Gliederung
I Allgemeiner Teil 1
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau und Methodik. 3
2 Trends im Marketing 4
2.1 Vom Transaktions - zum Relationshipmarketing. 4
2.2 Erfolgreiche Beziehungen durch Dialog-Marketing 6
3 Modernes Marketing setzt auf Kundenbindung 7
3.1 Historie und Grundlagen. 7
3.2 Entstehungsweise der Kundenbindung 9
3.3 Nutzen der Kundenbindung. 10
3.4 Die Wirkungskette der Kundenbindung 11
3.5 Instrumente des Kundenbindungs managements. 12
4 Die Kundenkarte als effizientes Marketing- 13
instrument 13
4.1 Definition der Kundenkarte 13
4.2 Abgrenzung Kundenkarte und Bonus Card. 13
4.3 Ziele einer Kundenkarte 14
4.4 Funk tionen einer Kundenkarte. 15
4.5 Verbreitung der Kundenkarte 16
4.6 Beispiel eines erfolgreichen Kundenbindungssystems: 18
Douglas Card 18
I
5 Kundenbindung im Stadtmarketing 21
5.1 Definition und Ziele des Stadtmarketings 21
5.2 Gründe für Kundenbindungssysteme im Stadtmarketing 21
II Kritische Bestandsaufnahme und Analyse von Bonus Cards 24
6 Bonus Cards in Deutschland 24
6.1 Das Konzept Duderstadt. 24
6.1.1 Beschreibung des Projektes. 24
6.1.2 Organisationsform 25
6.1.3 Technische Aspekte. 27
6.1.4 Kommunikationskonzept. 28
6.1.5 Datenauswertungen. 28
6.1.6 Ergebnisübersicht. 29
6.2 Empirische Untersuchung zum Status Quo von Kundenkarten. 30
6.2.1 Beschreibung der Untersuchung. 30
6.2.2 Ergebnisse der Untersuchung. 30
6.2.3 Interpretation der Ergebnisse. 33
III Entwicklung eines innovativen Modells 35
7 Modell der Bonus Card „Visionell“ 35
7.1 Ausgangslage 35
7.2 Produkteigenschaften „Visionell“ 35
7.3 Die Vorteile des Systems 38
7.3.1 Vorteile für den Stadtmarketingverein/ Werbekreis 39
7.3.2 Vorteile für den Handel 40
7.3.3 Vorteile für die Kunden. 41
7.4 Kosten der Bonus Card. 43
7.4.1 Vo rgabe der Rahmenbedingungen des Beispiels 43
7.4.2 Kostenvergleichsmatrix. 45
Fixe Kosten. 45
Variable Kosten. 45
Folgekosten. 45
Erl äuterungen zur Kostenvergleichsmatrix. 46
7.4.3 Gegenüberstellung der drei Varianten. 48
7.5 Kriterien einer erfolgreichen Einführung von „Visionell“ 49
II
7.5.1 Distribution 51
7.5.2 Kommunikation. 51
8 Zusammenfassung und Ausblick 53
9 Literaturverzeichnis 56
10 Ehrenwörtliche Erklärung 61
III
I Allgemeiner Teil
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Die abnehmerorientierte Zielvorstellung vieler Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt. Stand noch vor einiger Zeit die Gewinnung von Kunden eindeutig im Vordergrund der Marketingstrategien, so rückt seit geraumer Zeit die langfristige Bindung der vorhandenen Kunden in das Zentrum der Marketingstrategien. In zahlreichen Branchen zeigen sich diese Veränderungen durch Realisation von Kundenclubs, Kundenzeitschriften, Kundenkarten oder attraktiven Bonussystemen.“ 1
Auch im Stadtmarketing ist diese Entwicklung erkennbar. Der Einzelhandel ist einem steigenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Vor allem durch die wachsende Anzahl außerstädtischer Einkaufszentren und Fachmärkte kommt es zu Kaufkraftverlusten in der Innenstadt. Die bessere Informationsbasis der Konsumenten - insbesondere durch die neuen Medien - führt zu steigender Markt- und Preistransparenz, was oftmals in einen Preiskrieg mündet. Das aktuelle Marketing ist daher durch eine neue Form der Kundenorientierung geprägt. Ziel ist nicht mehr nur der schlichte Verkauf und die kurzfristige Erzielung von Umsatz, sondern der langfristige Aufbau von Vertrauen und Kundenzufriedenheit durch differenzierte, individuell zugeschnittene Leistungsbündel, die dem Kunden einen signifikanten Mehrwert bescheren. Seit dem Wegfall des Rabattgesetzes haben bereits viele Einzelhändler Maßnahmen ergriffen, indem sie
1 Bruhn, M., Homburg, C.: Handbuch Kundenbindungsmanagement, Wiesbaden 2000,
Vorwort.
