Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Über die Philosophie des Pragmatismus 2
3. Pragmatismus und Chicagoer Schule 8
4. Über die Fruchtbarkeit des Pragmatismus in der Sozialwissenschaft. 15
Literaturverzeichnis. 19
1
1. Einleitung
In dieser kurzen wissenschaftlichen Untersuchung im Rahmen des Seminars „Einführung in den Pragmatismus“ soll schon vorhandenes Wissen über selbigen rezitiert werden, um erst einmal die Grundlage für weitere womöglich neuere und eigene Wissensanknüpfungen zu schaffen und um die zentrale Fragestellung dieser Seminararbeit zu erörtern, die da heißt: Warum könnte der Pragmatismus für die Soziologie fruchtbar sein? Zunächst folgt eine kleine historische Rückblende ganz allgemein über die Philosophie des Pragmatismus, Entstehung, wichtige Namen, Theorie, Annahmen und Wirkung. Danach soll der Zusammenhang zwischen der pragmatischen Bewegung und deren Einflüsse auf die Soziologie erörtert werden. Auf dieser Wissensbasis wendet und wagt sich die Arbeit schlussendlich der Beantwortung der eigentlichen Fragestellung zu.
2. Über die Philosophie des Pragmatismus
Der Pragmatismus (gr. Pragma: Tat, Handlung) ist ursprünglich eine epistemologische und philosophische Strömung amerikanischer Herkunft. Über seine Entstehung „zwischen 1895 und 1900“ (Durkheim: 1987, S. 22) ist einiges unklar. Der Begriff Pragmatismus ist wohl in Diskussionen viel früher und eher benutzt worden, bevor er wissenschaftliche Popularität durch etliche Aufsätze erlangte. Bis dato musste er sich auch oft verteidigen und es dauerte erstmal etwas länger, bevor sich die scientific community auf diese neue Erkenntnismethode und Wahrheitstheorie eingelassen hat (Vgl. James: 2000, S. 42). Der Grund hierfür liegt in der radikal anti-rationalistischen Ausrichtung des Pragmatismus, beispielsweise kritisierte Durkheim den Pragmatismus in seiner Vorlesung „Pragmatismus und Soziologie“ aufgrund seines französischen Kulturstolzes, denn die überwiegend gesamte französische Kultur wurzelt im „rationalistischen Temperament“ (Vgl. Durkheim: 1987, S. 11). Dem Cartesianismus folgend erkennt das Subjekt in der Welt schon wahrheitsgemäße, seinsontologische Gegenstände und Objekte. Das Erkenntnissubjekt muss sie eben Kraft seines kognitiven Verstandes und seiner rationalen Vernunft nur erkennen und gelangt so zur Wahrheit. Wahrheit ist und existiert also sozusagen schon a priori in der Welt und muss nur sozusagen gefunden, erkannt und wahrgenommen werden. Wahrheit in der Welt ist dann immer ein Abbild der Wirklichkeit in unseren Augen und für unseren Geist: „Aber dann bedeutet sie nur das tote Herz des lebendigen Baumes“ (James: 2000, S. 41), denn was soll der Mensch mit dieser manifestierten und „versteinerten“ Wahrheit der sozusagen objektiv
2
materiellen Welt die vom immateriellen Geist durch dessen Vernunft nur erkannt werden muss anfangen? Es wäre doch todlangweilig in einer vorgefertigten Welt, die vom Subjekt nur wahrheitsgemäß objektiviert werden würde. Wo bleibt nach dem Rationalismus die Kreativität des menschlichen Handelns? Wo gibt es Wandel, Veränderung und Entwicklung (seien dies beispielsweise ontogenetische, phylogenetische, kosmische, geologische, soziokulturelle und aktualgenetische Entwicklungen) in dieser verfestigten Realität? Weshalb missachtet der Rationalismus die Vielfältigkeit und Buntheit von Erfahrungen und Erscheinungen in der Welt, wo bleibt der Kontingenzraum der möglichen Ereignisse in der Welt? Diese William-James-Metapher könnte aber auch weiterhin bedeuten, dass die Theorie ohne die Empirie nicht auskommt und die scharfe Dualität beider im Sinne des Pragmatisten völlig sinnlos erscheint. Die wissenschaftliche Theorie ist im klassischen Verständnis als das Höhere von beiden zu bewerten. Warum das so ist, fragte sich auch der amerikanische Philosoph John Dewey und zeigte auf, das diese Trennung nicht auf einer Selbstverständlichkeit beruht, sondern von vor allen Dingen den rationalistischintellektualistisch denkenden Philosophen vorangetrieben wurde: „Ohne Zweifel haben sie durch die Erhöhung der Theorie über die Praxis ihre eigene Funktion glorifiziert“ (Dewey: 1998, S. 8), denn Theorien sind abstrakt und „der Rationalist fühlt sich nur in der Nähe von Abstraktionen behaglich“ (James: 2000, S. 42), während der Pragmatist sich wohl fühlt im reichen „Dickicht der Wirklichkeit“ (James: 2000, S. 43) der konkreten Tatsachen, unmittelbar praktischen Handlungsproblemlösungen, der Welt der produktiven Veränderung, des offenen und kreativen Handelns, Tuns und Machens. Zu diesen Zwecken wird der theoretische Pragmatismus als „Werkzeug“ gegen die statisch-rationalistische Sichtweise genutzt. Ein gutes Beispiel für die offenkundige Sinnlosigkeit der Trennschärfe von Theorie und Praxis ist eine aktuell wissenschaftliche Debatte, angestoßen von den Forschungen der Neurobiologen, ob denn der Mensch biologisch und sozial determiniert sei und welche Konsequenzen diese Unfreiheit des Willens, also exemplarischerweise im Falle eines kriminellen Verbrechers der eine Frau missbraucht hat, denn haben könnte 1 . Spricht man ihm seinen moralisch freien Willen ab sich entscheiden zu können, dann könnte man ihn für solch eine Tat nicht verurteilen und bestrafen. Doch diese Folgerung, bedingt durch die immer populärer werdenden biopsychologisch- und neuronalen Hirnforschungen ist für die Praxis vollkommen absurd, mal angenommen sie würde überhaupt stimmen. Denn egal ob der Täter eine freie Entscheidungsfähigkeit hat oder nicht, man würde ihn trotzdem weiterhin
1 Siehe dazu z.B.: SPIEGEL-Streitgespräch zwischen dem Hirnforscher Hans Markowitsch und dem
Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma zum Thema:„Neuronen sind nicht böse. Ist Verbrechen
determiniert?“ In: DER SPIEGEL Nr. 31 / 30. Juli 2007, S. 117 - 123.
