wird.

Anschließend folgt die Auswertung meiner empirischen Untersuchung über das Freizeitverhalten von Kindern in Bezug zu ihrem Wohnumfeld. Es soll herausgefunden werden, ob und wie Kinder in der heutigen Zeit die Straße und die Natur als Spielraum nutzen.

Ich zitiere in Form eines erweiterten Kurzbelegs, der bei Rossig / Prätsch2 nachgelesen werden kann. Eine Kopie der entsprechenden Seiten habe ich dem Anhang beigefügt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHER TEIL

1. Kindheit in der Antike

1.1. Die Griechen

1.2. Die Römer

2. Kindheit im Mittelalter

2.1. Das 13./14. Jahrhundert

2.1.1. Land / Bauernkinder

2.1.2. Stadt

2.1.3. Adel

2.2. Das 15. Jahrhundert

2.3. Die Renaissance, 1450 – 1550

2.4. Das 17. Jahrhundert

3. Kindheit in der Neuzeit

3.1. Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts

3.1.1. Geburt und Kindersterblichkeit

3.1.2. Spiel und Arbeit

a) Land - Bauernkinder

b) Stadt - Stadtkinder

3.2. Zweite Hälfte des 18. Jahrhundert

3.2.1. Wandel des Begriffs ‚Familie’

3.2.2. Erziehung

3.2.3. Kinderliteratur

3.3. Selbstmord von Kindern

4. Kindheit im Industriezeitalter

4.1. Das 19. Jahrhundert

4.1.1. Kinderzimmer

4.1.2. Veränderung der Kindersituation

4.1.3. Kinderspiele in Köln

a) Jungenspiele

b) Mädchenspiele

4.1.4. Spiel auf dem Land

4.1.5. Schule

4.1.6. Vereine

4.1.7. Die Philanthropen

4.2. Das Kaiserreich (1860 – 1914)

4.2.1. Veränderungen im Alltag

4.2.1. Kinderspiele

4.2.2. Verkehrsunfälle

5. Und heute?

III. DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN STUDIE

6. Vorgehensweise

6.1. Die Zielsetzung

6.2. Der zeitliche Ablauf

6.3. Das Erhebungsverfahren

6.4. Die Probanden

6.5. Die Probleme mit dem Fragebogen

6.6. Der Alternativfragebogen

IV. ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN STUDIE

7. Auswertung

7.1. Freizeitbeschäftigungen am Nachmittag

7.1.1. Aufenthaltsort

7.1.2. Freizeitbeschäftigungen im Haus

a) Stadtkinder

b) Landkinder

c) Vergleich Stadt / Land

7.1.3. Freizeitbeschäftigungen im Freien

a) Stadtkinder

b) Landkinder

c) Vergleich Stadt / Land

7.1.4. Sportvereine und weitere Institutionen

7.2. Spielräume

7.2.1. Erreichbarkeit (Einschätzung durch Studenten)

a) Stadtkinder

b) Landkinder

c) Vergleich Stadt / Land

7.2.2. Nutzung der Spielräume

a) Stadtkinder

b) Landkinder

c) Vergleich Stadt/Land

7.2.3. Vergleich zwischen Erreichbarkeit und Nutzung der Spielräume mit Bezug zur Gefährlichkeit des Wohnumfeldes

a) Stadtkinder

b) Landkinder

c) Vergleich Stadt / Land

7.3. Spielvergleich früher – heute

7.3.1. Spiele

7.3.2. Spielzeug

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spiel- und Bewegungsverhalten von Kindern im historischen Vergleich sowie in der Gegenwart. Ziel ist es, das Vorurteil zu hinterfragen, dass Kinder heutzutage kaum noch auf der Straße spielen, und den Einfluss des Wohnumfelds auf die kindliche Freizeitgestaltung zu analysieren.

  • Historische Entwicklung von Kindheit und Spiel von der Antike bis zum 20. Jahrhundert
  • Einfluss des Wohnumfelds (Stadt vs. Land) auf den Aktionsraum von Kindern
  • Empirische Untersuchung des heutigen Freizeitverhaltens bei Zehnjährigen
  • Vergleich von Spielmöglichkeiten und deren tatsächlicher Nutzung
  • Veränderung von Spielzeug und Spielformen über die Jahrhunderte

Auszug aus dem Buch

4.1.3. Kinderspiele in Köln

Im folgenden werde ich auf Kinderspiele in Köln eingehen, das beispielhaft für Großstädte stehen soll.