1
Kundenbindungsinstrumente entwickelt und implementiert haben. Oft wurde dabei auf die Kundenkarte mit Rabattfunktion als ein besonders effizientes Instrument gesetzt. Deshalb planen viele Stadtmarketingvereine gemeinsam mit ihren Kaufmannschaften die Einführung einer Städte-Bonus Card, mit denen die Kunden in möglichst vielen Geschäften der Stadt Rabatte sammeln können. Es ist jedoch wichtig zu sagen, dass solch ein Konzept als Insellösung nicht den gewünschten Erfolg bringen wird. Vielmehr ist ein umfangreiches Kundenbindungssystem erforderlich. Der entscheidende Vorteil von Bonus Card Programmen ist die zu erwartende Kaufkraftbindung des innerstädtischen Einzelhandels gegenüber großen außerstädtischen Einkaufszentren. Zudem erhält man eine Stärkung der Wirtschaftskraft der gesamten Stadt und die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt.
Doch die Umsetzung wird oftmals gehemmt oder gehindert durch:
• hohe Startinvestitionen
• ungenügend auf die Bedürfnisse des Stadtmarketing
zugeschnittene Programme
• hohe Betriebskosten
• mangelnde Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln der
Kaufmannschaft/ fehlendes Gemeinschaftsdenken
Ziel dieser Arbeit ist es, in einem neu entwickelten Modell die Probleme, die viele Städte an der Implementierung eines Bonus Card Systems hindern, zu minimieren. Basis hierfür ist neben der theoretischen und exemplarischen Betrachtung von Kundenbindung und Kundenkarten die kritische Bestandsaufnahme und Analyse von existierenden Systemen sowie eine Datenerhebung in Form einer Befragung zu diesem Themenbereich.
2
1.2 Aufbau und Methodik
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei Hauptteile. Zu Beginn werden in einem allgemeinen Teil einleitende Worte zu den heutigen Entwicklungen im Marketing und den Grundlagen der Kundenbindung angeführt. Dazu wird der sog. Paradigmenwechsel vom Transaktions- zum Relationshipmarketing umfassend dargestellt. Darauf folgt der theoretische Hintergrund zur Kundenbindung und der Kundenkarte, die sich als besonderes effizientes Instrument der Kundenbindung erweist. Das nächste Kapitel erläutert die Hintergründe von Kundenbindungssystemen im Stadtmarketing.
Im II. Teil erfolgt eine kritische Bestandsaufnahme und Analyse von existierenden Bonus Card-Systemen. Ausgangspunkt hierfür ist das Beispiel der Stadt Duderstadt und eine Datenerhebung zu diesem Thema.
Den III. Teil bildet ein, in Zusammenarbeit mit dem mCC entwickeltes Modell, welches die in Abschnitt II erarbeiteten Eintrittsbarrieren vieler Städte bei der Einführung von Bonus Cards abschwächt. Hier werden dem Leser die Vorteile aller Beteiligten, Hilfestellungen zur Einführung und ein Kostenvergleich dreier Angebote für eine Bonus Card aufgezeigt.
Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Zusammenfassung und ein Ausblick.
Die Methodik dieser Diplomarbeit ist durch ein deduktives Gliederungsprinzip gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Herleitung der Ergebnisse vom Generellen zum Speziellen erfolgen wird. So können neu hergeleitete Aussagen auf die in der Wissenschaft begründeten Theorien gebaut werden.
