Inhaltsverzeichnis
1. Die Beeinflussung der Jugendlichen und Gründe des Praktizierens 3
1.1 Die Medien als Zugangsquelle Jugendlicher zum Okkultismus. 3
1.2 Der Bekanntenkreis und andere Einflüsse als Einstieg in das Okkulte 5
1.3 Das Gläserrücken als Faszination für Jugendliche. 6
2. Die Kirche als größter Gegner des Okkultismus. 7
2.1 Haltungen und Sichtweisen der Kirche zum Okkulten. 7
2.1.1 Mittel der Kirche zum Kampf gegen das Okkulte 9
2.2 Exorzismus als stärkstes Mittel der Kirche gegen Okkultes 10
2.2.1 Teufelsaustreibung zwischen kirchlicher, medialer und weltlicher Sicht 10
2.2.2 Die Durchführung eines Exorzismus nach ritueller Art. 11
2.2.3 Mögliche Auswirkungen des Rituals 12
Literaturverzeichnis 14
Anhang 15
Thesen :
1. Das Interesse an okkult-magischen Praktiken resultiert vor allem aus den
Medien und dem Bekanntenkreis.
2. Die Kirche ist der bedeutendste Gegenspieler des Okkultismus.
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1. Die Beeinflussung der Jugendlichen und Gründe des Praktizierens
1.1 Die Medien als Zugangsquelle Jugendlicher zum Okkultismus
Die Medien sind ein großer Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Ein jeder setzt sich abends gern vor den Fernseher, hört beim Autofahren Radio oder nutzt das Internet oder Zeitungen zur Informationssuche. Somit ist es unumgänglich, dass die Medien uns und unser Leben beeinflussen können. Besonders Jugendliche sind laut Pater Jonas Monk (Name geändert) besonders beeinflussbar, da diese in ihrem jungen Alter noch besonders begeisterungsfähig und weniger gefestigt sind. Weiterhin sind alle Themen, die Spannung, Manipulationen oder Machtgewinn versprechen, sehr anziehend für sie. 1 Medien haben die Macht Menschen einen Zugang zum Okkultismus zu gewähren. In einer von dieser Seminarfachgruppe geführten Befragung stellte sich heraus, das 50% der befragten Schüler der Klassenstufe 12 an übernatürliche und okkulte Phänomene glauben, darunter zum Beispiel an Tarot, Pendeln, Horoskope, Wahrsagung, Geister, Dämonen, Flüche, Telepathie und Schicksal. Außerdem zeigte die Umfrage auch, dass rund 88% der Befragten die auf übersinnlichen Phänomenen beruhenden Psychohorrorfilme den Killerhorrorfilmen vorziehen, was das große Interesse der jungen Generation am Übersinnlichen ausdrückt. 2
TV-Sendungen, Filme, Literatur und vor allem auch Jugendzeitschriften haben eine Tendenz, Spannung aufzubauen, um Konsumenten anzuziehen. Diese Spannung wird oftmals optimal mit Stories über dunkle Magie, unerklärliche Phänomene und okkulte Praktiken erreicht. Während es den Medienkonzernen meist jedoch nur um hohe Einschalt- oder Leserquoten geht, die reichlich Gewinn einfahren sollen, werden Jugendliche meist animiert „Nachforschungen“ anzustellen und das ein oder andere Ritual einmal selbst auszuprobieren. Alles was dunkel, böse oder verboten ist, klingt anziehend für viele Vertreter der jungen Generation, denn es verschafft einen großen Nervenkitzel, der oftmals einen ausschlaggebenden Punkt für die Zuwendung zum Okkulten darstellt. Besonders Rundfunkmedien setzen meist eine besonders hohe Dramatik in ihre Berichte und Sendungen, bauschen viele Themen völlig auf und stellen Sachverhalte überzogen dar. Das ist, was der Ottonormalverbraucher sehen, hören oder lesen will, was Abwechslung in den
1 Pater Doktor Jonas Monk (Name geändert); eigens geführtes Interview; siehe Anhang
2 Daten einstammen einer eigens geführten Umfrage dieser Seminarfachgruppe, siehe Anhang
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starren Alltag bringt und gleichzeitig den Medienkonzernen einen großen Gewinn einspielt. So ist es diesen Konzernen oft gleich, ob Menschen in den Bann gezogen werden und unter anderem auch die negativen Folgen medialer Beeinflussung zu spüren bekommen. Deshalb rufen zum Beispiel täglich tausende von Menschen bei Astrohotlines im Fernsehen an, im festen Glauben daran, dass ihnen mit Tarotkarten, Wahrsagungen, Schamanenzaubern und sonstigen übernatürlichen Phänomenen aus ihren Problemen herausgeholfen würde. Die Zuschauer glauben den medialen Vertretern solcher Astroshows, lassen sich von ihnen beeinflussen und wählen oft mehrmals am Tag die Nummern dieser Fernsehhotlines. Dass es bei solchen Sendungen jedoch eher um Geldmacherei durch das überhöhte Telefonierverhalten der Hilfesuchenden geht, und nicht darum, den Menschen wirklich zu helfen, ist leider vielen dabei nicht bewusst. Dies stellt eindeutig die hohe Machtstellung der großen Medien dar. Doch nicht nur die Rundfunkmedien, sondern auch besonders das Internet, stellt eine große Beeinflussungsquelle für die Menschen, insbesondere auch Jugendliche dar. Oftmals ist es schwierig im World Wide Web zu verfolgen, welche Informationsquellen fundiert und welche eher unseriös sind. Es gibt im Internet zahlreiche Homepages mit fragwürdigem Inhalt, der leicht, besonders von Heranwachsenden, für richtig befunden wird. Es ist eine Eigenschaft von vielen Menschen, einfach alles zu glauben, was die Medien ihnen vorsetzen. So wird eben alles sofort für wahr genommen, was im Fernsehen gesendet wird, oder auf verschiedenen Websites geschrieben steht, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Darum sind viele Personen besonders beeinflussbar durch die Medienlandschaft. Auch durch Chatrooms oder verschiedene Foren wird die Meinungsbildung vieler Internetnutzer manipulativ gesteuert. Insbesondere Jugendliche besuchen oftmals solche Webseiten. Dort können sie neue Kontakte landesweit und international knüpfen und lernen neue Sichtweisen kennen. In solchen Foren oder Chats werden diese häufig von anderen Usern durch geschickte Wortwahl, manipulatives Geschick und die eigene Neugierde in den okkulten Bereich „gezogen“.
