Inhaltsverzeichnis ii
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ii
Abbildungsverzeichnis. iii
Abk ürzungsverzeichnis iv
1 Einleitung. 1
1.1 Rahmenbedingung und Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Studienarbeit 2
1.3 Aufbau der Studienarbeit 2
2 Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur. 3
2.1 Klassische Systemarchitektur 3
2.2 Neue Systemarchitektur - Zentraler Ansatz. 5
3 Evolution der SCM - Systemarchitektur 7
3.1 Dezentraler Ansatz 7
3.2 Bedenken über den Wettbewerb. 9
3.3 Neue Medien. 10
4 Dezentrale Informationssysteme 11
4.1 Application Service Provider 11
4.2 Vollständiger Betrieb 12
4.3 Teilweiser Betrieb 13
5 Vorhandene Softwarelösungen 15
5.1 SAP APO 15
5.2 AX4 17
6 Zusammenfassung und Ausblick 19
Literaturverzeichnis I
Internetquellen II
Kontaktinformationen III
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Klassische Systemarchitektur in einer Supply Chain.
Abbildung 2: Heutiger Architekturansatz in SC-MProjekten
Abbildung 3: Evolutionsstufe SCM - Systemarchitektur: Dezentraler Ansatz.
Abbildung 4: Evolutionsstufe SCM - Systemarchitektur: Dezentralität
Abbildung 5: Vollständiger Betrieb durch einen Application Service Provider.
Abbildung 6: Flexibles Betriebskonzept eines Application Service Provider
Abkürzungsverzeichnis iv
Abkürzungsverzeichnis
APO Advanced Planner & Optimizer ASP Application Service Provider EDI Electronic Data Interchange ENX European Network Exchange ERP Enterprise Ressource Planning LDL Logistik - Dienstleister OEM Original Equipment Manufacturer PL Party Logistics SAP Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung SC Supply Chain SCM Supply Chain Management
Einleitung 1
1 Einleitung
In der heutigen Zeit wächst der Druck auf die Wirtschaftsunternehmen von Seiten des Wettbewerbs und der Konsumenten stetig. Die Herausforderungen, wie z.B. die Globalisierung und das Leistungsdenken, immer schneller und preisgünstiger zu liefern, stellen hohe Anforderungen an die Logistik. Um als Unternehmen diesen zu entsprechen, ist eine ständige Optimierung der Prozesskette zwischen Zulieferer, Produzent und Händler nötig.
Diese Logistikprozesse werden von einer Vielzahl von Softwaresystemen in den Unternehmen unterstützt. Hier ist nach aktuellen Marktumfragen ein sehr großes Optimierungspotential vorhanden. Somit könnte eine Verbesserung der Abläufe zu erhöhtem Gewinn und einer verbesserten Marktplatzierung des Unternehmens führen.
Viele Unternehmen stellen nun ihre EDV-Systeme auf Standardsoftwaresysteme um, damit sich der komplexe alltägliche Ablauf leichter bewerkstelligen lässt. Der Trend bewegt sich derzeit fort von Insellösungen hin zu vereinheitlichten Systemen, welche die Kommunikation zwischen den einzelnen Parteien vereinfacht und beschleunigt.
So kommen zur aktuellen Zeit auch die neuen Konzepte der dezentralen Informationssysteme ins Gespräch und die Anbieter erweitern ihre Angebote um neue Funktionalitäten.
1.1 Rahmenbedingung und Problemstellung
Um den Informationsfluss zwischen den einzelnen Unternehmen zu verbessern, ist es notwendig, die Übermittlung soweit zu vereinfachen, dass bei einer Veränderung der Anforderungen des OEM die komplette Logistikkette davon in Kenntnis gesetzt wird. Die vorhandenen Lösungen bieten bisher viel Spielraum für menschliche Fehler, da Daten teilweise per Fax oder Telefon übermittelt und danach von einem Sachbearbeiter in das nächste System eingetragen werden. Auf dem Markt entstehen immer neue Lösungen, bei welchen dieser Vorgang teilweise oder komplett automatisiert abläuft. Die seit langem vorhandene Möglichkeit der EDI ist noch längst kein Standard in allen Logistikunternehmen. Um die vorhandenen Fehlerquellen auszuschließen und den Informationsfluss automatisiert und ohne zeitliche Verzögerung ablaufen zu lassen, entstehen neue Lösungen, welche unter den Begriff Dezentrale Informationssysteme fal-
Einleitung 2
len. Durch solche Softwaresysteme ist eine Planung entlang der kompletten Sypply Chain möglich, wodurch ein großes Optimierungspotential genutzt werden kann.
1.2 Zielsetzung der Studienarbeit
Ziel der vorliegenden Studienarbeit ist die Beschreibung der Vorhandenen Systemarchitektur und die kritische Darstellung der vorhandenen Varianten aus dem Blickwinkel der Studienlehre. Es geht darum die existierenden Konzepte zu erklären, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungspotential offen zu legen. Als Basis hierfür dient die einschlägige Fachliteratur, wie auch persönliche Gespräche der Autoren mit Softwareunternehmen.
1.3 Aufbau der Studienarbeit
Die Arbeit ist in 6 Kapitel untergliedert.
