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Wie sprachlos war Erich Fried wirklich?

Titel: Wie sprachlos war Erich Fried wirklich?

Seminararbeit , 2001 , 15 Seiten , Note: 1

Autor:in: Nicole Korntheuer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit möchte ich mich mit einem sehr interessanten Dichter und Autor beschäftigen. Einem Mann, der dem 20. Jahrhundert und seinen schweren Zeiten die Stirn geboten hat. Er hat sich nicht unterkriegen lassen von harten Kritiken, noch von den Umständen, unter denen er damals leben mußte. Dieser Mensch wurde zu einem verfolgten Juden, was ihn als Dichter aber noch besser machte. Er nahm sich die Freiheit, sich kritisch zu äußern, wann und wo immer er wollte. Ein Mann, der viel Kritik einstecken mußte, der aber immer zu dem stand, was er dachte oder sagte. Dieser bemerkenswerte Mensch, den ich zum Thema meiner Arbeit gemacht habe, ist Erich Fried.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

ERICH FRIED - EIN EINFACHES LEBEN?

POETA DOCTUS ?

ERICH FRIED UND / ODER PAUL CELAN

POLITISCHE GEDICHTE

UND VIETNAM UND

FRIED WIRD „SPRACHLOS“ , ODER NIMMT ER SICH „DIE FREIHEIT DEN MUND AUFZUMACHEN“?

SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit dem Leben und Werk des Lyrikers Erich Fried, wobei der Fokus insbesondere auf seiner Rolle als politischer Dichter und Zeitkritiker liegt. Das Ziel ist es, die künstlerische Auseinandersetzung Frieds mit politischen Missständen sowie sein Selbstverständnis als Lyriker im Kontext des Vietnamkrieges zu analysieren und sein Wirken kritisch zu reflektieren.

  • Biografische Stationen und Einflüsse auf das Werk von Erich Fried
  • Die literarische Positionierung als "politischer Dichter"
  • Analyse der Vietnam-Gedichte und deren medienkritischer Ansatz
  • Das Verhältnis von Sprache und politischer Wirksamkeit
  • Vergleich der dichterischen Ansätze von Erich Fried und Paul Celan

Auszug aus dem Buch

Was alles heißt

1

Warum warst du nicht wie der Baum Trung Quan?

sagt ein Mädchen

Das heißt

ihr Geliebter ist einer von den Verbrannten

Die Blätter des Baumes Trung Quan langen nicht Feuer

wie Bambusstäbe oder wie Menschenhaut

2

Fauler Hund

heißt eine eiserne Kreuzung

von Fliegerbombe und Dumdumgeschoß

Sicherheitszünder

heißt ein Bauer den man vorantreibt

an einem Strick über ein Minenfeld

Tauziehen

heißt einen Gefangenen an einem Tau nachschleifen

beim Durchfahren durch ein Dorf

das man so verwarnt

Bündel

heißt eine Leiche

in einer geflochtenen Matte

Ernte

heißt eine Reihe von Bündeln

in einem Feld

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Der Autor stellt Erich Fried als eine bemerkenswerte, kritische Persönlichkeit vor, die sich trotz widriger Umstände im 20. Jahrhundert als verfolgter Jude und Dichter behauptete.

ERICH FRIED - EIN EINFACHES LEBEN?: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Frieds nach, von seiner Kindheit in Wien über die Flucht nach London bis hin zu seinem Wirken als Publizist und produktiver Lyriker der 70er und 80er Jahre.

POETA DOCTUS ?: Hier wird Frieds Selbstverständnis hinterfragt und eine Einordnung seines literarischen Schaffens vorgenommen, das sich bewusst von theoretischen Dogmen distanziert.

ERICH FRIED UND / ODER PAUL CELAN: Ein Vergleich der beiden Lyriker, die trotz ähnlicher Schicksale als jüdische Exilanten unterschiedliche dichterische Wege einschlugen.

POLITISCHE GEDICHTE: Untersuchung der spezifischen Lyrik Frieds, insbesondere seiner Zitatgedichte und der Funktion von Dichtung als Zeit- und Gesellschaftskritik.

UND VIETNAM UND: Analyse der Vietnam-Gedichte als medienkritische Auseinandersetzung mit dem Krieg, in der Fried die Sprache als Mittel gegen die Gleichgültigkeit einsetzt.

FRIED WIRD „SPRACHLOS“ , ODER NIMMT ER SICH „DIE FREIHEIT DEN MUND AUFZUMACHEN“?: Eine Diskussion über Frieds Reflexion auf die eigene Rolle als Dichter und die Frage nach der Veränderbarkeit der Welt durch Literatur.

SCHLUSSWORT: Der Autor resümiert die Faszination für Frieds Werk und betont die Komplexität und Tiefe, die sich hinter einer scheinbar einfachen Sprache verbergen.

Schlüsselwörter

Erich Fried, Lyrik, politische Dichtung, Vietnamkrieg, Exilliteratur, Zitatgedichte, Zeitkritik, Literaturtheorie, Paul Celan, Sprachreflexion, Engagement, Humanismus, Zeitgeschichte, Dichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und den literarischen Werken des Dichters Erich Fried sowie dessen Rolle als kritischer Zeitgenosse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen Frieds biografische Prägung, seine politische Lyrik – insbesondere während der Vietnamkriegs-Ära – und sein kritischer Blick auf gesellschaftliche Missstände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse von Frieds Dichtkunst und die Rekonstruktion seines Selbstverständnisses als Lyriker, der die Literatur als Instrument der gesellschaftlichen Wachhaltung begreift.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, um Frieds Gedichte im Kontext ihrer Entstehungsgeschichte und zeitgenössischer literaturwissenschaftlicher Positionen zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, den Vergleich mit Paul Celan sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Gedichtbände und einzelner Texte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Erich Fried, politische Lyrik, Vietnamkrieg, Engagement, Sprachkritik und gesellschaftliche Verantwortung.

Wie bewertet der Autor Frieds Gedichte im Hinblick auf ihre vermeintliche Einfachheit?

Der Autor widerspricht der Einschätzung, Frieds Gedichte seien oberflächlich, und betont, dass eine tiefere Auseinandersetzung mit den Versen komplexe, vorher verborgene Bedeutungsebenen freilegt.

Wie verhält sich laut Text das „Maigedicht“ zu herkömmlicher Berichterstattung?

Das „Maigedicht“ wirkt wie eine sachliche Nachrichtenmeldung und wurde von Fried bewusst so gestaltet, damit der Leser nicht durch Gefühle von den harten Fakten abgelenkt wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie sprachlos war Erich Fried wirklich?
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Note
1
Autor
Nicole Korntheuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V1153
ISBN (eBook)
9783638107259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erich Fried
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Korntheuer (Autor:in), 2001, Wie sprachlos war Erich Fried wirklich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153
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Leseprobe aus  15  Seiten
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