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II. Vorwort
Die E-Mail als Kommunikationsmedium ist für mich kaum mehr wegzudenken. Es bietet der Gesellschaft Informationen kostengünstig und schnell rund um den Globus auszutauschen. Nebst diesen positiven Eigenschaften gibt es leider auch negative, welche E-Mail als Kommunikationsmittel mit sich bringen: Viren, Würmer, Spam, Phishing-Mail – dies sind nicht nur Schlagwörter, die in den letzten Jahren bekannt geworden sind. Viel mehr sind sie zu einer gefährliche Bedrohungen für Wirtschaft und Gesellschaft geworden, welche das Medium E-Mail als Kommunikationsmittel benützen.
Was kann man nun gegen Spam unternehmen? Welche Methoden sind zuverlässig? Wie hoch sind die Kosten für einen wirksamen Schutz? Und woher hat der Spammer überhaupt meine E-Mail-Adresse? Das sind alles Fragen die mancher sich schon gestellt haben mag. Zumindest ich habe dies und kam so auf die Idee, diese mit dieser Diplomarbeit zu beantworten.
Mit dieser Arbeit wird untersucht: welche technischen Methoden und welche regulativen Massnahmen es heute zur Spam-Bekämpfung gibt. Es wird auch aufgezeigt welche Kosten Spam generiert.
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III Inhalt
I Selbstständigkeitserklärung iii
II Vorwort v
III Inhalt vii
IV Abbildungsverzeichnis x
V Tabellenverzeichnis xi
VI Formelverzeichnis xii
VII Abkürzungsverzeichnis xiii
VIII Glossar xiv
1 Management Summary 1
1.1 Das Problem 1
1.2 Kosten 2
1.3 Juristische Fragen 2
1.4 Massnahmen gegen Spam 3
2 Einleitung 5
2.1 Zweck und Umfang 7
2.2 Thematischer Fokus 7
2.3 Aufbau des Dokuments 8
3 Spam 9
3.1 Die Geschichte 9
3.2 Die Problematik (Ausgangslage) 10
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4 Spam und seine ökonomische Bedeutung 12
4.1 Definition von Spam 12
4.2 Spam-Kategorien 15
4.2.1 Kommerzielle Werbung 16
4.2.2 Nichtkommerzielle Werbung 19
4.2.3 Betrug und Phishing 19
4.2.4 Hoax- und Chain-E Mail 21
4.2.5 Joe-Job Mail 23
4.2.6 Malware 24
4.2.7 Bounce Messages 25
4.3 Der wirtschaftliche Schaden 26
4.3.1 Kosten die durch Spam verursacht werden 27
4.3.2 Kosten die durch Anti-Spam Massnahmen entstehen 27
4.3.3 Kostenträger 28
4.4 Der wirtschaftliche Gewinn 35
5 Anti-Spam Massnahmen 36
5.1 Legislative Massnahmen 36
5.1.1 Anti Spam Gesetze 37
5.2 Organisatorische Massnahmen 38
5.2.1 Abuse-Systeme 38
5.2.2 Internationale Kooperation 40
5.3 Vorsorgemassnahmen 41
5.3.1 Schutz der E-Mail Adresse 41
5.3.2 Umgang mit empfangenen Spam-E Mails 43
5.4 Technologische Massnahmen 45
5.4.1 IP-Blockierung 45
5.4.2 Filtermethoden 48
5.4.3 Authentifizierung 54
5.4.4 False-Positive 57
5.4.5 Weitere Anti-Spam Methoden 57
6 Lösungsansatz für den Einsatz von Anti-Spam 58
6.1 Entscheidungshilfen für Anti-Spam Methoden 58
6.2 Kostenrechnung 60
6.2.1 Kosten ohne Anti-Spam Lösung 61
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6.2.2 Kosten für eine Inhouse-Lösung 62
6.2.3 Kosten für Managed Service-Lösung 63
6.3 Lösungsvariante 65
6.3.1 Bewertung der Lösung 68
7 Reflexion 70
7.1 Vorgehen 72
8 Abschluss 73
8.1 Epilog 73
8.2 Danksagung 73
9 Index 74
A Literaturverzeichnis 77
1) Bücher und E-Books 77
2) Studien 77
3) Artikel aus Zeitschriften 78
4) Internetquellen 78
B Tabelle LMAP 80
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IV Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kostenvergleich von Spam-Lösungen pro Tag für 350 Mitarbeiter 2
Abbildung 2: Vergleich der globalen Spam-Erkennung in E-Mails 15
Abbildung 3: Globale E-Mail Zusammensetzung 16
Abbildung 4: Spam versendende Länder 17
Abbildung 5: Beispiel für eine UCE 18
Abbildung 6: E-Mail mit nichtkommerzielle Werbung 19