In Kapitel 1 wird die Ausgangssituation mit Hinblick auf die Rahmenbedingungen und Problemstellung der Arbeit erläutert. Es wird das Ziel und die Vorgehensweise festgelegt.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem aktuellen Entwicklungsstand der Supply Chain Management Systemarchitektur, beschreibt hier die verschiedenen Varianten und zeigt Verbesserungspotential auf.
Kapitel 3 zeigt die Evolution der Softwaresysteme mit Hinblick auf den Wettbewerb und die neuen Medien. Auch wird der dezentrale Ansatz angesprochen. In Kapitel 4 wird näher auf die Dezentralen Informationssysteme eingegangen. Die Autoren erklären hier die verschiedenen Möglichkeiten der Unternehmen zum Einsatz einer Software unter Berücksichtigung eines Application Service Providers.
Kernpunkt des fünften Kapitels ist die Beschreibung von zwei auf dem Markt vorhandenen dezentralen Softwarelösungen.
In Kapitel 6 fassen die Autoren die vorliegende Arbeit abschließend zusammen und geben einen Ausblick auf die weitere Entwicklung.
Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur 3
2 Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur
In der Industrie rückt das Supply Chain Management immer mehr in den Vor-dergrund. Es sollen dadurch alle Aktivitäten, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Verkauf eines Produktes, an den Endkunden koordiniert werden. Zusätzlich wird gefordert, dass dies durch das SCM in einen nahtlosen Prozess integriert wird, wobei einzelne Abteilungen in einem Unternehmen ebenso eingeschlossen werden, wie externe Partner (z.B. Zulieferer, Logistikunternehmen etc.). 1
Das primäre Ziel ist es, die zur unternehmensübergreifende Planung und Steuerung benötigten Informationen bereitzustellen und zu verarbeiten. Dazu müssen allerdings auch die Unternehmen ihre Prozesse anpassen, um eine reibungslose Umsetzung der Informationen zu ermöglichen. Dafür wiederum müssen die Softwarehersteller geeignete Systeme und Systemarchitekturen entwickeln. Somit ruht das SCM im Wesentlichen auf den folgenden 3 Säulen:
Die bisherigen Entwicklungen zeigten jedoch Schwachstellen auf, welche im Folgenden durch die Skizzierung der Architekturen deutlich gemacht werden sollen. Auch die jeweiligen Lösungsansätze werden vorgestellt. Es wird auch aufgezeigt, dass sich im Rahmen des Betreibens und des Administrierens von SCM-Systemen neue Aufgabenfelder für Logistikdienstleister ergeben.
2.1 Klassische Systemarchitektur
Seit 1970 entwickelte sich durch die zunehmende Informatisierung von den Unternehmen und ihrer Umwelt das SCM als unternehmensübergreifende informa-torische Vernetzung. Die bestmögliche Informationsverfügbarkeit stellte schon früh hohe Anforderungen an die unterstützenden IT-Systeme. Bei deren Entwicklung setzte man auf bereits bestehende IT-Landschaften (siehe folgende Abbildung).
1 Vgl. Prof. Wilhelm Dangelmeier (2000): Marktstudie: Standardsoftware für Supply Chain Ma-
nagement, Hrsg. Winfried Felser, Paderborn, S.3 ff.
Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur 4
Abbildung 1: Klassische Systemarchitektur in einer Supply Chain
In dieser Supply Chain sind verschieden Enterprise-Ressource-Planning-Systeme aus Standardsoftwarelösungen, sowie Eigenentwicklungen bis hin zur Tabellenkalkulation vorhanden, mit welchen die unternehmensinterne Planung durchgeführt wird. Die Systeme der Logistikdienstleister (LDL) beinhalten wiederum andere Applikationen wie die Systeme der produzierenden Unternehmen. Zwischen den Systemen bestehen jeweils (teilweise sogar individuelle) EDI (Electronic Data Interchange) Anbindungen. Weitere Informationen werden per Fax oder Telefon entlang der Supply Chain weitergegeben. Die beschriebene SCM-Lösung bringt allerdings einige Probleme mit sich: N Differierende Systemfunktionalitäten N Differierende Kommunikationsinfrastruktur und -wege N Medienbrüche durch systemspezifische Verwendungen von EDI, Fax oder Telefon
N Fehlende Standards für Inhalte der Datenkommunikation N Systeminkompatibilität N Dauer der Rechenläufe durch Batchbetrieb
N Fehlende Systemintegration und -verknüpfung über die gesamte Supply Chain
N Fehlende Durchgängigkeit der Planung
Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur 5
2.2 Neue Systemarchitektur - Zentraler Ansatz
Um die Probleme der bisherigen Architektur zu lösen, stand die Softwareindustrie vor folgender Herausforderung:
SCM-Systeme werden nicht die bisherigen ERP Systeme ablösen, sondern sollen lediglich Funktionen der unternehmensübergreifenden Steuerung bieten. Somit wird ein Lösungsansatz gesucht, der auf die momentane Systemumgebung angepasst ist.
In Projekten wurde zum Nachweis der neuen Funktionalität der Systeme und Prozesse Pilotinstallationen durchgeführt, die allerdings bis heute diesen Status aufgrund vielfältiger Hindernisse nicht verlassen haben. Das wesentliche Merkmal der Architektur von dieser neuen SCM-Evolutionsstufe ist der zentrale Ansatz (siehe Abbildung 2).