3
wegsperren um andere mögliche Opfer in der Gesellschaft vor ihm zu schützen. Also ist diese ganze gesellschaftspolitische Diskussion von vornherein eine pur theoretische, die in der Praxis keinerlei Konsequenzen hätte. Das juristische System wird aufgrund dieser Erkenntnis, wohlgemerkt mal angenommen sie wäre wahr, keine Änderungen in der Strafzumessung und Verurteilung von Straftätern vornehmen. Der Pragmatist wendet sich also ab von solcherlei Geschwätz. Mit einer anderen großen Theorietradition, dem Empirismus ist der Pragmatismus dabei nah verwandt: „Der Pragmatismus repräsentiert eine uns durchaus vertraute Richtung in der Philosophie, nämlich die empirische Richtung, allein er repräsentiert sie in einer radikalern und zugleich einwandfreiern Form als die war, die sie bisher angenommen hatte“ (James: 2000, S. 32), wobei es auf die niemals wertfreien Überzeugungen drauf ankommt, welche an die Empirie als Beweise für eine These die man erforscht hat herangetragen werden, um die empirischen Ergebnisse zu bewerten und zu interpretieren. Rationale Gewissheit aus intelligibler Welt, Wahrheit und Handeln ist trotz der auf den ersten Blick einleuchtenden Einfachheit und Logik doch eine ideale Abstraktion, welche kaum und in den seltensten Fällen tatsächlich vorhanden ist, denn Handeln und Folgenabschätzung im Sinne von Urteilungen und Entscheidungen zu treffen, die dann praktisch in die Tat umgesetzt werden beruht überwiegend und meistens auf „bloßer Raterei und Wahrscheinlichkeit“ (Dewey: 1998, S.26). Diese Erkenntnis vom Handeln der meisten Menschen nach Wahrscheinlichkeiten, wobei uns Menschen da auch meist viele Fehler unterlaufen, gehört mittlerweile zum empirisch gut gestützten psychologischen Grundlagenwissen 2 . Kein Mensch kann alle Handlungsvollzüge rational planen, alle Eventualitäten mit ein berechnen und alle eventuellen Konsequenzen absehbar sich vorstellen. Bis zu einem gewissen Grade sicherlich, aber es kommen garantiert auch spontane Handlungen die er ausführen muss bei seinem vorher spekulierten rational-kalkuliertem Handeln hinzu: Ein gutes Beispiel ist der referierende Student an der Universität oder der Dozent im Seminar. Er kann nicht vorher explizit wissen, welche Fragen ihm genau gestellt werden. Bei einigen muss er sich zwangsläufig spontan und per se aus dem Moment heraus was einfallen lassen und somit schnell handeln. Jeder Autofahrer im öffentlichen Verkehr kann zwar bevor er losfährt die Strecke genau berechnen und schauen wo er genau entlang fahren möchte, um zu seinem Ziel zu gelangen, doch er kann selbst dann nicht wissen ob es Umleitungen oder gar einen Stau geben wird. Er kann auch ungefähr festlegen mit welcher Geschwindigkeit er zum Ziel fahren will, wie viel Sprit und Zeit er brauchen wird. Doch dem Verhalten und Handeln sowie den Konsequenzen dessen von anderen Autofahrern ist er ausgeliefert und er muss zwangsweise
2 Dazu z.B.: Dietrich Dörner (2005): Die Logik des Misslingens: Strategisches Denken in komplexen Situationen.
Rowohlt, Reinbek.
4
auf sie reagieren. Er kann nicht vorher wissen, ob besonders viele Raser oder Geisterfahrer an diesem Tage unterwegs sein werden oder ob ihm heute einer in die Seitentür rein knallen wird. Er kann die mitunter durchaus soziale Situation des Autofahrens nicht vollständig beherrschen und planen. Durch die Infrastruktur hat er einige Vorgaben an die sich alle halten müssen und das weiß er. Trotzdem muss er zunächst blindes Vertrauen schenken und im Zweifelsfalle rasche Entscheidungen im Straßenverkehr treffen und Gegenhandlungen begehen, falls es andere Autofahrer gibt die die Normen des Autofahrens brechen und sein Leben durch ihre Falschfahrerei bedrohen. Dieses Beispiel sollte nur verdeutlichen, das man nicht alle Eventualitäten die beim Handlungsvollzug Autofahren im öffentlichen Straßenverkehr eintreten können in letzter Konsequenz rational durchdenken kann. Im Zweifelsfalle muss man unkonventionell und vor allem spontan entscheiden, ohne sich zeitlich-längerfristig Gedanken darüber zu machen welche Handlungen man begeht. Die Welt und die darin enthaltene Wahrheit der Rationalisten ist theoretisch gleichförmig, gewiss, unbewegt, unwandelbar und wäret ewiglich: „Das Vollkommene und das Vollendete ist rationales Denken“ und beeinflusst durch Darwins Evolutionstheorie und Heraklits von Ephesos Lehre des alles Fließenden Werdens, Wandelns und Vergehens als kosmische Universalprozesse 3 schreibt Dewey weiterhin: „Das, was sich verändert, was wird und vergeht, ist materiell; Veränderung definiert das Natürliche“ (Dewey: 1998, S. 24), womit er offensichtlich den als klassischerweise philosophisch-immateriell angesehenen Geist naturalisiert. Hierbei ist anzumerken, das man auch darauf schauen muss, welche Reichweite diese Aussage Deweys hat. Denn die Evolution per Exempel verläuft aus Sicht des Menschen und seiner Wahrnehmung von Zeit sehr langsam. Das nennt man dann das Kontinuitätsprinzip der bio-physikalisch-chemischen Natur: „Natura non saltat.“ Die Natur macht keine Sprünge. Veränderungen und Entwicklungen in der Evolutionsgeschichte haben prozesshaften Charakter mit Jahrmillionenausmaß (Vgl. Euler: 2002, S. 4).
Obwohl der Pragmatismus schwerlich insgesamt darzustellen ist (Vgl. Durkheim: 1987, S. 26-27) und keine einheitliche Theorie bildet ist es möglich einige wesentliche Merkmale des klassischen Pragmatismus nach den vorhergehenden Ausführungen systematisiert zu benennen:
3 Siehe dazu: Fleischer, Margot (2001): Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit, Parmenides, Platons
'Timaios'. Verlag Königshausen & Neumann, S. 30; 115 folgend.