Abbildung 7: Nigeria-Scam E-Mail 20
Abbildung 8: Phishing-E Mail 21
Abbildung 9: Hoax-E Mail 22
Abbildung 10: Joe-Job E-Mail 24
Abbildung 11: Bounce Message 25
Abbildung 12: Die Spam-Faktoren und ihre Beziehung zu den Anti-Spam Massnahmen 37
Abbildung 13: Möglichkeit eines Filtervorgangs von eingehenden E-Mails 49
Abbildung 14: Decision Tree zum Bildhochladen bei Wikipedia 53
Abbildung 15: E-Mail Delivery Path 56
Abbildung 16: Entscheidungshilfe für Anti-Spam Methoden 58
Abbildung 17: Kostenvergleich der Anti-Spam Lösungen 60
Abbildung 18: Dreistufige Filterung 65
Abbildung 19: Aktivitäten Diagramm Benachrichtigung über Managed Service 66
Abbildung 20: Zusammenspiel aller Filtermethoden 68
Abbildung 21: Wirtschaftskreislauf 70
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V Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Primäre und sekundäre charakteristische Eigenschaften von Spam 13
Tabelle 2: Kostenträger-Übersicht 28
Tabelle 3: Wer profitiert von Spam 35
Tabelle 4: Übersicht über technische Anti-Spam Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen 59
Tabelle 5: Tägliche Kosten durch Löschen von Spam-E Mails pro Tag 61
Tabelle 6: Kosten für eine Inhouse-Lösung pro Tag 62
Tabelle 7: Kosten für Managed Service-Lösung pro Tag 63
Tabelle 8: LMAP Proposals 80
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VI Formelverzeichnis
Formel 1: Bayes-Theorem 50
Formel 2: Anwendung der Bayes-Formel 51
Formel 3: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass die E-Mail Spam ist 51
Formel 4: Transformierte Bayes-Formel 52
Formel 5: Ausgeformte Bayes-Formel 52
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VII. Abkürzungsverzeichnis
Bsp. Beispiel
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
ca. circa
CHF Schweizer Franken
c’t Magazin für Computertechnik
DEC Firmenname: Digital Equipment Corporation
dipl. Diplomierter
ESP Email Service Provider
etc. etcetera
EU Europäische Union
evtl. eventuell
FDV Verordnung über Fernmeldedienste
GB Gigabyte
ggf. gegebenenfalls
HF Höhere Fachschule
IETF Internet Engineering Task Force
ISP Internet Service Provider
IT Informationstechnologie
ITU International Telecommunication Union
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
MIME Multipurpose Internet Mail Extensions
MMS Mulitmedia Messaging Service
MoU Memorandum of Understanding
MS Managed Service
MTA Mail Transfer Agent
MUA Mail User Agent
n. p. no publisher
OECD Organisation for Economic Co-operation and Development
OSI Open System Interconnection Reference Model
o. O. ohne Ort
o. V. ohne Verfasser
PIN persönliche Identifikationsnummer
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RBL Realtime Blackhole List
RFC: Request for Comment
S. Seite
SASL Simple Authentification and Security Layer
SMS Short Message Service
sog. sogenannt
UBE Unsolicited Bulk Email, unverlangte Massen-E-Mail
UCE Unsolicited Commercial Email, unverlangte kommerzielle E-Mail
USA United States of America
USD US-Dollar
U. S. United States
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
vgl. vergleiche
z. B. zum Beispiel
VIII. Glossar
Account Englische Bezeichnung für Konto. Ein Account bezeichnet den Zugang
zu einem Dienst wie E-Mail oder Netzwerkanmeldung.
Ads Advertising Server/Service. Darunter wird im Allgemeinen die Werbung
ARPANET Advanced Research Projects Agency Network. Vorläufer des heutigen
Internets.
Bandbreite Masseinheit für die Leistungsfähigkeit einer Datenkommunikationsverbindung. Wird in Bits angegeben.
Blacklist Schwarze Liste mit Einträgen z. B. von IP-Adressen, welche
Blogs Ein auf einer Website geführtes und veröffentlichtes Tagebuch oder
Journal.