Abbildung 2: Heutiger Architekturansatz in SCM-Projekten
Allerdings werden einige Probleme von diesem dargestellten Szenario schon mit dem ersten Blick deutlich. Die Integration aller Glieder der Supply Chain kann nur bei dem Hersteller des Endproduktes (OEM - Original Equipement Manufacturer) und dem Lieferanten der ersten Lieferstufe verwirklicht werden. Denn meistens sind nur diese beiden Instanzen in der Lage, mit ihrer Hard- und Softwareausstattung eine Einbindung in SCM-Systeme möglich zu machen. Auch die anfallenden Kosten, welche zwar mit einem Cost Benefit Sharing aufgeteilt werden könnten, sind für die in der Regel mittelständischen 2 nd tier Lieferanten und Logistikdienstleister nicht tragbar. Der wesentliche Grund hierfür ist der fehlende Entwicklungstand ihrer Systemlandschaft. Es ist eine weitere Her-
Entwicklungsstand der SCM - Systemarchitektur 6
ausforderung der Softwareunternehmen, SCM auch für kleine, bzw. mittelständige Unternehmen zugänglich zu machen.
Ein weiters Problem ist die Inkompatibilität der bisher entwickelten SCM-Tools. Da die verschiedenen Lieferanten und Logistikdienstleister mehrere Kunden haben und somit in mehrere Supply Chains eingebunden sind, werden sie wohl mit einigen Softwarelösungen verschiedener Anbieter konfrontiert. Die Disponenten eines Unternehmens müssen mit mehr als einem System arbeiten und diese auch alle beherrschen können. Das n-Monitor-Problem stellt bei dem zentralen Ansatz die größte Akzeptanzbarriere auf Seiten der Anwender dar. Zusammenfassend weist der zentrale Ansatz folgende nicht, bzw. unbefriedigend gelöste Schwierigkeiten auf: N Datenredundanz in den verschiedenen Systemen N Aufwand für Pflege und Aktualisierung der benötigten Daten N Vergabe der Datenhoheit und damit verbundene Datenverantwortung N Sicherheitsbedenken der beteiligten Unternehmen bei der Integration ihrer ERP-Systeme in das SCM-Tool
Die Probleme des zentralen Ansatzes fordern weiteren Handlungsbedarf. Da dieser Ansatz nicht über Pilotinstallationen hinaus gekommen ist, muss um eine weitere Verbreitung des SCM zu erreichen, die Systemarchitektur weiterentwi- ckelt werden.
Evolution der SCM - Systemarchitektur 7
3 Evolution der SCM - Systemarchitektur
Wie in Kapitel 2 angesprochen bieten die heutigen IT Lösungen bereits fortschrittliche Technologien. So können bereits einige Anbieter eine dezentrale Lösung einer SCM Software, die unter der Hoheit von einzelnen Partnern betrieben werden kann.
Klar ist, dass eine Evolution stattfindet und auf stattfinden muss. Zur momentanen Zeit sehen jedoch viele Anbieter als dezentrale Lösung nur die Implementierung eine Online-Shops, was in den wenigsten Fällen dem entspricht, was die Unternehmen sich erhoffen.
„ERP II ante portas“ 2 titelt ein Fachmagazin den Artikel, in welchem über die Veränderung der Systeme berichtet wird. So erfordert die Umstellung der vor-handenen Systeme ein Lösungsdenken entlang der kompletten Wertschöpfungskette und nicht das konservative Handeln eines Geschäftsführers, dessen Denkweise am Werktor beendet ist. So richten die Entscheider in den Unternehmen ihren Focus immer mehr auf die Betriebskosten eines Systems, also jene Investitionen, welche in einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren auf sie zukommen, und nicht mehr nur auf die Anschaffungs- und Wartungskosten. So erhoffen sich die Kunden von neuartigen Softwarelösungen eine signifikante Reduzierung der Prozesskosten und erhoffen eine Erhöhung der Flexibilität der Organisation.
Für den Evaluierungsprozess ist es für einen Kunden notwendig die Konzeption und den technischen Aufbau der präferierten Lösungen genau zu überprüfen.
3.1 Dezentraler Ansatz
Als dezentraler Ansatz der heutigen Systeme ist die Entwicklung eines Monitoring- und Kommunikationstools zu nennen. Durch diese Neuerung können alle Teilnehmer der Supply Chain auf unternehmensübergreifend relevante Daten zugreifen und die Prozesse überwachen.
2 Vgl. „ERP II ante portas“, Oxygon, 10. Jahrgang, 3/2006, S. 16-20
Evolution der SCM - Systemarchitektur 8
Abbildung 3: Evolutionsstufe SCM - Systemarchitektur: Dezentraler Ansatz
Diese Tools werden von einem Partner der Supply Chain Installiert und Gewartet, jedoch ist die Funktionalität nur beschränkt und es können keine Umfangreichen Abläufe überwacht werden. So reduziert sich die Abwendung zum Beispiel auf das erkennen von möglichen Engpässen und umfasst nicht die komplette Bedarfsentwicklung.