3
2 Trends im Marketing
2.1 Vom Transaktions- zum Relationshipmarketing
Wie einleitend erwähnt, zeichnete sich im Laufe der letzten zehn Jahre im Marketing ein Paradigmenwechsel vom transaktionsorientierten zum beziehungsorientierten Marketing ab. Ursache für diese Erkenntnis ist die globale Verstärkung der Wettbewerbsintensität. 2 Dieser Wechsel bedeutet, dass nicht mehr die Durchführung von Transaktionen mit Austauschpartnern im Vordergrund steht, sondern der Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen. Der ausschlaggebende Grund für diese Aussage - die u.a. von Reicheld und Jacoby in die breite Öffentlichkeit getragen wurdeist die Feststellung, dass eine strategische Kundenbindung eine entscheidende Erfolgsgröße in der Wirtschaft ist. Diese neue Sichtweise äußert sich darin, dass den herkömmlichen klassischen
Marketinginstrumenten nicht mehr die Bedeutung zugemessen wird, wie noch vor einigen Jahren. 3 Es erscheint den Unternehmen nun viel wichtiger, die Geschäftsbeziehungen mit all ihren Facetten zu bewerten. Die Pflege dieser Geschäftsbeziehungen prägte deshalb den Begriff des Relationship Marketings (auch Beziehungsmarketing genannt). 4
Kerngedanke des Relationship Marketings ist der Abschied von Hit- and Run-Geschäften und damit eine Neuorientierung der Kundenbeziehung im Sinne eines Win-Win-Ansatzes. Ziel aller Beteiligten ist hierbei der ökonomische Erfolg. Das heißt: Nicht das Einmalgeschäft zählt, sondern die Dauerbeziehung mit dem Kunden, die auf einer ausgeglichenen, partnerschaftlichen Nutzenverteilung zwischen Anbieter und Kunden beruht. Nur so kann die Geschäftsbeziehung ökonomisch erfolgr eich sein. 5
2 Vgl. Grönroos, C.: Service Management and Marketing, Chichester 2000, S. 21.
3 Vgl. Gummesson, E.: Relationship Marketing - Von 4P zu 30R, Landsberg am Lech,
1997.
4 Vgl. Backhaus, K./ Diller, H.: Dokumentation des 1. Workshops „Beziehungs-
management“, Frankfurt am Main 1993.
5 Vgl. Becker J.: Grundlagen des operativen und strategischen Marketing Managements, 6.
Auflage, München 1998, S. 633.
4
Untenstehende Abbildung zeigt die Profitabilität von Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von sieben Jahren. Es wird offensichtlich, dass schon in diesem Zeitraum eine Gewinnsteigerung um fast 40% bei intensiver Kundenbindung und -betreuung möglich ist, auch wenn diese Geschäftsbeziehung im ersten Jahr erhebliche Kosten verursacht. General Motors z.B. hat ausgerechnet, dass für ihr Unternehmen ein lebenslang treuer Kunde rund 200.000 € wert ist. 6
Abb.1: Profitabilität von Kundenbeziehungen, in: Reicheld, F.F./ Sasser, E.
W.: Zero-Migration, in: Havard Manager, 1991, Heft 4, S. 111, Quelle:
Ederer G., Seiwert J. S.: Der Kunde ist König, Offenbach 2000, S. 86
„Neu am Beziehungsmarketing ist die strategisch angelegte Perspektive“. 7 Es sollte eine innere Verpflichtung gegenüber den Geschäftsbeziehungen herrschen. Die Gestaltung ökonomischer Anreize zu deren Erhalt und das Vertrauen in dauerhafte Geschäftsbeziehungen sind unabdingbar. Der Aufbau von Vertrauen ist die Grundvoraussetzung jeder dauerhaften
6 Vgl. Niedner, M.: Die Macht der Blaukittel, in: http://www.tominaga.de/htm/startseite/
start.php?id=205&action=zeigen, geöffnet am: 20.01.03.
