Gliederung:
Der Buddhismus - eine fremde Religion. 3
I Grundregeln „interreligiösen Lernens“ 3
1. Was ist „interreligiöses Lernen“? 3
2. Grundregeln interreligiösen Lernens. 4
3. Ein Weg interreligiösen Lernens. 5
4. Ziele interreligiösen Lernens. 5
II Der Mensch Gautama auf der Suche nach Erlösung 6
1. Die vier Ausfahrten und die erste Meditation. 6
2. Gautama auf der Suche nach Erlösung. 7
3. Gautama findet die Erlösung. 8
III Lern-/Lehrziele zum Thema „fremden Religionen achtsam Begegnen - der
Buddhismus. 10
IV Interessen, Vorkenntnisse und Einstellungen der Lernenden zum
Buddhismus. 11
Schlussreflexion : Was mich am Thema Buddhismus herausfordert. 12
Literaturliste. 13
2
Der Buddhismus - eine fremde Religion
Für den westeuropäisch geprägten Menschen trägt der Buddhismus in der Regel etwas fremdes, oft auch etwas geheimnisvolles in sich. Dies hängt nur allzu oft mit dem fehlenden Wissen über die Religion selbst und die gänzlich unterschiedliche Lebensweise ihrer Anhänger zusammen. Für einen Europäer ist es nur schwer vorstellbar, dass es keinen allmächtigen Gott gibt, der den Problemen und Sorgen der Menschen ein offenes Ohr schenkt. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass das Vorwissen von Schülern über den Buddhismus meist sehr vage ist. Da aber der Buddhismus auch im Westen immer mehr Anhänger gewinnt, sei es nun durch Zuwanderung oder Glaubenswechsel, ist es absolut notwendig Kinder schon im Religionsunterricht mit dieser fremden Religion bekannt zu machen. In dieser Arbeit wird dabei ein Schwerpunkt auf die Grundregeln des interreligiösen Lernens gelegt. Zudem wird die Person Buddhas selbst und an exemplarischen Beispielen die Lern- und Lehrziele des Buddhismus in der Schule behandelt. Nach einem Ausblick über die Interessen und Einstellungen der Lernenden zu dieser Religion folgt als Abschluss eine persönliche Stellungnahme zu den Herausforderungen des Buddhismus.
I Grundregeln „interreligiösen Lernens“
1. Was ist „interreligiöses Lernen“?
Bei der Betrachtung von fremden Religionen, also auch des Buddhismus, wird im Unterricht mit zunehmender Häufigkeit auf das Modell des interreligiösen Lernens zurückgegriffen. Vorraussetzung dafür war jedoch, dass Europa immer mehr zur multikulturellen und religiöspluralen Gesellschaft geworden ist. Dieser Tendenz musste sich, neben den anderen christlichen Konfessionen, unter anderem auch die katholische Kirche aufschließen, weshalb der damalige Papst 1990 den „Dialog mit den Brüdern aus anderen Religionen“ 1 empfahl. Die katholische Kirche muss um ihrer eigenen Heilsgewissheit Willen den interreligiösen Dialog suchen und darf nicht mehr auf andere Religionen hinabsehen. 2 Aus dem katholischen Religionsunterricht soll deshalb ein Begegnungslernen mit Angehörigen verschiedener Religionen werden.
1 Rickers, Interreligiöses Lernen, 2002, 189, (a).
2 Vgl. Rickers, Interreligiöses Lernen, 2002, 189, (a).
3
Interreligiöses Lernen darf nicht mit dem reinen „Faktenlernen“ im traditionellen Unterricht verglichen werden. Vielmehr dient es „zur Beschreibung bzw. Gestaltung von Lernprozessen, die sich ‚zwischen’ Angehörigen verschiedener Religionen ereignen bzw. sich ereignen sollen.“ 3 Dabei sollen die Differenzen der Religionen keinesfalls vernachlässigt oder verwischt werden. Man kann und darf nicht über sie hinweg gehen. Jedoch soll den Kinder ein Weg mitgegeben werden, der sie dazu anhält, andere Religionen besser zu verstehen. 4 So soll diese Möglichkeit den Unterricht zu bestreiten nicht als Alternative zur Erziehung in einer bestimmten Religion gesehen werden, sondern als Chance den Unterricht auf die Herausforderungen der multireligiösen Gesellschaft einzustellen. Interreligiöses Lernen ist somit auch nur möglich, wenn die Lernsituationen nicht nur auf die Schule beschränkt bleibt, sondern auf alle Lebensbereiche ausgedehnt wird, wo Menschen mit verschiedenem Glauben aufeinander treffen. Es ist daher auch kein Unterricht im eigentlichen Sinne, sondern mehr ein Lernprinzip, bei denen die Lernenden den Lernprozess selbst bestimmen. 5
2. Grundregeln interreligiösen Lernens 6
Da der Lernprozess den Schülern weitgehend selbst überlassen bleibt, treten die Lerninhalte etwas in den Hintergrund, ohne jedoch von ihrer Wichtigkeit zu verlieren; „das Curriculum wird durch die Teilnehmer/-innen bestimmt, nicht durch ‚Unterrichtstunde’ o. durch einen vorgegebenen Lehrplan.“ 7 Die Grundform muss dabei immer der Dialog mit den Schülern sein. Der Dialog ist inzwischen zum Standardmittel für die Verständigung zwischen Kulturen und Religionen geworden. Wichtig bei diesem schülerorientierten Lernen ist, dass man die Schüler sowohl als Objekte des angestrebten Lernprozesses betrachtet, vielmehr aber noch als Subjekte.
Interreligiöses Lernen soll sich den Umstand zunutze machen, dass authentisches Lernen möglich ist. In den meisten Schulen spiegelt sich die religiöse Pluralität der Gesellschaft wieder und man kann dadurch eine fremde Religion durch die in der Klasse vertretenen Repräsentanten sehr viel anschaulicher behandeln. Es ist ein dauerhafter Lernprozess, der auf langfristige Annäherung setzt. Dabei ist Situationsorientiertheit von Anfang bis zum Ende der Schulzeit dringend notwendig. Der Dialog soll dabei, obwohl er die Hauptform ist, nicht die einzige Maßnahme sein. Die Wahrnehmung des Fremden soll mit allen Sinnen geschehen,
3 Rickers, Interreligiöses Lernen, 2001, 874, (b).
4 Vgl. Rickers, Interreligiöses Lernen, 2002, 183, (a).
5 Vgl. Rickers, Interreligiöses Lernen, 2002, 185, (a).
6 Vgl. für diesen Abschnitt, sofern nicht anders vermerkt, Rickers, Interreligiöses Lernen, 2002, 183-187, (a).
7 Rickers, Interreligiöses Lernen, 2001, 875, (b).
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Arbeit zitieren:
Wolfgang Gaßner, 2006, Lernen an fremden Religionen – der Buddhismus, München, GRIN Verlag GmbH
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Hofmannswaldau, Christian Hofmann von - Die Welt
Referat / Aufsatz (Schule), 4 Seiten
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