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1.2 Der Bekanntenkreis und andere Einflüsse als Einstieg in das Okkulte
Nicht nur Medien, sondern auch der Bekanntenkreis und die gesellschaftliche Situation können sowohl Erwachsene als auch Jugendliche zum okkulten Gedankengut hin beeinflussen. Hierbei ist eine schlechte gesellschaftliche Stellung oftmals ein ausschlaggebender Punkt für die Zuwendung zum Okkultismus. Personen mit vielen Problemen wie Isolation, allgemeiner Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Normen, Krankheiten, Depressionen und vor allem Ängsten suchen oftmals die Lösung ihrer Sorgen im Verborgenen. Hierbei kann es sogar zu einem regelrechten okkulten Fanatismus kommen, bei dem ein Identitäts- und Realitätsverlust nicht selten auftritt. Mit dem Glauben an das Übernatürliche erhoffen sich viele Menschen ein unbeschwertes und vor allem sorgloses Leben. Die Hoffnung auf ein solches Leben kann in manchen Fällen sogar zu Verwirrungszuständen oder vollkommener psychischer Abhängigkeit gegenüber okkulten Phänomenen führen. Besonders Personen die allein und isoliert leben treten häufig Gruppierungen bei, die sich mit dem Paranormalen befassen, daran glauben oder gar Rituale durchführen. Somit können soziale Beweggründe wie Isolation und Ängste als besonders beeinflussend eingestuft werden. Insbesondere Jugendliche kommen häufig durch den Freundes- und Bekanntenkreis zum Okkultismus. Die einen befassen sich damit aus einfachem Interesse am Mysteriösen, manch anderer aus Neugierde, und wieder andere einfach aus jugendlicher Rebellionslust. Was auch immer der Grund für den Einzelnen ist, sich damit zu beschäftigen: in der Gruppe gelingt der Zugang meist leichter. So schließen sich viele Jugendliche okkulten Gruppierungen an, um dazu zu gehören, um mitreden zu können und Gemeinsamkeiten mit den Freunden zu haben. Hierbei kann man in einigen Fällen durchaus vom Gruppenzwang als äußerst beeinflussendem Mittel sprechen. Teenager, die vom Gruppenzwang in den Glauben an das Übernatürliche „gedrängt“ werden, sind häufig gefährdeter für negative Spätfolgen des Okkultismus als solche, die sich aus reinem Interesse damit beschäftigen, da bei ihnen häufig ein gestörtes Selbstbewusstsein vorhanden ist. Eine andere Möglichkeit für die jüngere Generation innerhalb von Gruppen zum Okkulten zu gelangen besteht häufig im Freundeskreis durch das beliebte Partyspiel „Gläserrücken“, das gleichzeitig ein okkultes Ritual ist. Allerdings sind solche Partyspiele eher als weniger gefährlich einzustufen, da diese eben meist nur phasenweise ausprobiert werden
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und nach einer Zeit oder guter Recherche uninteressant werden. Doch wie funktioniert nun das Gläserrücken?