In Köln wurde um 1810 laut Weyden zu allen Jahreszeiten auf vielen Straßen und Plätzen gespielt. Dabei gab es allerdings eine klare Trennung zwischen Mädchen und Jungen, nur selten spielten diese zusammen.

a) Jungenspiele

Für die Jungen war im Mai der erste Maikäfer ein besonderer Schatz. Weyden schreibt: „Den glücklichen Inhaber beneidete die gesamte Knabennachbarschaft. Was wurde da gehandelt, geschachert (...) Wir Knaben hatten keine Vorstellung von Tierquälerei, steckten wir die armen Käfer zum Herumfliegen an einen Kartenstreifen, der mit einer Nadel auf ein Stöckchen befestigt wurde, machten wir ein sogenanntes „Mühlchen“, oder banden wir einen oder zwei oder mehrere an einen Faden, sie zum Fliegen auffordernd, mit dem Liede:

„Maikäfer flég,

Di Vatter es em Krég,

Die Mutter es en Pommerland,

Pommerland es avjebrannt!“

Die Jungen spielten im Frühjahr vor allem mit ihren „Ömmern“ oder auch Klicker, Knicker, Schüsser, Marmeln oder Schnellkügelchen genannt. „Ein Spiel, das so alt wie die Stadt Köln, denn die Jugend ihrer Gründer, der alten Römer, hatte schon in ihren Straßen, auf ihren Plätzen das „lapillorum ludus“ gespielt.“ Es gab unendlich viele Spiele, die mit den Ömmern ausgetragen wurden. So z.B. „Kletschere“: „Die Kunst bestand darin, den Knicker des anderen zu treffen. Mit welchen neidischen Augen wurden die Inhaber eines oder mehrerer Achatklicker betrachtet?“

Da die Kirche und somit auch die Gläubigkeit noch einen hohen Stellenwert im 19. Jahrhundert innehatte, wurde von den Jungen häufig „Altar“ gespielt. Es wurden Altare gebaut, Messen gelesen, gepredigt und Prozessionen gegangen. Das Gegenstück zu diesem Spiel bildetet das Soldatenspiel.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der heutigen Kindheit ein und stellt das Ziel auf, das Vorurteil über das verschwundene Straßenspiel historisch und empirisch zu prüfen.

II. THEORETISCHER TEIL: Dieses Kapitel arbeitet die Geschichte der Kindheit und die Entwicklung des Spiels chronologisch von der Antike über das Mittelalter bis hin zum Industriezeitalter auf.

III. DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN STUDIE: Hier werden die Zielsetzung, das Erhebungsverfahren mittels Fragebögen und die methodischen Herausforderungen bei der Untersuchung des heutigen Bewegungsverhaltens dargelegt.

IV. ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN STUDIE: Der Abschnitt präsentiert die Auswertung der erhobenen Daten bezüglich Freizeitbeschäftigungen und Spielräumen im Vergleich von Stadt- und Landkindern.

8. Fazit: Die Studie schließt mit der Erkenntnis, dass Kinder nach wie vor im Freien spielen, ihr Verhalten jedoch durch moderne Medieneinflüsse und eine stärkere Verplanung ihrer Zeit gewandelt ist.

Schlüsselwörter

Kindheit, Spielverhalten, Bewegungsverhalten, Wohnumfeld, historische Entwicklung, empirische Studie, Freizeitbeschäftigung, Stadtkinder, Landkinder, Spielraum, Kinderspiele, Sozialisation, Industrialisierung, Straßenspiel, Medienkonsum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spiel- und Bewegungsverhalten von Kindern in Abhängigkeit von ihrem Wohnumfeld, wobei ein Bogen von historischen Epochen bis hin zur heutigen Zeit gespannt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Kindheit, den Einfluss von Stadt- und Landstrukturen auf den Aktionsraum von Kindern sowie die Analyse heutiger Freizeitgewohnheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, das Vorurteil zu entkräften, dass Kinder heutzutage nicht mehr im Freien spielen, und den realen Status quo des kindlichen Bewegungsverhaltens zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine historische Literaturanalyse mit einer eigenen empirischen Untersuchung, bei der Fragebögen von Kindern, Eltern und Studenten ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der die Epochen von der Antike bis zum 19. Jahrhundert beleuchtet, und einen empirischen Teil, der Daten von 41 Kindern auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kindheit, Spielverhalten, Wohnumfeld, historischer Vergleich, empirische Studie, Freizeitbeschäftigung und Sozialisation.

Was sind laut der empirischen Studie die größten Unterschiede zwischen Stadt- und Landkindern?

Die Studie zeigt, dass Landkinder eine größere Vielfalt an Aktivitäten im Freien aufweisen, während Stadtkinder deutlich mehr Zeit vor Medien wie Fernsehern oder Computern verbringen.

Warum spielen laut der Autorin Kinder in der Stadt trotz vorhandener Spielplätze diese nicht immer?

Die Autorin weist darauf hin, dass Gefahren im Straßenverkehr und die Notwendigkeit einer Aufsichtsperson den Zugang zu Spielplätzen für Stadtkinder erschweren können, was dazu führt, dass vorhandene Möglichkeiten teils ungenutzt bleiben.

Ende der Leseprobe aus 121 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spiel- und Bewegungsverhalten in Wechselwirkung zum Wohnumfeld. Ein historischer Vergleich zur Vorkriegszeit.
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln  (Institut für Sportdidaktik)
Note
gut
Autor
Tanja Nürnberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
121
Katalognummer
V10790
ISBN (eBook)
9783638171267
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegungsverhalten Spielverhalten Wohnumfeld Spielräume Kindheit Kind Spiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Nürnberger (Autor:in), 2002, Spiel- und Bewegungsverhalten in Wechselwirkung zum Wohnumfeld. Ein historischer Vergleich zur Vorkriegszeit., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10790
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  121  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum