Ines Priegnitz OO WiSe 2007/2008
1. Einleitung: Mittelalter als Kult
Die folgende Seminararbeit befasst sich mit den „Merseburger Zaubersprüchen“ im Allgemeinen und im Speziellen mit einem Vergleich des Zweiten Merseburger Zauberspruches mit dem „Trierer Pferdesegen“.
Das Mittelalter ist in den letzen Jahren immer mehr zum Kult geworden. Nicht nur die Kaltenberger Ritterspiele, auch mannigfaltige
Mittelaltermärkte und Restaurants ziehen viele Menschen an, die sich ein Bild zu verschaffen wollen, wie es damals gewesen sein könnte oder sich einfach nur in einer ausgefallenen Atmosphäre amüsieren wollen. Die Musikindustrie hat bereits vor einigen Jahren das Thema Mittelalter für sich entdeckt. Es gibt umfangreiche Angebote an CDs mit originaler und variierter Musik aus dieser Zeit. Zwar wurde zu den Merseburger Zaubersprüchen keine Melodie überliefert, dennoch fühlten sich Musiker inspiriert, die Zaubersprüche zu vertonen. Die Gruppe „In Extremo“, 1995 gegründet, spielte ursprünglich reine mittelalterliche Musik auf diversen Mittelalterjahrmärkten. Sie experimentieren mit einer Mischung von Dudelsack und Rocksound. Auf dem Album „Verehrt und angespien“ aus dem Jahre 1999 erschien der Erste Merseburger Zauberspruch. Zwei Jahre später veröffentlichten „In Extremo“ das Album „Sünder ohne Zügel“, auf dem der Zweite Merseburger Zauberspruch vertont ist.
„Helium Vola & Omnis Mundi Crea“ liefert 2001 eine völlig andere Version des Ersten Merseburger Zauberspruchs unter dem Namen „Lösespruch“. Die Melodie ist hier wesentlich verhaltener und sanfter, fast melancholisch.
Die Merseburger Zaubersprüche wecken also nicht nur wissenschaftliches Interesse, sondern auch Fantasie und mystische Assoziationen. Deshalb möchte ich mich mit diesen wohl bekanntesten, aus dem Mittelalter überlieferten Zaubersprüchen, auseinandersetzen und den Zweiten Merseburger Zauberspruch mit dem Trierer Pferdesegen vergleichen.
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2. Historischer Kontext
Mit dem Zerfall des Römischen Reiches und der einsetzenden Völkerwanderung geht in der Geschichtsschreibung die Antike zum Mittelalter über. Machtträger waren Adel und Kirche, wobei der König durch die Salbung auch kirchlich legitimiert war. Im Frühmittelalter lag eine strenge Trennung in die Stände Adel, Klerus und Bauern vor. Dabei war die Kirche Kulturträger und Meinungsbilder des Volkes, denn Bildung und Wissen konnte nur durch sie weitergegeben werden. Außerhalb des Klerus konnten nur die wenigsten lesen und schreiben, deshalb wurde Volksgut, wie Märchen, Zaubersprüche oder ähnliches, wenn überhaupt, nur mündlich überliefert. Das mittelalterliche Weltbild war kompromisslos auf die damalige Auslegung der Bibel ausgelegt. Gott ist der Erschaffer der Welt, der Natur und des Menschen. Er lenkt alles. Die Vertreibung aus dem Paradies wird als Beginn der Weltgeschichte angesehen. Die europäischen Königs- und Kaiserreiche sind Vorläufer des Gottesreichs auf Erden, das nach dem Jüngsten Gericht kommen wird. Der einzelne Mensch ist Bestandteil dieser Ordnung, ein Teil des Ganzen, kein Individuum im heutigen Sinne.
3. Glaube und Magie
Das Christentum hat die Magie seit der Spätantike bekämpft, obwohl die Grenze zwischen Glaube und Magie nicht immer einfach zu ziehen war. Segen und Zaubersprüche wurden oft gemeinsam angewendet, das heißt, der heidnische Brauch wurde durch christliche Segnungen ergänzt und umgekehrt. Die Tendenz heidnische Bräuche ins Christentum zu integrieren, sieht man auch heute noch deutlich an der Art und Weise, wie und wann Ostern oder Weihnachten gefeiert werden. So war es auch mit magischen Routinen. Der altdeutsche Zauber und der christliche Segen wurden gemeinsam gegen die Sorgen und Probleme des Alltags eingesetzt. Zum Beispiel für die Versiegelung des Hauses vor bösen Geistern, den Schutz auf gefährlicher Reise, den Schutz der Hunde vor Dieben oder Wölfen, die Bannung schwärmender Bienen, Heilung von
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Nutztiere, besonders der Pferde sowie die Heilung des Menschen. Fast alles diente hauptsächlich dem eigenen Wohl und war nicht ausgelegt, um anderen zu schaden. Es gibt zwar auch vereinzelt Schadenssprüche, allerdings in der Minderzahl.