1.3 Das Gläserrücken als Faszination für Jugendliche
Das unter Teenagern beliebte Gläserrücken, auch als „Gläseln“ bekannt, ist ein Ritual, mit dem Kontakt zu den Seelen Verstorbener im Totenreich aufgenommen werden soll. Dafür notwendige Materialien sind einfach zu bekommen, was die Durchführung für Jugendliche sehr einfach macht. Für das Gläseln werden ein Glas, 26 Kärtchen mit den Buchstaben des Alphabets, 10 Kärtchen mit den Zahlen von 0 bis 9 und 2 Kärtchen mit jeweils den Worten „Ja“ oder „Nein“ benötigt. Während des Rituals sitzen die Teilnehmer im Kreis, jeder dem Zeigefinger auf dem Glas, welches umgedreht in ihrer Mitte steht. Rund um das Glas sind im Kreis alle Kärtchen geordnet verteilt. Zu Beginn des Rituals muss sich das Glas einschwingen, was eine Zeit dauert. Dieser Zustand ist beendet, wenn sich das Glas auf die Frage „Großer Geist, bist du da?“ wie von Geisterhand zu bewegen beginnt. Meist erzeugt allein diese Begebenheit eine große Anspannung unter den Teilnehmern. Nun können weitere Fragen an den „Geist“ gestellt werden. Nach jeder Frage ist zu beobachten, wie das Glas wie von allein auf einzelne Buchstaben, Zahlen oder die Worte „Ja“ oder „Nein“ fährt. Oftmals entstehen diabolische Botschaften, die laut vielen Praktizierenden gefährlich werden können. Entsteht eine solche Gefahr, müssen die Finger auf dem Glas verbleiben und ein silberner Rosenkranz auf den Tisch geworfen werden, der die bösen Geister vertreiben soll. Menschen, die das Gläserrücken zum ersten Mal praktizieren sind meistens sehr verängstigt von den unheimlichen und mysteriösen Ergebnissen des Rituals. Doch durch wissenschaftliche Erkenntnisse kann man heute eindeutig sagen, dass das Glas nicht von einem Geist gerückt wird, sondern von den Teilnehmern des Rituals selbst. Man spricht hierbei vom Carpenter Effekt. Dieser besagt, dass die Glasbewegungen auf durch Empfindungen verstärkte Mikrokontraktionen der Finger- und Armmuskulaturen der Teilnehmer zurückzuführen sind. Es ist eine erwiesene Tatsache, dass Emotionen Muskelkontraktionen auslösen. Da beim Gläseln eine unheimliche emotionale Spannung unter den Praktizierenden ausgelöst wird, treten somit auch Reaktionen der Muskeln bei den Betreffenden auf. Außerdem werden die Arme nach dem langen Halten auf dem Glas recht schwer, was neben den unbewussten Kontraktionen die Bewegung des Glases erklärt. In der Phase des
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„Glaseinschwingens“ wird die Gruppe auf psychischer Basis gleichgeschaltet, das heißt, alle Teilnehmer erwarten, dass sich das Glas gleich bewegen wird. Dies wird angeführt und verstärkt durch die Frage „Großer Geist, bist du da?“. Die Antworten auf die an den angeblichen Geist gestellten Fragen ergeben sich aus dem Unterbewusstsein der Praktizierenden. Je einfacher die Frage gestellt ist, umso deutlicher sind die Antworten. So ist es nicht selten, dass auf die Frage: „Großer Geist, wie bist du gestorben?“ das Wort „Mord“ als Antwort entsteht. Das Gläserrücken ist also nichts Übernatürliches, sondern drückt einfach nur die gemeinsame Meinung der Gruppe aus, wenn auch unbewusst. Ähnliche Phänomene treten auch beim Pendeln auf.
2. Die Kirche als größter Gegner des Okkultismus
2.1 Haltungen und Sichtweisen der Kirche zum Okkulten
Das Magische und Übernatürliche, welches unmittelbar in Verbindung mit dem
Okkultismus steht, fasziniert die Menschen schon seit Anbeginn der Zeit. Doch was als magisch bezeichnet wird, steht nicht im Sinne der Kirche. Diese definiert das Okkulte als „die unscharfe Sammelbezeichnung für Praktiken oder Phänomene, die oft synonym für esoterisch, paranormal oder übersinnlich verwendet werden.“ 3 Hierbei gemeint sind Vorgänge, deren Ursachen im Verborgenen liegen. Sofern diese magischer oder spiritistischer Natur sind, lehnt die Kirche sie ab. Monotheistische Religionen wie das Judentum, das Christentum und der Islam stehen der Magie allgemein ablehnend gegenüber. Diese Abneigung resultiert nicht wie angenommen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, die belegen sollten, dass Zauberer nur Schwindler und Illusionäre seien, sondern aus der ewig währenden Angst vor den vielfältigen Kenntnissen der Hexer. Priester und andere Geistliche sind der Meinung, die Magie würde Gott das Steuer aus der Hand reißen und sich mit Dingen beschäftigen, die sie nichts angehe. Diese Kritik richtet sich gleichfalls auch an die Wissenschaft. So misstraute man zum Beispiel im antiken Israel der sich entwickelnden Medizin sehr, denn laut Religion richtet Gott allein über Krankheit, Genesung, Leben oder Tod. Bedenkt man nun aber besonders die Aversionen der Kirche zur Magie, stellen sich einem mehrere Fragen: Hat nicht auch Jesus Wunder
3 Pater Doktor Jonas Monk; eigens geführtes Interview, siehe Anhang