5
1. Der Pragmatismus ist anti-rationalistisch. Der Empirismus sieht Wahrheit in der Natur der Erfahrung und sinnlichen Wahrnehmung, der Rationalismus geht von schon vorhandener Wahrheit in der Welt und deren Erkennung durch die Ratio aus und akzentuiert die Vernunftbegabung des Menschen, der Pragmatismus schließlich negiert den Glauben an absolute Wahrheit und den philosophischen Wahrheitskult und meint: „… ein Gedanke sei so lang wahr, als der Glaube an ihn für unser Leben nützlich ist. Dass er gut ist, insofern er nützt, werden Sie gerne zugeben“ (James: 2000, S. 48). Dabei existiert für den Pragmatisten keine absolute und ewige Wahrheit an sich, sondern die Wahrheiten sind immer nur momentan erzeugte und temporär erschaffene und alte Wahrheiten können durch neue ersetzt oder miteinander verkoppelt werden. Der Prozess der Kippung oder Kopplung von alten in neue wahrheitsgemäße Überzeugungen, damit tut der Mensch sich wahrlich schwer (Vgl. James: 2000, S. 37-42). Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Es gibt Wissenschaftler, die an ihren Theorien festhalten, obwohl schon lange bewiesen ist das diese sozusagen in ihrer anfänglich behaupteten Reich- und Tragweite nicht stimmen und auch sonst vielleicht vom Denken her antiquiert sind und neue, aktuellere Theorien vielleicht sie drohen, von ihrem Thron der Deutungshoheit zu verdrängen. Solch eine Theorie ist beispielsweise der psychologisch-lerntheoretische Behaviorismus (der abzugrenzen ist vom Meadschen Sozialbehaviorismus wie wir später noch sehen werden), welcher zu seiner Hochzeit als dermaßen einflussreich und populär galt, das man sogar annahm, alles menschliche Verhalten sei konditionierbar, d.h. genau genommen alle Verhaltensweisen seien erlernbar. Der Mensch kommt also Tabula rasa zur Welt und die gesamte umfassende Persönlichkeit wird durch Lernerfahrungen in der Umwelt hineingeschrieben und ausgeformt. Diese anmaßende Behauptung gipfelte in dem berühmten John B. Watson Zitat: „Man gebe mir ein Dutzend gesunder Säuglinge und eine von mir gestaltete Umwelt, um sie aufzuziehen, und ich würde garantieren, dass ich jeden trainieren könnte zu jeder beliebigen Spezialität - Arzt, Künstler, Anwalt, Händler, ja sogar Bettler und Dieb, unabhängig von seinen Talenten, Fähigkeiten, Berufungen und der Rasse seiner Vorfahren...“ (Watson: 1976, S. 123). In psychologischen Fachkreisen ist das die so genannte Equipotentialitätsannahme. Alles sei gleichermaßen gut und beliebig konditionierbar, alle Reize können benutzt werden um Verhalten zu konditionieren und somit zu erzeugen und in das unbeschriebene Blättchen hinein zu schreiben. Doch empirisch ist diese theoretische Annahme widerlegt und nicht haltbar. 4 Trotzdem gibt es heute immer noch Behavioristen die ihre festgefahrenen Meinungen vertreten, die sie sich irgendwann im Laufe
4 Es gibt also z.B. bestimmte biologische Beschränkungen des Lernens und der Konditionierbarkeit wie der
„Garcia-Effekt“ zeigte, siehe dazu: Zimbardo/Gerrig: 2004, S. 278-281; zum Niedergang des radikalen
Behaviorismus: Buss: 2004, S. 58-59.
6
ihres Studiums oder Forschens angelernt und als Überzeugungen über ihre wissenschaftliche Theorie angenommen haben und trotz empirischer Belege die ihren Überzeugungen widersprechen halten sie sozusagen lernresistent an ihren Meinungen fest. Dabei müssten sie doch lernoffen sein und alte Wahrheiten durch neue ersetzen. Doch genau dies schaffen viele Wissenschaftler nicht, ihre alten Paradigmen abzustreifen, sobald neue, vielleicht einsichtigere Weltanschauungen aufkommen. Es sind vor allem die vom Alter her älteren Wissenschaftlergenerationen, die wie es scheint, diese ehemals gelernten Wahrheiten internalisiert haben und ihre eventuell gänzlich auf einem Paradigma basierende Forschung nicht revidieren wollen. Das ist auch verstehbar, wenn ein Wissenschaftler die Hälfte seiner Lebenszeit Anhänger eines Paradigmas ist und auf dieser Grundlage geforscht hat und dann kommen plötzlich neue Paradigmen in Mode die das eigene „alte“ widerlegen, tut sich jeder Mensch schwer, denn dann könnte die ganze Arbeit basierend auf falschen Überzeugungen dahin sein für nichts und wieder nichts. So sind es eher die jungen und flexiblen Nachwuchswissenschaftler, die neuen Wind in die Segel der Wissenschaft blasen. Doch nun zurück zu den weiteren Attributen des Denkmusters Pragmatismus: 2. Der Pragmatismus ist anti-dualistisch. Denken/Erkennen und Handeln/Verhalten, sowie Theorie und Praxis gehören untrennbar zusammen und sind falsche Unterscheidungen. 3. Der Pragmatismus ist handlungsorientiert und legt besonderes Augemerk auf die praktischen Konsequenzen, auf „letzte Dinge, auf Früchte, auf Folgen, auf Tatsachen“ (James: 2000, S. 34). Hierbei ist der Pragmatismus durchaus sehr offen für neue Handlungsmöglichkeiten und sieht ab von grundlegenden, statischen und festgefahrenen Prinzipien, Notwendigkeiten und Kategorien. Deshalb galt er auch zunächst als philosophisch höchst anrüchig, denn genau diese Kategorienlehre beispielsweise bildeten die frühen griechischen Philosophen aus. Bei Platon ist die zentrale Kategorie die „Idee“, Aristoteles unterschied dann schon 10 und Kant letztendlich 12 Kategorien „der reinen Vernunft“. Gegen diese „An-Sich“ Philosophie der Dinge, die versucht wurden in Kategorienlehren zu fassen, wendet sich der Pragmatismus. Auch gegen abstrakte Transzendentalphilosophien hat der Pragmatismus was einzuwenden. Diese sind für den Pragmatisten gegenstandslos. Für ihn spielt sich alles Leben und Handeln in Bezug zur Erscheinungswelt der Dinge ab, Kants abstrahierende Idee einer wahren Welt von Prinzipien unter der Oberfläche der Dinge gibt es nicht. Für den Pragmatisten gibt es keinen kategorischen Imperativ, kein prinzipielles Moral-oder Sittengesetz sozusagen jenseits der phänomenalen Wirklichkeit, welches von den
7
Menschen verstandesmäßig erkannt werden muss, er wendet sich vielmehr Wahrscheinlichkeiten, Möglichkeiten und Bedenklichkeiten zu. Zum Beispiel sollen sich alle nicht so oder so nach einem bestimmten Imperativ verhalten, aber sie sollten bedenken dass sie es könnten, wenn diese Imperative wahrscheinlich und möglich sind. Nach diesen theoretischen Fundierungen zum besseren Verständnis, die im weiteren Verlauf als Grundlagen dienen, folgt nun ein Abschnitt über die pragmatisch philosophischen Einflüsse auf die Soziologie.