4. Magische Wirkprinzipien
Eine Idee war das Prinzip der Emanation, lat. Ausfluss. Der Gedanke war, das Böse, sei es eine Krankheit oder Parasitenbefall, ausfließen zu lassen und dann fortzuschicken oder zu zerstören, oft in Verbindung mit Kontaktmagie. Es wurde zum Beispiel eine Pfeilspitze aufgelegt, eine Formel gesprochen und anschließend der Pfeil in den Wald geschossen, angewandt, im hier exemplarisch genannten, Zauberspruch „Contra Vermes“, frei übersetzt: „Vom Knochenmark ins Gebein, vom Gebein in das Fleisch, vom Fleisch in die Haut, von der Haut in den Pfeil.“ 1 Ob der Pfeil geschossen wird, oder nicht, geht aus dem Spruch nicht hervor. Es ist aber zu vermuten, denn es war wohl üblich und bietet sich an. Weitere grundlegende Prinzipien der magischen Praktiken sind nach M. Schulz: die Sympathie, die Signaturenlehre und die Analogie. Die Theorie der Sympathie geht davon aus, dass alle belebten und unbelebten Dinge des Kosmos untereinander in Verbindung stehen und man anhand der äußeren Gestalt eines Gegenstandes oder eines Lebewesens, einen Hinweis auf seine entsprechenden Wirkungen erhalten kann. Es wurde zwischen sympathischen, also ähnlichen und antipathischen, also unähnlichen Stoffen unterschieden. Daraus entwickelte sich die Signaturenlehre. Das innere Sein und Wesen der Dinge wird in ihrer Gestalt sichtbar. Man zog die Schlussfolge, dass Krankheiten mit Naturstoffen geheilt werden können, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Krankheitsbild aufweisen. So wurde versucht Herzkrankheiten mit der
1 Wien ÖNB, Cod 751, Bl. 188, 9.Jh., altsächsisch.
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herzförmigen Melisse oder Hautausschlag mit der Sternkoralle, die ein ähnliches Muster hat, zu heilen. 2
Das letzte, zu nennende Grundprinzip, das bei magischen Operationen angewendet werden kann, ist schließlich die Analogie. Eine bestimmte magische Handlung ruft eine, dem Handlungsablauf entsprechende, Wirkung hervor. Analogiezauber beruht darauf, dass eine magische Handlung und das angestrebte Ergebnis in bestimmten Punkten gleich und dadurch aufeinander übertragbar sind. So wie etwas damals war und gewirkt hat, so soll es auch heute sein. Es geht dem eigentlichen magischen Akt eine Vorgeschichte voraus, die geschildert wird, bevor die Beschwörungsformel gesprochen wird.3
Letzteres Prinzip liegt den Merseburger Zaubersprüchen und dem Trierer Pferdesegen zu Grunde, auf die im Folgenden noch eingegangen werden soll.
Generell ist Magie die Wirkung von Kraft, die in Menschen oder in Objekten stecken kann. Wer Magie anwendet, versucht bewusst und gesteuert, jene Kraft zu nutzen, um einen bestimmtes Ergebnis zu erreichen.
5. Die Merseburger Zaubersprüche
Im Jahre 1841 entdeckte der Historiker Dr. Waitz in der Bibliothek des Merseburger Domkapitels in einer theologischen Sammelhandschrift aus der Mitte des 10. Jahrhunderts zwei alte germanische Zauberformeln unbekannter Herkunft. Er legte sie Jakob Grimm zur Begutachtung vor. Dieser würdigte den Fund der Zaubersprüche 1842 vor der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin, machte sie damit unter Wissenschaftlern als die "Merseburger Zaubersprüche" bekannt und veröffentlichte sie in „Über zwei entdeckte Gedichte aus der Zeit des deutschen Heidenthums“. Sie sind bis heute die einzigen erhaltenen,
2 Schulz, Monika: Magie oder die Wiederherstellung der Ordnung, Frankfurt, 2000, S.
227 ff
3 Müller, Martin: Über die Stilform der althochdeutschen Zaubersprüche bis 1300. Gotha,
1901, S. 35.
