Inhaltsverzeichnis
Einleitung S. 1
1. Ovidius Publius Naso 2
1.1. Sein Leben, seine Zeit 2
1.2. Ovids Schaffen 4
2. Metamorphose 5
2.1. Worterklärung nach Brockhaus 5
2.2. „Metamorphosen“, geschrieben von Ovidius Publius Naso
S. 5
2.2.1. Struktur 7
2.2.2. Inhalt 8
3. Verwandlungen 8
3.1. Verwandlungsarten 8
3.2 Das Verwandlungsmotiv 9
4. Rezeptionen von Metamorphosen 10
4.1. „Alice im Wunderland“, von Lewis Carroll 11
4.2.1. Der Autor und sein Sprachspiel 11
4.2.2. Inhalt 12
4.1.3. Struktur und Gattung 12
4.1.4 Verwandlungen 14
4.2. „Die Verwandlung“, von Franz Kafka 18
4.2.1. Der Autor 18
4.2.2. Briefe an Felice Bauer 19
4.2.3. Die Erzählung 19
4.2.4. Die Verwandlungsthematik 20
4.3. „La métamorphose de Narcisse“, von Salvador Dalí
S. 24
als Beispiel aus dem 20. Jahrhundert aus dem Bereich der Malerei
4.3.1. Die Surrealisten 24
4.3.2. Der Maler Salvador Dalí und die paranoisch-kritische Methode S 25
4.3.3. Das Gemälde 26
4.3.4. Das Gedicht 27
Schluss S. 29
Literaturverzeichnis S 30
Einleitung
Sich zu verwandeln und zu verändern ist für jeden Menschen interessant, auch wenn es nur Gedanken sind, sich einmal in einem anderen Körper, in einem anderen Leben wieder zu finden. In vielen Filmen und Büchern kann man heutzutage mitverfolgen, wie eine Person mit einer zweifachen Identität seine Umwelt beeinflusst oder sich in einen Held verwandelt. Diese modernen Geschichten haben die Verwandlungsthematik gemeinsam, die seit mehreren Jahrhunderten in vielen Werken und Epochen in Literatur, Malerei und Bildhauerei zu finden ist.
Schon in der Antike befassten sich Autoren mit diesem Motiv, aus denen der Dichter Ovidius Publius Naso sehr hervorsticht. Mit seinem Werk „Metamorphosen“ fasste er in seiner damaligen politisch-geschichtlichen Situation die griechisch-römischen Sagen zu einem Gedicht zusammen, das bis heute nichts an Interesse verloren hat. Das allumfassende Leitmotiv darin ist der Mythos Verwandlung. Viele Autoren nach ihm haben sich von seinem Werk inspirieren lassen und ihre eigene Schöpfung daraus kreiert. Das Verwandlungsmotiv entwickelte sich im historischen Prozess weiter und wurde den jeweiligen Epochen angepasst. Künstler und Autoren hatten persönliche Erfahrungen in ihre Bearbeitungen mit einfließen lassen, so dass der Metamorphosenbegriff sich stetig weiterentwickelte. Von Ovid über Nikolaj Gogol und Michail Bulgakow zu Christian Ransmayr und Mario Vargas Llosa: der Mythos der Metamorphose blieb in seiner Aussage polysemantisch und wurde durch die Art und Weise, wie er seine Botschaft aussprach, definiert: er selbst unterlag bzw. unterliegt auch heute noch einer Metamorphose. Wie entwickelte sich der Begriff „Metamorphose“ bis heute bzw. wie wurde der Mythos zu verschiedenen Zeiten umgesetzt bzw. eingesetzt? Die Aktualität des Begriffes „Metamorphose“ und seine moderne Umsetzung werden im Folgenden an verschiedenen Texten untersucht.
Ovids „Metamorphosen“ sind Ausgangspunkt dieser Arbeit. Autor, Inhalt und Verwandlungsthematik werden kurz vorgestellt. In den nachfolgenden Kapiteln werden Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert in Annäherung an den antiken Mythos der Verwandlung untersucht und wie ihre zeitgenössische Verwandlungsthematik mit Ovids „Metamorphosen“ zu vergleichen ist.
