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Sucht im Alter

Title: Sucht im Alter

Seminar Paper , 2008 , 9 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Michael Supp (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Störungen durch den Gebrauch psychoaktiver Substanzen wie Alkohol, illegale Drogen, bestimmte Medikamente und Tabak spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Die Thematik Sucht im Alter wird dagegen tabuisiert. Welche Rolle spielen Abhängigkeitserkrankungen im Alter? Sind gefährdete Personen speziel-len Risiken im Alter ausgesetzt, die eine Suchterkrankung begünstigen? Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. hat 2006 zum Schwerpunktjahr „Missbrauch und Abhängigkeit im Alter“ erklärt. Aufgrund des demografischen Wan-dels ist mit einer starken Zunahme der Bedeutung des Themas in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu rechnen. Die Soziale Arbeit ist durch ihr Mandat dazu verpflichtet, sich darauf entsprechend in Theorie und Praxis vorzubereiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsklärung Sucht

1.1 Begriffsklärung Alter

1.2 Epidemiologie

1.2.1 Alkohol

1.2.2 Medikamente

1.2.3 Tabak

1.3 Lebenslagen älterer Menschen - altersspezifische Ursachen

2. Hilfen

2.1 Motivierende Gesprächsführung

2.2 Behandlungskette

3. Erfordernis passgenauer Angebote

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die oft tabuisierte Thematik der Suchterkrankungen im höheren Lebensalter und analysiert die spezifischen Herausforderungen sowie notwendige Handlungsansätze für die Soziale Arbeit. Ziel ist es, den Versorgungsbedarf aufzuzeigen und Strategien für eine passgenaue Unterstützung älterer Betroffener zu entwickeln.

  • Epidemiologische Verbreitung von Suchtmitteln (Alkohol, Medikamente, Tabak) bei älteren Menschen
  • Altersspezifische Risikofaktoren und Lebenslagen als Ursachen von Suchtentwicklung
  • Methodische Ansätze in der Suchthilfe, insbesondere die motivierende Gesprächsführung
  • Struktur der Behandlungskette bei Abhängigkeitserkrankungen im Alter
  • Notwendigkeit und Gestaltung passgenauer, vernetzter Versorgungsangebote

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Alkohol

2-3% der Männer und 1% der Frauen über 60 Jahre haben ein schwerwiegendes Alkoholproblem. 15% der älteren Menschen trinken risikoreich, also mehr als 30/20g Alkohol täglich (Männer/Frauen) und überschreiten somit die Werte für einen risikoarmen Konsum deutlich. 50% der 60-70-Jährigen trinken regelmäßig Alkohol und bei den über 70-Jährigen trinken 80% der Männer und 60% der Frauen regelmäßig Alkohol. Rund 400.000 Menschen im höheren Lebensalter sind alkoholabhängig. (vgl. DHS, 2006, S.189 ff.) Dabei werden zwei Gruppen unterschieden. „Late onset“ bezeichnet diejenigen, die erst im höheren Alter ein Alkoholproblem entwickeln. „Early onset“ meint die Betroffenen, bei denen ein schädlicher bzw. abhängiger Alkoholkonsum schon seit Jahrzehnten existiert, die Gruppe ist zahlenmäßig die weitaus größere. (vgl. DHS, 2003b, S. 24) Die Folgeschäden aufgrund von Alkoholmissbrauch sind bei älteren Menschen zum Teil andere, wie bei jüngeren. Zu beobachten sind verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit (nicht durch Altersabbau verursacht), Voralterung der Organe, häusliche Unfälle und Stürze sowie alkoholspezifische Krankheiten wie z.B. Lebererkrankungen, hirnorganische Schädigungen und Krebserkrankungen (z.B. Pankreaskarzinome). (vgl. ebd. S.25)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende gesellschaftliche Relevanz der Suchtproblematik im Alter und betont die Notwendigkeit für die Soziale Arbeit, sich auf diese Herausforderungen vorzubereiten.

1. Begriffsklärung Sucht: Dieses Kapitel definiert den Suchtbegriff unter Fokus auf stoffgebundene Abhängigkeiten und erläutert die Kriterien einer Abhängigkeitserkrankung.

1.1 Begriffsklärung Alter: Es erfolgt eine Abgrenzung zwischen dem „dritten Lebensalter“ (60-75 Jahre) und dem „vierten Lebensalter“ (ab 75 Jahren).