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vollbracht? Wird nicht in der Bibel an vielen Stellen davon gesprochen, dass Christus Menschen heilte, ja sogar Tote wieder zum Leben erweckte? In einem Interview erklärte Pfarrer Matthias Pöhlmann, dass eine wichtige Differenz zwischen den Wundern des Jesus Christus und Magie bestehe. Der Unterschied sei, dass Christus’ Wunder kein reiner Selbstzweck waren. Magie bedeute Macht und diese würde immer zum eigenen Vorteil genutzt werden. Christus dagegen wollte weder Macht, noch einen Eigengewinn erzielen mit den Wundern, die er vollbrachte. Außerdem seien laut Pöhlmann die Mysterien des Jesus ein Zeichen für das beginnende Reich Gottes. Also seien die Wunder nur ein Symbol dafür, dass das anbrechende Reich Gottes in seiner Schöpfung gut und vollendet sein soll. 4 Die Mission hinter den Geschichten über die Wunder Christi widerlegt also nicht die reine Funktion der Magie, sondern sagt aus, dass sie aus Eigennutzen bestehe und deshalb nicht gut sein könne. Deshalb trägt die Bibel auch die Geschichte des bösen Zauberer Simon Magus in sich, der von den Aposteln magische Macht kaufen will. Aus Sicht der Kirche sollen die Menschen verstehen, dass ihre Macht klein ist im Vergleich zu Gottes Größe. Das ist auch im Wesentlichen noch heute die moderne christliche Haltung. Nur wenn der Mensch sein Machtstreben unterdrücken kann, ist er auch im Stande, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen, denn Gott allein kann mit seiner alles umgebenden Macht das Dasein der Menschen in eine positive Richtung lenken. Man muss sich nur in Gottes Schöpfungsplan eingliedern. Da vor allem das Christentum einen Unterschied zwischen Wundern, welche eben nur von Gottes Hand bewirkt werden können, und Magie, welche eine menschliche Fähigkeit ist und damit auch eine Machtquelle darstellt, macht, resultierte im Laufe der Jahre die Antihaltung der Kirche gegen alles Magische. Da Magie nun unmittelbar ein Teilbereich des Okkultismus ist, lässt sich erklären, warum die Kirche als größter Gegner dessen gilt. Okkultismus befasst sich neben Magie und Macht auch mit dem schlimmsten Feind Gottes, nämlich Satan. Der Satanismus gilt mit all seinen Ritualen und magischen Wesen ist ein Teilgebiet des Okkulten. Laut Pater Jonas Monk ist es also die Aufgabe der Kirche gegen das Paranormale zu kämpfen, da diese „die Sorge für das Heil der Menschen trägt, um die Verwirrung und Verirrung in diesen Bereichen weiß und mündiger Glaube beziehungsweise das Vertrauen in Gott die Machtspiele der Magie abgrenzen müssen.“ Gründe für die Zuwendung zum Okkulten sieht Pater Müller vor allem in der Neugierde, Absicherungstendenzen,
4 Pfarrer Matthias Pohlmann, http://www.antjeschrupp.de/magie.htm; „Von Muggels und Zauberern - Magie in Religion und Alltag“, 04.07.2008
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allgemeinen Ängsten und der Machtbegierde der Menschen. 5 Daher versucht die Kirche mit Gottes Hilfe den Menschen ihre Ängste zu nehmen und ihnen klar zu machen, dass Gott die alleinige Macht besitzt. Auch die Neugierde ist in den Augen des Christentums ein in den meisten Fällen sündhaftes Verhalten. Die Kirche spricht davon, dass ihre Aufgabe der Schutz der Menschen ist. So soll sie auch vor möglichen Folgen der Zuwendung zum Okkultismus schützen, welche Pater Müller vor allem im Identitätsverlust und weiteren, stärkeren Ängsten sieht. Doch welche Mittel hat das Christentum zur Bekämpfung des Okkultismus?
2.1.1 Mittel der Kirche zum Kampf gegen das Okkulte
Recherchiert man im Internet zum Thema „Okkultismus“, so wird man schnell herausfinden, dass circa 90% der Aufklärungsstellen mit diesem Inhalt von der christlichen Kirche ausgehen. Dort beraten und informieren oftmals Vertreter verschiedener Bistümer und freiwillige Helfer, welche auch Anhänger des Christentums sind. Über eine solche zentrale Stelle für weltanschauliche Fragen verfügt jedes Bistum. Weiterhin versucht die Kirche durch ihre Heiligen Schriften, Lehren und Katechesen die Menschen davon zu Überzeugen, dass alles Okkulte diabolisch ist und vermieden werden sollte. Als Katechismus bezeichnet man seit Beginn der Neuzeit ein „christliches Handbuch“. Dieses trägt Anweisungen in den Grundfragen des Christentums in sich. Die berühmteste Heilige Schrift zur Bekämpfung des Okkultismus jedoch ist die Bibel, welche sozusagen als das Gesetzbuch des Christentums gilt. Oftmals versuchen die verschiedenen Bistümer die Menschen schon in frühen Lebensstationen über das Machtwerk Satans aufzuklären. So werden häufig Priester und Pfarrer in Schulen und Kindergärten ausgesendet, wo sie den Jugendlichen und Kindern die christlichen Vorstellungen und Lehren näher bringen und kostenlose Bibelexemplare im Taschenformat verteilen. Weiterhin gibt es zahlreiche christliche Organisationen, auch von Jugendlichen, die aufklären sollen und neben öffentlichen Predigten auch Flyer und christliche Magazine verteilen. Ein besonderes Mittel der katholischen Kirche gegen das Okkulte mit all seinen Dämonen ist der Exorzismus, welcher als das stärkste Medium des Christentums gegen Paranormales gilt.
