Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Zum Einsatz von Neuen Medien in der Schule 4
2.1 PowerPoint 5
2.2 PowerPoint im Erdkundeunterricht. 6
3. Konzeption des Projektes 7
3.1 Zur Auswahl des Themas. 7
3.2 Organisation des Projektes 8
3.2.1 Der Projektleitfaden als konzeptionelles Gerüst. 8
3.2.2 Organisatorische Rahmenbedingungen 9
3.3 Schwerpunkte der Unterrichtsreihe. 11
3.4 Zur Lehrerrolle und den Lehrerfunktionen 12
4. Didaktische Umsetzung von PowerPoint für die Anwendung im Projekt 13
4.1 Zielvorstellungen. 13
4.2 Konstituierung der Arbeitsgruppen. 13
4.3 Erstellen eines Handlungsleitfadens. 14
4.4 Hilfe zur Selbsthilfe 15
4.5 Erwartete Schwierigkeiten 16
5. Durchführung des Projektes 17
5.1 Tabellarische Übersicht der Projektphasen 17
5.2 Darstellung und Reflexion einzelner Projektphasen 19
5.2.1 Die Einführungs- und Planungsphase. 19
5.2.2 Die Phasen der Meilensteine 21
5.2.3 Die Präsentationsphase 22
6. Bewertung des Projektes und didaktisch-methodische Schlussfolgerungen. 25
7. Anhang. 30
8. Literatur 47
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1. Einleitung
Bei der vorliegenden Unterrichtsreihe handelt es sich um ein Projekt, das von Schülern und Schülerinnen 1 des Grundkurses 11 Erdkunde über einen Zeitraum von 18 Stunden durchgeführt wurde. Ausgehend von dem konkreten Beispiel des in Königswinter ansässigen Felgenherstellers Hayes-Lemmerz beschäftigte sich der Grundkurs (GK) mit der Fragestellung, inwieweit die Entwicklung des Unternehmens die wirtschaftsräumliche und siedlungsräumliche Entwicklung von Königswinter beeinflusst hat. Die Schüler formulierten hierzu vier Fragestellungen, die sie in vier Gruppen bearbeiteten und in vier selbständig entworfenen PowerPoint-Präsentationen einander vorstellten. Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe stand die methodische Auseinandersetzung der Lerngruppe mit dem Programm PowerPoint als Präsentationsmedium. Es wird gezeigt, wie die Schüler eigenständig und in Zusammenarbeit die funktionellen Möglichkeiten des Programms erschließen und anwenden können. Neben der didaktischen Auseinandersetzung mit dem Programm PowerPoint und seiner Umsetzung im Unterricht wird innerhalb der vorliegenden Arbeit auch ansatzweise die Konzeption des Projektes beleuchtet und hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten für den schulischen Kontext reflektiert. In Kapitel 2 wird die Bedeutung der Neuen Medien, insbesondere von PowerPoint, für den schulischen Kontext herausgestellt.
Kapitel 3 erläutert den übergreifenden schulischen Rahmen, in den das Projekt dieses Kurses eingebaut ist.
In Kapitel 4 kommen die Formulierung der Fragestellungen des Projektes durch die Schüler und die Organisation des Projektes sowie die didaktische Einführung von PowerPoint zur Darstellung.
In Kapitel 5 werden der Verlauf der Projektphasen und die Endergebnisse der Präsentationen dargestellt und beurteilt.
In Kapitel 6 folgen eine Bewertung des Kursprojektes und die Ableitung didaktischmethodischer Konsequenzen für Modifikationen der Projektplanung des. Es geht hierbei um die Frage, ob der angewendete Projektleitfaden des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft im schulischen Kontext einsetzbar ist, inwieweit die Medienkompetenz der Schüler im Rahmen des Projektes gesteigert werden konnte und welche Chancen und auch welche Schwierigkeiten der Einsatz von PowerPoint sowohl für das fachliche als auch für das methodische Lernen der Schüler im Erdkundeunterricht bietet.
1 Im Folgenden werden der Einfachheit wegen beide Geschlechter in der Bezeichnung Schüler
zusammengefasst.
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2. Zum Einsatz von Neuen Medien in der Schule
Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der sog. New Economies - also den neuen, zukunftsorientierten Wirtschaftszweigen - zeigen eine zunehmende Digitalisierung vieler Berufssparten. 2 Die Schule darf nicht die Augen vor der sich wandelnden Berufswelt und den daraus resultierenden Anforderungen verschließen, sondern hat diesem Trend Rechnung zu tragen, um den Schülern langfristig eine zukunftsorientierte Schulausbildung bieten zu können.
