Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Geschlechterkampf Seite 4
3. Geschlechterdualismus Seite 4
4. Hauptanliegen des Romans Seite 5
5. Der Geschlechterkampf in den Liaisons Dangereuses Seite 6
5.1. Moralisch - gesellschaftlicher Hintergrund Seite 8
6. Résumé Seite 12
Literaturnachweis Seite 14
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1. Einleitung
Liberté, Égalité, Fraternité - der für diese Arbeit gewählte Titel steht chronologisch betrachtet in keinem direkten Zusammenhang mit der bearbeiteten Epoche. Jedoch soll damit gezeigt werden, dass auch die selbsternannten Befreier und Väter der Französischen Revolution nicht davor zurückgeschreckt sind, ihrem Kredo einen Sexismus (im negativen Sinne) zugrunde zu legen - die ‚Brüderlichkeit’. In diesem Sinne illustriert dieser Titel nichts anderes, als die Tatsache, dass der in dieser Arbeit geschilderte Zwist der Geschlechter, die Zwangshierarchie einer patriarchalisch strukturierten Gesellschaft und die daraus hervorgehenden Konflikte auch zu jenem späteren und das Individuum angeblich befreienden Moment noch immer eine dem männlichen Geist und Denken verpflichtete Selbstverständlichkeit darstellen. Die Philosophie der Revolution war ebenso eine männliche, wie das in dem Buch von Laclos geschilderte gesellschaftliche Drama ein von Männern konstruiertes ist.
Diese Arbeit zieht in ihrer Behandlung des Geschlechterkampfes in den ‚Liaisons dangereuses’ keine direkten Vergleiche zu unserer aktuellen Gegenwart. Eines soll an dieser Stelle aber klar hervorgehoben sein: eine Differenzierung der Geschlechter zum Nachteil der Frau ist auch in der von uns bewohnten Welt immer noch ein Problem. Es hat sich teilweise gelöst, ist teilweise komplexer denn je, hat sich teilweise verschoben, es hat seinen Weg in das Bewusstsein der Menschen schon längst und umfangreich gefunden, aber es existiert fort.
Behandelt werden als Themen die allgemeinen Probleme der gegensätzlichen Geschlechter, die dazu führen, dass sie einander lieben beziehungsweise hassen, als auch die Illustration der Stellung der Frau in Form von Dualismen, welche durch die Erziehung Jahrhunderte lang tradiert werden.
Einen weiteren Punkt der Arbeit stellen die Hauptanliegen des Romans Choderlos de Laclos’ dar, welche das verschiedene Rollenbild von Mann und Frau, die damit einhergehende Benachteiligung und vereinzelte Reaktionen der Frauen betreffen. Eine genaue Auseinandersetzung mit dem Geschlechterkampf im Roman und den moralisch-gesellschaftlichen Hintergründen dieses Zeitabschnittes findet im fünften Kapitel
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statt. Es werden die Situationen der Protagonisten Marquise de Merteuil (auf derer Methoden und Einstellungen anderen Frauen gegenüber ebenfalls eingegangen wird) und Vicomte de Valmont verdeutlicht sowie die Ursache für den Kampf zwischen den Beiden. Ebenfalls wird gezeigt, inwiefern das ungeschriebene Gesetz der Moral, welches den Begriff der ‚réputation’ prägt, die einseitige Abhängigkeit der Frau dem Mann gegenüber sowie die Reaktion (und den fatalen Ausgang dieser!) der Marquise de Merteuil bewirkt.
2. Geschlechterkampf
Die Harmonie, das Paradies zwischen den Geschlechtern, wird schon seit jeher von ontologischen und gesellschaftlichen Gründen verhindert. Der Geschlechterkampf ist so alt wie die Menschheit ebenso wie die Tatsache, dass sich Frauen und Männer gegenseitig im Weg stehen und einander dennoch verfallen. (vgl. Hollstein 1995, S. 74) Sie kämpfen als Gegner um die Macht ihrer Stellung und lieben einander zugleich, und oft kämpfen sie so sehr, dass sie einander nicht mehr lieben können. (vgl. Hollstein 1995, S. 79)
3. Geschlechterdualismus
In der abendländisch-patriarchalen Gesellschaft ist stets von Dualismen die Rede. Der Geschlechtergegensatz war schon immer das Paradigma aller Dualismen. Er ist sogar immer implizit vorhanden. Wenn wir von Kultur/Natur, Vernunft/Gefühl, Erhabenheit/Schönheit, Öffentlichkeit/Privatheit etc. sprechen, merken wir, dass diesen stets Männlichkeit und Weiblichkeit als Basiskonzeptionen zugrunde liegen.
Bezieht man sich auf den Roman und den darin illustrierten Zeitgeist wird der Mann jedoch immer als das Basisprinzip angesehen, wohingegen die Frau als das ausgeschlossene „Andere“ konstituiert wird. Nicht umsonst wurde das Menschliche als männlich angesehen - die Frau ignoriert. Und alle Menschen werden Brüder?!... Doch was geschah mit den
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Arbeit zitieren:
Stefanie Ibinger, 2001, Liberté, Égalité, Fraternité - Der Geschlechterkampf in bezug auf Choderlos de Laclos' <Les Liaisons Dangereuses> mit Hauptaugenmerk auf die Marquise de Merteuil und den Vicomte de Valmont, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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