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INHALTSVERZEICHNIS
I VORWORT. 2
II EINLEITUNG 2
1 Explikation der Fragestellung. 3
1.1 Relevanz der Studie für die Erwachsenenbildung 4
III HAUPTTEIL. 5
1 Klärung zentraler Begriffe 5
1.1 „Das Alter“, der „alte Mensch“ 5
1.1.2 Biologisches Alter (Milosavljevic) 6
1.1.3 Psychologisches Alter (Milosavljevic) 6
1.1.4 Soziales Alter (Milosavljevic) 6
1.1.5 Altersmodelle (Ergenzinger) 7
1.1.6 Physische, psychologische und soziale Besonderheiten im Alter (Milosavljevic) 9
1.1.7 Der ältere Mensch als Zielgruppe von Erwachsenenbildung (Milosavljevic) 13
1.2 Lernen (Ergenzinger) 15
1.2.1 Lernen aus systemisch-konstruktivistischer Sicht (Ergenzinger) 16
1.2.2 Besonderheiten des Lernens Erwachsener (Ergenzinger) 18
2 Erhebung der Daten. 20
2.1 Untersuchungsdesign (Ergenzinger) 20
2.1.1 Untersuchungsteilnehmer (Ergenzinger) 20
2.1.2 Durchführung der Untersuchung (Ergenzinger) 21
3 Darstellung der Untersuchungsergebnisse. 21
3.1 Organisatorische Rahmenbedingungen 27
3.2 Wahrnehmung der teilnehmenden Senioren durch die Kursleiter 27
3.3 Gestaltung der/des Kurse(s) 29
IV ZUSAMMENFASSUNG/RESUMEE 32
V LITERATURVERZEICHNIS 34
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I VORWORT
Die Geschichte spezieller Kurse für ältere Menschen reicht bis in die späten 40er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Beginnend mit Vorträgen über körperliche und psychische Veränderungen im Alter sowie den Umgang mit diesem Lebensabschnitt (z.B. „Die Angst vor dem Sterben“, „Von der Schönheit des Alters!“) 1 etablierten sich im Laufe der Zeit Seniorenclubs, in denen sich Pensionisten zu regelmäßigen Aktivitäten zusammenfanden. Erste in Kursprogrammen als speziell für Senioren konzipiert ausgewiesene Sprachkurse fanden Ende der 80er-Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts (z.B. in der VHS Hietzing) 2 statt.
Senioren als Adressatengruppe gewinnen bedingt durch u. a. die Umkehrung der Alterspyramide und bessere medizinische Versorgung in der Erwachsenenbildung immer mehr an Bedeutung.
Da wir, die Autorinnen der folgenden Abhandlung, beide - bedingt durch unsere Studienschwerpunkte Erwachsenenbildung und Serbisch und Spanisch bzw. Deutsch als Fremdsprache - in unserer späteren beruflichen Laufbahn höchstwahrscheinlich (ob in altershetero- oder homogenen Gruppen) auch mit älteren Menschen arbeiten werden, haben wir uns dazu entschlossen, uns in der vorliegenden Arbeit mit dieser Adressatengruppe in der Erwachsenenbildung zu beschäftigen.
II EINLEITUNG
Es handelt sich hierbei um die Vorstellung einer qualitativen Studie mit Fallbeispielen, die im Sommersemester 2004 im Rahmen der Lehrveranstaltung „Lernen mit Erwachsenen: Ziele und Organisation“ (Dr. Guido Heintel) durchgeführt wurde.
In der Literatur 3 finden sich zahlreiche Abhandlungen über medizinische, psychologische und soziologische Veränderungen und Besonderheiten im höheren Erwachsenenalter sowie daraus abgeleitete Empfehlungen bezüglich des Umganges mit älteren Menschen in erwachsenenbildnerischen Kursen. Uns ging es in unserer Untersuchung weniger um diese großteils recht allgemein gehaltenen Empfehlungen sondern darum, herauszufinden, welche Besonderheiten die in der Praxis tätigen Kursleiter bezüglich der Planung und Durchführung ‚ihrer’ Seniorenkurse sehen.
1 Wiener Volkshochschulen. Kursverzeichnis Wintersemester 1952/53
2 VHS Hietzing. Jahresprogramm 1989/90
3 z.B. [Hausammann, 2000]
3
Da wir wie eingangs erwähnt mit Fallbeispielen arbeiten und subjektive Handlungsweisen und Ansichten der Kursleiter erforschen und es zu diesem Thema noch kaum Literatur gibt, drängte sich uns eine heuristische, also induktive Vorgehensweise im Sinne von Grundlagenforschung geradezu auf.
Nach der Explikation der Forschungsfragen werden wir uns der Klärung der für unsere Studie zentralen Begriffe ‚Das Alter/der alte Mensch’ und ‚Lernen’ widmen. Bezüglich des ersteren Begriffs geht es uns um eine Klärung der Frage: ‚Wer ist alt?’ sowie um eine (zumindest überblicksmäßige) Darstellung und Erläuterung verschiedener Sichtweisen auf das Alter und physiologische, psychologische sowie soziale Veränderungen im höheren Erwachsenenalter. Zur allgemeinen Klärung des Lernbegriffs werden wir uns vor allem an Horst Sieberts Abhandlungen über das Lernen aus systemisch-konstruktivistischer Perspektive 4 halten und im Anschluss daran auf die Besonderheiten des Lernens Erwachsener eingehen. In den Kapiteln 2 und 3 des Hauptteiles werden wir die Durchführung unserer Studie beschreiben und die Ergebnisse unserer Untersuchung darstellen, mittels derer wir abschließend unsere Forschungsfragen beantworten zu können hoffen. Wir haben uns dazu entschlossen, aus Gründen der Lesbarkeit in folgender Arbeit bei Begriffen, die sowohl eine weibliche als auch eine männliche Ausprägung aufweisen können (wie SeniorIn, KursleiterIn etc.), die männliche Form zu verwenden. Trotz dieser ‚Vereinfachung’ sind jedoch natürlich stets beide Geschlechter gemeint.
1 Explikation der Fragestellung
Die Forschungsfragen, welchen wir in vorliegender Studie nachgehen, lauten:
1. Wie nehmen Fremdsprachenlektoren an Volkshochschulen die an ihren Kursen teilnehmenden Senioren wahr?
Diese Wahrnehmung wird auf folgenden Ebenen untersucht:
a) direkte Charakterisierung durch den Kursleiter (wie ‚sind’ die Kursteilnehmer seiner persönlichen Erfahrung nach),
b) den Lektoren bekannte Gründe der Senioren für die Kursbelegung und
c) die Interaktion der Senioren im Kurs.
2. Welche Besonderheiten ergeben sich aus ihrer Sicht dadurch für die konkrete Lehrpraxis?
4 Siebert, Horst in: [Strate, Sosna, 2002]
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Hierbei geht es darum, herauszufinden, ob die Kursleiter überhaupt Unterschiede zwischen der Planung und Durchführung von speziellen Seniorenkursen und dem Unterricht in altersheterogenen Gruppen sehen und wenn sie Unterschiede wahrnehmen, dann welche und in welchen Bereichen.
Des Weiteren wird untersucht, worauf die befragten Fremdsprachenlektoren (vor dem Hintergrund ihrer Wahrnehmung der Kursteilnehmer sowie eventueller in Bezug auf die Unterrichtspraxis bestehender Besonderheiten) hinsichtlich der Planung und Durchführung ‚ihrer’ Seniorenkurse besonders achten.
1.1 Relevanz der Studie für die Erwachsenenbildung
Bei der Planung und Durchführung jeglichen Unterrichts spielt - wie oben erwähnt - das Bild, das der Lehrer von den Lernenden (und natürlich auch diese von ihm) hat, eine maßgebliche Rolle. Zumeist sind derartige ‚Bilder’ nicht bewusst, können sich jedoch gerade durch diese Unbewusstheit verstärkt in der Interaktion zwischen Kursleiter und -teilnehmer niederschlagen.
Die Bewusstmachung eigener Vorstellungen und Einschätzungen sowie die Auseinandersetzung mit den Aussagen von Kollegen zu diesem Thema kann Kursleitern neue Sichtweisen erschließen und möglicherweise sogar Anregungen für die eigene Praxis bieten. Einerseits haben wir vereinbart, jedem unserer Interviewpartner ein Exemplar unserer Arbeit zukommen zu lassen, sodass die Untersuchungsteilnehmer (hoffentlich) auch selbst einen Nutzen aus ihrer Mitwirkung an unserer Studie ziehen können; andererseits können die konkreten Aussagen zur Planung und Durchführung des Unterrichtes z.B. auf diesem Gebiet der Erwachsenenbildung noch wenig erfahrenen Kollegen Anhaltspunkte für die Abhaltung ‚ihrer’ Kurse bieten.
Unsere Studie sieht sich außerdem als möglichen Ausgangspunkt für die Befragung von an speziellen Seniorenkursen teilnehmenden älteren Menschen hinsichtlich ihrer Wahrnehmung ihres eigenen (in diesem Falle Sprachen-)Lernens, des Kurses sowie der Ermittlung ihrer eigenen Gründe für die Kursbelegung. Mit Übereinstimmungen sowie auch mit möglichen Diskrepanzen der Aussagen von Kursleitern und -teilnehmern ließe sich in weiterer Folge z.B. in Fort- und Weiterbildungen für Erwachsenenbildner (hinsichtlich des eigenen Bildes vom Alter etc.) arbeiten.
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III HAUPTTEIL
1 Klärung zentraler Begriffe
1.1 „Das Alter“, der „alte Mensch“
Altern ist, generell betrachtet, ein Prozess, der bei (und möglicherweise sogar noch vor) unserer Geburt beginnt und mit dem Tod endet.