7 Vgl. Meffert, H.: Marketing, 8. Auflage Wiesbaden 1998, S. 24 f.
5
Beziehung und kann nur dann erreicht werden, wenn sich alle Mitarbeiter des Unternehmens in gleicher Weise der Kundenorientierung verpflichtet fühlen.
Die Bedeutung des Relationshipmarketings wird besonders in der Aussage David Fords sichtbar: „A company´s relationships are important assets and without them it could not operate, even not exist. Managing in business markets is a comp lex and a difficult task.” 8
Als stärkstes Instrument des Relationshipmarketings im Konsumgütermarketing - das zeigen auch empirische Untersuchungen - erweist sich der persönliche direkte Kundenkontakt. 9 Daneben spielen kundenspezifische Direktmarketingmaßnahmen wie Kundenzeitschriften, Kundenclubs, kundenbezogene Events und - seit geraumer Zeit - Kundenkarten eine wichtige Rolle, um den Dialog zum Kunden zu finden und intensivieren. Im Folgenden nun eine kurze Betrachtung des Begriffs Dialog-Marketing.
2.2 Erfolgreiche Beziehungen durch Dialog-Marketing
Dialog-Marketing - oft auch als Direktmarketing bezeichnet - ist wie folgt zu definieren: 10
„Unter Dialog-Marketing werden alle Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens gefasst, bei denen die beabsichtigte Beeinflussungswirkung in direktem Kontakt zum Konsumenten erfolgt und ein Dialog beziehungsweise eine Interaktion zwischen Anbieter und Endverbraucher ermöglicht wird.“
8 Vgl. Ford, D.: Managing Business Relationships, Chichester/New York 1998, S. 13.
9 Vgl. Harnischfeger, M.: Public Relations, in: Dallmer, H./ Thedens, R. (Hrsg.), Handbuch
Direct-Marketing, Wiesbaden 1997, S. 21.
10 Hilke, W.: Direkt-Marketing, Wiesbaden 1993, S. 5-30.
6
Zu den wichtigsten Zielen, die mit den Instrumenten des Dialog-Marketings verfolgt werden, gehört neben der Gewinnung von Neukunden vor allem die langfristige Kundenbindung. Dabei wird die Verbesserung der Kundennähe und eine umfangreiche Betreuung der Kunden angestrebt, wodurch letztendlich die Effizienz der Kundenansprache verbessert werden soll. 11 Zur erfolgreichen Anwendung des Dialog-Marketings ist ein funktionierendes Informations- und Marktbearbeitungssystem im Rahmen des Database-Marketings erforderlich. In einer Datenbank müssen alle erforderlichen Daten gespeichert, aktualisiert und jederzeit für die direkte Kundenansprache bereitgestellt werden können. Aufbauend auf diese Database lassen sich effiziente Kommunikationsaktivitäten verwirklichen.
Im Folgenden wird nun näher auf die Kundenbindung als wichtigstes Ziel des Relationshipmarketing eingegangen.
3 Modernes Marketing setzt auf Kundenbindung
3.1 Historie und Grundlagen
Seit Beginn der 20er Jahre beschäftigt sich die Wissenschaft damit, das Wiederkaufverhalten von Kunden zu untersuchen. Fragen des Wiederkaufs von Marken wurden dabei erstmalig im Jahr 1923 näher untersucht. Damals wurde bei den Untersuchungen noch der Begriff „Markenbestehen“ verwendet. Doch der Fokus der Analysen verschob sich im Laufe der Zeit. Standen in den 70er Jahren Modelle im Vordergrund, die statistisches und dynamisches Wiederkaufverhalten untersuchten, so wechselte später der Fokus hin zu verhaltenswissenschaftlichen Modellen. 12 Erst im Jahre 1973 wurde der psychologischen Perspektive der Kundenloyalität ein wissenschaftliches und insbesondere empirisches Fundament gegeben. Mit
11 Vgl. Dallmer, H.: Direct-Marketing, Hrsg. Bruhn, M.: Handbuch des Marketing,
München 1989, S. 535ff, in: Meffert, H.: Marketing, Wiesbaden 1998, S. 720 ff.