Weiterhin sind diese Programme über eine Schnittstelle mit den gängigen ERP oder Inhouse Systemen verbunden und die Datenaktualität kann auf Grund von Zeitversetzten Batchläufen nicht gewährleistet werden. So können zwar auch kleinere und mittelständige Firmen auf eine weitere Zahl an wichtigen Daten zugreifen, der Optimalzustand ist jedoch noch nicht erreicht und so kommt man zu der Erkenntnis, dass eine neue Evolutionsstufe notwendig ist.
Diese Weiterentwicklung beinhaltet jedoch noch eine zu visionäre Denkweise und die erfolgreich umgesetzte Agententheorie der Informatik. Diese Architektur würde dazu führen, dass sämtliche Daten bei Bedarf in der Supply Chain ange- fordert werden, da eine redundante Datenhaltung zu komplex wäre.
Evolution der SCM - Systemarchitektur 9
Abbildung 4: Evolutionsstufe SCM - Systemarchitektur: Dezentralität
So ist zu erkennen, dass sich die zukünftigen SCM-Systeme wohl noch in den Entwicklungsstadien befinden und eine Marktreife und -einführung noch nicht kommuniziert worden ist.
3.2 Bedenken über den Wettbewerb
Als Vorteil dieser Veränderung ist zu nennen, dass heute durch ein eingesetztes Monitoring- und Kommunikationstool die SCM Software verschiedener Anbieter angebunden werden kann. Geht man die Evolution einen Schritt weiter und beschäftigt sich, wie in Kapitel 4 besprochen werden wird, mit einer alles umfassenden dezentralen SCM Software, so ist zu erkennen, dass pro Supply Chain nur eine bestimmte Lösung zu Einsatz kommen kann. Dies birgt Kritikpunkte. Zum einen ist ein Anbieter, so bald er einen großen Kunden gewonnen hat, alleiniger Softwarehersteller in dessen Supply Chain und er kann sein Produkt an alle Partner verkaufen. Dieser Zustand ist für einen Zulieferer dieser Wertschöpfungskette, welche auch für andere Unternehmen tätig ist, als Nachteil zu erachten, da er pro Mitgliedschaft in einer Supply Chain im schwierigsten Fall eine eigenes Software benötigt, was mit umfangreichen Kosten verbunden ist. Als weiter Punkt ist zu nennen, dass sich der Wettbewerb auf dem Markt der Softwarehäuser verändern wird. Hat sich ein Unternehmen für eine bestimmte Lösung entschieden, ist der Wechsel auf ein anderes Produkt mit Investitionen und hohen Wartungsaufwand verbunden. Dies geht natürlich zu Lasten der Flexibilität und macht die Entscheidung einer Firma, welches Produkt in Frage kommt und ob überhaupt eine Umstellung stattfindet sehr schwierig.
Evolution der SCM - Systemarchitektur 10
Auch ist die Frage einer Kostenverteilung zu stellen. Da die Software von einem Partner betrieben wird und der genaue Nutzen nicht auf die einzelnen Glieder aufgeschlüsselt werden kann, ist eine präzise Aufteilung schwer möglich und erweckt sicherlich Diskussionen innerhalb der Kette. Auf Grund der vorhandenen Vielzahl an Anbietern erwarten sich Branchenkenner in nächster Zeit eine Polarisierung und Konsolidierung auf dem Markt.
3.3 Neue Medien
Durch die technischen Veränderungen und Neuerungen in den letzten 10 Jahren bilden sich immer neue Möglichkeiten zur Optimierung von vorhandenen Abläufen.
So entstand zum Beispiel im Jahr 2000 das ENX. Hierbei handelt es sich um einen Verein nach französischem Recht mit Sitz in Frankfurt/Main und Paris als Zusammenschluss von Herstellern, Lieferanten und Verbänden der europäischen Automobilindustrie. Zweck dieser Vereinigung ist der Betrieb eines europäischen Kommunikationsnetzwerks für die Automobilindustrie. Allen Partnern wird mit ENX die Möglichkeit geboten, unternehmens- und länderübergreifend einheitlich zu kommunizieren. 3
Jedoch sind hier auch die Vorteile des Internet zu nennen. Auf dieser Plattform können Unternehmen schnell und einfach kommunizieren, wie die Innovation E-Mail bereits täglich beweist. So ist auch die entwickelte Programmiersprache XML zu nennen, welche den Austausch von Daten standardisiert hat und im Vormarsch ist. 4 Es existieren heute jedoch bereits auch weitere Technologien wie Java oder .NET, die sich bisher nur zum Teil am Markt durchgesetzt haben. Die Nutzung dieser Technologien wirkt positiv auf den Total-Cost-of-Ownership von Software Systemen und damit auf den Return-of-Investment von IT-Konzepten.