Das Phänomen des Alterns kann in zweifacher Hinsicht betrachtet werden: 1. Aus der Mikroperspektive, d.h. die Betrachtung bezieht sich auf das biologische Alter und auf das Altern des Individuums.
2. Aus der Makroperspektive, d.h. im Mittelpunkt der Betrachtung steht das Altern der gesamten Gesellschaft.
1.1.1 Wer ist alt?
„Die Charakterisierung ältere Menschen bezeichnet primär Personen einer Altersgruppe. Dies ist nicht mit körperlichen oder geistigen Merkmalen gleichzusetzen, sondern geht in der Regel mit anderen Lebensaufgaben und anderen Anforderungen einher.“ 5 Wie sich diese Aufgaben und Anforderungen gestalten, werden wir in Kapitel 1.1.6 (Physische, psychologische und soziale Besonderheiten im Alter) ausführen.
Altern ist ein individueller Prozess und verläuft sehr unterschiedlich, was in mannigfaltigen Erscheinungsbildern und Formen der Lebensgestaltung zum Ausdruck kommt. In der Regel wird ein Mensch ab 65 Jahren (dies entspricht dem derzeitigen Pensionierungsalter) als alt bezeichnet, wobei man die Gruppe der Senioren weiter unterteilen kann in: junge Alte (65 bis 75 Jahre), alte Alte (75 bis 85 Jahre) und Hochbetagte (über 85 Jahre alt). 6
Obige Unterteilung erfolgt allein anhand des chronologischen (=kalendarischen) Alters, das jedoch, da Altern - wie bereits erwähnt - ein individueller Prozess ist, hinsichtlich der psychischen, physischen und sozialen Situation eines Menschen nur sehr beschränkte Aussagekraft besitzt.
Einen weiteren Versuch, dieses komplexe Phänomen zumindest ansatzweise zu erfassen, stellt dessen Erforschung unter biologischen, psychologischen und soziologischen Gesichtspunkten dar:
5 [Hausammann, 2000], S. 17
6 [Otto, Thiersch, 2001], 30 zit. nach [Glanzer, 2003]
6
1.1.2 Biologisches Alter
Es besteht ein Unterschied zwischen kalendarischem (anhand z.B. der Geburtsurkunde ermittelbarem) und biologischem Alter.
Das biologische Alter zeigt sich z.B. in grauen Haaren, Veränderungen der äußeren Gestalt, Veränderungen der Knochensubstanz. 7
Wie weit und in welcher Geschwindigkeit solche Veränderungen vorangehen, wird stark durch Veranlagung bestimmt. Der Lebensstil kann einen große Einfluss auf das biologische Alter haben. Geistige Aktivität, Ernährungsweise, Sport und andere Aktivitäten können das Altern des Körpers wesentlich bremsen oder beschleunigen. 8 Somit können ein gesunder Lebensstil mit ausreichend sportlichen Aktivitäten, weniger Stress am Arbeitsplatz sowie regelmäßige und gesunde Ernährung das biologische Altern eines Menschen verlangsamen.
1.1.3 Psychologisches Alter
Verhalten und Leistung sind in jedem Alter wichtig. Durch den Alterungsprozess erleben Menschen auch einer geistige Veränderung wobei die Leistungsfähigkeit geringer wird. Das Selbstbewusstsein und eine positive Einstellung sind im Alter sehr wichtig; wie sehe ich mich und wie sehen mich andere ist eine wichtige Frage, die eine bedeutende Rolle für das Selbstbild spielt und durch die sich auch das psychologische alter eines Menschen definieren lässt. So ist mancher Mensch „schon mit 55 oder 60 Jahren ein ‚alter Alter’, wohingegen ein 90-Jähriger geistig […] so rege sein kann“ 9 , dass er z.B. aktiv an kulturellen Veranstaltungen teilnimmt oder sich mit Fremdsprachen auseinandersetzt.
1.1.4 Soziales Alter 10
Der Prozess des Alterns wird sehr unterschiedlich erlebt. Neben der körperlichen und geistigen Gesundheit machen das soziale Umfeld (Familie, Freunde etc.) und jeder gesellschaftliche Kontakt einen wichtigen Teil der Lebensqualität im Alter aus. Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben verschiedene Abschnitte, wie zum Beispiel die Schulzeit, das Berufsleben, die individuell sehr unterschiedlich verlaufen, aber jeweils auch sehr wichtig sind, weil durch diese Abschnitte Menschen verschiedene Rollen übernehmen können und innere Überzeugungen und Einstellungen jeweils positiv verändern können.
7 [Glanzer, 2003]
8 http:://aid.de/ernehrung/senioren.cfm
9 www.aid.de/ernaehrung/senioren.cfm
10 http://www.medizininfo.de/geriatrie/alter/soziales_altern.shtml
Arbeit zitieren:
Mag. Kathrin Primetzhofer, 2004, Sprachkurse für SeniorInnen an Volkshochschulen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Ältere Menschen am Computer - Lernen im Alter als psychologisches Prob...
Hausarbeit, 22 Seiten
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