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heidnischen Schriftstücke in althochdeutscher Sprache. Aufbewahrt werden sie der Bibliothek des Domkapitels der Vereinigten Domstifte zu Merseburg und Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz in Merseburg.4
5.1. Textgrundlage und Übersetzung
normalisierte Wiedergabe
Der Erste Merseburger Zauberspruch:
V 1 Eiris sazun idisi, sazun heraduoder.
Einst saßen die Idisen, saßen auf den Kriegerscharen
V2 suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
Einige fesselten einen Gefangenen, einige hemmten das Heer,
V 3 suma clubodun umbi cuonio uuidi:
einige zertrennten ringsherum die scharfen Fesseln:
V4 Insprinc haptbandun, invar uiigandun! Entspringe den Fesseln, entfahre den Feinden!5
Der Zweite Merseburger Zauberspruch
V1 Phol ende Uuodan uuron zi holza.
Fol und Wodan begaben sich in den Wald.
V2 Du uuart demo balderes volon sin uuoz birenkict.
Da wurde dem Fohlen Balders der Fuß eingerenkt.
V 3 Thu biguol en Sinthgunt, sunna era suister;
Da besangen ihn [das Fohlen] Sinthgunt und Sunna, ihre Schwester.
4 http://www.babespace.de/merseburg.html
5 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 1
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V 4 thu biguol en Friia, Uolla era suister;
Da besangen ihn Friia und Volla, ihre Schwester.
V 5 thu biguol en Uuodan, so he uuola conda:
Da besang ihn Wodan, so wie er es gut verstand:
V 6 sose benrenki, sose bluotrenki,
Wenn Knochenverrenkung, wenn Blutverrenkung
V 7 sose lidirenki:
wenn Gliedverrenkung:
V8 ben zi bena, bluot zi bluoda,
Knochen zu Knochen, Blut zu Blute
V 9 lid zi geliden, sose gelimida sin!
Glied zu Glied, so seien sie zusammengefügt! 6
5.2. Aufbau und Form
Es handelt sich um zweistöckige Zaubersprüche, das heißt sie bestehen aus zwei mehr oder weniger deutlich getrennten Teilen. Im ersten Teil, der historiola, wird Vergangenes beschrieben, wobei der historische Wahrheitsgehalt dahin gestellt sei. Es wird etwas erzählt, was zum Anlass passt und in irgendeiner Form dem ähnlich ist, was mit dem Zauber erreicht werden soll.
Erst im zweiten Teil, der incantatio, folgt der eigentliche Befehl oder die jeweilige Beschwörungsformel. Es ist ein Analogiezauber. „Der erfolgreiche Zauber und seine Folgen werden in der historiola exemplarisch vorgeführt, damit sich dann in Analogie dazu dieses Ereignis in der konkreten Anwendungssituation der incantatio wiederholen soll.“ 7
6 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 90
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Auch wenn nicht immer so klar getrennt wird, wie bei den Merseburger Zaubersprüchen und sich bei einigen Texten historiola und incantatio abwechseln, ist dieser Aufbau und das damit verbundene magische Wirkprinzip in mehreren Zaubersprüchen wieder zu finden. Zum Beispiel im Bienensegen oder im Trierer Pferdesegen.
Die Verse sind in Langzeilen mit Anvers und einem Abvers geschrieben. Meist liegen Stabreime vor. Man spricht von Alliterationsdichtung, wegen sich häufender gleicher Anlaute.
Beispiele im Ersten Merseburger Zauberspruch:
Sazun, sazun (V 1)/ suma, suma und hapt, hepidum (V 2) Beispiele im Zweiten Merseburger Zauberspruch: Uuonda, uuorum (V 1)/ uart, uolon,uuoz (V 2)
Im 3., 4., und 5. Vers liegen als Steigerung der Alliterationen Anaphern beziehungsweise Wiederholungen eines Satzabschnitts, vor. Alle drei Verse beginnen mit: „thu biguol en…“
Vereinzelt gibt es auch Endreime lezidun(V 2)/ vigandun (V 4) im ersten und bluotrenki( V 6) lidirenki (V 7) im Zweiten Merseburger Zauberspruch.