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Bounce Messages Fehlermeldungen, welche vom Server generiert und dem
Botnet Zusammenschluss von mehreren Computern. Auf jedem dieser
Client Computerprogramm, welches nach dem Client-Server-System Verbindung zu einem Server herstellt. DNS Domain Name System. Seine Aufgabe besteht darin, z. B. die Domain mywebsite.ch in eine IP-Adresse umzusetzen und umgekehrt. ESMTP Extended Simple Mail Transfer Protocol. Ist die Erweiterung des SMT-Protokolls, welches eine Authentifizierung zulässt. Etymologie Lehre von der Wortherkunft. Exploits Meist spezifische Sequenzen oder Befehlszeilen, welche eine Sicherheitslücke im System ausnutzen. false-positive Irrtümlich als Spam klassifizierte E-Mail. Harvester Programm, das im Internet nach E-Mail-Adressen sucht. Hijacked PC, der entwendet wurde. Hoaxes Falschmeldungen, die z. B. per E-Mail versandt, von vielen für wahr gehalten und daher an Freunde weitergeleitet werden. HTML HyperText Markup Language. Auszeichnungssprache für die
Instant Messaging Dienst, welcher es mittels Software ermöglicht, in Echtzeit im Internet zu chatten. Joe Job E-Mails mit gefälschtem Absender, die auf eine Person oder ein Unternehmen verweisen, welche(s) diskriminiert werden soll. Key Logger Programm, welches alle Tastaturanschläge aufzeichnet und sie möglicherweise an Dritte sendet. malicious Sammelbegriff für Anwendungen wie Viren, Würmer oder Trojaner, die auf dem Computer Schaden anrichten können. Malware Bezeichnung für Computerprogramme, welche vom Benutzer unerwünschte oder ggf. schädliche Funktionen ausführen. Phishing Versuch, über gefälschte Webseiten an Daten von Benutzern zu kommen, z. B. die Kreditkartennummer oder Login-Informationen. Policies Englische Bezeichnung für Weisungen/Richtlinien.
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Provider Dienstleistungsanbieter. In dieser Arbeit bezieht sich ‚Provider’ auf den Internet Service Provider. Remote Steuerung eines Computers aus der Ferne mittels einer Software. Server Software im Rahmen des Clients-Server-Konzepts oder Hardware, auf der diese im Rahmen des Konzepts läuft. Session Sitzung von einem Client beim Server. Die Session beginnt mit dem Login und endet mit dem Logout. SMTP Simple Mail Transfer Protocol. Ist ein Protokoll der
Spam Vom Empfänger unerwünschte Massen-E-Mail, meist zu Werbezwecken. Spammer Versender der Spam-E-Mail Spoofing Vortäuschen einer falschen Identität, z. B. gefälschte E-Mail-Adresse. Spyware Programme, mit denen die Daten des Benutzers ohne sein Wissen
TCP/IP Transmission Control Protocol over Internet Protocol. Ist ein Netzwerkprotokoll und die Basis des weltumspannenden Internets. Trojanisches Pferd Auch ‚Trojaner’. Bezeichnung für ein Computerprogramm, das als
Usenet User Network. Weltweites Netzwerk, das Diskussionsforen bereitstellt. User Englische Bezeichnung für „Benutzer“. Virus Sich selbst verbreitendes Computerprogramm, das sich bei
Voice over IP Telefonieren über das IP-Protokoll. Würmer Computerprogramm, das sich übers Netzwerk ausbreitet und dabei auf
Whitelist z. B. Liste mit IP-Adressen, die autorisiert sind E-Mails zu versenden.
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1 Management Summary
1.1 Das Problem
Das Internet ist in unserer global vernetzten Welt ein unerlässliches Kommunikationsmedium geworden und mit ihm auch das E-Mailing. Informationen werden innerhalb von Sekunden weltweit übermittelt. Eine das Internet und E-Mailing intensiv nutzende Gruppe sind die Spammer – täglich versenden sie Millionen an Spam-E-Mails. Untersuchungen belegen, dass zwischen 70 und 90 Prozent der täglich versandten E-Mails Spam sind.
Ein weiterer Negativ-Faktor auf die Gesellschaft und Wirtschaft, ist der Vertrauensverlust in das E-Mail als Kommunikationsmedium. Obwohl es scheint, dass die E-Mail als Kommunikationsmedium nicht ersetzbar ist, wird in manchen Fällen die Abkehr von E-Mail beobachtet. Das Faxgerät welches durch E-Mail hätte abgelöst werden sollen, gehört auch heute noch immer zur Standardausrüstung in der Bürolandschaft.