5 Pater Doktor Jonas Monk; eigens geführtes Interview, siehe Anhang
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2.2 Exorzismus als stärkstes Mittel der Kirche gegen Okkultes
2.2.1 Teufelsaustreibung zwischen kirchlicher, medialer und weltlicher Sicht
Hört man als nicht katholischer Mensch das Wort „Teufelsaustreibung“, so läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken. Wir denken an Filme wie „Der Exorzismus der Emily Rose“, in dem der grauenvolle Tod eines jungen Mädchens während des Exorzismus dargestellt wird, oder an den in den 70ern aufgekommen Fall der Anneliese Michel, die ebenfalls während eines solchen Rituals starb. Die weltliche Sicht auf Teufelsaustreibungen wird oftmals von medialer Seite unterstützt. Laut Pater Jonas Monk hat die Medienlandschaft ausschließlich den „mittelalterlichen Geruch des Exorzismus“ im Kopf. 6 Praktisch gesehen, geht es den Medien nur um spektakuläre Fälle, mit denen hohe Einschaltquoten erreicht werden können. Medienkonzerne waren nie bereit, die nüchterne und unspektakuläre Praxis des in Deutschland betriebenen Exorzismus zu beleuchten. Denn die Realität eines Exorzismus sieht anders aus, als man sie sich vorstellt. Nur in seltenen Fällen geht ein solches Ritual mit dem Tod aus, weder gibt es große Begegnungen mit dem leibhaftigen Herrscher der Dunkelheit, noch verwandelt sich der Besessene in ein Monster. Die Kirche setzt diese Methode schon seit dem Ableben Jesu ein. Heute wird sie vorwiegend als ein Instrument der Klärung eingesetzt, was bedeutet, dass bei einer Nichtreaktion des Patienten das Ritual abgebrochen wird. In Deutschland tritt man dem Thema Teufelsaustreibung im Allgemeinen vorsichtiger entgegen. So wird ein Exorzismus erst dann durchgeführt, wenn Ärzte und Psychologen die Symptome des vermeintlich Besessenen weder erklären, noch beheben können. Er wird sozusagen als letztes Heilungsmittel empfohlen. Als Besessener gilt ein Patient, der sowohl fremdgesteuert, übermenschlich stark und aller sprachen fähig ist, als auch gegen jegliche geweihte Gegenstände, Gott oder Priestern unerklärliche Aggressionen aufzeigt. Dabei muss er allerdings geistig gesund und selbstkritisch sein, denn eine geistige Krankheit würde eine Psychotherapie erforderlich machen. Als Symptome gelten weiterhin Schattensehen, gefühlte Berührungen während des Schlafs, „Fratzensehen“ und weitere Spukphänomene. Doch wie sieht nun ein solches Ritual aus?
6 Pater Doktor Jonas Monk; eigens geführtes Interview, siehe Anhang
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2.2.2 Die Durchführung eines Exorzismus nach ritueller Art
Einen Exorzismus darf nur ein von einem Bischof beauftragter Priester durchführen. Zwar kann jeder Gläubige Gott um eine Heilung bitten, doch laut Pater Jonas Monk sollte niemand, der nicht Exorzist ist, Satan anrufen und ihm Befehle erteilen, da es zu einer Symptomübertragung oder zu Psychosen kommen könne. Dies ist auch der Grund, warum ein Priester das Ritual nie allein durchführen sollte. Der Patient könnte ihn beispielsweise dabei angreifen. 7 Wenn die Ärzte kein Heilungsmittel finden können, kann eine Teufelsaustreibung durchgeführt werden. Eine solche teilt sich nach der römisch-katholischen Auffassung, dem „großen Exorzismus“ des Papstes Leo XIII., in vier Teile: die Bedrohung des Dämons, die Namenserfragung, das Ausfahrwort und das Rückkehrverbot. Zu Beginn des Rituals wird der Dämon, welcher den Patienten befallen hat, bedroht. Der Priester warnt den Dämon davor, dass er Gott auf seiner Seite hat und erfragt anschließend den Namen des Dämonen. Dieser wird dann vom Besessenen ausgesprochen. Der Name des Auszutreibenden ist meist von satanischem Ursprung. Es folgt nun der wichtigste Teil des Rituals: das Ausfahrwort. Hierbei ruft der Priester den Erzengel Michael an, welcher unter den Christen als Bezwinger Satans und Seelenwäger während des Jüngsten Gerichts gilt. Nach der Anrufung des Erzengels werden verschiedene Bannsprüche gesprochen. Diese werden aus der Bibel entnommen. Im Anschluss wird der Psalm 68 aus der Bibel verlesen 8 . Daraufhin werden weitere Bannsprüche gesprochen. Beendet wird das Ausfahrwort mit einem Gebet, welches aus dem überarbeiteten Teil des „Rituale Romanum“ stammt. Dies ist die lateinische Sammlung aller christlichen Rituale und Sakramente und enthält die für den Exorzismus wichtigen Gebete im genauen Wortlaut. Beim Ausfahrwort dürfen auch einige Hilfsmittel vom Priester verwendet werden. So kann er zum Beispiel Weihrauch im Umkreis des Besessenen ausströmen lassen oder diesen mit Weihwasser beträufeln. Außerdem werden dem Patienten oftmals Kruzifixe vorgehalten oder an den Leib gedrückt. Diese Hilfsmittel sollen der Verschreckung und Bedrohung des Dämons dienen, damit dieser auch wirklich aus dem Besessenen ausfährt. Als letztes folgt das so genannte Rückkehrverbot, in welchem dem schlussendlich gequälten Dämon die Rache Gottes im Falle einer Widereinfuhr in den Patienten angedroht wird. Er muss nun dorthin gehen, wo ihm der Exorzist im
7 Pater Doktor Jonas Monk; eigens geführtes Interview, siehe Anhang
8 siehe Anhang
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Namen Gottes befiehlt zu leben, da sonst laut Kirche die Gefahr bestehe, dass er einen anderen Menschen einnehmen könnte.