5.3. Inhalt und offene Fragen:
Sowohl im ersten als auch im zweiten Merseburger Zauberspruch gibt es offene Fragen. Manche Wörter sind nirgendwo anders belegt und deshalb schwer zu übersetzen. Zum Teil kann die Bedeutung nur aus dem Zusammenhang erschlossen werden. Auch die Wahl der Personen, die in keinem Fall vorgestellt werden, wirft Fragen auf. Es bleibt bis heute ungeklärt, wer genau die „Idise“ sind und nicht alle Götternamen im Zweiten Merseburger Zauberspruch ergeben einen wissenschaftlich eindeutigen Sinn.
7 ebd. S. 349.
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5.3.1. Der Erste Merseburger Zauberspruch: Ein Lösezauber
„Idisen“, Wesen, von denen nur sicher zu sagen ist, dass sie weiblich sind, sitzen verteilt irgendwo, vermutlich an einem Kriegsschauplatz. Sie fesseln und entfesseln. Sie hemmen das Heer. Einige von ihnen befreien Gefangene von Fesseln. So viel schildert die historiola. Im letzten Vers kommt der Befehl: „Entspringe den Fesseln, entweiche den Feinden!“ Das Ziel ist es also sich mit diesem Spruch aus irgendeiner Gefangenschaft zu befreien.
Für die Wissenschaft ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wer oder was die „Idisi“ sind. Feststeht, dass es sich um weibliche Wesen handelt, die etwas Übersinnliches an sich haben. Wie sonst könnten Frauen an einem Kriegsschauplatz unbehelligt Fesseln lösen und knüpfen oder das Heer hemmen. Etymologisch drängt sich eine Verwandtschaft zu den „Disen“ auf, weibliche Gottheiten aus der nordischen Mythologie. Dieser Erklärungsansatz erscheint im Kontext des Spruches recht plausibel. 8
Ungeklärt ist auch die genaue Bedeutung von: heraduoder oder hera duoder. Beck übersetzt es als „Kriegerscharen“ Müller als „hier und dort“ und Wipf als „hier hin dahin und dorthin“. Dies sind zwar die gängigsten Übersetzugsansätze und scheinen auch in sich logisch, doch Gerhard Eis widerspricht in "Altdeutsche Zaubersprüche", in dem er darauf hinweist, dass diese Bedeutung nirgends belegt ist oder als
wahrscheinlich erwiesen sei. Seiner Meinung nach müsste man berücksichtigen, dass Kopisten im Mittelalter nicht selten Fehler beim Abschreiben unterlaufen sind und „duoder“ unter Umständen „muoder“, althochdeutsch für „Mütter“, gewesen sein könnte.9 Wäre das so, könnte
8 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 8-29
9 Gerhard Eis, Altdeutsche Zaubersprüche, 1964, Walter de Gruyter & Co., Berlin (S. 58-
66)
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„hera“ nicht „hier“, sondern „ehrwürdig“ bedeuten. Abgesehen davon, dass diese Idee im weitesten Sinne zu den „Idisi“ als weibliche Gottheiten passt, wenn man mit Weiblichkeit eine potentielle Mütterlichkeit assoziiert, halte ich die anderen Theorien für plausibler. Durch Zeugnisse belegbar ist heute aber weder die eine, noch die andere.
5.3.2. Der Zweite Merseburger Zauberspruch: Ein Heilzauber
In der historiola gehen Phol und Wodan in den Wald. Hier verrenkt sich das Fohlen von Balder den Fuß. Daraufhin besingen zuerst die Göttinnen Sinhtgunt und ihre Schwester Sunna sowie Fiia und ihre Schwester Volla und schließlich auch Wodan das Fohlen. In der incantatio ab Vers 6 bis Vers 9 soll Die Beschwörungsformel ihre Heilkraft entfalten und den verletzten Fuß des Pferdes heilen, so wie damals geheilt wurde.
Der erste Teil mutet fast rein erzählend an. Laut Beck: „Die Unmöglichkeit, aus den ersten beiden Versen des 2. MZS korrekte alliterierende Langzeilen zu gewinnen, räumt der
Auffassung, dass hier eine einleitende Prosa vorliegt, eine gewisse Wahrscheinlichkeit ein.“ 10 Dieses Phänomen gibt es in althochdeutschen Sprüchen häufiger. Meist ist die anschließende Beschwörung, schon um die magische Wirkung zu unterstreichen, in Versen verfasst.
Ferner erscheint der erste Teil im Verhältnis etwas kurz. Als einen möglichen Grund für die verkürzte Einleitung gibt Verena Holzmann Entstellungs- und Verstümmelungsprozesse an. Im Laufe der Zeit könnte
10 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 281.
