Inhaltsübersicht
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Inhaltsverzeichnis.....................................................................................II
Abkürzungsverzeichnis...........................................................................VI
Literaturverzeichnis.................................................................................IX
A Einleitung 1
I Bestimmung des Begriffs Mantelkauf 1
1. Mantelverwendung 1
2. Vorratsgründung 2
a) Offene Vorratsgründung 2
b) Verdeckte Vorratsgründung 3
II Motive einer Mantelverwendung 3
1. Kostengründe 3
2. Zeitersparnis und Risikovermeidung 4
3. Steuerliche Aspekte 5
4. Sonstige Motive 6
III Bedeutung des Mantelkaufs in der Unternehmenspraxis 7
1. Allgemeine Bedeutung 7
2. Mantelverwendung bei Personengesellschaften 8
3. Börsengang durch Mantelkauf 9
a) Vorbemerkung 9
b) Ablauf des indirekten Börsengangs 10
c) Vor- und Nachteile 11
B Merkmale der Mantelverwendung 13
I Gesellschafterwechsel und Geschäftsführerwechsel 13
II Ausschließliche Verwendung der Rechtsform 14
III Wechsel der Branche und des Unternehmensgegenstandes 15
IV Unternehmenslosigkeit 16
II
V Vermögenslosigkeit 17
1. Begriffsbestimmung 17
2. Verwertbare Aktiva 17
3. Löschung der Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit 18
VI Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile und Verlegung des
satzungsmäßigen Sitzes 19
VII Abgrenzung zwischen Unternehmensfortführung und
Mantelverwendung 20
C Wirksamkeit der beteiligten Rechtsgeschäfte 21
I Arten der Rechtsgeschäfte 21
1. Anteilskauf und Anteilsübertragung 22
2. Fortsetzungsbeschluß und Satzungsänderung 22
II Nichtigkeit nach 138 I BGB 24
III Nichtigkeit nach 134 BGB 25
1. Scheingeschäft 26
2. Umgehung der Gründungsvorschriften 27
3. Verstoß gegen 23 HGB 29
4. Nichtigkeit aus 75 GmbHG 30
D Kapitalaufbringungspflicht der Mantelverwender 31
I Kapitalaufbringungspflichten bei Neugründung 31
1. Vorbemerkung zur Neugründung 31
2. Stammkapital und Stammeinlage 32
3. Voraussetzungen für die Eintragung in das Handelsregister 32
4. Versicherung der Geschäftsführer 33
II Erneute Kapitalaufbringungspflicht bei Mantelverwendung 33
1. Analoge Anwendung der Gründungsvorschriften 34
a) Vorliegen einer Regelungslücke 35
aa) Erstmaliger Erwerb der Haftungsbeschränkung 36
bb) Sinn und Zweck der Vorschriften 37
b) Unverzichtbare Merkmale für die Bejahung einer
Mantelverwendung 38
2. Umfang der Kapitalaufbringungspflicht 39
III
a) Umfang im engeren Sinne 39
b) Ausgleich von Altverbindlichkeiten 40
c) Erfüllung der erneuten Kapitalaufbringungspflicht 42
d) Zeitpunkt der Beseitigung der Unterdeckung und Verjährung 43
III Kapitalaufbringungspflicht bei Vorratsgründung 45
IV Ausblick 46
V Registergerichtliche Prüfung 47
1. Eintragungspflichten bei Neugründung 47
2. Eintragungspflichten bei Mantelverwendung und
Vorratsgründung 48
3. Registergerichtliche Kontrolle bei Mantelverwendung 49
a) Notwendigkeit 49
b) Entbehrlichkeit 50
c) Registergerichtliche Praxis 51
aa) Möglichkeiten der registergerichtlichen Kontrolle 51
bb) Mangelnde Erkennbarkeit der Mantelverwendung 53
cc) Fazit 54
E Haftung der Mantelverwender 55
I Differenzhaftung 55
1. Begriffsbestimmung 55
2. Differenzhaftung bei Neugründung 56
3. Differenzhaftung bei Mantelverwendung 56
a) Zeitpunkt der Eintragung der Satzungsänderung 57
b) Zeitpunkt des Beginns der neuen unternehmerischen Tätigkeit 57