12 Vgl. Bruhn, M../ Homburg, C.: Handbuch Kundenbindungsmanagement, Wiesbaden
2000, S. 7.
7
einer Arbeit von Reichheld und Sasser aus dem Jahre 1990 wurde dann zum ersten Mal auf die Handlungsnotwendigkeit der Unternehmen hingewiesen und somit auch der Begriff des Kundenbindungsmanagements als Aktivität eines Unternehmens geprägt. 13 Eine Studie von Bain & Company aus dem Jahre 1989 belegt, dass in der Dienstleistungsbranche eine Steigerung der Kundenbindungsrate von 5% den Gewinn des Unternehmens um 25 bis 100% steigern kann. 14 Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, von vornherein die Kundenbindung in das Gesamt-Marketing-Konzept zu integrieren.“ 15
In Anlehnung an einer Definitionen von Meyer/Oevermann wird Kundenbindung wie folgt definiert: 16
„Die aktuelle Kundenbindung erfasst einerseits das bisherige Kauf- und Weiterempfehlungsverhalten und andererseits die zukünftigen Wiederkaufs-, Zusatzkauf- (Cross Selling) und Weiterempfehlungs-Absichten (Goodwill) eines Kunden gegenüber einem Anbieter und dessen Leistungen (...). “
Die Definition zeigt, dass es grundsätzlich eine nachfrager- und eine anbieterbezogene Sicht der Kundenbindung gibt. Es ist somit zweckmäßig, den Begriff Kundenbindung von dem Begriff Kundenloyalität abzugrenzen. Letzteres beschreibt lediglich die nachfragerbezogene Perspektive der bindung, d.h. der Kunde hat seinerseits eine verringerte Wechselbereitschaft. Kundenbindung existiert hingegen auf beiden Seiten. 17
13 Vgl. Reichheld, F.F./ Sasser, E.W.: Zero-Defections: Quality Comes to Services, in:
Harvard Business Review, Vol. 68, September-October 1990, S. 105-111.
14 Vgl. Reichheld, F.F.: Der Loyalitätseffekt, Frankfurt a.M./New York 1997, S. 47.
15 Vgl. Wittbrodt, E.J.: Kunden binden mit Kundenkarten, Neuwied, Kriftel, Berlin 1995,
S.18.
16 Meyer A./ Oevermann, D.: Kundenbindung, in: Tietz, B./ Köhler, R./ Zentes, J. (Hrsg.),
Handwörterbuch des Marketing, Stuttgart 1995, Sp. 1341.
17 Vgl. Meffert, H./ Backhaus, K.: Kundenbindung und Kundenmanagement, Münster
1994, S. 24.
8
3.2 Entstehungsweise der Kundenbindung
In der Literatur werden bestimmte Voraussetzung angeführt, die eine Entwicklung der Kundenbindung e rmöglichen. Diese sind im Wesentlichen: 18
• Kundenzufriedenheit
• Vertrauen
• Commitment
Kundenzufriedenheit wird als das Ergebnis eines Informationsverarbeitungsprozesses verstanden, in dessen Rahmen Vorkauf-, Kauf- und Nachkaufphase einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen werden. Die Beurteilung der wahrgenommenen Gegebenheiten liegen Erwartungen zugrunde, die die Bezugsperson aufgrund der von ihr selbst oder anderen gemachten Erfahrungen entwickelt hat. 19
Abb. 2: Beeinflussfaktoren der Kundenzufriedenheit, Quelle: Ederer, G./ Seiwert, L.: Der Kunde ist König, Offenbach 2000, S. 166
18 Vgl. Bruhn, M../ Homburg, C.: Handbuch Kundenbindungsmanagement, Wiesbaden
1998, S. 41.
19 Vgl. Nieschlag, R./ Dichtl, E./ Hörschgen, H.: Marketing, Berlin 1997, S. 165ff.
9
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Verena Kremer, 2003, Die Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument im Stadtmarketing, München, GRIN Verlag GmbH
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