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der Zauberspruch, aufgrund des häufigen Nutzens unwichtige Details verloren haben. 11
Unklar sind auch die vielen Götternamen, auf die ich im Rahmen dieser Arbeit nur sehr oberflächlich eingehen möchte. Da wäre als erstes Phol, der nur einmal im ersten Vers genannt wird. Um nur einige Interpretationsansätze nach Beck heraus zu greifen, könnte Phol als Antagonist aufgeführt sein, also als böser Gott. Er könnte für die Verletzung des Pferdes verantwortlich sein. Geschlossen wurde diese These aus der etymologischen Ähnlichkeit mir dem Wort: „fál, fahl“ für Teufel. Scheint mir nicht sehr schlüssig. Der Name könnte auch für eine andere Gottheit stehen. Zum Beispiel für Balder, abgeleitet von „bál“ Feuer, Scheiterhaufen, oder Volo, Freyer, Volla, Wodan oder andere.12 Auf Grund mangelnder Belege, könnte es durchaus auch möglich sein, dass es sich um eine kurz auftretende Person handelt, die als Begleitung von Wodan ihren Zweck als solche erfüllt.
Balder, dem wohl das Pferd gehört, könnte von Baldur abgeleitet sein. Er ist der Gott des Lichtes in nordischen Mythologie. In den westgermanischen Sprachen ist dieses Wort als Name für eine Gottheit nicht bekannt. Dort wird es als ein abstraktes Nomen für „Gott“ verwendet. Möglich ist deshalb auch die Auslegung als „Herr“ und damit der Bezug auf Wotan. In der skandinavischen Mythologie bringt Balder Tod Unglück über die Welt, es könnte also ein Zeichen für Unglück im Allgemeinen sein, dass der Name auftaucht, um auch hier nur einige Möglichkeiten zu nennen. Die vier Göttinnen Sinhtgunt und ihre
Schwester Sunna sowie Friia und ihre Schwester Volla besingen das verletzte Fohlen zwar, doch ohne die Hilfe Wodans wäre scheinbar keine ausreichend heilende Wirkung eingetreten. Insofern ist es fraglich, warum sie überhaupt genannt werden. Möglich ist, dass nur gemeinsam genug
11 Holzmann, Verena: „Ich beswer dich wurm und wyrmin…“ Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen. Bern (u.a.), 2001, S. 100.
12 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S 91-120
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Macht erzeugt werden kann um das Pferd zu heilen. Eindeutig einzuordnen sind „Uuôdan“ (Wodan, Wotan, Odin) und „Frîia“ (Freya). Er ist gleichzusetzen mit dem nordischen Hauptgott Odin und sie mit seiner Frau.
Auffallend ist die Bedeutung der Zahl „drei“, die neben anderen Zahlen (z.B. 7, 9, 13…) eine Rolle in der Magie und im Aberglauben spielt. Schon in den Versen 1. und 2. werden drei Namen erwähnt: Phol, Wodan und Balderes.
Ferner wird das Pferd zur Heilung dreimal besungen: V3 thû biguolen Sinthgunt, Sunna era suister, V4 thû biguolen Frîja, Volla era suister; V5 thû biguolen Uuôdan sô hê uuola conda:
Drei verschiedene Arten der Verrenkungen werden genannt: V6 Sose benrenki, sose bluotrenki, V7 sose lidirenki:
Danach wird „in drei Schüben […] die drei Wirkungen der Verrenkung behoben.“ V8 bên zi bêna, bluot zi bluoda, V9 lid zi gilidin,
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6. Der Trierer Pferdesegen
Um den Vergleich zwischen dem Trierer Pferdesegen und dem Zweiten Merseburger Zauberspruch führen zu können, wird vorweg eine der Segen allein betrachtet.
6.1. Textgrundlage und Übersetzung
Incantacio contra equorum egritudinem, quam nos dicimus spurihalz Quam Krist endi sancte Stephan zi ther burg zi Saloniun: thar uuarth sancte stephanes hros entphangan. Soso Krist gibuozta themo sancte Stephanes hrosse thaz entphangana, so gibuozi ihc it mid Kristes fullesti thessemo hrosse. Pater noster.