4. Fazit 58
II Handelndenhaftung 59
1. Begriffsbestimmung 59
2. Handelndenhaftung bei Neugründung 59
3. Handelndenhaftung bei Mantelverwendung 60
a) Haftungszeitraum und dessen Übertragung auf die
Mantelverwendung 61
IV
b) Funktionen der Handelndenhaftung und deren Übertragung auf
die Mantelverwendung 62
aa) Sicherungsfunktion 62
bb) Druckfunktion 63
cc) Ausgleichsfunktion 63
dd) Fazit 64
c) Handelndenhaftung bei Vorratsgründung 65
III Durchgriffshaftung 66
1. Begriffsbestimmung 66
2. Durchgriffshaftung bei Neugründung 66
3. Durchgriffshaftung wegen materieller Unterkapitalisierung bei
Mantelverwendung 67
IV Weitere Haftungstatbestände und deren Anwendbarkeit auf die
Mantelverwendung 69
1. Sorgfaltshaftung 69
2. Haftung aus 826 BGB 70
3. Haftung des Vertreters aus 179 I BGB 71
4. Gründerhaftung 72
5. Ausfallhaftung 73
6. Fazit 73
F Gewährleistung beim Mantelkauf 74
I Mögliche Leistungsstörungen 74
II Mantelkauf vs Unternehmenskauf 74
III Rechtskauf vs Sachkauf 75
IV Konsequenz für den Mantelkauf 75
V Haftung des Verkäufers bei Rechtskauf 76
1. Haftung nach altem Schuldrecht 76
2. Haftung nach neuem Schuldrecht 77
3. Fazit 78
G Schlußbetrachtung 79
V
Abkürzungsverzeichnis
a. A. anderer Ansicht
Abs. Absatz
a. F. alte Fassung
AG Aktiengesellschaft
AGBG Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Ge-
schäftsbedingungen
AktG. Aktiengesetz
AmtsG Amtsgericht
Anh. Anhang
Anm. Anmerkung
Art. Artikel
Aufl. Auflage
BAG Bundesarbeitsgericht
BayObLG Bayerisches Oberlandesgericht
BB Betriebs-Berater (Zeitschrift)
Bd. Band
Beschl. Beschluß
best. bestimmte
BFH Bundesfinanzhof
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
BGH Bundesgerichtshof
BGHZ Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen
BSG Bundessozialgericht
bzw. beziehungsweise
ca. cirka
c.i.c. culpa in contrahendo
DAX Deutscher Aktienindex
DB Der Betrieb (Zeitschrift)
d.h. das heißt
DZWiR Deutsche Zeitschrift für Wirtschaftsrecht
Einl. Einleitung
einschl. einschließlich
entspr. entsprechend
EStG Einkommensteuergesetz
EU Europäische Union
EuGH Europäischer Gerichtshof
e.V. eingetragener Verein
evtl. eventuell
EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
EwiR Entscheidungen zum Wirtsachaftsrecht (Zeitschrift)
f. folgende
VI
FB Finanzbetrieb (Zeitschrift)
ff. fort folgende
FGG Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts-
barkeit
GewStG Gewerbesteuergesetz
GG Grundgesetz
ggf. gegebenenfalls
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haf-
tung
GmbHR GmbH-Rundschau (Zeitschrift)
GRUR Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (Zeitschrift)
HGB Handelsgesetzbuch
h. M. herrschende Meinung
Hrsg. Herausgeber
IAS International Accounting Standards
i.d.R. in der Regel
IPO Initial Public Offering
i.S.v. im Sinne von
i.V.m. in Verbindung mit
KStG Körperschaftsteuergesetz
LG Landgericht
lt. Laut
m. mit
MDR Monatsschrift für Deutsches Recht
min. mindestens
Mio. Millionen
MittRhNotK Mitteilungen der Rheinischen Notarkammer (Zeitschrift)
n. F. neue Fassung
NJW Neue Juristische Wochenschrift
NJW-RR Neue Juristische Wochenschrift Rechtsprechungsreport
NotBZ Zeitschrift für die notarielle Beratungs- und Beurkundungs-
praxis
Nr. Nummer
NZG Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht
o.g. oben genannte
OHG offene Handelsgesellschaft
OLG Oberlandesgericht
RL Richtlinie
VII
Rn. Randnummer