2.2.3 Mögliche Auswirkungen des Rituals
Einige Exorzismen haben positive Auswirkungen, manche wiederum gar keine, andere verlaufen negativ. Einer der wohl bekanntesten, negativ aufgefallenen Fälle von Teufelsaustreibungen ist der Tod der damals 23-jährigen Anneliese Michel aus Klingenberg am Main am 1.Juni 1976. Als die junge Frau mit einem Körpergewicht von nur noch 31 Kilogramm während einem von 67 Exorzismusversuchen stirbt, wurden die Medien auf den Fall aufmerksam. 9 Nach dem Tod der jungen Anneliese wurden die 2 Exorzisten verurteilt. Dieser Fall warf viele Fragen auf: Haben die Priester die junge Frau qualvoll verhungern lassen? War es Satan, der Anneliese Michel getötet hatte? Hatte ihr Tod vielleicht einen ganz anderen Grund? Darüber streiten sich die Meinungen. Fakt ist, dass bei der jungen Frau eine Seitenschläfenepilepsie vermutet wurde. Deshalb ist Pater Jonas Monk der Meinung, der Tod von Anneliese Michel sei die Schuld der Ärzte. Diese haben ihrer Patientin eine Überdosis Tegretal, ein Mittel gegen die angenommene
Seitenschläfenepilepsie, verabreicht. Allerdings konnte diese nie wirklich festgestellt werden. 10 Auf jeden Fall starb die junge Frau während einem weiteren Ritual. Über die Schuldfrage streiten sich Anhänger der Katholischen Kirche, Skeptiker und Ärzte noch heute. Seit dem Tod Anneliese Michels wird der Exorzismus in Deutschland nur noch heimlich betrieben. An ihren Tod sind mehrere Filme wie zum Beispiel „Der Exorzismus der Emily Rose“ angelehnt. Weiterhin gibt es eigentlich keine Statistiken und Zahlen über vermerkte Todesfälle bei Teufelsaustreibungen. Da Exorzismus in Deutschland ohnehin nur inoffiziell betrieben wird, existieren meist nur Zahlen aus dem Ausland. Die Todesfälle treten dort meist bei häufigen und langen Wiederholungen des Rituals auf, wenn diese nicht beim ersten Mal anschlagen. Ein Exorzismus ist sehr Kraft raubend für den Besessen, wird dieser oft wiederholt, kann das ernsthafte Folgen, wie zum Beispiel den Tod des Patienten, mit sich tragen. Geistliche sprechen weiterhin davon, dass ein Exorzismus ebenfalls negative Folgen für den Priester haben kann, wenn nämlich der Dämon vom Besessenen auf den Exorzisten umsteigt. Dies kann besonders während der Bedrohung und dem
9 http://www.theologe.de/theologe9.htm, „Der Theologe 9 - Todesfall Kirche - Warum musste Annelise Michel sterben?, 03.07.2008
10 Pater Doktor Jonas Monk; eigens geführtes Interview, siehe Anhang
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Ausfahrwort geschehen, da ein Dämon laut der Kirche damit auch provoziert werden kann. Es gibt viele Geschichten von Menschen, die sich nach einem Exorzismus wirklich geheilt fühlten. Ob diese Heilungen wirklich an der Teufelsaustreibung festzumachen sind, konnte bisher natürlich nie bewiesen werden und ist sehr umstritten. Die Katholische Kirche jedenfalls ist überzeugt von der positiven Wirkung des Rituals. Exorzismen können auf jeden Fall, ob mit positiven oder negativen Ausgang, zu verstärktem Glauben, häufigeren Gebeten und zu einem strengeren Leben nach christlichen Werten führen. Die Gläubigen interpretieren den Ausgang des Rituals fast immer aus einer religiösen Sicht. Stirbt der Patient, so war es Satan, der ihn tötete, wird er geheilt, so war Gott der erlösende Retter.
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Literaturverzeichnis
Amorth, Gabriele : „Okkultismus, Magie, Spiritismus - die wahre Religion Satans“, UNIO VERLAG, 2002, Fremdingen
Hunfeld, Frauke / Dreger, Thomas: „Jugendokkultismus - zwischen Satanismus, Esoterik und Parapsychologie“, Willhelm Heyne Verlag 1993, München
Universallexikon von A-Z empfohlen von Wissen.de, RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, 2004, Wien
http://www.theologe.de/theologe9.htm, „Der Theologe 9 - Todesfall Kirche - Warum musste Annelise Michel sterben?, 03.07.2008
Pfarrer Matthias Pohlmann, http://www.antjeschrupp.de/magie.htm; „Von Muggels und Zauberern - Magie in Religion und Alltag“, 04.07.2008
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Anhang
Interview mit Pater Doktor Jonas Monk
1. Wie definiert die Kirche Okkultismus? Was ist die Haltung der Kirche zum Okkulten?
Okkultismus ist die unscharfe Sammelbezeichnung für Praktiken oder Phänomene, die oft synonym für esoterisch, paranormal und übersinnlich verwendet werden.
