Inhaltsverzeichnis Seite
Einleitung 1
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1. Kernprobleme und Entwicklungspotentiale
1.1 Kernprobleme 1
1.2 Entwicklungspotentiale 3
1.3 Rahmenbedingungen 4
5
2. Bewertung der bisherigen Zusammenarbeit
2.1 Stellenwert der deutschen EZ im internationalen Kontext 5
2.2 Schwerpunkte u. Ergebnisse der bisherigen bilateralen EZ 6
6
3. Schwerpunkte künftiger EZ
3.1 Bewertung der Entwicklungspolitik der malischen Regierung 7
3.2 Künftige Schwerpunkte aus deutscher Sicht 7
3.3 Einzeldarstellung der Schwerpunktbereiche 8
3.3.1 Projektvorstellung: Dorfkassen in Mali 8
9
4. Kritik u. Bewertung
Literaturverzeichnis 11
Einleitung
Im Rahmen des Tutoriums „Entwicklungspolitik in Deutschland“ habe ich mich mit dem Thema „Aktuelle Entwicklungspolitik in Afrika“ beschäftigt und das Land Mali ausgewählt. Mali habe ich deshalb ausgesucht, weil ich mich mit diesem Land schon einmal befasst habe. Auf den folgenden Seiten möchte ich auf dieses Land näher eingehen und an diesem Beispiel darstellen, wie staatliche Entwicklungspolitik funktioniert und das dazugehörige Projekt näher erläutern. Meine Informationen habe ich aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhalten. Ich werde mich am Länderkonzept 2001, das das BMZ entwickelt hat, orientieren und teilweise Passagen daraus übernehmen, um bestimmte Sachverhalte zu verdeutlichen und die Position des BMZ besser darstellen zu können. Für jedes Land, das bilaterale Leistungen der Bundesrepublik Deutschland durch das BMZ erhält, wird ein Länderkonzept erstellt. Hierfür werden Spezialisten, in meinem Fall Afrikawissenschaftler, mit einer Länderkurzanalyse betraut. Auf diesen Erkenntnissen werden dann die Länderkonzepte erstellt und Entwicklungsschwerpunkte noch einmal in Sektorstrategien zusammengefasst. All diese Papiere dienen zur Beurteilung der Situation im jeweiligen Land, der bisher erfolgten Zusammenarbeit und die Aussichten für das Land, sowie den zukünftigen Entwicklungsschwerpunkten. Dabei wird auch die Koordination mit anderen Ländern und multilateralen Institutionen (EU, UN) berücksichtigt.
1. Kernprobleme und Entwicklungspotentiale
Dieser erste Abschnitt zeigt Entwicklungshemmnisse auf und stellt die Chancen für eine nachhaltige Entwicklung dar.
1.1 Kernprobleme
Das erste Kernproblem in Mali besteht darin, dass die Landwirtschaft, auf-grund der geographischen Lage des Landes, (Norden ist Saharagebiet; Süden ist Übergangsgebiet zwischen Sahel und Sudanzone) sehr stark vom Klima abhängig ist.
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Die Landwirtschaft ist in Mali der wichtigste Wirtschaftsfaktor, in der rund 85% 1 der Menschen Einkommen und Beschäftigung finden. Die Landwirtschaft selbst trägt mit 45% 2 zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Da 75% 3 der Grundnahrungsmittel aus dem Regenfeldbau stammen und dieser von Niederschlägen abhängig ist, kommt es regional, aber besonders im nördlichen Teil Malis, zu Nahrungsmittelknappheit. Dies aufgrund von schwankenden Niederschlägen mit großem Nord-Süd-Gefälle.
Als weiteres Problem kommt hinzu, dass die Landwirtschaft sich durch eine niedrige Produktivität auszeichnet. Dies verstärkt bei niedrigen Niederschlägen noch die Nahrungsmittelknappheit. Im ländlichen Raum ist ebenfalls der Zugang zu Krediten und Produktionsmitteln erschwert, da noch keine Infrastruktur derart vorhanden ist. Hierauf werde ich im weiteren Verlauf noch genauer eingehen.
Das zweite Problem, das die Landwirtschaft beeinträchtigt, ist die Minderung und Verschlechterung der natürlichen Ressourcen. Die schon begrenzte landwirtschaftliche Nutzfläche verliert auch noch ihre Fruchtbarkeit durch Abholzung, Brandrodung und Überweidung, Winderosion, verstärkte Monokulturbildung (Baumwolle) und Versandung bzw. Wüstifizierung, die in allen Ländern mit Wüstenangrenzung Probleme bereitet. Besonders in den Städten gehen von unkontrollierter Müll- und Abwasserentsorgung Gefahren für das Grund- und Oberflächenwasser aus.
Wie schon angesprochen ist die Wirtschaftskraft von der Landwirtschaft geprägt. Dementsprechend sind die anderen Wirtschaftssektoren weniger ausgeprägt. So entfallen auf den industriellen Sektor nur 17% 4 des BIP. Auf den Dienstleistungssektor entfallen dementsprechend nur 36% 5 . Industrieproduktion beschränkt sich auf die Hauptstadt Bamako. Leider zeichnet sich der Indust-riesektor nur durch eine geringe Vielfalt aus. Es werden nämlich hauptsächlich Nahrungsmittel verarbeitet. Im Dienstleistungssektor herrscht traditioneller Handel vor.
1, 2, 3, 4, 5 BMZ (Januar 2001):Republik Mali-Länderkonzept zur Entwicklungszusammenarbeit
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Arbeit zitieren:
Daniel Keuper, 2002, Aktuelle Entwicklungspolitik in Afrika am Beispiel Mali, München, GRIN Verlag GmbH
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