S. Seite
sog. so genannte
StGB Strafgesetzbuch
u.a. unter anderem
Überbl. Überblick
UmwG Umwandlungsgesetz
Urt. Urteil
USA United States of America
US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles
u.U. unter Umständen
v. vom
VerbrKrG Verbraucherkreditgesetz
VO Verordnung
WM Wertpapiermitteilungen: Zeitschrift für Wirtschafts- und Bank-
recht
WPg Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift)
z.B. zum Beispiel
ZIP Zeitschrift für Wirtschaftsrecht
VIII
Literaturverzeichnis
Kommentare
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Ebenroth/Boujong/Joost: Handelsgesetzbuch, Kommentar, München: C.H. Beck, 2001 (zitiert: Bearbeiter, in: Ebenroth/Boujong/Joost)
Ermann, Hrsg. Westermann, Harm, Peter: Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., Münster: Aschendorff Rechtsverlag, Köln: O. Schmidt, 2000 (zitiert: Bearbeiter, in: Ermann)
Hachenburg/Ulmer: Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränk- ter Haftung (GmbHG), Großkommentar, 8. Auflage, Berlin, New York: de Gruyter, Bd. I 1992, Bd. II und III 1997 (zitiert: Bearbeiter, in: Hachen- burg/Ulmer)
Hüffer, Uwe: Aktiengesetz (AktG), 5. Aufl., München: Beck, 2002 (zitiert: Hüffer: AktG)
Keidel/Kuntze/Winkler: Freiwillige Gerichtsbarkeit: Kommentar zum Ge- setz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, 14. Aufl., München: C.H. Beck, 1999 (zitiert: Bearbeiter, in: Keidel/Kuntze/Winkler)
Koller/Roth/Morck: Handelsgesetzbuch, Kommentar, 3. Aufl., München: C.H. Beck, 2002 (zitiert: Bearbeiter, in: Koller/Roth/Morck)
Lutter/Hommelhoff: GmbH-Gesetz: Kommentar, 15. Aufl., Köln: O. Schmidt, 2000 (zitiert: Lutter/Hommelhoff)
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Palandt, Otto (Hrsg.): Bürgerliches Gesetzbuch, Becksche Kurzkommen- tare, 61. Aufl., C.H. Beck: München 2002 (zitiert: Bearbeiter, in Palandt, BGB)
IX
Röhricht/Graf von Westphalen: Handelsgesetzbuch, Kommentar zu Han- delsstand, Handelsgesellschaften, Handelsgeschäften und besonderen Handelsverträgen, 2. Aufl., Köln: O. Schmidt, 2001 (zitiert: Bearbeiter, in: Röhricht/Graf von Westphalen)
Scholz, Franz: Kommentar zum GmbH-Gesetz: mit Anhang Konzernrecht,
9. Aufl., Köln: O. Schmidt, 2000 (zitiert: Bearbeiter, in: Scholz)
Monographien
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Eisenhardt, Ulrich: Gesellschaftsrecht, 9. Aufl., München: Beck, 2000
Grunewald, Barbara: Gesellschaftsrecht, 4. Aufl., Tübingen: Mohr Sieb- eck, 2000
Heerma, Jan Dirk: Mantelverwendung und Kapitalaufbringungspflichten, Diss. Passau 1996, Köln, O. Schmidt, 1997
Hölters, Wolfgang: Handbuch des Unternehmens- und Beteiligungskaufs,
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Klunzinger, Eugen: Einführung in das Bürgerliche Recht, 8. Aufl., Mün- chen: Vahlen, 1998
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Martinek, Michael: GmbH-Recht in der Praxis, Herne, Berlin: Verlag für die Rechts- und Anwaltspraxis, 2000
Meyding, Thomas: Die Mantel-GmbH im Gesellschafts- und Steuerrecht, Konstanz: Verlag, 1989
X
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Nowak, Karsten: Marktorientierte Unternehmensbewertung, Wiesbaden: Deutscher Universitätsverlag, 2000
Peters, Brigitta: Der GmbH-Mantel gesellschaftsrechtliches Problem, Diss. Bonn 1989, Köln, O. Schmidt, 1989
Picot, Gerhard: Unternehmenskauf und Restrukturierung, Handbuch zum Wirtschaftsrecht, 2. Aufl., München: C.H. Beck, 1998