Uuala Krist thu geuuertho gibuozian thuruch thina gnatha thesemo hrosse thaz antphangana. atha thaz spurialza, sose thu themo sancte Stephanes hrosse gibuoztos zi theoro burg Saloniun. Amen. 13
Übersetzung:
Beschwörungsformel gegen die Pferdekrankheit, die wir “Lahmen” nennen Christus und der heilige Stephan kamen in die Stadt Salonia (Jerusalem?): Da wurde das Pferd des heiligen Stephan [von einer Krankheit] befallen. Wie Christus das Pferd des heiligen Stephan von dem, was es befallen hatte, heilte, so heile ich es mit Christi Hilfe an diesem Rosse. Ein Vater unser. Wohl, Christus, geruhe durch deine Gnade diesem Rosse das, was es befallen hat, das Lahmen, zu heilen, so wie du das Roß des heiligen Stephan [einst] in Salonia geheilt hast! Amen.
13 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 259
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6.2. Aufbau und Form
Der Trierer Pferdesegen ist ein zweistöckiger Zauberspruch
beziehungsweise Segen mit einer lateinischen Überschrift. Das magische Wirkprinzip ist Analogiezauber. Die historiola reduziert sich auf den ersten Satz bis „…entphagan.“, denn nur hier wird ausschließlich Vorgeschichte geschildert. Ab „Soso Krist gibuozta…“ beginnt eine Zwischenform, die insofern bereits incantatio ist, als das Wirkprinzip der Analogie, nämlich so wie damals, so auch heute, angesprochen wird und die Anrufung beginnt. Andererseits wird implizit erzählt, wie und durch wen das Pferd geheilt wurde. Vor der reinen incantatio, im letzten Satz, wird ein „Pater noster“ eingeschoben und beendet wird der Segen durch „Amen“.
6.3. Der Trierer Pferdesegen: ein Heilzauber.
In der historiola kommen Christus und der heilige Stephan in die Stadt Salonium, mit der eventuell Jerusalem gemeint sein könnte. Bereits ab dem zweiten Satz beginnt der erste Teil der incantatio. So, wie Christus jenes Pferd geheilt hat, möchte der Sprecher, der stellvertretend durch das Personalpronomen „ich“, explizit auftritt, auch dieses Pferd mit der Hilfe von Christus heilen. Wer genau das „ich“ ist, wird nicht genauer bestimmt, aber vermutlich jeder, der den Zauber anwendet. Allerdings ist auch nur hier erwähnt, dass Christus das Pferd überhaupt geheilt hat, das heißt der Abschnitt trägt auch ein Stück historiola in sich. Nach M. Müller unterteilt sich die Beschwörung in eine erzählende Beschwörung und eine Beschwörung ohne Erzählung. Der Trierer Pferdesegen sei somit ein Beispiel für die erzählende Beschwörung. 14
14 Müller, Martin: Über die Stilform der althochdeutschen Zaubersprüche bis 1300. Gotha, 1901, S. 28.
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Nach einem eingeschobenen „Vater unser.“ wird Christus im letzten Abschnitt direkt angerufen, er solle durch seine Gnade das Pferd heilen, wie er einst das Ross des heiligen Stephans heilte. Hier ist die incantatio in Form einer Bitte eindeutig. Der Segen wird erbeten oder herbeigerufen, durchaus vergleichbar mit einer Beschwörung. Der Segen schließt mit: „Amen“
7. Vergleich des 2. Merseburger Zauberspruches mit dem Trierer Pferdesegen
Aufgrund der ähnlichen Thematik, bietet sich ein Vergleich zwischen dem Zweiten Merseburger Zauberspruch und dem Trierer Pferdesegen an. Deshalb haben sich schon viele Wissenschaftler damit beschäftigt und verschiedene Theorien über entwickelt. Bereits unmittelbar nach seiner Entdeckung, offiziell 1909 durch F.W.E. Roth, inoffiziell schon 1898 durch J.F. Weber einen Studenten von Oscar Brenner, waren die Parallelen offensichtlich und wurden diskutiert. 15
7.1. Verwandtschaftstheorien
Zum einen könnte Der Zweite Merseburger Zauberspruch aus dem Trierer Pferdesegen entstanden sein oder umgekehrt. Zum anderen könnten sie eine gemeinsame Urform haben, aus der sich die Sprüche unabhängig entwickelt haben. Möglich ist auch, dass es keine Beziehung gibt. 16 Wieder fehlen klare Belege um eine eindeutige Aussage zu treffen. Aufgrund der folgenden Betrachtungen erscheint allerdings die letzte Variante am wahrscheinlichsten.
15 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 259 16 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 261f.