Auch haben seit längerem die Mobiletelefone mit SMS und Instant Messaging das E-Mailing in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen hinter sich gelassen. Gründe dafür sind: dass dringende E-Mails zeitweise nicht zuverlässig oder mit hoher zeitlicher Verzögerung übermittelt werden, da sie von Spam-Filter geblockt werden. Diese Umstände zeigen auf wie die Spam-Problematik mit den dazugehörigen Nebenerscheinungen: wie Viren und Phishing der E-Mail einen Vertrauensverlust beschert haben, welcher die Zweckdienlichkeit dieses Mediums gefährdet.
Nebst dem unerwünschten kommerziellen Werbe-Spam gelangt auch schädliche Software in unserer Mailbox. Diese können sich sogar ohne unser Wissen auf dem PC einnisten. Die so infizierten Systeme können weiterer Schaden anrichten, indem sich die Software
automatisch an
Professionalisierung des Spam-Mailings geht heute sogar soweit, dass fremde Systeme von Spammern gehackt werden, um sie in sogenannten „Botnets“ zu integrieren. Die so von Spammern „entführten Computer“ stehen anschliessend unter der Kontrolle der Spammer und werden dazu missbraucht um Millionen von Spam-E-Mails innert kürzester Zeit über den ganzen Globus zu versenden.
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1.2 Kosten
Spam kostet den Empfängern Zeit und Nerven und den Unternehmen weltweit Milliarden von Franken. Es gibt zwei Arten von Kosten die durch Spam entstehen, die einen die durch Spam verursacht werden und die anderen welche für Anti-Spam-Lösungen benötigt werden. Wenn das Volumen der Spam-Mails steigt und keine Anti-Spam-Lösung installiert ist, steigen dazu auch die Kosten für den Produktivitätsausfall der Mitarbeiter. Bei Installierten Anti-Spam-Lösungen bleiben die Kosten konstant. Die untenstehende Grafik (siehe Abbildung 1) visualisiert den Anstieg der Kosten bei zunehmendem Spam-Volumen.
Abbildung 1: Kostenvergleich von Spam-Lösungen pro Tag für 350 Mitarbeiter
1.3 Juristische Fragen
In der Schweiz ist das Versenden von Spam verboten, international ist die Lage noch immer nicht einheitlich geregelt. Da der überwiegende Teil des Spam aus dem Ausland kommt, können die Spammer mit den juristischen Mitteln aus der Schweiz kaum zur Rechenschaft gezogen werden. Jene Ursprungsländer, aus denen der Grossteil des Spam kommt, haben entweder keine bzw. ungeeignete Gesetze, die den Versand von Spam verbieten. Die Sanktionen die einen Spammer erwarteten, sind so gering, dass er sich davon nicht abschrecken lässt. Bislang wurde versucht, mit nationalen Gesetzen gegen ein internationales Problem anzukämpfen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben einige Länder ihre Gesetze homogenisiert, um dadurch das Rechtsverfahren zu erleichtern, und Kooperationsvereinbarungen untereinander abgeschlossen.
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In der Schweiz sind die Anbieter von Fernmeldediensten verpflichtet, ihre Kunden vor Spam zu schützen und zu verhindern, dass ihre Kunden Spam versenden. Insbesondere sind das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) zu beachten.
1.4 Massnahmen gegen Spam
Es gibt viele Methoden, um seine eigene E-Mail-Adresse vor Spam zu schützen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die meisten Mail-Adressen früher oder später trotzdem bis zu den Spammern gelangen – sei es durch deren Angabe bei einem Newsletter, durch das Ausspionieren von Adressbüchern, durch das Verwenden der Mail-Adresse in öffentlichen Foren. Die Übermittlung kann auch durch Infizierung des PC ausgelöst werden.
In den vergangenen Jahren wurden die technischen Filtermethoden fortwährend verbessert, um mit den Tricks der Spammer Schritt zu halten. Dadurch ist es heute möglich, das Spam-Aufkommen mit einer Kombination von unterschiedlichen Filtertechniken auf ein akzeptables Volumen zu reduzieren.
Alle derzeit verfügbaren technischen Filter beinhalten Methoden um die E-Mail nach Spam oder nicht Spam zu qualifizieren. Ein Kriterium ist z. B. die IP-Adresse des Senders. Diese kann von den Spammer nicht sehr einfach gefälscht werden. Mittels dieser IP Adressen werden White- und Blacklistings geführt und so in „autorisiere“ und „nicht autorisierten“ IP-Adressen in einer Liste zusammengeführt. Aktuell werden jedoch die meisten Spam-Mails mittels Botnets und deren „Zombie PC“ 1 versendet. Dadurch sind heute Systeme notwendig die in der Lage sind, die Quelle von IP-Adressen von Spam oder Nicht-Spam zu überprüfen. Hierzu sind Zentrale Datenbanken mit DNS Blacklist (DNSBLs) notwendig, welche den Abgleich von tausenden von IP-Adressen ermöglichen.