Prühs, Hagen: GmbH-Geschäftsführer: Rechte und Pflichten, 2. Aufl., Bonn: VSRW-Verlag, 2000
Raiser, Thomas: Recht der Kapitalgesellschaften: ein Handbuch für Praxis und Wissenschaft, 3. Aufl., München: Vahlen 2001
Roth, H. Günter: Handels- und Gesellschaftsrecht mit Grundzügen des Wertpapierrechts, 6. Aufl., München: Vahlen, 2001
Schanz, Kay-Michael: Börseneinführung: Recht und Praxis des Börsen- gangs, 2. Aufl., München: C.H. Beck, 2002
Schmidt, Karsten: Gesellschaftsrecht, 3. Aufl., Köln, Berlin, Bonn, Mün- chen: Heymanns, 1997
Stehle, Heinz: Die GmbH als Unternehmungsform: Ihre Gestaltung für mit- telständische Betriebe, 11. Aufl., Schriftenreihe: Das Recht der Wirtschaft, Stuttgart, München, Hannover, Berlin, Weimar, Dresden: Boorberg, 2000
Zeitschriften
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1014
XI
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Banerjea, Nirmal Robert: Die rechtliche Behandlung des Mantelkaufs, in: GmbH-Rundschau (GmbHR) 16/1998, S. 814-816 Beater, Axel: Mantelkauf und Firmenfortführung – Zugleich ein Beitrag zur Teleologie von § 23 HGB, in: Gewerblicher Rechtsschutz und Urheber- recht (GRUR) 2/2000, S. 119-126
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Göz, Philipp; Gehlich, Jens: Die Haftung von Gesellschafter und Ge- schäftsführer bei Verwendung eines GmbH-Mantels, in: Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (ZIP), 40/1999, S. 1653-1662
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Heerma, Jan Dirk: Die Haftung des Handelnden beim Mantelkauf, in: GmbH-Rundschau (GmbHR) 12/1999, S. 640-646
Heublein, Joachim: Kurzkommentar zu BayObLG, Beschl. v. 24.3.1999, Verwertung einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft, registergerichtliche Prüfung, in: Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht (EwiR) 14/1999, S. 647-648
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XII
Keller, Dirk: Mantelgründung und Mantelkauf bei der GmbH aus zivilrecht- licher und steuerrechtlicher Sicht, in: Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- recht (DZWiR), 6/1998, S. 230-234
Lachmann, Andreas: Risikobeschränkung bei Gründung von Kapitalge- sellschaften, in: Neue Juristische Wochenschrift (NJW), 31/1998, S. 2263-
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Lösler, Thomas: Die Mantelverwendung im Recht der GmbH, in: Zeitschrift für notarielle Beratungs- und Beurkundungspraxis (NotBZ) 2002, (noch nicht erschienen), S. 15-20
Lübbert, Rainer: Verwendung einer Vorratsgesellschaft – Gründungsauf- wand ohne Vorteil?, in: Betriebs-Berater (BB), 44/1998, S. 2221-2224
Mayer, Ulrich: Mantelkauf und Mantelverwendung – (k)ein Problem?, in: Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 3/2000, S. 175-179 Meller-Hannich, Caroline: Verwendung von Vorrats- und Mantelkapitalge- sellschaften und Prüfung durch das Registergericht, in: Zeitschrift für Wirt- schaftsrecht (ZIP), 8/2000, S. 345-350
Nadler, Michael: Indirektes Going Public durch Mantelkauf, in: Finanzbe- trieb (FB), Zeitschrift für Unternehmensfinanzierung und Finanzmanage- ment 1/2001, S. 38-44
Olbrich, Michael: Zum Kauf der Mantelgesellschaft mit ertragsteuerlichem Verlustvortrag vor dem Hintergrund des Steuersekungsgesetzes, in: Die Wirtschaftsprüfung (WPg), 22/2001, S. 1326-1331
