Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung S.2
II. Hauptteil S.2
1. Theorie zur Leistungsmotivation S.2
2. Praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten
S.3
a. Die Aufgabenschwierigkeit und -komplexität S.3
b. Die Zielbindung S.5
c. Das Feedback S.5
d. Das Umfeld des Kindes S.6
III. Schlussfolgerung und persönliche Stellungnahme S.7
IV. Bibliographie S.8
1
I. Einleitung
Kleine Kinder haben ein Bedürfnis zum Spielen, im Spiel erkunden sie ihre Umwelt und lernen dadurch, dass sie in einem natürlichen Lernprozess sind. Sie sind neugierig auf Neues und haben somit ein Motiv in ihrer Umwelt weiter zu forschen. Bei diesem Forschen ist das körpereigene Belohnungssystem, das beim Lernen eine wichtige Rolle spielt, angesprungen. Die Handlungsmotivation wird angeregt und ein Gefühl der Befriedigung geschaffen. Die Lust zum Forschen wird gesteigert wird und Energie wird freigesetzt. Diese beiden Aspekte könnte man hier mit dem Willen gleichstellen, der unabdingbar für unsere eigene Tatkraft ist, mit anderen Worten: wir sind motiviert selbst zu handeln, selbst etwas zu leisten. Dieser Weg des Lernens ist wesentlich, denn das was wir aus unserer Motivation und unserem eigenen Handeln erfahren haben, behalten wir am besten. Je mehr unsere Handlungen von Erfolg gekrönt sind, umso stärker ist eine motivationale Komponente, die uns den Antrieb gibt uns Neuem zuzuwenden, vorhanden. Je mehr Erfolg unsere Handlungen aufweisen, desto selbstvertrauter und selbstbewusster werden wir. Gerade dieses Selbstbewusstsein ist wichtig, damit wir gute Leistungen, die in unserer westlichen Kultur vor allem auf kognitiven Fähigkeiten beruhen, vollbringen. Diese kognitiven Fähigkeiten, die unsere Intelligenz ausmachen, sollen in der Schule an Hand der Leistung gefördert werden. In dieser Arbeit erläutere ich zuerst Theorien zur Leistungsmotivation, dann befasse ich mich mit methodischen Vorgängen, die in der Praxis eingesetzt werden um die Leistung der Kindergartenkinder zu verbessern.
II. Hauptteil
Ich habe das Thema Leistungsmotivation gewählt, weil ich mich mit auseinandersetzen den Fördermaßnahmen, die es gibt um die Leistungsmotivation der Kinder zu fördern, auseinandersetzen möchte.
3. Theorie zur Leistungsmotivation
Damit man von Leistungsmotivation sprechen kann, muss man zuerst den Begriff Motivation erklären, Mießler (1979, S.12) 1 definiert Motivation folgendermaßen:“ Motivation ist der Erklärungsbegriff für innerpsychische Ursachen, Beweggründe und Bedingungen von Verhalten. Er erfasst alle bewussten und unbewussten Vorgänge, die das Verhalten des einzelnen oder einer Gruppe erklären bzw. verständlich machen sollen und wird immer dann gebraucht, wenn nach dem „Warum“ menschlichen Verhaltens gefragt wird.“ Die Leistungsmotivation ist der Beweggrund eine bestimmte Leistung zu erbringen, mit dem Hintergrund, dass die Person individuelle Ziele erreichen bzw. vermeiden will. Laut McClelland ist die Leistungsmotivation sozusagen die „Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab“ (McClelland zit. Nach Mießler, 1979, S.16) 2
Zur Leistungsmotivation gibt es verschiedene theoretische Ansätze, unter anderem das Risiko-Wahl-Modell von Atkinson, die Handlungsanalyse von Heider und das attributionstheoretische Modell von Weiner.
1 Mießler. M. (1979). Leistungsmotivation und Zeitperspektive. München: Oldenburg Verlag
2 Mießler. M. (1979). Leistungsmotivation und Zeitperspektive. München: Oldenburg Verlag
2
Atkinson geht davon aus, dass das Handeln um eine Leistung zu vollbringen sowohl von der Person selbst als auch von der Situation ausgeht. Er geht davon aus, dass Menschen Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg haben. Meistens überwiegt einer dieser beiden Komponenten, deshalb gibt es Kinder, die erfolgszuversichtlich sind, andere die misserfolgsängstlich sind. Er unterscheidet zwei situationale Faktoren: a. die subjektive Misserfolgs-/Erfolgswahrscheinlichkeit in einer Situation und b. der Anreiz des Erfolgs oder Misserfolgs. Das menschliche Verhalten in einer Leistungssituation erklärt Atkinson durch die Interaktion der Person- und Situationsvariable, die multiplikativ verknüpft sind und aus den zwei Motivationstendenzen, der Tendenz Erfolg zu erzielen und der Tendenz Misserfolg zu vermeiden, resultieren.