1. Ovidius Publius Naso
1.1. Sein Leben, seine Zeit
Ovid wurde im Jahr 43 v. Chr. in Sulmo geboren. Er selbst beschreibt in seinem Werk Tristia, IV, 10 1 sein Leben als eine „erste ausführliche poetische Autobiographie“ 2 . Schon früh beschäftigte er sich gegen den Willen seines Vaters mit der Kunst des Schreibens. Ovid bewarb sich ungefähr mit 20 Jahren um ein politisches Amt. Die Politik machte ihn aber nicht glücklich. Daher brach er seine politische Laufbahn ab und folgte den großen Dichtern seiner Zeit, wie zum Beispiel Aemilius Macer, Properz, Horaz oder Vergil. Ovid begann selbst zu schreiben, jedoch war er ein sehr selbstkritischer Mensch. Er verbrannte die Schriftstücke, die seiner Meinung nach anspruchslos und nicht gut waren. 3 Auf familiärer Ebene lässt sich sagen, dass Ovid als junger Mann heiratete, beide Elternteile zu Grabe trug und eine Tochter samt zwei Enkeln hatte.
Als ordentlicher Mann war sein Ruf tadellos und er kam nie ins Gerede. Jedoch wurde er von dem damaligen Herrscher Roms Octavius Augustus in die Verbannung geschickt. Der Grund wurde nicht genannt, doch kann man davon ausgehen, dass Ovid etwas gesehen oder gehört hat, das er nicht erfahren sollte. Der unglückliche Umstand, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, führte dazu, dass Augustus ihn nach Tomis (heutiges Rumänien) ins Exil verbannte. Ovid schrieb, dass alles ein Missverständnis sein müsse und er nichts absichtlich getan habe. Er fragte Augustus, welchen Fehler er begangen und wodurch er sich schuldig gemacht habe 4 . Ovid war der Meinung, dass ihm jemand schaden wollte. Daher schwore er, dass er nichts Falsches über Augustus geschrieben habe, das diesen diskreditieren würde 5 . Wann und ob dies in zeitlicher Nähe zur Verbannung geschrieben wurde, ist hier nicht ersichtlich. Ovid schrieb des Weiteren, dass der Grund seiner Verbannung jedem bekannt sei, deswegen werde er nicht weiter darauf eingehen 6 .
Das Jahr 41 vor Chr. bis zum Jahr 31 vor Chr. war die letzte Periode der Bürgerkriege in Rom, deren Schlacht bei Actium von Octavius gewonnen wurde. Im Jahr 38 vor Chr. wurde
1 Naso, Ovidius Publius: tristia epistulas ex ponto. Briefe aus der Verbannung. Artemis Verlag, Zürich, 1963
2 Döpp, Siegmar: Werke Ovids. DTV, München, 1992, Seite 14
3 Tristia IV, 10, 61f: „Multa quidem scripsi, sed, quae vitiosa putavi, emendaturis ignibus ipse dedi.” - Viel zwar
hab ich geschrieben, doch was als verfehlt mir erschienen, das übergab ich gleich selber der läuternden Glut
4 Tristia II, 103f: „cur aliquid vidi? Cur noxia lumina feci? Cur imprudenti cognita culpa mihi? - Weshalb sah ich
etwas? Warum ward ich schuldig durch Blicke? Weshalb war ich der Tor, der die Verfehlung erkannt?
5 Tristia II, 77-80: „Ah! Ferus et nobis nimium crudeliter hostis, delicias legit, qui tibi cumque meas, carmina de
nostris, cum te venerantia libris iudicio possint candidiore legi.” - Ah! Ein einfühlloser Feind, ein allzu
grausamer war es, wer es immer auch sei, der mein Getändel dir las, dass man in all meinen Büchern nicht
Dichtungen, die dich verehren, könne erblicken, die mich zeigen in reinerem Licht!