So erleichtern Web-konforme Entwicklungen die Einbettung eines parteiübergreifenden Supply Chain Managements in die komplexen Firmenprozesse. 5
3 Vgl. http://www.enxo.com
4 Vgl. Reindl, Oberniedermaier (2002): „eLogistics“, Addison-Wesley, S.205f
5 Vgl. „Anbieterübersicht ARP“, e-commerce Magazin, 03/06, S.13-17
Dezentrale Informationssysteme 11
4 Dezentrale Informationssysteme
Wie in Kapitel 3 bereits beschrieben, hat im Bereich der Informationssysteme in der Supply Chain eine Evolution in Richtung der Dezentralität stattgefunden. Wird ein dezentrales System in einer Supply Chain eingeführt, sind zu erst der Ort des Betriebs und die mögliche Verrechnung der Nutzungsanteile zwischen den Parteien zu klären. Auf Grund fehlender Modelle zum Cost Benefit Sharing kann der zweite Gesichtspunkt nur schwierig geklärt werden. Diese Situation hat zur Folge, dass ein großflächiger Einsatz solcher Systeme behindert wird. Die Veränderung welche eine Umstellung begleiten würde, legen weiterhin auch Verbesserungsmöglichkeiten der einzelnen Geschäftmodelle offen, was zu einer kompletten Umstrukturierung der Firmen führen könnte. Werden diese Hürden jedoch bewältigt und eine komplette Versorgungskette auf ein neues Informationssystem umgestellt, ist auch für kleine und Mittelständige Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen eines DV-Systems finanziell realisierbar.
4.1 Application Service Provider
Als Bestandteil von dezentralen Informationssystemen spielt der Application Service Provider eine wesentliche Rolle. Ein ASP ist ein Unternehmen dessen Kernkompetenz im Hosting und der Wartung von Softwareanwendungen liegt. Er verfügt im Normalfall über ein eigenes Rechenzentrum und die entsprechende Infrastruktur zur Anbindung von Servern an das Internet. Da der ASP über entsprechende Kontakte zu Server Herstellern verfügt und sein Augenmerk auf die Wartung von Systemen legt, sollte die Behebung eines hardwarebedingten Ausfalles kein Problem darstellen, was seine Kunden vor kostspieligen Ausfällen schützt. Als weitere Kompetenz ist die Anbindung von externen Systemen zu nennen. So kann er seine Kunden unterstützen und die Implementierung vereinfachen.
Die Abrechnung ist im Bereich des Hosting in fixe, transaktions- oder volumenabhängige Tarife zu unterscheiden. Ein ASP verfügt über die Möglichkeit einer genauen Erfassung der nachgefragten Leistungen und kann diese bei den einzelnen Parteien abrechnen. Diese Leistungsgenaue Abrechnung kommt durch die geringere Ressourcenbelastung gerade auch den kleineren Firmen entgegen. Auch die Bereitstellung von Hardware, z.B. während des Pilotstadiums, kann komplett übernommen werden und entlastet die involvierten Unterneh-
Dezentrale Informationssysteme 12
men. So beschränkt sich auch der Wartungsaufwand wie zum Beispiel bei einem Releasewechsel allein auf die Systeme des ASP. Bei den Betriebskonzepten muss zwischen 2 Varianten unterschieden werden.
4.2 Vollständiger Betrieb
Wählt der Kunde den vollständigen Betrieb seiner Systeme durch den ASP, wird diesem die komplette Datenhoheit zugesprochen. Dies ist gerade bei einer Supply Chain, welche möglichst schnell kommunizieren muss sehr von Vorteil. Der Zugriff auf die SCM Software erfolgt per Terminal Verbindung über das Internet direkt auf dem Server des ASP. Bei dieser Variante verfügt jedes Unternehmen über sein eigenes ERP oder LDL-Inhouse System, welches per Schnittstelle mit dem zentralen System verbunden ist. Kommt es nun zu einer Änderung von Seiten des OEM, kann in relativ kurzer Zeit alle Parteien der Supply Chain darüber informiert werden, ohne erst die komplette logische Reihenfolge zu absolvieren. So verfügt jedes Unternehmen über die gleichen Bedarfsdaten und kann genauer planen.
Abbildung 5: Vollständiger Betrieb durch einen Application Service Provider
Der dezentrale Betrieb ermöglicht zudem eine transparente und neutrale Steuerung und Verwaltung der Supply Chain. So ist die Logistikkette nicht mehr von den Daten ihres logischen Nachfolgers abhängig und kann entsprechend schneller auf Bedarfsveränderungen reagieren.
Dezentrale Informationssysteme 13
Durch den zentralen Betrieb ist es weiterhin möglich die Funktionalität einer SCM Software zu nutzen, ohne die meist damit verbundenen ERP Module zu erwerben. Diese sind für Logistikdienstleister meist nicht von Belang, müssen aber in anderen Fällen wegen der entsprechenden Zugehörigkeit mitgekauft werden.
Durch die Dezentralisierung steigt die Notwendigkeit einer ausfallfreien Internetverbindung enorm an. Wie in Abbildung 5 zu erkennen, wird der komplette Datenverkehr über Web-Anbindungen abgewickelt. Sollte eine dieser Leitungen durch Anbieterbedinge ausfälle nicht verfügbar sein, ist dieser ASP Kunde von System abgeschnitten. Vorteil hierbei ist, dass die restlichen Parteien dieser Supply Chain hierdurch nicht betroffen sind und ohne Probleme mit dem System weiterarbeiten können.