2. Was denken Sie, sind Gründe für Menschen, sich dem Okkultismus zuzuwenden? Was sind mögliche Folgen von dessen?
Gründe: Neugier, Absicherungstendenzen, Ängste vor Zukunft , Macht über Menschen, Beeinflussung der Dinge. Folgen: Abhängigkeit, Ängste, Verlust der Identität.
3. Warum denken Sie, muss gerade die Kirche etwas gegen die Zuwendung zum Okkulten tun?
Weil sie die Sorge für das Heil der Menschen trägt. Weil sie um die Verwirrung und Verirrung in diesen Bereichen weiß und mündiger Glaube - Aberglaube bzw. Vertrauen in Gott – Automatismus durch Magie abgrenzen muß.
4. Denken Sie, die Medien fördern den Zugang zum Okkulten?
Teilweise ja. TV-Sendungen, Literatur und Jugendzeitschriften haben die Tendenz, Spannung aufzubauen, um Konsumenten anzuziehen. Dabei werden auch Bereiche aus dem Okkultismus/Spiritismus/Magie angesprochen, leider aber nicht differenziert und selten sachkompetent.
5. Denken Sie Jugendliche sind leichter für den Okkultismus zu interessieren? Wenn ja, warum glauben Sie ist das so?
Ja. Weil Jugendliche sehr beeinflussbar sind, begeisterungsfähig, noch nicht gefestigt. Außerdem sind alle Themen, die Spannung, Manipulationen oder/und Machtgewinn versprechen, anziehend. Natürlich können auch labile Erwachsene Opfer werden.
6. Haben Sie schon einmal an einem Ritual des Exorzismus teilgenommen bzw. sind Sie selbst als Exorzist tätig?
Habe einmal teilgenommen und selber den E. nie ausgeübt.
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7.Denken Sie, Exorzismus ist in einer heutigen Gesellschaft, in der sich die Forschung, Pharmazie und Psychologie immer weiter entwickeln, vonnöten? Wie ist Ihre eigene Haltung zum Thema Exorzismus?
Der E. ist nur dann zu empfehlen, wenn Ärzte/Psychologen am Ende sind und die Symptome weder erklären, noch beheben können. Er wird dann als letzte Chance zur Heilung empfohlen.
8. Warum und seit wann praktiziert die Kirche den Exorzismus?
Sie tut es seit Jesus. In Deutschland ist man da skeptischer, zurückhaltender.
9. Wie wird man Exorzist und kann jeder Mensch einen Exorzismus durchführen?
E. darf nur ein vom Bischof beauftragter Priester werden. Zwar kann jeder Gläubige Gott bitten, aber er sollte nicht Satan anrufen und ihm Befehle erteilen. Das kann in die Hose gehen (z.B. durch Symptomübertragung, Erzeugung einer Psychose). Deshalb sollte auch der Priester niemals allein diesen Dienst tun. (Der Patient könnte ihn anfallen, verletzen)
10. Wie stehen Sie zu Todesfällen, die während des Exorzismus auftreten können, wie zum Beispiel im berühmten Fall von Anneliese Michel?
Hier haben die Ärzte gepfuscht. A.M. hatte eine Überdosis Tegretal (Mittel gegen die vermutete Seitenschläfenepilepsie). Bestraft wurden die beiden Priester, weil A.M. dass Essen verweigerte. Eine merkwürdige Urteilssprechung.
11. Was sagen sie zur Haltung der Medien zum Exorzismus?
Die Medien haben ausschließlich den mittelalterlichen Geruch des E. im Kopf. Das Thema wurde nie differenziert und sachlich dargestellt.
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Ergebnisse der Umfrage
1. Ist Ihnen der Begriff Okkultimus schon einmal begegnet?
80 60
40
20 0
ja nein
Angaben in Prozent
2. Denken Sie, dass Menschen durch Medien beeinflussbar sind?
80 60 40 20 0 Angaben in Prozent
3. Nutzen Sie das Internet?
80 60
40
20 0
Ja Nein
Angaben in Prozent
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4. Was ist für Sie interessanter: Psychohorrorfilme oder Killerhorrorfilme?
