Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist Intelligenz? 4
3. Was sind Emotionen und wie entstehen sie? 5
4. Können Emotionen intelligent sein? 6
5. Emotionale Intelligenz 7
5.1 Elemente der Emotionalen Intelligenz Shampoo 7
5.1.1 Selbstwahrnehmung 8
5.1.2 Selbststeuerung/ mit Gefühlen umgehen 9
5.1.3 Motivation 10
5.1.4 Umgang mit Beziehungen 10
5.1.5 Empathie 12
6. Emotionale Kompetenz ist erlernbar 13
7. Kritik 14
8. Fazit 15
9. Quellenverzeichnis 16
2
1. Einleitung
In der Kultur des 20. Jahrhunderts wurden Emotionen als nebensächlich abgetan und waren allenfalls im Hausgebrauch gebilligt. Die Frauen waren für die Emotionen, die Männer für das logische Denken zuständig. Die heutige Erkenntnis allerdings belehrt uns eines besseren. Weder sind Gefühle typisch weiblich, noch ist rationales Denken typisch männlich. Gefühle sind keineswegs Störfaktoren im Leben eines Menschen, sondern im Gegenteil, sehr wichtige Vorgänge, die für Lebenserfolg und Glück von großer Bedeutung sind.
In nur wenigen Jahren ist „Emotionale Intelligenz“ ein absolutes Schlagwort geworden, der moderne Mensch scheint notorisch unglücklich und unzufrieden zu sein, was möglicherweise in einem fehlerhaften Gebrauch der Gefühle liegen könnte. Das Buch EQ - Emotionale Intelligenz von dem amerikanischen Psychologen und Publizisten Daniel Goleman machte mit seinen Forschungsergebnissen amerikanischer Psychologen über Emotionen Mitte der 90er Jahre einen Umbruch. Seine Hauptthese, dass beruflich erfolgreiche Menschen häufig nicht durch Ihren besonders hohen IQ, sonder EQ so erfolgreich sind, stellte die bisherige Denkweise auf den Kopf, denn wer seine Gefühle nicht wahrnehmen, verarbeiten und kompetent mit ihnen umgehen kann, könne auch sein geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen. Ein hoher IQ-Wert allein stelle somit keine Garantie für Erfolg in Schule und Beruf dar.
Golemans These ist bis heute nicht einwandfrei zu belegen. Trotzdem ist E.I. eine feste Bestandsgröße in der Forschung geworden, da der eindeutig machtvolle Einfluss von Emotionen auf die Handlung von Menschen, auch wenn Sie unlogisch erscheinen, unbestritten ist.
Entsprechend hat die neue Wertschätzung der sogenannten „weichen“ Kompetenzen eines Menschen, also die emotionalen, sozialen Kompetenzen, die Perspektiven vieler verändert. Personalmanager achten nicht länger nur auf fachliche-, sonder auch auf sozial-, emotionale Kompetenzen, sogenannte Soft Skills, vor allem wenn es um Jobs mit Führungs- und Personalverantwortung geht.
3
2. Was ist Intelligenz?
Der Begriff der Intelligenz leitet sich aus dem lateinischen Substantiv „ intelligentia“ (Einsicht, Erkenntnisvermögen) und dem Verb „ intellegere“(verstehen) ab. Die Übersetzungen dieser zwei lateinischen Wörter liefern zugleich einen gute Definition des Begriffes der Intelligenz, nämlich die Fähigkeit des Menschen neue Anforderungen im alltäglichen Leben, wie auch in spezifischen Situationen, zu verstehen und anschließend sie so optimal wie möglich zu bewältigen. 1 Somit ist sie eine Umschreibung der Denk- oder Problemlösefähigkeit eines jeden. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten von Problemen und Situationen, ergeben sich auch unterschiedliche Bereiche der Intelligenz.
Der Intelligenzforscher Howard Gardner gliedert Intelligenz in der Theorie der multiplen Intelligenz in acht voneinander unabhängige Bereiche: sprachliche, musikalische, logisch- mathematische, räumliche, körperlich- kinästhetische, naturalistische, intrapersonale und interpersonelle Intelligenz, wobei ein Mensch in keinem, einem oder mehreren Bereichen mehr oder weniger „ intelligent“ sein kann. 2 Besondere Fähigkeiten, also Hochbegabung, sind meistens nur in ein oder zwei Bereichen zu beobachten.