Rawert, Peter: Kurzkommentar zu LG Duisburg, Beschl. v. 18.9.1997, Wirtschaftliche Neugründung durch Mantelverwertung, Prüfungsrecht des Registergerichts, in: Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht (EwiR) 5/1998, S. 223-224
Roser, Frank: Weitere Unklarheiten beim Mantelkauf – Folgerungen und Beratungshinweise aus der Entscheidung des BFH v. 8.8.2001 – I R 29/00, in: GmbH-Rundschau (GmbHR) 24/2001, S. 1153-1155
Sailer, Andreas: Anmerkung zu LG Dresden, Beschl. v. 20.12.1999, Ver- wendung eines GmbH-Mantels, in: Zeitschrift für die notarielle Beratungs- und Beurkundungspraxis (NotBZ) 3/2000, S. 95-96
Schön, Wolfgang: Wer schützt den Kapitalschutz? – Editoral, in: Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht (ZHR), 2/2002, S. 1-5
XIII
Schwarz, Heinz-Ulrich: Kommentar zu LG Dresden, Beschl. v. 7.4.2000, in: GmbH-Rundschau (GmbHR) 22/2000, S. 1151-1153
Seppelfricke, Peter; Seppelfricke, Jürgen: Reverse Merger am Neuen Markt – Ein schneller und preiswerter Börsengang durch die Hintertür? - , in: Finanzbetrieb (FB), Zeitschrift für Unternehmensfinanzierung und Fi- nanzmanagement 11/2001, S. 581-592
Werner, Rüdiger: Mantelgründungen und Handelndenhaftung – Stellung- nahme zu KG, NZG 1998, 731 f., in: Neue Zeitschrift für Gesellschafts- recht (NZG) 4/1999, S. 146-149
Wolf, Manfred; Kaiser, Jochen: Die Mängelhaftung beim Unternehmens- kauf nach neuem Recht, Der Betrieb (DB), 8 2002, S. 411-420
Zwissler, Thomas: Umgründung statt Neugründung: Überlegungen zum Einsatz von Vorratsgesellschaften, in: GmbH-Rundschau (GmbHR) 16/1999, S. 856-857
XIV
Einleitung
A. Einleitung
I. Bestimmung des Begriffs „Mantelkauf“ Mantelkauf ist die Übertragung von Geschäftsanteilen an einer Gesell-
schaft, die ihrem Geschäftsbetrieb nicht mehr nachgeht und nicht mehr
über nennenswertes Gesellschaftsvermögen verfügt. Sie ist aber mangels
Löschung im Handelsregister noch als juristische Person existent. 1 Der Begriff ist gesetzlich nicht geregelt sondern durch Rechtsprechung ent-
wickelt worden. Danach ist ein Gesellschaftsmantel eine:
• durch Geschäftsanteile oder Aktien verkörperte
äußere Rechtsform
• einer juristischen Person
• die in Ermangelung eines von ihr noch betrie-
benen Unternehmens
• wegen Vermögenslosigkeit
• keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat. 2 Der wirtschaftlich zu beurteilende Begriff „Mantel“ stellt die äußere Rechts-
form einer Gesellschaft dar und ist zu trennen von deren Inhalt, dem Un-
ternehmen. 3
1. Mantelverwendung
Mantelverwendung ist ein aus mehreren Rechtsakten bestehender Vor-
gang mit dem Ziel, in Form einer Kapitalgesellschaft am Markt aufzutreten
ohne eine neue Gesellschaft zu gründen. 4 Durch Mantelkauf werden sämt- liche Geschäftsanteile an einer inaktiven oder wirtschaftlich gescheiterten
Kapitalgesellschaft übertragen, um einem neuen Unternehmenszweck
nachzugehen. Es wird dabei das vorhandene Rechtskleid dieser Kapital-
1 Ulmer, in: Hachenburg/Ulmer, § 3, Rn. 27
2 Klunzinger: Grundzüge des Gesellschaftsrechts, S. 247
3 Kober, S. 15; Meller-Hannich, ZIP 2000, 345, 346
4 Heerma, S. 159
1
Einleitung
gesellschaft verwendet. 5 Nach dem Anteilserwerb werden i.d.R. umfang- reiche Satzungsänderungen vorgenommen. Gesellschaften, die früher zwar ein Unternehmen führten, jetzt aber nicht mehr aktiv sind, werden
also wiederbelebt. 6 Dies kann aber auch durch die bisherigen Gesellschaf- ter erfolgen ohne dass Anteile verkauft und abgetreten werden. Man
