Vorwort
Im Zuge der Seminararbeit der Lehrveranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten 2 habe ich das Thema „Das Pferd im Militär“ gewählt, da ich Fähnrich an der Theresianischen Militärakademie bin und mich deshalb sehr für Abläufe am Gefechtsfeld interessiere. Dazu kommt, dass ich selbst aktiver Reiter und seit Jahren von diesen, meiner Meinung nach edlen Tieren, fasziniert bin. Diese Arbeit bot mir die Möglichkeit auf beide Interessensgebiete einzugehen. Da im Österreichischen Bundesheer laufend durch Reformen und Umstrukturierungen die Abschaffung von Tragtiereinheiten diskutiert wird, wollte ich mit dieser Arbeit aufzeigen, dass Pferde auch in einer modernen Armee ihre Existenzberechtigung haben. Weiters ist meiner Meinung nach die Reitausbildung an der Militärakademie ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die Offiziersausbildung.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2
1 Einleitung 4
2 Die Entwicklung und der Untergang der Kavallerie 6
2.1 Die Entstehung der Kavallerie 6
2.2 Die Verdrängung des Pferdes vom Schlachtfeld durch modernes Gerät 8
3 Das Pferd in der modernen Armee 9
3.1 Einsatzmöglichkeiten des Pferdes 10
3.2 Das Pferd am modernen Gefechtsfeld 12
4 Traditionspflege und Offiziersausbildung 14
5 Zusammenfassung 16
6. Literaturverzeichnis 17
3
1 Einleitung
In der heutigen Zeit wird das Pferd von der Masse der Bevölkerung als Sport- und Freizeittier gesehen. Mit dem Bundesheer wird es jedoch selten in Verbindung gebracht. Ausschließlich bei großen Militärparaden, wie der Ausmusterungsparade wird das Pferd dem Zuschauer und somit der breiten Masse vorgestellt. Im Gegensatz zu anderen Waffengattungen, wie der Infanterie oder den Luftstreitkräften findet in den Medien nur auf regionaler Ebene Beiträge zu den Themen Tragtierstaffel, Reitsport und der Traditionspflege zu Pferd. Betrachtet man jedoch die Kriegsgeschichte der österreichischen und anderen Armeen wird deutlich, dass die Kavallerie, und somit die Waffengattung der berittenen Truppe, einen wesentlichen Beitrag zum Verlauf entscheidender Schlachten lieferte.
Das Wort Kavallerie kann mit Reiterei oder Reitertruppen übersetzt werden und wurde 1600 aus dem französischen entlehnt. Das französische Wort cavalerie ist auf das, im italienischen gleichbedeutende Wort cavalleria zurückzuführen. Das Wort cavelleria ist eine Ableitung
vom italienischen Wort cavaliere (deutsch Reiter). 1 Weiters stellte die Ausbildung zu Pferd
einen wichtigen Bestandteil der Offiziersausbildung dar. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier wurde in den Vordergrund gestellt. Der Stellenwert des Tieres lässt sich nachvollziehen wenn man den folgenden Umstand aus der Zeit der Reichswehr in der Zwischenkriegszeit betrachtet:
„Bei allen berittenen und bespannten Truppen wurde das Pferd stets zuerst genannt. Es hatte
Vorrang.“ 2
Mit der zunehmenden Technologisierung von Waffen und Gerät und vor allem der Motorisierung und Mechanisierung der Truppe verschwand das Pferd zunehmend von den Kriegsschauplätzen.
Im österreichischen Bundesheer findet man heutzutage das Pferd noch in Tragtierstaffeln als Unterstützung der Infanterie und im Reitausbildungszug an der Theresianischen Militärakademie. Der Reitsport ist an dieser Institution nach wie vor, auf freiwilliger Basis, ein Teil der Offiziersausbildung.
Die forschungsleitende Frage in dieser Arbeit stellt sich wie folgt dar:
Warum ist es sinnvoll das Pferd in der modernen Einsatzführung und Ausbildung einzusetzen?
Um diese Frage zu beantworten ist es notwendig die Entwicklung der Kavallerie, aber auch den Ersatz dieser Waffengattung durch beispielsweise die Panzertruppe zu kennen. Weiters ist
1 vgl. http://www.duden-suche.de/suche/artikel.php?shortname=d7&artikel_id=14802
2 Richter, Klaus Christian: Die feldgrauen Reiter. Die berittenen und bespannten Truppen in Reichswehr und
Wehrmacht. Weltbild Verlag. Augsburg 1993. S. 45
4
es notwendig das Zusammenwirken zwischen Mensch und Pferd zu verstehen, um den Einfluss des Pferdes auf die Heranbildung junger Offiziere nachvollziehen zu können. Diese Arbeit ist im Wesentlichen in drei Bereiche gegliedert. Im ersten Kapitel gibt sie einen Überblick über die Entwicklung und Verwendung des Pferdes in mehreren Armeen und an verschiedenen geschichtlichen Kriegsschauplätzen. Weiters zeigt sie Einsatzmöglichkeiten des Pferdes in der modernen Kriegsführung auf. Im dritten Kapitel gibt sie einen Einblick in die Reitausbildung, sowie Traditionspflege im Zuge der Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie.
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Markus Schnedlitz, 2008, Das Pferd im Militär, Munich, GRIN Publishing GmbH
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