Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Was ist das Alter 4
2 Was ist Wohnen 5
2.1 Wohnbedürfnisse alter Menschen 5
2.2 Wohnbedarfe alter Menschen 6
3 Wohnformen Wohnsituation alter Menschen 6
3.1 Wohnen im Privathaushalt 7
3.2 Betreutes Wohnen 8
3.3 Institutionelles Wohnen 9
3.4 Alternative Wohnformen 9
3.4.1 Integriertes Wohnen 10
3.4.2 Mehrgenerationenwohnen 10
3.4.3 Gemeinschaftliches Wohnen 11
4 Eigene Stellungnahme 12
Literaturverzeichnis 13
Einleitung „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ Dieser Werbeslogan eines schwedischen Möbeldiscounters zeigt mit wenigen Worten, dass Wohnen mehr ist als einen möblierten Raum zu besitzen. Vielmehr handelt es sich um ein Stück Lebensqualität, das wir nicht nur durch die Befüllung der Wohnung mit Möbelstücken herzustellen versuchen; wichtiger ist es uns, diesen Raum mit Leben zu füllen, auf individuelle Art und Weise, die auch unser eigenes Leben ausmacht.
Soziale Kontakte sind Mittelpunkt unseres Lebens, ob wir sie nun in unserer Wohnung wahrnehmen oder uns mit Familie oder Freunden an einem anderen Ort treffen.
Wie sieht es nun aus, wenn die Mobilität nachlässt? Wenn mit zunehmendem Alter nur noch die Möglichkeit bleibt, soziale Kontakte dadurch aufrecht zu erhalten, wenn sie in unserer Wohnung stattfindet? Und wie bleiben alte Menschen in Kontakt, wenn sie ihre Wohnung altersbedingt nicht mehr oder nur mit Unterstützung bewohnen können? Gibt es ein soziales Engagement in Altenheimen und wie sieht es aus? Welche Wohnformen im Alter gibt es und wie beeinflussen sie die Lebensqualität und Selbstbestimmung?
Beginnend mit einer Definition betreffend des Altersbegriffes und einer Standortbestimmung des Wohnbegriffes stelle ich unterschiedliche Wohnformen vor und bearbeite im folgenden Text die unterschiedlichen Möglichkeiten, die diese Wohnformen in Bezug auf den Erhalt sozialer Kontaktmöglichkeiten, Selbstbestimmung und Selbständigkeit älterer Menschen haben. Dabei erläutere ich sowohl die bereits bestehenden Wohnformen wie auch den Trend zu Alternativen, die aktuell durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Fünften Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland 2006 aufgegriffen werden. Im Zuge des „Beitrags älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen“ (BMFSFJ 2006, S.1) ist Wohnraumförderung ein aktuelles Thema, mit dem die Politik versucht, möglichst viele ältere Menschen außerhalb einer Institution wie dem Altenheim zu unterstützen.
3
1 Was ist das „Alter“?
Der Lebenslauf jedes Menschen beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Die Lebensphase „Alter“ endet mit dem Tod, doch ist ihr Beginn zeitlich nicht eindeutig festzulegen. War bis in die siebziger Jahre der Eintritt ins Rentenalter ein klarer Hinweis darauf, dass nun das Alter beginnt, so lässt sich dieser Zeitpunkt aufgrund verschiedener Faktoren nicht mehr genau festlegen. Vorruhestand, Erwerbslosigkeit älterer Arbeitnehmer und Berufsunfähigkeit sind mögliche Gründe, die das Renteneintrittsalter im Durchschnitt auf unter 60 Jahre senken (vgl. Backes 1998, S. 23).
Mit Beginn des Rentenalters sind zudem immer mehr RentnerInnen nicht bereit, sich selbst als „alt“ zu bezeichnen, Backes beispielsweise spricht von einer „Verjüngung des Alters“ (Backes 1998, S. 23).
Für Laslett steht das „Dritte Alter“ für Menschen, die – oft erst nach dem Eintritt in den Ruhestand – ihre „ausschließlich persönlichen Ziele verwirklichen“ (Laslett 1995, S. 277). Da diese Lebensphase sehr lange andauern kann, fügt Laslett neben einem „Dritten Alter“ ein „Viertes Alter“ hinzu. Dieses kann fünf bis fünfzehn Jahre beginnen, nachdem das Dritte Alter begonnen hat und geht mit Abhängigkeit und Altersschwäche einher (vgl. Laslett 1995, S. 277f). Da viele Menschen im zeitlich unbegrenzten „Dritten Alter“ versterben, muss nicht zwangsläufig ein Eintritt in das „Vierte Alter“ stattfinden (vgl. Laslett 1995, S. 278).
Alterstadien sind jedoch nicht nur chronologisch zu betrachten, sondern auch nach noch „vorhandenen Fähigkeiten in körperlichen, psychischen, sozialen und gesellschaftlichen Funktionsbereichen“ (Backes 1998, S. 24). Da der Mensch in jeder Funktion unterschiedlich schnell altert, entsteht eine Vielfalt von Alterungsprozessen, die nur differenziert als Teilphasen im Alter dargestellt werden können (vgl. Backes 1998, S. 24).
Mit dieser Vielfalt gehen auch die Bedürfnisse einher, die ein alter Mensch in Bezug auf seine Wohngestaltung an den Tag legt.
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Sandra Schultheis, 2008, Wohnen im Alter, Munich, GRIN Publishing GmbH
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