Die Richtlinien für die Sekundarstufe I und II unterstreichen daher die Bedeutung und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Computern für den Unterricht im Rahmen der formulierten Ziele der „Vorläufigen Richtlinien zur Informations-und
Kommunikationstechnologischen Grundbildung“. 3 Auch im Rahmen der Lehrerausbildung wird die Entwicklung einer Medienkompetenz bei diesen als zunehmend wichtig erachtet. 4 In fast jeder Schule zählt die Ausstattung mit Computern mittlerweile zum Standard, wohingegen die didaktische Erschließung und der tatsächliche Einsatz im Unterricht vielerorts noch Schwierigkeiten bereiten. Der Blick in die schuldidaktische Fachliteratur zeigt ein wachsendes Bemühen um konkrete Unterrichtskonzepte für den Einsatz von Neuen Medien in der Schule. 5 Ob und wie die Nutzung von Hard- und Software in den Unterricht integriert wird, bleibt letztendlich die Entscheidung des Lehrers, die sicherlich zu einem großen Teil von seiner eigenen Medienkompetenz abhängt.
Mit dem Einsatz der Neuen Medien in der Schule verbinden sich große Hoffnungen auf erfolgreiches und in höherem Maße schülernahes Lernen. 6 Die Neuen Medien bieten Möglichkeiten zur Verstärkung des eigenständigen Arbeitens des Schülers, zur stärkeren Individualisierung des Lernens aber auch zur Förderung von Formen der Zusammenarbeit. 7 Gleichzeitig müssen aber auch die Gefahren eines unkritischen Einsatzes der Neuen Medien erkannt werden. Die große Informationsflut, wie sie beispielsweise aus dem Internet auf den Schüler einströmt, kann eine unkritische Übernahme der leicht verfügbaren Informationen durch die Schüler fördern und dazu beitragen, dass sie vom Wesentlichen abgelenkt werden. Oft stellt sich bei Schülern daher eine Konsumhaltung ein, indem sie nur noch Fertigprodukte
2 Vgl. Fraedrich, 2001, S. 2.
3 Vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Sek I, 1993, S. 99-101 und Richtlinien und Lehrpläne für die Sek II,
1999, S. 7, S. 39f.
4 Vgl. Seminar- und Ausbildungsprogramm, 2003, S. 7.
5 Vgl. hierzu Pohl, 2003, Fraedrich, 2001, Harnischmacher und Rahner, 2001.
6 Vgl. Seminar- und Ausbildungsprogramm, 2003, S. 8.
7 Vgl. Ebd.
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übernehmen, ohne den Gehalt kritisch zu hinterfragen. 8 Insgesamt gesehen jedoch sollten Lehrer - trotz aller Probleme und auch Ängste vor der Unüberschaubarkeit und Komplexität der Neuen Medien - ihre Chancen und Vorteile erkennen und sie als Erleichterung und Unterstützung für den Unterricht nutzen. Die Herausbildung einer Medienkompetenz bei Schülern erfordert daher eine entsprechende Kompetenz bzw. Schulung auf Seiten der Lehrer, die das, was sie vermitteln sollen, natürlich selbst beherrschen und einsetzen und hinsichtlich der Grenzen, der Gefahren aber vor allem auch der Möglichkeiten kritisch einschätzen können müssen.
2.1 PowerPoint
In der vorliegenden Unterrichtsreihe wird ein Ansatz formuliert, der zeigt, wie Lehrer und Schüler mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint von Microsoft gewinnbringend umgehen können und wie Schüler in einem projektartigen Unterricht aufgabenorientiert arbeiten können.
PowerPoint ist heute eines der am häufigsten eingesetzten Präsentationsprogramme für Vorträge und Präsentationen in Wirtschaft und Politik und zunehmend auch im schulischen Umfeld. 9 Das Programm bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, Effekten und Zusatzfunktionen zur Gestaltung und Visualisierung von Texten, Grafiken und Fotos und lässt sich dennoch relativ einfach handhaben. Krotky sieht jedoch in diesem Zusammenhang eine große Gefahr und merkt kritisch an:
„’Powerpointing’ ist die höhere Kunst, komplexe Sachverhalte in einfache, dafür bunte Schlagworte zu verwandeln. Kurzum: Die Fortsetzung der Verflachung des Denkens (beim Vortragenden) und der Niederschlagung der Kritikfähigkeit (beim Zuhörer und -seher) mit den Mitteln der Präsentations-Grafik. (…) Edward R. Tufte, ein Experte für Informationsdesign, dazu: „Verglichen mit anderen internationalen Publikationen sind Powerpoint-Statistiken die dünnsten (…)´“. Keine Frage: Powerpoint ist für Blender das Instrument par excellence.“ 10
Auch wenn die Anmerkungen Krotkys etwas überspitzt formuliert sein mögen 11 , so können allzu viele Effekte in einer PowerPoint Präsentation den Zuschauer zwar beeindrucken, aber auch von den eigentlichen Inhalten ablenken. Wichtig ist daher, dass am Anfang einer Präsentation nicht die Frage stehen darf, wie will ich etwas darstellen, sondern was will ich thematisieren. Pohl macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die
8 Vgl. Seminar- und Ausbildungsprogramm, 2003, S. 9.
9 Vgl. Krotky, 2004. Sogar im Irak-Krieg verwendete US-Außenminister Powell das Microsoft-Programm, um
die Existenz irakischer Vernichtungswaffen vor der UNO zu präsentieren.