spricht in diesem Fall von Mantelverwendung in sonstiger Weise. 7
2. Vorratsgründung
Vorratsgründung ist die Gründung einer GmbH oder AG bei der zum Zeit- punkt der Gründung der Unternehmenszweck noch nicht feststeht. Mitun- ter ist auch noch nicht vereinbart, wann der Unternehmenszweck verwirk-
licht werden soll. 8 Es wird also eine Kapitalgesellschaft errichtet, mit dem Ziel, den satzungsmäßigen Unternehmensgegenstand in absehbarer Zeit nicht zu betreiben. Die Vorratsphase endet, wenn die Gesellschaft ihren
angedachten Unternehmensgegenstand verwirklicht. 9 Die üblichen Anlauf- und Vorlaufzeiten werden nicht berücksichtigt. Motiv ist die sofortige Ver- fügbarkeit der juristischen Person. Vorratsgesellschaften werden von Wirt- schaftsunternehmen, Notaren oder großen Anwaltskanzleien bereitgehal-
ten. 10 Je nachdem, ob der Gesellschaftsvertrag den Vorratscharakter der Gründung erkennen läßt, unterscheidet man in offene oder verdeckte Vor-
ratsgründung. 11
a) Offene Vorratsgründung Zwar haben auch hier die Gründer nicht die konkrete Absicht, in absehba- rer Zeit in einer bestimmten Weise am Geschäftsverkehr teilzunehmen, jedoch ist der gesellschaftsvertragliche Gegenstand des Unternehmens
5 Lutter/Hommelhoff, § 3, Rn. 8
6 Grunewald: Gesellschaftsrecht, S. 327 7 Kantak, S. 18; Peters, S. 1; Heerma, S. 3 8 Kraft, S. 322; Hüffer: AktG, § 23, Rn. 26 9 Ahrens, DB 1998, 1069, 1070 10 Ulmer, in: Hachenburg/Ulmer, § 3, Rn. 30 11 Emmerich, in: Scholz, § 3, Rn. 18
2
Einleitung
die Verwaltung eigenen Vermögens bzw. Verwaltung eigener Einlagen. 12 Dies ist eine deutliche Klarstellung des Vorratszwecks, der als Verbands- zweck hinreichend anerkannt ist. Zur Wirksamkeit der offenen Vorrats- gründung und Eintragung in das Handelsregister bedarf es also der Offen- legung des Vorratscharakters. Dies verbessert die Erkennbarkeit der spä-
teren Mantelverwendung und damit die registergerichtliche Kontrolle. 13 Die Vorratsgesellschaft erfüllt mithin den Zweck auf Vorrat gehalten zu werden und bei Bedarf als juristische Person zur Verfügung zu stehen.
b) Verdeckte Vorratsgründung Der Unternehmenszweck bei der verdeckten Vorratsgründung ist fiktiv. Er soll in absehbarer Zeit nicht ernsthaft verfolgt werden. Der wirkliche Un- ternehmensgegenstand, die Verwaltung eigenen Vermögens, ist im Ge-
sellschaftsvertrag nicht genannt. 14 Ob eine solche Gründung wirksam ist, wird noch zu untersuchen sein.
II. Motive einer Mantelverwendung
Die wirtschaftliche Betätigung in Form einer Kapitalgesellschaft könnte auch durch eine Neugründung erfolgen. Die folgenden Gründe sprechen jedoch für eine Mantelverwendung. Dabei muß der Preis für den Erwerb des Mantels mit den einzusparenden Kosten in Verhältnis gesetzt werden. Die Motive für eine Mantelverwendung haben sich im Laufe der Zeit immer wieder gewandelt, hier sollen nur die heute noch bedeutsamen Gründe dargestellt werden.
1. Kostengründe
Ziel einer Mantelverwendung ist es, Gründungskosten wie z.B. Notar- kosten, Kosten für Handelsregistereintragung, Kosten für Bekannt-
12 Emmerich, in: Scholz, § 3, Rn. 20
13 BGH, Urt. v. 16.3.1992, in: BGHZ 117, 323, 336
14 Emmerich, in: Scholz, § 3, Rn. 20
3
Einleitung
machung, Beraterkosten für Rechtsanwälte, Prüfungskosten für Steuerbe- rater einzusparen. Ob die Aufbringung der Stammeinlage unterbleiben kann, wird noch zu untersuchen sein.