Die Attributionstheoretische Theorie besteht aus drei Stadien:
Im ersten Stadium, vor den Leistungshandlungen treten schon Kausalattributionen auf, wir stellen uns Fragen. Im zweiten Stadium treten Konsequenzen unserer Handlungen auf und im dritten Stadium ist Erfolg oder Misserfolg eingetreten, unsere affektiven Reaktionen und unsere Zukunftserwartungen werden durch neue Kausalattributionen beeinflusst. Das Attributionstheoretische Modell von Weiner ist durch vier Faktoren gekennzeichnet, der externale, der internale, der stabile und der variable. Der internal Stabile definiert sich als Begabung bzw. Intelligenz, der internal Variable als Anstrengung, der external Stabile ist die Aufgabenschwierigkeit und der external Variable der Zufall.
Neben Weiners attributionstheoretischem Modell gibt es noch Heiders Handlungsananlyse. Heider, wie auch Atkinson geht davon aus, dass die Erklärung einer Handlung oder eines Ereignisses sowohl personale wie auch situationale Faktoren besitzt. Seine Überlegungen liegen darin, dass die Absicht und die Anstrengung, die je nach Ausprägung eine unterschiedlich starke Motivation ergeben. Die Erklärungsfaktoren für eine Handlung sind die Motivation und das Können. Diese beiden Faktoren, die auch zusammenwirken, führen ihrerseits wiederum zu verschiedenen Ergebnissen oder Handlungen.
4. Praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten
„Leistungsmotivation und Arbeitshaltungen werden im Vorschulalter grundgelegt und sollten „bereitstehen“, wenn die „echten Leistungsanforderungen“ an das Kind herangebracht
werden.“ (Schenk-Danzinger, 1999. S.233) 1
Im praktischen Teil dieser Arbeit, versuche ich zu zeigen, wie man die Theorien der Leistungsmotivation an Hand verschiedenen Methoden in der Schule einsetzen kann. Ich behandele vier verschiedene Teile, ich gehe auf vier verschiedene Aspekte der Leistungsförderung ein: a. den Schwierigkeitsgrad der Aufgagen und die Aufgabenkomplexität, b. die Zielsetzung der Kinder, c. die Rückmeldung des Lehrers bzw. der Lehrerein und d. das Umfeld des Kindes.
a. Die Aufgabenschwierigkeit und -komplexität
Eine Aufgabe soll weder zu schwierig noch zu einfach sein, sie soll so gestellt sein, dass mindestens 75% der Kinder sie ohne Probleme bewältigen können. Natürlich soll man differenzieren, man kann den weniger begabten Schülern einfachere Aufgaben und den unterforderten Schülern schwierigere Aufgaben geben. Wenn eine Aufgabe einem Kind zu schwierig ist, ist der Anreiz die Aufgabe zu lösen zwar sehr groß, die
1 Schenk-Danzinger, L. (1999). Entwicklung-Sozialisation-Erziehung. Von der Geburt bis zur Schulfähigkeit. (3. Aufl.). Wien:. Klett-Cotta
3
Arbeit zitieren:
Sandra Kipchen, 2008, Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Motivation - welche Einflussfaktoren sind notwendig, damit Motivation ...
Psychologie - Allgemeine Psychologie
Seminararbeit, 13 Seiten
Family Health Nurse - ein neues Berufsbild in der professionellen Pfle...
Diplomarbeit, 98 Seiten
Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel d...
Seminararbeit, 33 Seiten
Motivation von Mitarbeitern -Motivationstheorien-
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 16 Seiten
Niedrigschwellige Beratung drogenkonsumierender Jugendlicher
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 24 Seiten
Sport unterrichten - planen - gestalten - reflektieren
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 14 Seiten
Auswirkungen virtueller Identi...
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Hausarbeit, 18 Seiten
Kann der Glaube an sich selbst Berge versetzen? Eine kritische Untersu...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 71 Seiten
Wer oder was ist 'fremd'? - Von Simmel bis Baecker - Versuch e...
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Das Konzept der neuen Körper - Macht und Zwang des Schönheitskults
Diplomarbeit, 101 Seiten
Einstellung gegenüber Outgroups: Die Theorie der Sozialen Identität
Psychologie - Sozialpsychologie
Seminararbeit, 15 Seiten
Problematik beim internationalen Personaleinsatz
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 27 Seiten
Theorien der Leistungsmotivation - ein Kurzüberblick
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Referat (Ausarbeitung), 15 Seiten
Sandra Kipchen's Text Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sandra Kipchen hat den Text Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten veröffentlicht
Sandra Kipchen hat einen neuen Text hochgeladen
OUVRAGES ENCYCLOPEDIQUES ET TE
G Jucquois
A Principality of Its Own: 40 Years of Visual Arts at the Americas Soc...
Jose Luis Falconi, Gabriela Rangel
Summer Smarts: Activities in Math, Science, Language Arts, and Social ...
Jeanne Crane Castafero, Janet Van Roden
0 Kommentare