4.3 Teilweiser Betrieb
Abbildung 6: Flexibles Betriebskonzept eines Application Service Provider
Wie in Abbildung 6 zu erkennen ist, unterscheidet sich der teilweise Betrieb durch die partielle Verlagerung von SCM Modulen in die Systemlandschaft der einzelnen Parteien von dem vollständigen Betrieb. Sind in einem Unternehmen das entsprechende Fachwissen und die notwendigen Ressourcen zum eigenen Betrieb einer SCM Software vorhanden, oder widerspricht das Outsourcing der Unternehmensstrategie, so kann der ASP auf die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden eingehen. So können große Firmen
Dezentrale Informationssysteme 14
ihre Software von der eigenen Fachabteilung betreuen lassen, kleine und mittelständige Firmen jedoch weiterhin die Vorteile eines dezentralen Betriebs nut- zen.
Vorhandene Softwarelösungen 15
5 Vorhandene Softwarelösungen
Im folgenden Kapitel möchten die Autoren an zwei Beispielen die Funktionalität von Supply Chain übergreifenden Planungsprogrammen aufzeigen. Bei der Auswahl wurde sich anhand des momentanen Marktanteils auf das eher zentrale SAP APO und das dezentrale System AX4 festgelegt.
5.1 SAP APO
Der Advanced Planner and Optimizer stammt aus dem Hause der SAP AG. Dieses deutsche Unternehmen mit Sitz in Walldorf ist der drittgrößte, unabhängige Softwarelieferant weltweit. Vor 34 Jahren wurde SAP, der Name steht für Systeme, Anwendungen und Produkte der Datenverarbeitung, von 5 IBM-Mitarbeitern gegründet. Inzwischen erwirtschafteten 32.205 Mitarbeiter einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2005. SAP hat durch seine Softwareprodukte, die inzwischen in 120 Ländern von mehr als 12 Millionen Endanwendern genutzt werden, eine sehr große Erfahrung in der Integration von Geschäftsprozessen, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Kostenoptimierung durch niedrigere Systemgesamtkosten. Das SAP Produkt Advanced Planner and Optimizer ist eine neue Generation einer Planungs- und Optimierungssoftware zur Synchronisation und Integration von Unternehmensprozessen der Logistikkette. Das APO System besteht aus den Systemkomponenten Applikation, Optimierer, Datenbank und liveCache. Die Komponente Applikation besteht aus der Verfügbarkeitsprüfung und den folgenden Planungsfunktionen: N Supply Chain Cockpit
Eine grafische Oberfläche zum Modellieren, Darstellen, und Steuern der Logistikkette N Collaborative Planning
Datenaustausch und Planungsdurchführung mit Kunden und Lieferanten über ein Internet-Portal N Deployment
Optimale Verteilung eines verfügbaren Angebots an Bedarfsverursacher wie zum Beispiel Distributionszentren
Vorhandene Softwarelösungen 16
N Globale Verfügbarkeitsprüfung (ATP)
Mehrstufige, regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung mit Lokationsfindung, Materialsubstitution und Kapazitätsprüfung N Supply Network Planning (SNP)
Planungsmethode zum Erstellen taktischer Pläne und Bestellentscheidungen, die das gesamte Logistiknetz berücksichtigt N Absatzplanung (DP)
Erstellung der Bedarfsvorhersage mittels umfangreicher Prognoseverfahren und Bedarfsplanungsfunktionen N Produktionsplanung/Feinplanung (PP/DS) Erstellung optimaler Produktionspläne mit Ressourcenzuordnung und Durchführung einer Reihenfolgeplanung
Ein Teil der Daten von den oben genannten Komponenten wird in der Systemkomponente Datenbank gespeichert, ein anderer Teil aber im so genannten liveCache. Auf diese Speicherform kann viel schneller zugegriffen werden, da die Daten im Hauptspeicher gehalten werden. So kann teilweise das zeitintensive Schreiben und Lesen von Daten aus der Datenbank umgangen werden. Die Komponente liveCache administriert zudem, welche Daten und Prozesse im Hauptspeicher abgelegt werden. Um den Datenzugriff noch weiter zu beschleunigen, werden die Daten im Hauptspeicher in objektorientierter Form abgelegt. Nur mit dieser neuen liveCache-Technologie ist es möglich, die komplexen Planungsprobleme in „Realtime“ zu lösen.
Die Optimierungsalgorithmen werden in einer eigenen Systemkomponente gebündelt und die zu optimierenden Pläne erhält diese aus dem liveCache. Das APO System kann als Stand-alone-System genutzt, mit Nicht-SAP Systemen oder SAP R/3 gekoppelt werden. Mit dem APO Core Interface (CIF) liefert SAP eine Schnittstellenlösung, die es erlaubt die Anwendungen von SAP R/3 und SAP APO zu integrieren.
Wie auch das R/3 System, ist das APO System, welches ein separates System ist, basierend auf der Client/Server-Architektur mit einem Präsentationsserver, Applikationsserver und Datenbankserver ausgestattet. Hinzu kommen aber bei diesem System noch der Optimierungsserver und der liveCache. 6
6 Vgl. Bartsch, Teufel (2000): Supply Chain Management mit SAP APO“, Galileo Press, S.41ff.
und S.104ff.