1 Infizierter PC der in sich in einem Botnet befindet.
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Die effektiven contentbasierten Filter sind aufwändig zu implementieren, wirken aber oft sehr effizient gegen Spam. Man unterscheidet zwischen rollenbasierten und erfasster Muster (Heuristik). Solche Spaminhalte werden anschliessend aufgespürt.
Des Weiteren ist heute die statische Methode im Einsatz, das sog. Bayes-Verfahren. Hier wird laufend ein Filter mit den versendeten Mails trainiert und erlernt so selbstständig die typischen Merkmale von Spam.
Das ursprüngliche für jedes E-Mail absolut notwendige SMTP-Protokoll beinhaltet keine eindeutige Authentifizierung des Absenders. Daher wurde es in vergangener Zeit zwecks Authentifizierung zu ESMTP weiter weiterentwickelt. Zusätzlich sind Verfahren wie SPF 2 und DomainKey 3 im Einsatz, welche zumindest die Authentifizierung der Domain (in der Regel die Firma oder der ISP) ermöglichen sollen. Aber auch diese Verfahren sind nicht frei von Spam-Nebenwirkungen, da Spammer eine beliebige Anzahl von Domainnamen registrieren lassen können. Erst in Verbindung mit dem Reputationsverfahren 4 , das etwas über das bisherige Versenden von Spam und Ham über diese Domain aussagt, können die Methoden effizient genutzt werden.
2 Sender Policy Framework – Methode zur Verifizierung der Absenderadresse.
3 Funktioniert wie das SPF-Verfahren, kann aber zusätzlich belegen, dass die E-Mail während des Transfers von einem Mailserver zum anderen nicht verändert wurde.
4 Dieses Verfahren greift auf Erfahrungswerte des Filters (Ham- und Spam-Tabelle) zurück und kann mit anderen Filtermethoden wie SMTP-AUTH oder SPF kombiniert werden.
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2 Einleitung
Der Erfolg der Menschheit besteht aus der Fähigkeit zu kommunizieren, bereits in Urzeiten wurde über weite Strecken kommuniziert: im Altertum mittels Signalfeuer, Laufboten oder Brieftauben und später in schriftlicher Form mittels Post. Durch die Erfindung der Elektrizität entstanden neue Kommunikationsmöglichkeiten wie Morsen, Telegrafieren, Telefonieren und Ende des letzten Jahrhunderts das Internet. Dank dem Internet sind wir heute in der Lage, innerhalb von Sekunden Informationen kostengünstig weltweit zu verbreiten. Die fortschreitende Globalisierung hat dazu beigetragen, dass das Internet mit dem dazugehörigen E-Mailing von vielfältigen Interessengruppen voll genutzt wird.
Eine alltägliche Situation für Internetbenutzer mit elektronischem Postfach: Werden die Eingangsnachrichten geöffnet, befinden sich darin E-Mails von unbekannten Absendern; sie beinhalten Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Diese Situation ist allgemein ein Ärgernis, da die Anzahl solcher Mails stetig wächst. Privatpersonen haben zumeist keine Möglichkeit, die gewünschten von den unerwünschten E-Mails (Spam-Mails) zu filtern. Bislang stellen die wenigsten Internet Service Provider (ISP) standardmässig einen entsprechenden Spam-Filter zur Verfügung. Möglicherweise sind ISPs gar nicht am Filtern von Mails interessiert, da ihr primäres Interesse darin besteht, möglichst viele Daten über die Leitung zu übertragen, um Mehreinnahmen zu generieren.
Nicht nur Privatanwender stehen vor diesem Problem, auch Unternehmen versuchen, Spam-Mails von ihrem Unternehmen bzw. den Mitarbeitern und Systemen fernzuhalten.
Private Anwender sind sich weniger über die Kostenfolgen solcher Spam-Mails bewusst. In Unternehmen ist Spam betriebswirtschaftlich als Problem seit Längerem bekannt: Mitarbeiter werden durch das Öffnen solcher Spam-Mails in ihrer primären Tätigkeit aufgehalten. Zudem beanspruchen unerwünschte E-Mails Speicherplatz und Systemressourcen der IT-Infrastruktur.
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Christoph Almer, 2008, Spam - Der endlose Kampf gegen unerwünschte E-Mails und die daraus entstehenden Kosten und Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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