Octavius der neue Princeps Roms und benannte sich im Jahr 27 vor Chr. Um in Augustus der Erhabene. In der Zeit von 31-17 vor Chr. verlief der Übergang von der Republik zur Monarchie. Die Jahre 4-14 nach Chr. waren die Krisenjahre der Regierungszeit Augustus`: Getreideknappheit, hohe Steuern und Verschuldung verschlechterten das Leben Roms. Die Suche nach einem Nachfolger für Augustus führte zu Konflikten in seiner Familie. Ovids erlebte die junge römische Republik in jungen Jahren. Er wurde Zeuge der Kriegsjahre und des Wandels während der augusteischen Zeit. Seine Werke waren positiv gestaltet, doch ließ er zum Beispiel in den Metamorphosen erkennen, dass Rom nicht ewig existieren werde 7 . Dieses Werk ging nicht mit den ideologischen Grundlagen von Augustus bezüglich dessen Politik einher 8 .
Hier sei kurz der Begriff „augusteische Literatur“ genannt. Dieser Begriff fällt als Epochenbegriff in verschiedene Generationen mit unterschiedlich prägenden Erfahrungen: das geistige Leben war dieser Zeit ganz nach dem Wirken Augustus` gerichtet. Die damaligen Dichter sahen ihre Aufgabe darin, ihren Herrscher in ihren Werken zu verherrlichen, um so die Goldene Zeit des Augustus schriftlich festzuhalten. Augustus sollte als der ideale Herrscher dargestellt werden. Schmitzer schreibt dazu: „Die augusteische Repräsentationskunst entwickelt ihre Zielsetzung ausschließlich im öffentlichen Raum als Medium für die Verbreitung der Ziele des Princeps.“ 9 Das heißt, die Literatur über und aus der Zeit Augustus` sollte den Herrscher Roms und sein Tun in positives Licht setzen. Schriften, die dieser Zielsetzung nicht entsprachen, waren nicht gestattet.
1.2. Ovids Schaffen
Die Dichtung nahm einen festen Platz in Ovids Leben ein; er beschrieb sie als Muse und Trost für sich selbst und als Ruhepol in seinem Leben. Ovid war sich seines Ruhmes bewusst, den er mit seinen Werken schon zu Lebzeiten erreicht hatte 10 . Ovid verfasste zahlreiche Werke, neben Tristia zum Beispiel auch die Amores, die Ars Armatoria. Vor allem ist die Dichtung „Metamorphosen“ zu nennen.
6 Tristia IV, 10, 99f: „causa meae cunctis numium quoque nota ruinae indicio non est testificanda meo.” -
Meines Verderbens Grund ist allzu bekannt einem jeden; darum brauch` ich ihn nicht selbst zu verkündigen
noch.
7 Ovid. Metamorphosen, XV, 420-452
8 Holzberg, Niklas: Ovid. Dichter und Werk. C.H. Beck, München, 1997, Seite 152
9 Schmitzer Ulrich: Zeitgeschichte in Ovids Metamorphosen. B.G. Teubner, Stuttgart, 1990, Seite 313
10 Tristia IV, 10, 117-223: „gratia, Musa, tibi: nam tu solacia praebes, tu curae requies, tu medicina venis (…) tu
mihi, quod rarum est, vivo sublime dedisti nomen, ab exequiis quod dare fama solet“ - sag` ich, Muse, dir Dank:
denn du hast Trost mir geboten, du, die mir Ruh` in der Qual, du, die mir Linderung bringt! (…) Du hast - selten
ist dies - im Leben mir schon enen stolzen Namen verliehn, wie ihn sonst Ruhm nach dem Tode nur gibt.
Schon in Tristia I, 7, 11-26 finden sich Hinweise auf die Entstehung dieses Werks. Ovid schrieb, dass er es zwar begonnen, aber jedoch schon wieder unfertig verbrannt habe. Dennoch wolle er die Dichtung wieder aufnehmen, so dass sich seine Leser daran erfreuen und sich an ihn erinnern können.
