Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Eiszeit 2
2.1 Entstehung von Eiszeiten 2
2.2 Bildung von Inlandeis 3
2.3 Zeitliche Gliederung der Gletschervorstöße 3
2.4 Der eustatische Meeresspiegelanstieg. 6
3. Oberflächenformen der ehemals vergletscherten Gebiete 6
3.1 Glaziale Serie 6
3.2 Periglaziale Überformungen 10
4. Typische Bodengesellschaften in Norddeutschland. 11
4.1 Marschen und Flussauen 12
4.2 Jungmoränenland 13
4.3 Altmoränenland. 13
4.4 Lößlandschaften 15
5. Literaturverzeichnis. 17
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1. Einleitung
In der Hausarbeit soll die Entstehung und Auswirkung der glazialen und periglazialen Prozesse auf die naturräumliche Ausstattung und der damit verbundenen differenzierten Bodenbildung aufgezeigt werden.
Die Landschaft Norddeutschlands unterlag, insbesondere seit Mitte des Pleistozäns, einigen für die heutige Gestalt verantwortlichen klimatogenen Prozessen. Diese zeigten sich durch Wechsel von Kalt- und Warmzeiten in Verbindung mit der Formung des Reliefs. Daraus entstanden sehr verschiedene Ausgangssituationen für die im Holozän stattfindenden und heute bedeutsamen Bodenbildungsprozesse.
2. Eiszeit
Eiszeiten sind relativ kurze Zeitabschnitte der (jüngeren) Erdgeschichte, die für die Landschaft, Vegetation und Tierwelt jedoch entscheidende Faktoren darstellen. Am bekanntesten sind jene der jüngeren Erdgeschichte, in welchen weltweit niedrige Temperaturen auftraten, die zu Gletschervorstößen und Inlandeisbildungen führten. Ausgangspunkte waren die höheren Breiten und die globalen Hochgebirge. Ein Beleg für die prähistorische Existenz von Kaltzeiten sind die Relikte der glazialen Landschaftsformung. Diese eiszeitlichen Formen finden wir in Moränenlandschaften. Moränen sind Ablagerungen von Gletschern, die Material transportieren, das ein Gemisch aus Sand, Kies, Schotter und Gesteinsbrocken ist. Eine Eiszeit besteht aus einer Aufeinanderfolge von Kaltzeiten, die von wärmeren Zwischenperioden, den Interglazialen, unterbrochen werden. Eiszeiten haben somit typische Landschaftsformen bilden können. Gerade das Norddeutsche Tiefland ist stark glazial geprägt worden und lässt sich somit von umliegenden Landschaften eindeutig abgrenzen (LESER 2003: 277f.).
2.1 Entstehung von Eiszeiten
Es gibt viele Theorien zur Entstehung der Eiszeiten. Der serbische Astrophysiker Milutin Milankovitch war der Ansicht, dass Veränderungen der Erdbahngeometrie, durch wechselseitige Gravitationskräfte im System Erde-Mond-Sonne, für wiederkehrende Eiszeiten verantwortlich waren. Folgen dieser Kräfte sollten die Formveränderung der elliptischen Erdumlaufbahn um die Sonne (Exzentrizität), der Neigungswinkel der Rotationsachse
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(Schiefe der Ekliptik) und die Veränderung der Kreiselbewegung der Rotationsachse (Präzession) sein, wodurch die Eiszeiten in Abständen von 100.000 Jahren kontinuierlich auftraten. So entstanden die Milankovitch-Zyklen, die eine verminderte Sonneneinstrahlung auf die nördliche Hemisphäre bewirken (BAUER et al. 2002: 50). Weitere Theorien sind: Kontinentaldrift mit Verschiebung der Pole, Veränderung der CO2-Gase in der Atmosphäre, interstellare Wolken und Sonnenflecken (STRAHLER & STRAHLER 2005: 497; BAUER et al. 2002: 51).
2.2 Bildung von Inlandeis
Die Bedingung für die Bildung von Gletschereis ist, dass durchschnittlich im Winter mehr Schnee fällt, als im Sommer durch Abschmelzen und Verdunstung verloren geht. Also: Akkumulation > Ablation. Der gefallene Schnee muss dabei verschiedene Zustandsformen durchlaufen, ehe er zu Eis umgewandelt wird. Der Schnee wechselt zwischen Tauen und Gefrieren und bildet dabei den Altschnee, der sich später zu körnigem Firn umwandelt. Zwischen dem Firn befinden sich noch Schneereste. Kommen diese mit Schmelzwasser in Berührung, bildet sich das Firneis. Der weiter fallende Schnee presst die darunter liegenden Eisschichten immer mehr zusammen, sodass sich schließlich Gletschereis mit hoher Dichte bildet. (STRAHLER & STRAHLER 2005: 470)
2.3 Zeitliche Gliederung der Gletschervorstöße
Während des Pleistozäns im Quartär gab es in Norddeutschland drei große entscheidende Inlandvereisungen: Elster-, Saale- und Weichseleiszeit. Durch den Temperaturrückgang sank die klimatische Schneegrenze um 1200-1500 m, sodass sich in Skandinavien ein 2-3 km dicker Eispanzer bildete, der seinen weitesten Vorstoß während des Drenthe Stadiums in der Saale-Eiszeit hatte und ungefähr bis Düsseldorf, an den Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges und an den Harz reichte (Abb. 1). Diese einzelnen Kaltzeiten wurden von Warmzeiten (Interglazialen) unterbrochen. (BAUER et al. 2002: 178)
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norddeutschen Tiefland:
rote Linie = Eisrandlage der Weichselkaltzeit;
gelbe Linie = Eisrandlage der Saalekaltzeit;
blaue Linie = Eisrandlage der Elsterkaltzeit
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:EisrandlagenNorddeutschland.png
Elstereiszeit
Die Elster-Kaltzeit ist zeitlich gleichzusetzen mit der Mindel-Vergletscherung der Alpen. Sie war die älteste Vergletscherung, die im nordeuropäischen Vereisungsgebiet nachgewiesen werden konnte. Diese war vor etwa 350.000 bis 250.000 Jahren. Im Zuge der Vereisung wurde das Entwässerungssystem entscheidend geändert. Norddeutsche und polnische Flüsse wurden von dem vorstoßenden Eis aufgestaut oder nach Westen oder Osten abgelenkt (EHLERS 1994: 172).
In Norddeutschland lag der weiteste Elstereisvorstoß östlich von Paderborn. Weiter ostwärts bedeckte er das Thüringer Becken und reichte bis in das Elbsandsteingebirge und in das Zittauer Gebirge, aber blieb westlich von Paderborn zurück und verlief über Osnabrück zur
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Arbeit zitieren:
Nils Christians, 2008, Eiszeiten - Naturräumliche Ausstattung und Bodenbildung in glazial und periglazial geprägten Landschaften Norddeutschlands, München, GRIN Verlag GmbH
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Glaziale des norddeutschen Tieflandes
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