Vorhandene Softwarelösungen 17
5.2 AX4
AXIT wurde 1999 gegründet und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter an den Stand-orten Frankenthal/Pfalz und Breslau. Derzeit nutzen ca. 4.000 Anwender in über 10 Ländern die Logistikplattform AX4. Das Technologie- und Entwicklungszentrum in Breslau arbeitet bei Entwicklung von AX4 eng mit der Technischen Universität Breslau zusammen, einer der führenden Universitäten für den Bereich Informatik in Europa. Zahlreiche Auszeichnungen zeigen zudem den hohen Innovationsgrad der Logistikplattform AX4. AXIT standardisiert die Kommunikation zwischen allen Partnern der Logistikkette. AX4 wird im Hochsicherheits-Rechenzentrum in Frankfurt am Main betrieben, so dass alle Leistungen und Services ohne Softwareinstallation und Hardwareinvestition durch die beteiligten Unternehmen genutzt werden können. Damit bietet AXIT Software und Betrieb für alle Aspekte der operativen Steuerung von Logistikprozessen aus einer Hand. Namhafte internationale Unternehmen wie BASF, Schmitz Cargobull, Gerry Weber sowie 80% der europäischen Top 20 Speditionsunternehmen nutzen AX4 zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse in der Logistik.
AXIT entwickelt und betreibt dazu die Logistikplattform AX4. Mit AX4 stellt das Unternehmen seinen Kunden eine neutrale und flexible Plattform zur Steuerung, Optimierung und Kontrolle der Geschäftsprozesse in der Logistik zur Verfügung. AX4 bietet gleichermaßen Vorteile für Verlader, Logistikdienstleister und Transportunternehmen. AX4 integriert die Prozesse aller Beteiligten und ermöglicht so Unternehmen weltweit Logistikdaten austauschen und Anwendungen zur Auftragsabwicklung zu nutzen.
Zudem betreibt AXIT mit www.myLogistics.net eines der führenden Informati-onsportale für die Logistikbranche. Das Portal verzeichnet über 280.000 Pageviews. Den täglichen Newsletter erhalten knapp 8.000 Entscheider der Logistik- branche.
Vorhandene Softwarelösungen 18
Die AX4 Module im Überblick
N AX4 supply - Transparentes Bestellmanagement Durchgängiger Datenaustausch zwischen Bestellern und Lieferanten. Übermittlung von Bestelldaten, Bestellbestätigungen und Lieferscheine. Stammdatenverwaltung und Vendor Managed Inventory (Konsignationslager-Abwicklung)
N AX4 order - Reibungsloses Sendungsmanagement
Komplette und einheitliche Steuerung der Prozesse zum kostengünstigen Austausch von Sendungsdaten für Verlader, Logistikdienstleiter und Partnerspediteure. Flexible Anbindungsmöglichkeiten für jeden Beteiligten. Dokumentendruck und Barcodes via Internet.
N AX4 track - Lückenlose Sendungsverfolgung
Durchgehende Überwachung von Sendungsverläufen über ein internetbasiertes Trackingsystem. Gezielte Einbindung von Subunternehmern und Fahrzeugen per GSM-Tracking (Mobiltelefon) oder über andere Endgeräte. Tracking mehrstufiger, internationaler Supply Chains, Ablieferbelegarchivierung.
N AX4 scem - Gezielte Überwachung von Logistikketten Proaktive Benachrichtigungen bei Abweichungen zum Normalverlauf für eine zeitnahe Reaktion, statt aufwändiger nachträglicher Fehlersuche. Permanente Kontrolle von Soll- und Ist-Daten von der Bestellung bis zur Zustellung auf Basis individuell einstellbarer Regeln.
N AX4 report - Statistik per Knopfdruck
Aussagekräftige statistische Auswertungen zur Steuerung und Optimierung logistischer Prozesse. Berichte und Auswertungen u.a. zu Sendungsvolumen, Relationen oder zur Servicequalität. Graphische Präsentation der Ergebnisse und Exportfunktionen. 7
7 Vgl. Informationsmaterial AXIT, Stand 26.04.2006
Zusammenfassung und Ausblick 19
6 Zusammenfassung und Ausblick
Inzwischen zählt das Supply Chain Management zu den zentralen strategischen Funktionen eines Unternehmens. Dies resultiert daraus, dass schon heute in vielen Branchen, von der Biotechnologie bis hin zu Automobilindustrie, der Zukaufsanteil bei 80 Prozent liegt. So gehen immer mehr moderne Firmen dazu über, ihren Einkauf und die Disposition in unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten zu organisieren. Experten gehen sogar soweit, die These zu verbreiten, dass zukünftig nicht nur die Produkte über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden, sondern die Organisation der Supply Chain zunehmend dazu beiträgt.
Abbildung 7: Zukunft des SCM - Systemunterstützung im Einkauf 8
Somit bleibt festzuhalten, dass das SCM zu den bedeutendsten Herausforderungen eines Unternehmen gehören.
Die Bundesvereinigung für Logistik hat 2005 in einer Umfrage erfasst, wie Unternehmen zukünftig auf die unternehmensübergreifende Systemunterstützung setzen wollen. Wie in Abbildung 7 zu sehen will man beispielsweise im Bereich des Einkaufs verstärkt auf ein systemgestütztes Lieferanten- und Wertschöp-
8 Quelle:Bundesvereinigung Logistik (2005), Trends und Strategien in der Logistik: Ein Blick auf
die Agenda des Logistik-Managements 2010,Hamburg 2005, S.16
Zusammenfassung und Ausblick 20
fungsmanagement setzten. Dies sind Argumente, welche die Forderung nach neuen Technologien, wie das dezentrale SCM, nur unterstreichen. Auch in der folgenden Abbildung wird deutlich, dass die heutige Industrie eine Vernetzung entlang der Supply Chain fordert.