3. Pragmatismus und Chicagoer Schule
Die Fragestellung dieser Hausarbeit impliziert eigentlich noch nicht, dass der Pragmatismus für die Sozialwissenschaft schon längst fruchtbar war, obwohl er in seinen Anfängen und quasi kurz nach seiner Geburt schon relativ früh besondere Einflüsse auf die soziologische Chicagoer School Anfang des 20 Jahrhunderts hatte und gipfelte in der Funktion der Hintergrundphilosophie der Meadschen mikrosoziologischen Theorie des symbolischen Interaktionismus (Joas: 1992, S. 23-24). Die Chicagoer School wurde u. a. auch von dem Pragmatisten John Dewey gegründet und der These von Hans Joas folgend, ergibt sich der theoretische Rahmen der Chicagoer Schule aus der Sozialphilosophie des Pragmatismus als „Philosophie der Handlung“ (Joas, 1992: S. 28). Zunächst geht es mir darum aufzuzeigen, was denn am symbolischen Interaktionismus nun pragmatisch sein soll. Die Chicagoer School betrieb allein schon von sich aus pragmatische Soziologie, indem sie ihren Forschungsschwerpunkt auf stadtsoziologische, Minoritäten- und Subkulturforschung legte. Sie entstand im Zuge der Industrialisierung, Urbanisierung und zu Zeiten noch großer Einwanderungswellen von Immigranten (Joas: 1992, S. 39). Man versuchte vor allen Dingen dabei die sozialen Probleme und Konsequenzen aus diesen Tatbeständen zu filtern und aufzuzeigen. All diese Forschungen dienten dem pragmatischen Zweck möglichst sozialreformerische Handlungen in Gang zu setzen. Man wollte die Politik durch empirische quasi-sozialtechnologische Forschungen auf diese Sozialproblematiken aufmerksam machen und dadurch politisches Handeln provozieren, um beispielsweise die Lebensbedingungen und die Integration von Immigranten zu verbessern: Die Chicagoer Schule legte „ganz im Geiste des Pragmatismus größten Wert auf empirische Forschung“ (Joas: 1992, S. 37). Als William Foote Whyte (1914-2000) seine bahnbrechende Dissertation „Street Corner Society - Die Sozialstruktur eines Italienerviertels“ über die soziale Organisation beispielsweise vom Subkulturtypus Gangs und deren u. a. kriminelle Aktivitäten und deviantem Verhaltens durch
8
teilnehmende Beobachtung im italienischen Einwandererslum North End 1943 veröffentlichte, wurde er direkt ein Jahr danach sozusagen an die University of Chicago ans soziologische Department auf eine Assistentenstelle berufen, denn genau solche Leute die solcherlei Forschungen betrieben suchte man. 5 Als „Philosophie der Handlung“ strebt der Pragmatismus generell an, Handlungsprobleme, im Falle des symbolischen Interaktionismus im Besonderen soziale Handlungsprobleme, zu lösen. Hans Joas führte nun in Folge dessen und aufbauend darauf den Begriff der Kreativität als sozialen Problemlösungsmechanismus in die Handlungstheorie ein. 6 Doch zurück zu den Wurzeln dieser, hier nicht weiter zu erläuternden Joasschen Konzeption: Das soziologische Paradigma des symbolischen Interaktionismus, dessen zentrale sozusagen Sozialfigur, George Herbert Mead (1863-1931) war. Nach dem Mead Schüler Herbert Blumer (1900-1987), der Meads Theorie verfeinert, ausgearbeitet und weitergeführt hat, gibt es drei Grundprämissen dieser Theorieform: 1. Menschen messen allen Dingen (u. a. auch sozialen Begegnungen und dem Verhalten anderer) gewissen Sinn und Bedeutung zu und begehen je nach ungeheuerlicher verschiedener Semantik bei der Fülle an Dingen in der Welt Handlungen.
2. Diese Bedeutung ist nicht vom Himmel gefallen. Sie wird durch soziale Interaktion unter Menschen sozusagen zwischenmenschlich vermittelt und abgeleitet. Sinn und Bedeutung sowie deren Verweisungszusammenhänge auf Objekte emergiert sozusagen aus diesen soziohumanen Interaktionen durch den kognitiven Informationsverarbeitungsapparat den wir als humane Lebewesen besitzen. Womit wir bei der dritten Prämisse angelangt wären: 3. Diese Bedeutungen, vermittelt durch sprachliche Kommunikation mit anderen Menschen werden in einem Interpretationsprozess im Umgang mit diesen Dingen, wenn sie einem denn dann auch begegnen „benutzt, gehandhabt und abgeändert“ (Blumer: 1973, S. 81). Außer dem Handlungsbezug innerhalb der ersten Grundprämisse ist hier noch keine, großartig pragmatische Referenz erkennbar. Deshalb müssen wir auch noch tiefer in die Materie vordringen. Die eigentliche Frage lautet also, inwiefern der philosophische Pragmatismus als soziologisch-sozialer Pragmatismus, welcher soziale Prozesse von Individuen im Kontext einer bzw. mehrerer Gesellschaften auf seine Weise erklärt, beschaffen ist. Wie erklärt man
5 Siehe deutsche Ausgabe: Whyte W. F. (1996), Die Street Corner Society: Die Sozialstruktur eines
Italienerviertels. Gruyter Verlag: Berlin/New York.
6 Siehe hierzu: Joas, Hans (1992): Die Kreativität des Handelns. Suhrkamp, Frankfurt/Main: (2. Auflage 1996).
9
mit Hilfe der „Philosophie der Handlung“ ein soziales Zustandekommen und Zusammenhandeln von Individuen in Gruppen? Das schien sich auch George Herbert Mead gefragt zu haben. Mead begann dann zunächst, den Menschen mit seinem spezifischen Organismus zu untersuchen und wie diese zum einzigartigen Gruppenverhalten beitragen. Im Gegensatz zu den meisten Tieren, das instinkthaft, von der Natur vorgeschrieben und starr sich in Gruppen verhält und die Physiologie vordergründig eine Rolle in der „Dominanzhierarchie“ von Tiergruppen spielt, verhalten sich Menschen in je individuell unterschiedlicher Art und Weise (siehe: Joas: 2006, S. 175). Dieses Verhalten ist überwiegend nicht naturhaft festgeschrieben und vorgegeben, sondern entsteht hauptsächlich in Interaktions- und Kommunikations, sowie Sozialisations- und Enkulturationsprozessen vornehmlich natürlich mit anderen Menschen im Sozialgefüge von Gemeinschaften und Gesellschaften. Wobei man sich in der Gemeinschaft anders verhält als dieser oder jener Gesellschaft. Selbstverständlich besitzt der Mensch (noch) als biologisches und physiologisches Wesen so genannte darwinsche Algorithmen wie beispielsweise die Bedürfnisse der Nahrungsaufnahme (Hunger und Durst) als Mittel der Energiezufuhr und den Sexualtrieb. Diese Triebe sind Basis und Fundament und somit notwendig für das langfristige Überleben eines Menschen. Die Normen und Werte aber und die kognitive Rationalität eines Menschen kommen von woanders her, vom Artefakt des schillernden und enorm vielschichtigen Begriffes der Kultur, die uns Menschen im Leben u. a. Sinn und Bedeutung gibt. Der Mensch ist somit ein „biologisches Mängelwesen“ (Vgl. Gehlen 1978, S. 33), gekennzeichnet durch Instinktarmut, aber dafür fähig sich durch seine Intelligenz die Welt zu formen und so z.B. den wiederum weitschweifigen Begriff der Institutionen zu erschaffen, die hauptsächlich die Funktion der Orientierungsgebung haben und so als Entlastung für den Menschen dienen um ihm seinen enormen Entscheidungsdruck zu nehmen. Nach diesem Exkurs in Gehlens Anthropologie, den man aber machen muss wie ich finde, um auch Meads Auffassungen zu verstehen.
Man geht bei diesem soziologischen Grundlagenwissen der conditio humana einfach davon aus, das der Mensch nicht von Anfang an determiniert ist in seiner Wesenheit, sondern eine, durch in der Hauptsache in der Wechselwirkung mit der Umwelt stattfindende soziale Prozesse, sozusagen eine formbare biopsychophysischsoziale Substanz ist. Diese Annahme ist der alte Streit um „nature und nurture“ 7 zwischen der Biologie und den Sozialwissenschaften, um Anlage (Gene, Hormone, Neuronen, Kognitionen) und sozialer,
7 Dazu z.B.: Ridley, M. (2003) Nature Via Nurture: Genes, Experience, and What Makes us Human. Harper
Collins.; Pinker, S. (2004) Why nature & nurture won't go away. Dædalus.