Die Mehrheit der Autoren 15 führt als Motiv die Einsparung von Notar- und Gerichtskosten an. Eine Aufschlüsselung von Heerma aber zeigt, dass der Unterschied zwischen Neugründung und Mantelverwendung nur marginal ist. 16 Deshalb werden i.d.R. die nachfolgend genannten weiteren Motive für die Verwendung eines Gesellschaftsmantels ausschlaggebend sein. Bei der Rechtsform einer AG wollen die Mantelverwender selbstverständ- lich die Börsenzulassung übernehmen. So betragen die Aufwendungen für einen herkömmlichen Börsengang ca. EUR 25 Mio., für einen indirekten Börsengang jedoch nur ca. 8,5% des effektiven Emissionsvolumens. 17 Außerdem werden u.U. die Kosten für eine Umwandlung in eine AG ein- gespart. Weitere Einzelheiten zum Börsengang durch eine Mantelgesell- schaft werden im weiteren behandelt.
2. Zeitersparnis und Risikovermeidung
Das Eintragungsverfahren bei Neugründung einer GmbH kann mehrere Monate betragen. Ein Durchlaufen dieses zeitaufwendigen Gründungsver- fahrens und die Erbringung der erforderlichen Unterlagen zur Anmeldung lt. § 8 GmbHG bzw. § 23 AktG ist im Falle einer Mantelverwendung nicht erforderlich. Dann hat das Registergericht nur die Satzungsänderung zu prüfen, was weniger Zeit in Anspruch nimmt. 18 Dadurch können sich u.U. Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern ergeben. 19 Der große Zeit- aufwand einer Neugründung ist für die Gründer kaum akzeptabel, zumal sie erst durch die Eintragung ins Handelsregister die Haftungsbeschrän- kung erlangen. Das Bedürfnis, einen Zeitverlust zu vermeiden, ist wirt- schaftlich durchaus anzuerkennen. Auch wenn sie bestrebt sind, die Ein-
15 u.a. Lutter/Hommelhoff, § 3, Rn. 8; Kober, S. 11; Meyding, S. 5
16 Heerma, S. 9 f.
17 Nadler, FB 2001, 38, 40
18 Zwissler, GmbHR 1999, 856, 857
4
Einleitung
tragung so schnell wie möglich zu erreichen, können sie das registerge- richtliche Verfahren nicht beeinflussen und müssen während dieser Zeit ein finanzielles Risiko eingehen. 20 Denn bei einer Neugründung unterlie- gen die Gesellschafter bestimmten Haftungstatbeständen lt. § 11 II GmbHG und § 41 I 2 AktG, wenn sie vor der Eintragung der Gesellschaft die Geschäftsaktivitäten aufnehmen. Bei Verwendung einer Mantelgesell- schaft ist die Gesellschaft bereits eingetragen, die juristische Person be- reits entstanden. Damit besteht nicht mehr das Risiko einer Vorgesell- schaft. Ziel der Mantelverwender ist mithin die sofortige Nutzung eines haftungsbeschränkten Rechtsträgers. Einzelheiten zur Haftung folgen in Kapitel E.
3. Steuerliche Aspekte
Das Motiv der Steuereinsparung hatte bis 1990 eine große Bedeutung. Bis dahin war es möglich, Verluste der inaktiven Gesellschaft mit zukünftigen Gewinnen zu verrechnen. Diesen Verlustvortrag konnte die Gesellschaft im Folgejahr wie eine Sonderausgabe vom Gesamtbetrag der Einkünfte abziehen. Als Voraussetzung für einen Verlustvortrag verlangt § 8 IV KStG jetzt neben der rechtlichen auch die wirtschaftliche Identität. 21 Die Gesell- schaft, die den Verlust nutzen will, muß mit der Gesellschaft, die den Ver- lust erlitten hat, wirtschaftlich identisch sein. Wirtschaftliche Identität wird lt. § 8 IV 2 KStG durch die Tatbestandsmerkmale:
• Einstellung des Geschäftsbetriebes
• Übertragung der Anteile zu mehr als 1/2
• Ausstattung mit neuem Betriebsvermögen
• Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes beurteilt. Hierbei ist die Abgrenzung zur Sanierung jedoch schwierig. Das Verbot ergab sich aus der ständigen Rechtsprechung des BFH, denn die- ser konnte weder aus dem Wortlaut noch aus dem Sinn und Zweck des § 19 Keller, DZWiR 1998, 230, 231
20 Kober, S. 9 f.
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Daniela Arlt, 2002, Die Betrachtung des Mantelkaufs unter rechtlichen Gesichtspunkten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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