80 60 40 20 0
Angaben in Prozent
5. Haben Sie sich schon mal am Gläserrücken beteiligt?
70 60 50 40 30 20 10 0
Angaben in Prozent
6. Glauben Sie an übernatürliche Phänomene?
60 50 40 30 20 10 0
Angaben in Prozent
7. Wenn ja, an welche Phänomene glauben Sie? Antworten:
-Flüche
-Tarot
-Geisterbeschwörung
-Pendeln
-Telepathie
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-Horoskope
-Wahrsagungen
-Schicksal
-Generelle Existenz übernatürlicher Dinge, Kräfte und Geschöpfe
8. Was denken Sie, könnten Gründe für die Zuwendung zum Okkultismus sein? Antworten:
-Realitätsflucht
-Freundes- und Bekanntenkreis
-Gruppenzwang
-genereller Kontakt zu Okkultismus-Anhängern
-Interesse am Übernatürlichen
-Abenteuerlust
-einfacher Glaube an Okkultes
-Langeweile
-im Trend sein wollen
-Drang nach Individualität
-psychische Störungen
-Wahrheitssuche
-Medien
-Selbstfindung
-Neugierde
-Suche nach Problemlösungen
-mangelndes Selbstbewusstsein
-familiäre Probleme
-Schicksalsschläge
9. Was denken Sie, könnten Folgen der Zuwendung zum Okkultismus sein?
-Ausgrenzung, Isolation
-Vorurteile gegenüber anderen & gegen einen selbst
-Verwirrungszustände
-Verfolgungswahn
-Aberglaube
-Fanatismus
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-Tod
-Selbstbewusstseinsverlust
-psychische Abhängigkeit vom Okkultismus
-Psychosen
-Realitätsverlust
-Ausstieg aus dem „normalen Alltag“
-Gewaltausbrüche
-Veränderung des Charakters
-Krankheiten
-Verkommen des ursprünglichen Kerns des Okkultismus
-Missbrauch des Okkultismus
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Sinngemäße Übersetzung
1 Dem Vorsänger. Von David. Ein Psalm, ein Lied. 2 Möge Gott aufstehen! Mögen sich zerstreuen seine Feinde, und vor ihm fliehen seine Hasser! 3 Wie Rauch vertrieben wird, so wirst du sie vertreiben; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gesetzlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes. 4 Aber freuen werden sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude. 5 Singet Gott, besinget seinen Namen! Machet Bahn dem, der einherfährt durch die Wüsteneien, Jah ist sein Name, und frohlocket vor ihm! 6 Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. 7 Gott läßt Einsame in einem Hause wohnen, führt Gefangene hinaus ins Glück; die Widerspenstigen aber wohnen in der Dürre. 8 Gott, als du auszogest vor deinem Volke, als du einherschrittest durch die Wüste, (Sela.) 9 da bebte die Erde, auch troffen die Himmel vor Gott, jener Sinai vor Gott, dem Gott Israels.
10 Reichlichen Regen gossest du aus, o Gott; dein Erbteil, wenn es ermattet war, richtetest du es auf.
11 Deine Schar hat darin gewohnt; du bereitetest in deiner Güte für den Elenden, o Gott!
12 Der Herr erläßt das Wort; der Siegesbotinnen ist eine große Schar. 13 Die Könige der Heere fliehen, sie fliehen, und die Hausbewohnerin verteilt die Beute.
14 Wenn ihr zwischen den Hürden lieget, werdet ihr sein wie die Flügel einer Taube, die überzogen sind mit Silber, und ihre Schwingen mit grüngelbem Golde.
15 Wenn der Allmächtige Könige darin zerstreut, wird es schneeweiß auf dem Zalmon.
16 Der Berg Basans ist ein Berg Gottes, ein gipfelreicher Berg ist der Berg Basans. 17 Warum blicket ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott
23
begehrt hat zu seinem Wohnsitz? Auch wird Jahwe daselbst wohnen immerdar.
18 Der Wagen Gottes sind zwei Zehntausende, Tausende und aber Tausende; der Herr ist unter ihnen: ein Sinai an Heiligkeit.
19 Du bist aufgefahren in die Höhe, du hast die Gefangenschaft gefangen geführt; du hast Gaben empfangen im Menschen, und selbst für Widerspenstige, damit
Jahwe, Gott, eine Wohnung habe.
20 Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last; Gott ist unsere Rettung. (Sela.)
21 Gott ist uns ein Gott der Rettungen, und bei Jahwe, dem Herrn, stehen die Ausgänge vom Tode.
22 Gewiß, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde, den Haarscheitel dessen, der da wandelt in seinen Vergehungen.
23 Der Herr sprach: Ich werde zurückbringen aus Basan, zurückbringen aus den Tiefen des Meeres,
24 auf daß du deinen Fuß in Blut badest, und die Zunge deiner Hunde von den Feinden ihr Teil habe.
25 Gesehen haben sie deine Züge, o Gott, die Züge meines Gottes, meines Königs im Heiligtum.
26 Voran gingen Sänger, danach Saitenspieler, inmitten tamburinschlagender
27 "Preiset Gott, den Herrn, in den Versammlungen, die ihr aus der Quelle Israels seid!"
28 Da sind Benjamin, der Jüngste, ihr Herrscher, die Fürsten Judas, ihr Haufe, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphtalis.
29 Geboten hat dein Gott deine Stärke. Stärke, o Gott, das, was du für uns gewirkt hast!
30 Um deines Tempels zu Jerusalem willen werden Könige dir Geschenke
31 Schilt das Tier des Schilfes, die Schar der Stiere mit den Kälbern der Völker; jeder wird sich dir unterwerfen mit Silberbarren. Zerstreue die Völker, die Lust
32 Es werden kommen die Großen aus Ägypten; Äthiopien wird eilends seine Hände ausstrecken zu Gott.
33 Ihr Königreiche der Erde, singet Gott, besinget den Herrn, (Sela.)
24
34 den, der da einherfährt auf den Himmeln, den Himmeln der Vorzeit! Siehe, er läßt seine Stimme erschallen, eine mächtige Stimme.
35 Gebet Gott Stärke! Seine Hoheit ist über Israel und seine Macht in den Wolken. 36 Furchtbar bist du, Gott, aus deinen Heiligtümern her; der Gott Israels, er ist es, der Stärke und Kraft gibt dem Volke. Gepriesen sei Gott!
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2008, Okkultismus im gegenwärtigem Deutschland - Jugendtrend oder Suche nach tieferen Wahrheiten?, München, GRIN Verlag GmbH
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