10
kultureller, materieller Umwelt und den jeweils höher prägenden Anteil und Stellenwert für den Menschen. Beide Diskursformationen bestreiten sicherlich nicht die faktische Existenz beider, jedoch streitet man sich sozusagen um die Deutungshoheit und die quasi-prozentual ausschlaggebenden Anteile dieser entscheidenden Einflüsse auf die Menschwerdung und des Menschseins. Diese strikte Trennung von Natur und Kultur ist in pragmatistischer Hinsicht sozusagen hinfällig. Beide gehören untrennbar zusammen und doch stehen sie sich in wissenschaftlicher Hinsicht konträr gegenüber. Der einfache Grund hierfür mag in der Eitelkeit mancher Wissenschaftsdisziplinen und im Machtkampf der Diskurse liegen. Doch zurück zur symbolvermittelten Kommunikation: Dieser Begriff ist Mittelpunkt der Meadschen Gesellschaftsanalyse. Die Gebärden und Gesten, also meines Erachtens die Körpersprache spielt genauso eine wichtige Rolle als non-verbale Kommunikation wie die verbale Kommunikation durch Sprache. Bei Mead machen diese Gebärden und Gesten den Anfang einer jeden kommunikativen Handlung aus, „die zur Regelung der Sozialbeziehung verwendet werden könne“ (Joas: 2006, S. 175). Damit es zu einer Verständigung kommen kann zwischen zwei Kommunikationspartnern, müssen beide die Gesten mit gleichem Bedeutungsgehalt interpretieren. Hier kommt zunächst einmal diejenige Conditio humana 8 ins Spiel, die man Selbstbewusstsein nennt. Sich selbst bewusst zu sein, sich selbst wahrzunehmen und über sich selbst reflektieren und nachdenken zu können sind grundlegende humane Attribute der Menschwerdung. Dabei leistet die Sprache, kostenlos zur Verfügung stehend und für jeden lernenden menschlichen Organismus allgemein verständlich, zumindest ist die Möglichkeit des Verständnisses durch Sprache gegeben, in Form von „stimmlichen Gesten… eine notwendige… Vorraussetzung für die gattungsgeschichtliche Entstehung des Selbstbewusstseins“ (Joas: 2006, S. 176) beachtliches. Der Mensch kann somit beispielsweise seine Lautgebärden selbst wahrnehmen und nach Mead muss er dies auch, um im anderen Kommunikationspartner überhaupt auch eine Reaktion, basierend auf einer Gebärde hervorrufen zu können. Mead durchbrach als Sozialbehaviorist das alte Reiz-Reaktions-Schema des Verhaltens, indem er postulierte, dass der Mensch sozusagen intersubjektiv über so genannte „signifikante Symbole“ kommuniziert. Dabei ist das signifikanteste Symbol die menschliche Sprache. Denn Menschen haben Verhaltenserwartungen untereinander und „das Handeln ist an Verhaltenserwartungen orientiert“ und „damit ist eine gezielte Verbindung von Handlungen möglich“ (Joas: 2006, S. 177). Wir versuchen, Verhalten und Handlungen mittels Erwartungen zu antizipieren, d.h. vorwegzunehmen. Der Personalchef eines Betriebes macht ein Einstellungsgespräch mit
8 Dazu: Helmuth Plessner (1976): Die Frage nach der Conditio humana. Aufsätze zur philosophischen
Anthropologie. Suhrkamp Verlag.
11
einem potentiellen Mitarbeiter für eine offene Stelle und gibt ihm nach halbstündigem Plaudern das grüne Licht, denn er glaubt sich ein Bild gemacht zu haben von diesem Menschen als geeignet beispielsweise in den Kompetenzen Ehrgeiz, Teamfähigkeit und Intellektualität. Er baut also Erwartungen an diesen auf, obwohl er ihn noch nie hat praktisch arbeiten sehen, doch er kann sich vorstellen in seiner Erwartung, wie dieser Mensch bezüglich der Aufgaben im Betrieb sich hoffentlich gewissenhaft verhalten und handeln wird. Der Mitarbeiter wird eine Stellung im organisierten sozialen Zusammenhang einnehmen. Die Meadsche Formel der Verhaltenserwartungen „taking the role of the other“, eine Formel der Perspektivenübernahme und somitiger Ausdeutung, Antizipation des Verhaltens und Verstehung des anderen Menschen beschreibt überhaupt sozusagen erst die Bedingung der Möglichkeit für soziales und kollektives Handeln. Erst durch diese Interpretation des Verhaltens von anderen, durch die Vorwegnahme in Erwartung das bestimmtes Verhalten des anderen eintreten wird und die Perspektivenübernahme, beispielsweise durch Einfühlungsvermögen, wird es für das Ich möglich, sich selbst im Blick der anderen zu betrachten und bewusst wahrzunehmen. Das eigene Selbst im Anderen wurde am besten durch Cooleys „looking glass self“ Metapher zum Ausdruck gebracht 9 . Ich sehe mich in den Augen und in der Wahrnehmung des anderen, sozusagen mein Bild, meine Erscheinung und mein Verhalten sehe ich in der Perspektive des anderen auf mich selbst projiziert und durch dessen Reaktionen auf mich und mein Handeln werde ich sozialisiert, sanktioniert, bestätigt oder abgelehnt und bilde eine Identität im Sinne eines Selbstkonzeptes, eines Selbstbildnisses von mir selbst mit allem was dazu gehört, beispielsweise emotional-sozialer Stabilität, ein bestimmter Stil der sich äußert durch Kleidung, Sprache, Auftreten etc., Differenziertheit zu anderen oder beispielsweise hohe oder niedrige Beeinflussung durch andere aus. Ich erkenne wer ich bin nur in der Relation zu und durch andere. An uns gerichtete Erwartungen, auf uns reagierende Reaktionen von anderen wirken wie ein sozialer Spiegel. Man reflektiert sich in diesem Spiegel und setzt sich auseinander mit dem eigenen Verhalten, mit dem was man kann und was nicht, wer man ist und wer nicht, wo man sich zugehörig fühlt und wovon man sich abgrenzt. So entsteht das Selbst eines Menschen also durch die soziale Erfahrung mit anderen derselben Spezies.
Hierbei entsteht, entwickelt und bildet sich die Einheit die man als Selbst bezeichnet, ähnlich wie bei Freud, aber doch ganz anders, aus zwei weiteren Konstrukten ein und derselben Medaille „Identität“, die Mead „I“ und „Me“ nennt. Das „Ich“ repräsentiert die spontane,