Abbildung 8: Zukunft des SCM -Unternehmensübergreifendes Bedarfs-/Kapazitätsmanagement 9
Immer mehr Informationen sollen zwischen den einzelnen Gliedern ausgetauscht werden, um die Logistikkette immer weiter zu optimieren. Da schon jetzt immer mehr große produzierende Unternehmen und Logistikunternehmen auf ein SCM setzen, siehe Kapitel 5.2, muss zwangläufig auch die Softwareindustrie darauf reagieren.
Somit kann den dezentralen SCM-Systemen ein großes Potential prognostiziert werden. Sie machen es möglich, dass alle Glieder einer Supply Chain auf ein System zugreifen können, wobei davon große als auch kleine Unternehmen eingeschlossen sind.
In nächster Zeit kann also mit vielen Weiterentwicklungen auf dem Softwaremarkt gerechnet werden. Die Systemhäuser müssen auf diese Veränderung reagieren um nicht aus dem Markt gedrängt zu werden. So ist jedoch aber auch mit einer Sondierung und Reduktion der Anbieter zu rechnen, welche sich nicht angepasst haben.
9 Quelle: Bundesvereinigung Logistik (2005), Trends und Strategien in der Logistik: Ein Blick auf
die Agenda des Logistik-Managements 2010,Hamburg 2005, S.95
Zusammenfassung und Ausblick 21
Wie auch bereits unter Punkt 3.2 angesprochen wurde, wirft diese Veränderung zugleich einige Bedenken auf. Finden die Anbietet keine Gemeinsam Lösung einer Schnittstelle, kann dies dazu führen, dass sich nicht nur ein Unternehmen, sondern die komplette Supply Chain für eine bestimmte Lösungen entscheiden muss. Dies führt zum einen zu einem erschwerten Entscheidungsprozess, da sich erst eine große Anzahl an Entscheidern in den Unternehmen einig sein müsse, zum anderen auch eine Software gefunden werden muss, welche den speziellen Anforderungen aller Benutzer entspricht. Die kommende Zeit wird man sicherlich einige der gestellten Fragen beantworten können. So ist es interessant zu sehen, wie die Unternehmen und Softwarehäuser den gegebenen Problemstellungen entgegentreten und die lösen werden.
Literaturverzeichnis I
Literaturverzeichnis
Bartsch, H., Teufel, T. (2000): Supply Chain Management mit SAP APO: Supply-Chain-Modelle mit dem Advanced Planner and Optimizer, Galileo Press, Bonn (ISBN 3-934358-17-9)
Baumgarten, H., Stommel, H. (2004): Supply Chain Steuerung und Services, Springer Verlag, Berlin (ISBN 3-540443-08-8)
Reindl, M., Oberniedermaier, G. (2002): eLogistics. Logistiksysteme undprozesse im Internetzeitalter, Addison-Wesley, (ISBN 3-827319-27-7) AXIT (2004): Informationsmaterial e-commerce Magazin (2006): „Anbieterübersicht ARP“, 03/06 Oxygon (2006): „ERP II ante portas“, 10. Jahrgang, 3/2006 Dangelmeier, Prof. W. (2000): Marktstudie: Standardsoftware für Supply Chain Management, Hrsg. Winfried Felser, Paderborn (3-931466-92-2) Bundesvereinigung Logistik (2005): Trends und Strategien in der Logistik: Ein Blick auf die Agenda des Logistik-Managements 2010,Hamburg
Internetquellen II
Internetquellen
European Network Exchange, online unter: http://www.enxo.com/lang/de/, Stand 30.04.2006
AXIT - connection logistics, online unter: http://www.axit.de/, Stand 30.04.3006
Kontaktinformationen III
Kontaktinformationen
Die Studie wurde im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Informationssysteme in der Logistik“ der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken durchgeführt. Für dieses Projekt sind folgende Personen verantwortlich:
Projektmitglieder:
Daniel Hellriegel Achim von Bodisco
E-Mail: Hellriegel@business-information.org
URL: http://www.business-information.org
Betreuende Professorin:
Prof. Dr. Ruth Bartels Fachhochschule Kaiserslautern Standort Zweibrücken Fachbereich Betriebswirtschaft Gebäude H, Zimmer 445 Amerikastraße 1 66482 Zweibrücken
Telefon: +49 (0) 6332 / 914 221
Fax: +49 (0) 6332 / 914 205 E-Mail: bartels@bw.fh-kl.de
Arbeit zitieren:
Daniel Hellriegel, 2006, Dezentrale Informationssysteme im Supply Network, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Balanced Scorecard als Grundlage eines kennzahlenbasierten Perform...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Studienarbeit, 29 Seiten
Prozessmanagement von der Unternehmensstrategie bis zur IT-Infrastrukt...
Vergleich aktueller Ansätze zu...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Bachelorarbeit, 62 Seiten
Business Intelligence - der Prozess
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Die Bedeutung des Preises aus Konsumentensicht (B2C)
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