Dorfer , Grubinger, Krause Oberkleiner: Lernfähigkeit und Lernbegriff älterer Erwachsener
Inhaltsverzeichnis
1. DIE PROBLEMATIK IM ALLGEMEINEN 5
2. "BILDUNG FÜR GEBILDETE" - DEMOGRAPHISCHES 5
3. EINSTELLUNGEN ZUR LERNFÄHIGKEIT IM ALTER 6
3.1. " in unserem Alter ?" und andere Mythen 6
3.2. Art der Weiterbildungsteilnahme 7
3.3. Interesse an Weiterbildung 7
3.4. Formaler Schulabschluß 7
3.5. Berufsgruppenzugehörigkeit 8
3.6. Altersgruppe 8
3.7. Allgemeine Einstellungen zum Lernen im Alter 8
4. DER LERNBEGRIFF ÄLTERER MENSCHEN 9
5. GRÜNDE FÜR EINE TEILNAHME AN BILDUNGSVERANSTALTUNGEN 10
6. WAS VERSTEHEN MENSCHEN UNTER BILDUNG? 11
6.1. Bildungsvorstellungen: Ein Vergleich aus dem Jahre 1958 12
6.2. Typologie von Bildungsvorstellungen 12
7. ZUR BERECHTIGUNG VON BILDUNG IM ALTER 13
7.1. Strukturmerkmale der Veränderung 14
8. DIE THEMATIK IN DER LITERATUR 15
9. KRITISCHE BETRACHTUNG 16
9.1. Methodische Kritik 16
9.2. Inhaltliche Kritik 16
9.3. Target-group "Nichtteilnehmer" 17
10. ABSCHLIEßENDE DISKUSSION 19
11. ENTWICKLUNG EINER KONKRETEN FRAGESTELLUNG 20
12. LITERATUR 23
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Dorfer, Grubinger, Krause & Oberkleiner: Lernfähigkeit und Lernbegriff älterer Erwachsener
1. Die Problematik im Allgemeinen
Hauptziel der Untersuchung war das Prüfen der Hypothese, wonach die „ Einschätzung älterer Menschen gegenüber der eigenen Lern- und Bildungsfähigkeit nicht so sehr vom Alter, sondern vielmehr von Variablen sozialer, psychologischer und pädagogischer Natur abhängt“. Groth & Stahlhofen berufen sich dabei auf Arbeiten von U. Lehr, einer These, die sich deutlich von traditionellen Ansätzen absetzt. Ihr zufolge ist das Lernen älterer Menschen im Vergleich zu den jüngeren anders strukturiert, weil es in den bisherigen Lernerfahrungen viel stärker eingebunden ist.
Drei Gruppen älterer Menschen; Seniorenstudenten der Uni Mannheim, Volkshochschulhörer und Nichtteilnehmer an weiterbildenden Veranstaltungen (insgesamt 182; Durchschnittsalter 66 Jahre, rd. 53% weiblich) wurden in der vorliegenden Untersuchung mit einem 39 Items umfassenden Fragebogen befragt, welcher vier Themenbereiche betraf:
2. "Bildung für Gebildete" - Demographisches
Nach Bildungsniveau charakterisiert, stellt sich heraus, daß mehr als der Seniorenstudenten (69.1%) ein sehr hohes Bildungsniveau besitzen (mit Abitur oder einem abgeschlossenem Studium). Die Volkshochschulhörer haben in der Mehrzahl einen durchschnittlichen Bildungsabschluß. Bei der Nichtteilnehmer Gruppe ist der Volksschulabschluß Anteil fast doppelt so hoch wie bei den Volkshochschulhörern (51%). Allerdings beträgt ist der Anteil der Abiturienten- und Hochschulabsolventen bei den Nichtteilnehmern recht hoch (20.4%).
Es wird die These gestützt, daß mit zunehmenden Schulabschluß und höherem beruflichen Status die Teilnahme an organisierter Weiterbildung zunimmt. Dies wird auch bei der Aufteilung der Befragten in Berufsgruppen ersichtlich, wo der Anteil der Arbeiter bei den Nichtteilnehmern mit 28.6% signifikant höher als bei den Seniorenstudenten und Volkshochschulhörern ist. Daraus formulieren die Autoren die Zielgruppe der Weiterbildungsteilnehmer wie folgt: Ältere Menschen mit mittlerem und höherem Schulabschluß, Angestellte sowie Beamte sind die typischen Weiterbildungsteilnehmer bei der Gruppe der älteren Menschen.
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Dorfer, Grubinger, Krause & Oberkleiner: Lernfähigkeit und Lernbegriff älterer Erwachsener
3. Einstellungen zur Lernfähigkeit im Alter Motto: "Was Hänschen nicht lernt,…"
Um internalisierte Meinungen zum Lernen im Alter zu erhalten, wurde das Sprichwort „ Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ den Befragten zur Beurteilung vorgelegt, die durch Aussagen bezüglich Lernen und Weiterbildung im Alter ergänzt wurden.
Das Ziel bestand nun darin, die Beziehung der Lernfähigkeit zu unterschiedlichen Variablen zu erfassen. Es sollte also herausgefunden werden, inwieweit Variablen wie Alter, Schulabschluß oder die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen die Einstellung zur Lernfähigkeit im Alter möglicherweise verändern. Folgende Variablen wurden im einzelnen auf ihren Einfluß untersucht:
Die den Fragen zugrundeliegenden Hypothesen und die Ergebnisse der Untersuchung sollen nun im einzelnen zusammenfassend dargestellt werden.
3.1. "…in unserem Alter!?" und andere Mythen
Gleichsam als "Nebenergebnis" konnten Groth & Stahlhofen zwei grundlegende Punkte feststellen:
A) Die Einstellungen älterer Menschen gegenüber ihren eigenen Lern- und Bildungsmöglichkeiten sind keineswegs einzig auf die Variable „Alter“ zurückzuführen.
B) Auch wenn ältere Menschen von einer im Alter eingeschränkten Lernfähigkeit ausgehen, so sind sie doch in einem doch recht hohen Maße an Weiterbildung interessiert. Viele erwägen auch in höherem Alter noch die Teilnahme an unterschiedlichen Kursen sowohl an Universitäten, Volkshochschulen, etc.
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Arbeit zitieren:
Krause, Dorfer, Grubinger, Oberkleiner, 1996, Bildungsvorstellungen, Einstellung zur Lernfähigkeit und Lernbegriff älterer Erwachsener, München, GRIN Verlag GmbH
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