Ulrich Schmitzer beschreibt die Metamorphosen als erfolgreichstes Werk von Ovid, dessen Wirkung von der Antike ab über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis heute ein „unbezweifeltes Fundament des Wissens“ sei 11 . Der inhaltliche Stoff wurde bis heute in den Bereichen Malerei, Bildende Kunst, Musik und auch im Lateinunterricht verwendet. Es gibt immer noch einen großen Forschungsbereich hinsichtlich Struktur und Inhalt des Werkes. Das erste und das fünfzehnte Buch beziehen sich auf Augustus und so wurde das ganze Werk in einen politisch-geschichtlichen Rahmen eingebettet. Daraus kann man ersehen, dass Ovid ganz im augusteischen System verwurzelt war. Schmitzer schreibt, dass das fünfzehnte Buch ein „großangelegter Entwurf eines idealen Verhältnisses zwischen Dichter und Princeps“ sei 12 .
Man kann sagen, dass Ovid der bekannteste Dichter seiner Zeit war. Seine Motive aus „Metamorphosen“ wurden über verschiedene Epochen hinweg bis heute in vielen Bereichen, literarisch und malerisch, rezipiert.
2. Metamorphose
2.1. Worterklärung nach Brockhaus 13
Eine Metamorphose (griechisch metamórphosis; morphe = Gestalt, metá = inmitten, zwischen, nach) bezeichnet eine Umgestaltung oder eine Verwandlung. Unterschieden wird dieser Begriff in vier Bereichen:
Die Botanik: zusammenfassend geht es hier um die Umwandlung von Grundorganen unter Funktionswechsel im Laufe der Evolution.
Die Geologie: in diesem Bereich gibt es mehrere Formen der Metamorphose, zum Beispiel Gesteinsmetamorphose oder Thermometamorphose.
11 Schmitzer, Ulrich: Ovid. Georg Holms Verlag, Hildeheim, 2001, Seite 92
12 Schmitzer, 2001, Seite 98
13 Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. 20. Auflage, Band 14.F.A. Brockhaus, Leipzig, 1998, Seite 553
Die Zoologie: hier spricht man zum Beispiel von der indirekten Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Tier, zum Beispiel bei Insekten.
Im Bereich Mythologie und Literatur werden Verwandlungen von Menschen in Tiere, Pflanzen, Steine, Elemente oder auch Sterne behandelt. Die Metamorphose geht hier mit dem griechischen Mythos der Verwandlung einher. Hellenistische wie römische Dichter behandelten dieses Thema. Auch in altnordischer Dichtung und in vielen Märchen findet man das Motiv der Verwandlung. Die Metamorphosen als literarisches Motiv wirkten durch alle Epochen bis zur Gegenwart, wie zum Beispiel Ionescos „Les rhinocéros“. Ovid hat seinem Werk keine Definition von Metamorphose beigefügt, so dass man keine exakten Analysekriterien für den Verwandlungsvorgang hat 14 , denn nicht in jeder Sage kommt eine Verwandlung vor.
2.2. „Metamorphosen“, geschrieben von Ovidius Publius Naso
Dieses Werk von Ovid ist ein episches Sagengesicht in fünfzehn Büchern zu je 700 bis 900 Hexametern und beinhaltet ungefähr 250 Verwandlungsgeschichten aus der griechischen und römischen Mythologie. Es ist ungefähr um Christi Geburt entstanden. In Kindlers Literaturlexikon 15 liest man, dass es in „Metamorphosen“ keinen zentralen Held gibt und dass das alles zusammenhaltende Grundprinzip das Leitmotiv der Verwandlung ist. Die von Ovid zusammengetragenen Geschichten werden wegen den Verwandlungen erzählt, die die Personen als Strafe oder Rache, manchmal auch als Belohnung durch die Götter erleiden und ertragen müssen. Hinter den vielen kleinen Verwandlungen steckt die immerwährende Verwandlung, die bei der Entstehung der Welt beginnt und in der Zeit von Augustus endet.