9 Siehe dazu: Cooley, C. H. (1902). Human nature and the social order. New York: Charles Schribner's Sons.
12
einzigartige und kreative Seite des Selbst, sozusagen die Triebkräfte, Instinkte und Intuitionen, während das „Mich“ die Internalisierung von Normen, bestimmten adäquaten Verhaltensweisen auf Basis dessen wie sozusagen Alter Ego sieht. Insbesondere ist beim „Me“ sozusagen die Selbstreflexion zu betonen, in der sich der Mensch durch Selbstbeobachtung und Perspektivenübernahme durch die anderen die ihn widerspiegeln und Erwartungen an ihn hegen, hauptsächlich mittels der Sprachlautgebärden, zum Objekt der Selbsterforschung macht (Vgl. Mead: 1973, S. 179-181; S. 216). Nur so, durch die Perspektivenübernahme mittels der Meadschen Formel „taking the role of the generealized other“ gelangt der Mensch zu hinreichendem Selbstbewusstsein und kann sein Verhalten und Handeln je nach beispielsweise Norm und Konformität kontrollieren und bis zu einem gewissen Grade steuern. Nach Mead macht diese Fähigkeit des „sich selbst in die Haut des anderen zu versetzen“, des „Sich-Versetzen der Identität in die Rollen anderer“ die gesellschaftlich-soziale Intelligenz des Individuums aus (Mead: 1973, S. 183). Wenn ich mehreren Personen gegenübertrete, die ich als Bezugspersonen in mein Selbst integrieren will, dann werden diese vielen zu mehreren „Me´s“, die ein bestimmtes, von mir eingeschätztes Fremdbild von mir haben und so Erwartungen an mich richten, die ich hinsichtlich derer mittels meines „I´s“ zu erfüllen versuche, indem dieses jeweilige „Me“, entstanden durch einen jeweiligen signifikanten anderen die Kräfte, Impulse und energetischen Triebe des „I´s“ versucht zu strukturieren und zu bewerten. Erst wenn das gelingt, alle „Me´s“ der signifikanten anderen Bezugspersonen die sich ausgebildet haben und das „I“ zu synthetisieren, dann entsteht das „self“ und dauerhaft eine „sichere Persönlichkeitsstruktur“ (Joas: 2006, S. 178). Andernfalls kömmt es zur Persönlichkeitsspaltung, zum Auseinanderfallen der einheitlichen und ganzen Identität bzw. des Selbstes in seine Teile (Vgl. hierzu Mead: 1973, S. 186). Die Freudschen Entwicklungsphasen des Kindes (oral, anal, phallisch) 10 heißen bei Mead hingegen „Play“ und „Game“ und besitzen auch einen völlig anderen Entwicklungssinn. Im spielen eines Spieles lernt das Kind zunächst die anderen nachzuahmen oder alleine, durch sich entwickelnde empathische Züge auf die Bezugspersonen den anderen zu imaginieren und das eigene Verhalten auf das der oder des anderen komplementär abzustimmen. Ein Beispiel für ein Spiel wo das Kind diese „Playphase“ durchmacht, wäre z.B. der Kaufladen oder das Puppenspiel. Das Kind stellt sich vor, wie es als Mama sein eigenes Kind behütet und sich sorgend um es kümmert. Jungs spielen dann eventuell eher gern mal den erwachsenen und adulten Mann und ahmen ihren Papa nach. Das so genannte „Game“ meint dann eher ein
10 Zur psychosexuellen Entwicklung des Kindes, siehe z.B.: Dornes, Martin (1997): Die frühe Kindheit.
Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre. Fischer, Frankfurt, 8. Auflage.
13
Gruppenspiel, in dem sich die Kinder gegenseitig koordinieren müssen um beispielsweise bei einem Wettkampfspiel mit dem einen Team gegen das andere zu gewinnen. Das „Game“ erfordert dann also aufeinander abgestimmtes, im Grunde genommen schon soziales Zusammenhandeln der Kinder, welches sich an einem telos orientiert. Hier heißt es nicht nur das Verhalten anderer zu antizipieren, sondern man nimmt in einer Sozialgruppierung beispielsweise beim Sport eine Funktion als Handelnder meinetwegen Libero im Gegensatz zum Stürmer ein. Die Rolle des Liberos mit all seinen üblichen Aufgaben muss idealtypisch gespielt werden in Abstimmung zur Rolle des Mittelfeldspielers und dieser passt dann vor zum angreifenden Stürmer der die Pille dann idealtypischerweise ins Tor pfeffert. Diese sozusagen festgelegten Normen wie man sich in der Rolle des Liberos, des Mittelfeldspielers und des stürmenden Angreifers zu verhalten hat manifestieren sich im Meadschen Jargon im „generalisierten Anderen“, also sozusagen in den von der Gesellschaft geformten und allgemein gültigen, wenn auch wandelbaren Spielregeln (Vgl. Joas: 2006, S. 178). Diese Theorie betont also auch die soziale Bedeutung des kindlichen Spieltriebs, der ein entscheidender Faktor in der Sozialisation ist. Die ganze analytische Theorie Meads vollzieht sich in den Handlungen der Akteure, womit sie elementar pragmatisch ist. Erst in den Handlungen der Interaktion und Verständigung durch Symbole, dem Handlungsvollzug beim Spiel und der gelernten, durch Selbstreflexion erworbenen Persönlichkeitsformung er- und gelangt der Mensch zum fundamental notwendigen und dem Mensch vom Tier scheidenden Selbstbewusstsein und zu transsituativem, zeitlich stabil-konsistentem und
gesellschaftstauglichem Handeln (Soziologie) und Verhalten (Psychologie) 11 . Der menschliche Geist speist sich aus dem Artefakt der Sprache. Denken eines Einzelnen bedeutet nach innen gerichtetes Sprechen zu sich selbst, der in der Literatur so genannte innere Monolog oder William James Idee des psychologischen „stream of consciousness“. 12 Und indem man etwas für sich und zu sich selbst sagt, legt man die sozialpsychologische Grundlage, nachher etwas zu anderen zu sagen. Das eigene Gesagte kann dann wieder reflektiert und von sich selbst, indem man den eigenen Geist betrachtet, wahrgenommen und vom Verstand modifiziert werden zu Gunsten der eigenen Selbstformung. Wobei hier noch hinzugefügt werden muss, das nach den aktuellen kognitiven Theorien und Erkenntnissen, die Informationsverarbeitung und tiefe Elaboration von Weltordnungsschemata und Wissen im
11 Siehe dazu im Kapitel über „Eigenschaftstheoretische Ansätze“ z.B.: Laux, Lothar (2003):
Persönlichkeitspsychologie. Kohlhammer Verlag.
12 Siehe hierzu: William James (1890) The Principles of Psychology. 2 Bände. New York; London: Holt and
Macmillan.
14
intuitiven Modus von statten geht und sich zum Grossteil des Zugriffs der analytischen und selbstreflexiven menschlichen Verstandestätigkeit entzieht. Selbstreflexion, soziales Wissen und Identitätsbildung jedoch sind eher bewusst ablaufende und situativ-kognitive Prozesse der Persönlichkeitsbildung, in denen bewusst durch innerliches Sprechen das Individuum sich zu Recht weist und sich, welches von den anderen aufmerksam gemacht wurde, ergo selbst sozialisiert. Doch diese sozialen Situationen die ein Mensch erlebt, kann er erst selbstreflexiv im Nachhinein sozusagen aus der sozialen Erfahrung heraus und erst nachdem sie geschah, deuten und interpretieren. Während der Mensch Erfahrungen durchlebt, ist er natürlich auch daran beteiligt, doch der Prozess der Reflexion kann erst nachdem die Situationen und Erfahrungen passiert sind, sozusagen aus der Erinnerung und dem Gedächtnis heraus, diese mittels kognitiven Denkens nochmals rekonstruieren und durchspielen (Vgl. so ähnlich: Mead: 1973, S. 179). Hier schließe ich ab mit dem pragmatischen Denken von Mead.