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7.2. Gemeinsamkeiten
Beide Heilzauber basieren auf dem magischen Wirkprinzip der Analogie und sind aufgeteilt in historiola und incantatio. Während zwar beim Segen christliche Figuren auftreten und beim Zauberspruch nordische Götterwesen, wird bei beiden keine der Personen vorgestellt. Sie sind bekannt und ihnen wird offenbar Heilkraft zugeschrieben. 17 Offensichtlich ist die thematische Übereinstimmung. Ein Pferd soll geheilt werden. Für diese Heilung benötigt der Besitzer des Pferdes in der historiola jeweils Hilfe, er selbst hat nicht die nötige magische Macht.
7.3. Unterschiede
Bereits die verschiedenen Bezeichnungen, Zauberspruch und Segen, stellen eine Andersartigkeit heraus. Nach V. Holzmann ist es ein Segen, wenn die Sprüche christlicher Art sind, das heißt Gott oder heilige Personen aus dem Christentum als Akteure auftreten. Dagegen ist es ein Zauberspruch, wenn der Inhalt nicht christlicher Art ist, wie zum Beispiel der Zweite Merseburger Zauberspruch, in dem nordische Gottheiten agieren. 18
Nach H. Hoffmann gibt es zwei verschiedene Arten von Segenssprüchen, um Gegebenheiten mit übernatürlicher Kraft zu verändern. Einmal den Segensspruch auch benedictio, der prophylaktisch wirkt und vor einem möglichen Geschehen gesprochen wird, um Dinge, Tiere, Menschen oder Vorhaben zu segnen. Zum anderen die Beschwörungsformel auch coniurationes, die erst dann angewendet wird, wenn etwas schon
17 Müller, Martin: Über die Stilform der althochdeutschen Zaubersprüche bis 1300. Gotha,
1901, S. 34f.
18 Holzmann, Verena: „Ich beswer dich wurm und wyrmin…“ Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen. Bern (u.a.), 2001, S. 28f.
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Vorhandenes (z. B. Lahmheit eines Tieres) wieder rückgängig gemacht werden soll. 19
Im Vergleich zum Zweiten Merseburger Zauberspruch, der bis auf einige Ausnahmen am Anfang durchgehend im Stabreim gehalten ist und ein klares Metrum hat, wirkt der Trierer Pferdesegen wie ein Prosatext. „Die ältere Forschung hat vor allem versucht, zwei Gruppen von Zaubersprüchen von einander abzugrenzen: einen ersten, stärker narrativ-legendenhaften Typ,…, und eine zweiten Typ, ohne epische Einkleidung, der vor allem durch imperative Formeln gekennzeichnet ist.“ 20 Blutsegen und einige Pferdesegen werden dem ersten Typ zugeteilt, so auch der Trierer Pferdesegen. Charakteristisch ist, dass sie sich kaum von Kurzprosatexten unterscheiden. „Ihre magische Wirkung erreichen sie vor allem durch die Funktion ihrer Texteile, etwa durch imperativische Anreden und Nennung des Namens einer wirkungsmächtigen Instanz, meist durch Jesus Christus oder eine Heiligen.“ 21 Beim zweiten Typ, dem der Zweite Merseburger Zauberspruch zuzuordnen ist, entfaltet sich die „…Wirkung nicht über ein magisches Wort allein, sondern sie steigern die Wirkung noch weiter mit Hilfe der sprachlichen Form.“ 22 Der Schauplatz der historiola ist verschieden, einmal die Stadt Salonium, die vielleicht mit Jerusalem gleichzusetzen ist und „holza“, also ein nicht genauer definierter Wald.
Die Heilung eines Pferdes ist zwar das Ziel beider Sprüche, aber das Pferd im Trierer Segen ist an Rähe (Lahmen, lat. spurihalz) erkrankt während sich das Pferd im Zweiten Merseburger Zauberspruch das Bein verrenkt hat.
Wie bereits im Punkt 6.2. angesprochen, ist die reine historiola im Trierer Segen sehr kurz. Es folgt eine Art Hybrid im zweiten Abschnitt, in dem ein
19 Müller, Martin: Über die Stilform der althochdeutschen Zaubersprüche bis 1300. Gotha, 1901, S.3.
20 Jörg, Riecke: Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im
Deutschen. Bd. 1, Untersuchungen, Gruyter, 2004, S107
21 Jörg, Riecke: Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen Fachsprache im
Deutschen. Bd. 1, Untersuchungen, Gruyter, 2004, S107
22 ebd.