Diese Gliederung der Intelligenz in unterschiedliche Bereiche findet sich auch in sogenannten Intelligenztests in der Berufsberatung wieder. So überprüft zum Beispiel der Intelligenz- Struktur- Test 2000R (I- S- T 2000R) die Bereiche verbale, numerische und figurale Kompetenz, sowie die Merkfähigkeit und schlussfolgerndes Denken. Denn für unterschiedliche Berufe sind unterschiedliche Fähigkeiten wichtig. 3 In der Psychologie umschreibt „Intelligenz“ das Potenzial eines jeden zu kognitiver Leistung, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, sowie Wissen und Sprache zu verwenden. 4
1 Mackensen, Prof. Dr.; v. Hollander, E., Der tägliche Wortschatz - Das tägliche Fremdwort, Stuttgart 1989 S.347
2 http://www.kooperatives-lernen.de
3 http://www.testraum.ch/Serie%205/ISTR.htm
4 http://lexikon.meyers.de/meyers/Intelligenz
4
3. Was sind Emotionen und wie entstehen sie?
Der Begriff „Emotion“ umschreibt einen komplexen, aber kurzen und intensiven, psychophysiologischen Prozess im Menschen, der durch die mentale Bewertung eines Objekts oder einer Situation ausgelöst wird. 5 Dieser Prozess äußert sich dabei auf vier verschiedenen Ebenen:
• Kognitive Ebene: Eine bestimmte Situation löst bestimmte Denkweisen und Erwartungen aus.
• Physiologische Ebene: Körperliche Veränderungen, wie zum Beispiel Erröten oder Schweißausbrüche.
• Verhaltensebene: Veränderung der Mimik, Gestik, Körperhaltung und Bewegung.
• Gefühlsebene: Gefühle, die bei einer Emotion erlebt werden. Emotionen kann man folglich nicht mit Gefühlen gleichsetzen, wie es fälschlicherweise oft getan wird. Gefühle sind lediglich das subjektive Erleben und Bewerten der Emotionen. Grundsätzlich kann man Emotionen in angenehme und unangenehme Gefühle unterteilen, welche wiederum in die vier Grundgefühle unterteilt werden, nämlich Angst, Wut, Freude und Trauer. 6 Die Müdigkeit wäre zum Beispiel ein Gefühl, welches keiner Emotion entspringt. Häufig werden Emotionen auch mit Stimmungen verwechselt, welche jedoch im Gegensatz zu den Emotionen lang anhaltende Zustände, meist ohne spezifischen Auslöser sind. Emotionen dagegen beziehen sich kurz, aber intensiv, auf eine bestimmte Situation und ihre physiologischen und psychologischen Reaktionen. In besonderen Fällen können aus Emotionen, wie zum Beispiel Trauer, lang anhaltende Stimmungen, wie Depressionen, entstehen.
Emotionen galten lange als etwas Privates. Im Berufsleben waren sie verpönt, doch heute weiß man, dass die Trennung von Gefühl und Verstand nicht möglich ist. Bei jeglichen Entscheidungen die wir treffen sind unsere Emotionen Mittelpunkt unseres Entscheidungsprozesses, auch dann wenn es um rein sachlich - fachliche Themen geht. Emotionen sind Teil eines Systems, das uns hilft, bewusst oder unbewusst, Situationen einzuschätzen und zu handeln und maßgeblich unsere Entscheidungen positiv, wie negativ zu beeinflussen. 7
5 Goleman, D.: EQ - Emotionale Intelligenz, München, 2007, S.363
6 Goleman, D.: EQ - Emotionale Intelligenz, München, 2007, S. 364
7 Goleman, D.: EQ - Emotionale Intelligenz, München, 2007, S.7,8,363-365
5
Quote paper:
Ljuba Reben, 2006, Emotionale Intelligenz, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 27 Pages
Im Spannungsfeld von Pädagogik und Management - Führen einer Weiterbil...
Presentation (Elaboration), 21 Pages
Der handlungstheoretische Ansatz: Die lernende Organisation nach Argyr...
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 19 Pages
Erziehungsinstitutionen - Merkmale und Organisation
Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Scholary Paper (Seminar), 12 Pages
Weiterbildung zwischen ökonomischen und pädagogischen Ansprüchen
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Coaching und seine Implikationen für die Soziale Arbeit
Essay, 18 Pages
"Der werdende Vater" - Der Übergang zur Vaterschaft aus psyc...
Psychology - Personality Psychology
Scholary Paper (Seminar), 17 Pages
Emotionale Intelligenz als Erfolgsfaktor
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 27 Pages
Umweltrelevante Einstellungen und Verhalten
Psychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology
Termpaper, 24 Pages
Verbesserung der Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern - Ein kurzer Üb...
Business economics - Personnel and Organisation
Scholarly Research Paper, 18 Pages
Ljuba Reben has published the text Emotionale Intelligenz
Ljuba Reben has uploaded a new text
Ein Internationales Handbuch
Ralf Schulze, P. Alexander Freund, Richard D. Roberts
Emotionale Intelligenz und Trauer bei Menschen mit geistiger Behinderu...
Hans Heppenheimer, Ingo Sperl
0 comments