4. Über die Fruchtbarkeit des Pragmatismus in der Sozialwissenschaft
Ganz dem schon entwickelten pragmatisch-soziologischen Ansatz von Henrik Kreutz folgend, lässt sich zitieren: Die Sozialwissenschaften sollen nach solchen Lieferungen von empirischen Ergebnissen trachten, „die es wert sind, dass sie bei dem praktischen Handeln bedacht werden“, denn wissenschaftliche Forschung ist aus pragmatischer Sicht sinn- und wertlos, „wenn sie nicht in praktisches Handeln einmünden kann“ (Kreutz: 1988, S. 12). Weiterhin bedeutet die Einbeziehung der pragmatischen Maxime, also nach den Wirkungen zu fragen die empirische Sozialforschung auf Populationen haben könnte, das man unbedingt auch nach den Ursachen für bestimmte sozio-ökonomisch-kulturelle Phänomene fragt, denn: Pragmatische Soziologie „geht davon aus, dass empirische Erfahrungen und „Erfahrungstatsachen“ allein keine brauchbare Grundlage für wissenschaftliche Erkenntnis sind“ (Kreutz: 1988, S. 18). Da der Pragmatismus auch abzielt auf mögliche weitere Möglichkeiten zur Veränderung von Gesellschaftszuständen, die aus der Empirie sozusagen diagnostiziert worden sind, sollte er auch immer realistische weitergehende Vorstellungen, (diese müssen nicht immer wurzeln in der Tradition des Fortschrittdenkens sein) mitsamt der empirischen Forschungsergebnisse abliefern und diese aus ihnen beziehen. So ist es der pragmatischen Sozialwissenschaft denn möglich, aus empirisch erforschten Tatsachen, wie beispielsweise das soziale Problem der Immigranten die in ein Land kommen und sich nicht assimilieren können an Werte und Normen der jeweiligen Gesellschaft in diesem Lande, da sie schon durch ihre Herkunftskultur sozial geprägt und diese fest internalisiert haben, auch
15
Vorhersagen über die mögliche Entwicklung dieser Migranten zu treffen, die Sozialreformen zur Konsequenz haben könnten. Beispielsweise wenn die Migrantenkinder zu Hause in der Kernfamilie trotzdem immer noch nicht die Sprache des Landes sprechen, in das sie gekommen sind, um sich langfristig niederzulassen und sie so nur unzureichend die unbedingt notwendig zu lernende Landessprache nicht sprechen, dann muss man sie eben verstärkt in Sprachkurse reinstecken, die am besten geleitet werden von nicht muttersprachlichen Lehrern/innen, sondern von ebenfalls zugezogenen Migrantenlehrern/innen, welche die Sprache auch neu gelernt haben und jetzt hinreichend beherrschen. Dies ist kein sonderlich gutes Beispiel, aber es reicht um zu veranschaulichen was gemeint ist in der Theorie der Fruchtbarkeit einer pragmatischen Soziologie. In gewisser Weise verstehe man gar nicht, wie die Soziologie nicht pragmatisch fruchtbar sein könnte. Eigentlich ist beinahe jedwede soziologische Forschung pragmatisch, bis auf Theoriebildung a la Luhmann. Dies wird anscheinend nur oftmals nicht richtig mitgesagt und genannt in den wissenschaftlichen Papers. Das zentrale Problem der pragmatisch angehauchten Sozialwissenschaft ist doch viel mehr, das die soziologischen Erkenntnisse, wie beispielsweise die neueste Forschung zum Phänomen sozialer Exklusion 13 , der damit oft einhergehenden sozialen Verwahrlosung und dem Verlust von Entwicklungs- und Anschlussmöglichkeiten an und in eine Gesellschaft, einfach nicht richtig sozialreformerisch umgesetzt werden, das es also nicht zum eigentlich zur Lösung des offenkundigen Problems und dem damit verbundenen Leidensdruck vieler Menschen kommt, weil diese Erkenntnisse erst gar nicht an diejenigen Menschen, z.B. die Politiker, geraten. Es besteht immer noch oder schon wieder eine Kluft in Form von miserablen Kommunikations- und Verständigungsmöglichkeiten zwischen wissenschaftlicher Sozialforschung und dem politischen System. Da die Soziologie als theoretische Wissenschaft einen riesigen Fundus und Plural an Theorien zur Erklärung der komplexen sozialen Wirklichkeit bietet, würden all diejenigen Theorien durch den Pragmatismus negiert, die zu wirklichkeitsfremd und abstrakt daher kommen und für empirische Forschung inklusive pragmatisches Umsetzen von wissenschaftlichen Erkenntnissen unfruchtbar sind: Niklas Luhmanns Systemtheorie, die nach eigener Aussage Luhmanns für die Empirie fast keinerlei oder nur geringen Nutzen hat 14 , während beispielsweise der Rational-Choice-Ansatz als soziologische Erklärung menschlichen Handelns „die phänomenale Vielfalt des Handelns
13 Siehe z.B.: Bude, Heinz; Willisch, Andreas; (Hrsg, 2006): Das Problem der Exklusion. Ausgegrenzte,
Entbehrliche, Überflüssige. Hamburger Edition HIS Verlagsgesellschaft. mbH.
14 Siehe dazu: Fuhse, Jahn (2005): Theorien des politischen Systems: David Easton und Niklas Luhmann. Eine
Einführung. VS Verlag, ab S. 106-108.
16
nicht zu rekonstruieren erlaubt“ (Joas: 1992, S. 58), denn es gibt auch nicht-rationale Handlungen. Somit relativiert der Pragmatismus utilitaristische und funktionalistische Verhaltensmodellierungen- und Erklärungen. In der Soziologie zielt er ab auf die Analyse von „Formen der kollektiven Verarbeitung intendierter und nicht-intendierter Folgen des Handelns“ (Joas: 1992, S. 59). Denn der Pragmatismus fragt und nimmt nicht einfach das moderne Individuum als Vorbild für eine soziologische Handlungstheorie, sondern er fragt und setzt viel früher an bei dem Zustandekommen wie Individuen überhaupt darauf kommen sich so oder so bestimmt zu verhalten. Grundtenor dieses Ansatzes ist es, das Handlungs- und Denkweisen entstehen aus Kollektiven, die sich kollektiv verhalten und aus sozialen Bewegungen (68er Generation, die ganz neue Normen und Verhaltensweisen in der Gesellschaft etablierten und die wunderbar pragmatisch war und auch so analysierbar ist), beispielsweise auch aus politischen Ordnungen wie der Demokratie heraus. Man betrachtet dann analytisch eher das übergeordnete Grosse und Ganze, sozusagen der gesellschaftliche Überbau der das Individuum so maßgeblich prägt und in ihm Handlungs- und Denkweisen reifen lässt und hervor ruft durch Normen und Sozialisation. Ein gutes weiteres Beispiel ist hier auch die Universität als sozialem System und kollektiv angelegter Institution, an der die Studenten ursprünglich und hoffentlich immer noch kritisches Denken erlernen sollten. So etwas wie ein methodologischer Individualismus ist in der Analyse des einzelnen Daseins und des einzeln handelnden ebenso wichtig, aber erst nach und indem er die vorangegangene gesellschaftliche Prägung und die daraus entstandene Handlungskonsequenz mit einbezieht. Nach all diesen Ausführungen, Exkursen und Ausflügen zur Beispieluntermauerung der Theorie in die Psychologie, ist klar geworden das der Pragmatismus für die Sozial- und Gesellschaftswissenschaften durchaus fruchtbar war, wieder sein kann und ich meine auch es sogar schon sozusagen in latenter Art und Weise es auch ist. Er scheint nur nie in vielerlei Forschung als einflussreich mit genannt zu werden, obwohl er beständig als Hintergrundphilosophie zu fungieren scheint. Der Pragmatismus als dialektische Methode, der versucht die nach seiner Auffassung unsinnigen Dualismen, Trennungen, Unterscheidungen und Polaritäten zusammen zu fügen und zu führen könnte fast aus Asien stammen. Dort wird eben nicht ständig wie nach europäischem Gedankengut getrennt, sondern Ying und Yang sind schon immer eine Einheit und gehören zusammen. Entstanden ist er trotzdem in Amerika, wo es zahlreiche Intellektuelle gibt, die für ihn plädieren 15 , während er in Deutschland immer noch mit der Rezeption und Forschung hinterher hinkt bzw. wie es
15 Bspl: West, Cornel (1989): The American Evasion of Philosophy: A Genealogy of Pragmatism. The Unversity
of Wisconsin Press. und Rorty, Richard (1982): Consequences of Pragmatism. publ. University of Minnesota
Press.