Michael von Albert schreibt, dass das Epos ein „komplexes Gebilde [ist], in dem sich Strukturen der Einzelerzählungen, Buchstrukturen, chronologische, topographische und genealogische Einheiten sowie thematische Gliederungen überlagern und durchdringen“. 16
Walther Ludwig schreibt, dass es Ovids Ziel war, ein „Überepos, das die gesamte Mythologie und „Geschichte“ zur Darstellung bringen sollte (…), [zu schaffen]. Das Werk sollte eine überwältigende Fülle des Einzelnen enthalten und zugleich als Weltgedicht ein Ganzes
14 Haege, Hans-Jörg: Terminologie und Typologie des Verwandlungsvorganges in den Metamorphosen Ovids.
Alfred Kümmerle, Göppingen, 1976, Seite 197
15 Kindlers Neues Literaturlexikon. Band 12. Hg. Walter Jens, Kindler Verlag, München, 1991, Seite 844f
16 Albrecht, Michael von: Das Buch der Verwandlungen. Ovid-Interpretationen. Wiss. Buchverlag, Darmstadt,
2000, Seite 301
sein 17 .“ Ovid hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das selbst eine literarische Metamorphose ist. Er übernahm „den Mythos (…) bewusst als künstlerische Anschauungsform“ 18 . Michael von Albrecht schreibt: „Der Mythos ist bei Ovid wieder ein Weg universeller Interpretation.“ 19 Wichtig sei dabei die Bewegung in der Geschichte, damit der Mythos seine Dimension als strukturiertes Geschehen in der Zeit beibehält. Die Entwicklung des Mythos wird so in die moderne Realität integriert und aktualisiert. „Ovid schreibt ein Epos, das den universalen Anspruch des Mythos mit der Wirklichkeit von Natur, Geschichte und Individuum verbindet.“ 20 Ovid stellte den Mythos mit seiner poetischen Besonderheit in einen naturwissenschaftlichen und geschichtlichen Rahmen und löste so die Mythen aus ihrer kultischen Verankerung. Somit repräsentiert auch Ovid bereits einen Typ der Mythenrezeption.
Ludwig schreibt, dass Ovid der erste war, der „die Metamorphosendichtung mit der Konzeption eines Weltgedichtes verband. Bei der Darstellung des Weltprozesses kam es ihm immer wieder darauf an, sowohl den ständigen Wechsel als auch - und vielleicht noch mehrdas Dauernde im Wechsel zuzeigen“ 21 . Der Mythos der Verwandlung beinhaltet trotz Veränderung immer etwas Stetiges.
Auch Hans Blumenberg hat sich mit dem Mythos und der Metamorphose beschäftigt: für ihn ist Ovids Werk „Metamorphosen“ kein einfacher Sammelband, sondern die Arbeit am Mythos selbst 22 . Das Buch verkörpert das Prinzip der Metamorphose und die weitere Bearbeitung dieser Thematik lässt den Mythos der immerwährenden Verwandlung bestehen.
2.2.1. Struktur
„Metamorphosen“ bestehen aus fünfzehn Büchern, die sich nach dem Proömium in drei größere Teile gliedern lassen: 1. Die Urzeit, met I, 1-451 2. Die mythische Zeit, met I, 452- met, XI, 193 3. Die historische Zeit, met, XI, 194 - met, XV, 870
Diese drei Teile unterscheiden sich im Aufbau: die Urzeit ist chronologisch aufgebaut, das heißt ein Ereignis folgt dem anderen. In der mythischen Zeit ist der Handlungsverlauf mehrsträngig und verflochten. Die historische Zeit verfolgt wieder ein Nacheinander,
17 Ludwig, Walther: Struktur und Einheit der Metamorphosen Ovids. Walter de Gruyter&Co, Berlin, 1965, Seite
84
18 Albrecht, 2000, Seite 44
19 Ebd., Seite 46
20 Ebd., Seite 48
21 Ludwig, Seite 84
22 Blumenberg, Hans: Arbeit am Mythos, 4. Auflage, Frankfurt am Main, 1986, Seite 384
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Nathalie Hammes, 2008, Metamorphosen: Verwandlungen und Veränderungen, Entwicklungen und Zustände, München, GRIN Verlag GmbH
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