1.2 Epidemiologie: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Datenlage zum Konsum von Alkohol, Medikamenten und Tabak bei älteren Menschen.

1.2.1 Alkohol: Das Kapitel differenziert zwischen „Late onset“- und „Early onset“-Alkoholkonsum und beschreibt die spezifischen gesundheitlichen Folgeschäden im Alter.

1.2.2 Medikamente: Hier wird der medikamenteninduzierte Missbrauch bei älteren Menschen analysiert, wobei Schlaf- und Beruhigungsmittel eine zentrale Rolle einnehmen.

1.2.3 Tabak: Die Darstellung beleuchtet die Prävalenz des Rauchens im Alter sowie die damit verbundenen schwerwiegenden körperlichen Gesundheitsrisiken.

1.3 Lebenslagen älterer Menschen - altersspezifische Ursachen: Dieses Kapitel analysiert psychosoziale und körperliche Risikofaktoren, die eine Suchtentwicklung im Alter begünstigen können.

2. Hilfen: Es werden Unterstützungsansätze vorgestellt, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Suchtkranker zugeschnitten sind.

2.1 Motivierende Gesprächsführung: Die Methode der motivierenden Gesprächsführung wird als effektives Instrument zur Einleitung von Veränderungsprozessen bei Klienten erläutert.

2.2 Behandlungskette: Das Kapitel beschreibt den strukturellen Ablauf einer Suchttherapie, von der Entzugsbehandlung bis zur ambulanten Nachsorge.

3. Erfordernis passgenauer Angebote: Abschließend wird gefordert, bestehende Versorgungsangebote durch Vernetzung und aufsuchende Arbeit stärker an den spezifischen Lebenslagen älterer Menschen auszurichten.

Schlüsselwörter

Sucht im Alter, Substanzabhängigkeit, Sozialarbeit, Alkoholmissbrauch, Medikamentenabhängigkeit, Nikotinabusus, Epidemiologie, Altersspezifische Ursachen, Motivierende Gesprächsführung, Behandlungskette, Gesundheitsförderung, Lebenslagen, Suchtprävention, Interventionsstrategien, Passgenaue Angebote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Suchterkrankungen bei älteren Menschen, die gesellschaftlich oft tabuisiert werden, und erörtert, wie die Soziale Arbeit diesem Bedarf begegnen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Epidemiologie und Ursachen von Sucht bei älteren Personen, insbesondere hinsichtlich Alkohol, Medikamenten und Tabak, sowie konkrete Hilfe- und Behandlungsansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Dringlichkeit und die spezifischen Erfordernisse passgenauer Suchthilfeangebote für ältere Menschen aufzuzeigen, um deren Teilhabe und Gesundheit zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung epidemiologischer Daten sowie Fachberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche und epidemiologische Einordnung, die Analyse von altersspezifischen Risikofaktoren sowie die Darstellung von Interventionsmöglichkeiten und der therapeutischen Behandlungskette.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sucht im Alter, Substanzabhängigkeit, Soziale Arbeit, Behandlungskette und passgenaue Suchthilfe beschreiben.

Warum wird zwischen "Late onset" und "Early onset" Alkoholismus unterschieden?

Diese Unterscheidung ist relevant, da sie Differenzen in der Entstehungsgeschichte der Sucht aufzeigt – einerseits langjähriger Konsum (Early onset), andererseits eine erst im Alter neu entwickelte Abhängigkeit (Late onset), was unterschiedliche therapeutische Zugänge erfordern kann.

Welche Rolle spielt die "motivierende Gesprächsführung" bei älteren Klienten?

Sie dient als bewährter Kommunikationsansatz, um Ambivalenzen abzubauen und die Selbstwirksamkeit der Klienten zu stärken, ohne Konfrontation auszuüben, was den ersten wichtigen Schritt zur Veränderung erleichtert.

Warum ist die aktuelle Versorgungssituation für ältere Menschen unzureichend?

Die Autorin stellt fest, dass es an spezialisierten, aufsuchenden Angeboten mangelt und die Vernetzung zwischen bestehenden Altenhilfeeinrichtungen und dem Suchthilfesystem bisher nicht ausreicht, um die Zielgruppe effektiv zu erreichen.

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Details

Title
Sucht im Alter
College
Munich University of Applied Sciences
Grade
1.3
Author
Michael Supp (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V111467
ISBN (eBook)
9783640095209
ISBN (Book)
9783640134267
Language
German
Tags
Sucht Alter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Supp (Author), 2008, Sucht im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111467
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