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unbestimmtes „ich“ um den Analogiezauber bittet und gleichzeitig, nur hier erwähnt, wie es zu der Heilung kam. Erst nach dem darauf folgenden „Paternoster“ kommt die incantatio in Form einer Bitte. „[…] (D)ort wird im Gebet nur eine Berufung auf die historiola gemacht, die incantatio ist also quasi im Gebet integriert“. 23
Geschlossen wird mit „Amen“, der christlichen Abschlussformel für die meisten Gebete. Im Zweiten Merseburger Zauberspruch dagegen ist die Trennung klar V 1-5 historiola, ab V 6 incantatio. Zu erwähnen ist noch, dass der Trierer Pferdesegen eine lateinische Überschrift hat, wohingegen der zweite Merseburger Zauberspruch ohne Erklärung einfach beginnt.
7.4. Fazit des Vergleichs:
Neben vielen Übereinstimmungen bestehen doch markante Unterschiede zwischen dem Segen und dem Spruch. Die auffälligen Gemeinsamkeiten, die den Schluss zu einer Verwandtschaft der beiden Sprüche evozieren, lassen sich auf die typischen Merkmale des Analogiezaubers und des Heilzaubers reduzieren. Ich denke, dass sich beide unabhängig von einander entwickelt haben und die Ähnlichkeiten nur aus dem damals vorhandenen Bedarf und der allgemein üblichen Art und Weise Magie zu betreiben, erwachsen.
23 Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003. S. 262.
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8. Resume
Die Merseburger Zaubersprüche werfen bis heute Fragen auf, die nicht geklärt werden konnten. Eine davon ist die nach der tatsächlichen Wirksamkeit, die sich auch für den Trierer Pferdesegen stellt und bisher noch nicht angesprochen wurde. Es ist aus der heutigen Sicht der Medizin doch eher unwahrscheinlich. Jedoch genau das Mystische und Geheimnisvolle ist es, was die Faszination aller Zaubersprüche bis heute ausmacht.
Aufgrund von fortgeschrittenen, wissenschaftlichen Erkenntnissen wird in der Schulmedizin heute nicht mehr auf übersinnliche oder magische Methoden zurückgegriffen. Das Prinzip der Sympathie kommt bei alternativen Heilmethoden allerdings durchaus noch zum tragen. Die Ähnlichkeitsregel besagt, dass eine Arznei diejenigen Symptome eines Kranken heilt, die sie in einem gesunden Körper hervorruft (Similia similibus curentur). Es werden Arzneimittelprüfungen an Gesunden durchgeführt, Symptome zusammengefasst und in Arzneimittelbildern niedergeschrieben. Gerade in der Homöopathie wird so gearbeitet und durchaus Erfolge erzielt. Liegt eine ernsthafte Erkrankung vor, muss aber auf jeden Fall ein Facharzt hinzugezogen werden. Im Grunde entsteht der Bedarf nach Magie aus Angst von dem Unbekannten oder Unkontrollierbaren. Damals war die Wissenschaft weit weniger fortgeschritten als heute, deshalb gab es mehr Situationen in denen Religion oder Magie den einzigen Ausweg darstellten. Die Idee Magie oder Übersinnliches anzuwenden kommt immer dann auf, wenn man mit bekannter Wissenschaft oder Logik nichts mehr erreicht. Nicht nur in der Heilkunde, sondern auch in der Esoterik stößt man auf ein mannigfaltiges Angebot an Magie aller Art. Da gibt es Liebes und Glückszauber, Räucherstäbchen gegen böse Geister oder eben auch Zaubersprüche und Segen gegen fast alles, was Angst macht. Inwieweit man darauf zurückgreift, sollte jedem selbst überlassen sein.
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Literaturhinweise:
Schulz, Monika: Magie oder die Wiederherstellung der Ordnung
Müller, Martin: Über die Stilform der althochdeutschen Zaubersprüche bis
1300. Gotha, 1901
Beck, Wolfgang: Die Merseburger Zaubersprüche. Wiesbaden, 2003.
Gerhard Eis, Altdeutsche Zaubersprüche, 1964, Walter de Gruyter & Co.,
Berlin
Holzmann, Verena: „Ich beswer dich wurm und wyrmin…“ Formen und
Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen. Bern (u.a.), 2001
Jörg, Riecke: Die Frühgeschichte der mittelalterlichen medizinischen
Fachsprache im Deutschen. Bd. 1, Untersuchungen, Gruyter, 2004
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Ines Priegnitz, 2008, Eine Betrachtung der Merseburger Zaubersprüche mit Vergleich des Zweiten Merseburger Zauberspruchs mit dem Trierer Pferdesegen, München, GRIN Verlag GmbH
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