17
scheint noch nicht richtig Fuß gefasst hat, denn er würde einige Teile europäischer Kultur und wissenschaftlicher Forschung in Frage stellen und angreifen, welche auf der Vernunft fußt, wogegen sich schon Durkheim wehrte (siehe Durkheim: 1987, S. 11-12). Letztendlich bleibt abschließend zu konstatieren, dass es dort draußen in der Welt soziale Probleme gibt, wie beispielsweise soziale Vernachlässigung, Exklusion, Armut und Verarmung, Segregation und Gettoisierung, soziale Ungerechtigkeiten und Chancenlosigkeiten für die Menschen, die durch sozialpragmatische Forschung aufgedeckt werden können und werden, aber hinzukommend und kennzeichnend für den soziologischen Pragmatismus der 30er Jahre an der Chicagoer Schule sollten diese Erkenntnisse in sozialpolitisches und sozialreformerisches Handeln umgesetzt werden können. Viele Spannungen gibt es sicherlich zwischen Webers Forderung nach wertfreier Forschung und diesem Denken, obwohl es dabei bleibt das Soziologen die Gesellschaft immer noch so erforschen wie sie ist, den Part des Wie-sie-sein-sollte, den übernehmen Politiker indem sie soziologisch fundierte Erkenntnisse eben beispielsweise über soziale Problem- und Schieflagen praktisch und pragmatisch in ihrem politischen Handeln umsetzen. Es muss darauf geachtet werden das der Soziologe nicht normativ, durch seine Gefühlswelt beeinflusst an solcherlei Forschung herangeht und dann seine Thesen verifiziert und interpretiert so wie er es will, sondern das die Forschung trotzdem objektiv versucht zu bleiben. So ganz bekommt man die Gefühle aber auch nicht aus der wissenschaftlichen Forschung heraus, für den Pragmatisten ist und wäre diese Trennung sowieso Humbug und längst hinfällig. Wer heute noch strikt behauptet, Gefühle resp. Leidenschaft und Wissenschaft könne man trennen und diese seien nicht miteinander verwoben, erzählt mit Harry G. Frankfurt 16 geschrieben ausgesprochenen Bullshit.
16 Siehe hierzu: Frankfurt, Harry G. (2006): Bullshit. Suhrkamp.
18
Literaturverzeichnis
Baumgart, Franzjörg (2004): Theorien der Sozialisation. Erläuterungen, Texte, Arbeitsaufgaben. 3., durchgesehene Auflage. Julius Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn. Blumer, Herbert (1973): Der methodologische Standort des symbolischen Interaktionismus. In: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hrsg.): Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit. Band 1. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 80-101. Buss, David M. (2004): Evolutionäre Psychologie. 2., aktualisierte Auflage. Pearson Education Deutschland GmbH.
Dewey, John (1998): Die Suche nach Gewissheit. Eine Untersuchung des Verhältnisses von Erkenntnis und Handeln. Suhrkamp, Frankfurt am Main.
Durkheim, Emile (1987): Schriften zur Soziologie der Erkenntnis: Pragmatismus und Soziologie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main.
Euler, H. A. (2002): Die Beitragsfähigkeit der evolutionären Psychologie zur Erklärung von Gewalt. In: W. Heitmeyer & H.-G. Soeffner (Hrsg.): Gewalt - Neue Entwicklungen und alte Analyseprobleme (S. 423-437). Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main. Gehlen, Arnold (1978): Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt. 12. Aufl., Wiesbaden.
James, William (2000): Was will der Pragmatismus? In: Ders.: Der Pragmatismus. Ein neuer Name für alte Denkmethoden (Hrsg.: Klaus Oehler). Felix Meiner Verlag, Hamburg. Joas, Hans (1992): Pragmatismus und Gesellschaftstheorie. Suhrkamp Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main.
Joas, Hans (2006): George Herbert Mead. In: Kaesler, Dirk (Hrsg.): Klassiker der Soziologie. Von Auguste Comte bis Alfred Schütz. Band 1. Verlag C.H. Beck.
19
Kreutz, Henrik (Hrsg.) (1988): Pragmatische Soziologie. Beiträge zur wissenschaftlichen Diagnose und praktischen Lösung gesellschaftlicher Gegenwartsprobleme. Leske + Budrich, Opladen.
Mead, George Herbert (1973): Geist, Identität und Gesellschaft. Suhrkamp Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main.
Mead, George Herbert (1980): Gesammelte Aufsätze. Band 1. Suhrkamp Verlag. Watson, John B. (1976): Behaviorismus. Frankfurt am Main.
Zimbardo, Philip/Gerrig, Richard (2004): Psychologie. 16., aktualisierte Auflage. Pearson Education Deutschland GmbH.
20
Arbeit zitieren:
Konrad Kalisch, 2007, Warum könnte der Pragmatismus für die Soziologie fruchtbar sein?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Romantischer und wirklichkeitsferner Eichendorff ? Die Darstellung der...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Geschlechterpolitik der Europäischen Union
Geschlechtersubjektivität oder...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 39 Seiten
Hospiz und Sterbebegleitung - Sterben als letzte Lebensphase in Würde
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Joseph von Eichendorff: Das Schloss Dürande - Der Dichter und die Re...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Das Konzept des „Gender Mainstreaming“ der Europäischen Union zum Abba...
Zwischen verfolgtem Anspruch u...
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Essay, 11 Seiten
Soziale Arbeit bei der Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehö...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 87 Seiten
Figurencharakterisierung und figurenbezogene Informationsvermittlung i...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 20 Seiten
Chancengleichheit für Männer und Frauen in der Europäischen Union
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 21 Seiten
Die Pressefreiheit in Nordkorea
Seminararbeit International Re...
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
Möglichkeiten und Grenzen kunsttherapeutischer Interventionen - darges...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 106 Seiten
Nordkorea: Instrumentalisierung des Mediensystems zur Aufrechterhaltun...
Medien / Kommunikation - Sonstiges
Seminararbeit, 30 Seiten
Das lebensweltorientierte Konzept nach Hans Thiersch
Lebensweltorientierung - Gesch...
Hausarbeit, 27 Seiten
Geschlechtsspezifische Ungleichheiten
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Seminararbeit, 17 Seiten
Geschlechtsspezifische Ungleichheiten - Benachteiligung von Frauen in ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 28 Seiten
Konrad Kalisch's Text Warum könnte der Pragmatismus für die Soziologie fruchtbar sein? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Konrad Kalisch hat den Text Warum könnte der Pragmatismus für die Soziologie fruchtbar sein? veröffentlicht
Konrad Kalisch hat einen neuen Text hochgeladen
Fishing in Utopia: Sweden and the Future That Disappeared
Sweden and the Future that Dis...
Andrew Brown
0 Kommentare