10 Vgl. Ebd.
11 Krotky überschreibt seinen Artikel mit der provokanten Frage: Powerpoint macht blöd?
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„Präsentation (…) lediglich der Abschluss einer längeren Arbeitsphase (sei), in der zuerst einmal die gesuchten Inhalte definiert, erarbeitet und dargestellt werden müssen. Erst danach folgt die Arbeit an der Präsentation.“ 12
In der vorliegenden Unterrichtsreihe müssen diese Probleme berücksichtigt und mit den Schülern thematisiert werden. Es sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Schüler die Programmfunktionen von PowerPoint zwar in ihrer Breite erfassen, sie aber fachlich und methodisch angemessen anwenden können.
2.2 PowerPoint im Erdkundeunterricht
PowerPoint bietet als Präsentationsprogramm für den schulischen Unterricht eine Vielzahl von Möglichkeiten. Ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen Präsentationsmedienz.B. dem Overheadprojektor - liegt in der großen Flexibilität und Vielseitigkeit des Programms. So lassen sich relativ einfach vom Lehrer oder den Schülern selbst erstellte oder gescannte Elemente wie Texte, Fotos, Diagramme, Abbildungen, Screenshots aus dem Internet und sogar akustische Elemente in das Programm einbinden und aufgabenorientiert bearbeiten. Des Weiteren können komplexe Inhalte - wie z.B. Abbildungen oder Diagramme - mit PowerPoint schrittweise aufgebaut und somit „verdaulich“ aufbereitet werden. Weitere Programmfunktionen sind interaktive Schaltflächen zur Erstellung einer flexibel handhabbaren Präsentation, die Zeichenfunktionen (Stiftmodus) zur Markierung während der Präsentation oder die benutzerdefinierte Animation von Grafiken. Diese Vielseitigkeit der Visualisierungsmöglichkeiten kann sich insbesondere das Fach Erdkunde zu Nutze machen, da gerade in diesem Fach verschiedene Informationsmedien zum Einsatz kommen (z.B. Karten, Diagramme, Fotos, Texte). 13 Harnischmacher und Rahner zeigen in ihrem Beitrag verschiedene Beispiele für die Anwendung von PowerPoint im Erdkundeunterricht. 14 Sie stellen dabei heraus, dass PowerPoint nicht nur ein Präsentationsmedium ist, sondern auch als „interaktives Unterrichtswerkzeug“ 15 einsetzbar ist. Somit kann nach Meinung der beiden Autoren das Präsentationsprogramm mehr, als nur effektvoll Grafiken oder Überschriften in Szene zu setzen. PowerPoint kann schüler- und problemorientiertes Arbeiten im Erdkundeunterricht in Gang setzen. 16
12 Vgl. Pohl, 2003, S. 12.
13 Vgl. Haubrich, 1997, S. 254. Haubrich versteht unter „Medien“ den Sammelbegriff für die Begriffe
Anschauungsmittel, Darstellungsmittel, Arbeitsmittel, Lernmittel, Unterrichtsmittel.
14 Vgl. Harnischmacher und Rahner, 2001, S. 32 f.
15 Vgl. Ebd., S. 36.
16 Vgl. Harnischmacher und Rahner, 2001, S. 32.
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3. Konzeption des Projektes
3.1 Zur Auswahl des Themas
Der Ausgangspunkt für die Planung der Unterrichtsreihe bilden die Bausteine II c, d, f aus den Richtlinien für die Sekundarstufe II für Gymnasien in NRW: Merkmale und räumliche Veränderungen eines heimischen Industriestandortes in einer Welt zusammenrückender Märkte 17 . Gemeinsam mit den Schülern wurden hierzu verschiedene Vorschläge für in Frage kommende Unternehmen aus der Heimatregion zusammengetragen, die für die Lerngruppe in noch erreichbarer räumlicher Entfernung zur Schule liegen. Von den vorgeschlagenen Unternehmen, zu denen z. B. Hennecke in Sankt Augustin, Birkenstock in Bad Honnef oder Haribo in Bonn gehörten, entschieden sich die Schüler schließlich für den Felgenhersteller Hayes-Lemmerz im benachbarten Königswinter.
Dieses Traditionsunternehmen ist ein heimischer Industriestandort, der sich in Königswinter seit seiner Gründung in den 1920er Jahren bis heute von einem kleinen Familienbetrieb zu einem global player im Bereich der Felgenproduktion entwickeln konnte. Die Unternehmensgeschichte ist ein Beispiel für eine erfolgreiche Globalisierung, sie zeigt jedoch auch, welche strukturellen Maßnahmen und Probleme damit zusammenhängen. 18 Für die Auswahl dieses Unternehmens sprach somit einmal seine wirtschaftliche Bedeutung, die heute weit über die Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises bis in den internationalen Markt hineinreicht, dann aber auch seine lokale Lage im Nahbereich der Schule, die eine Recherche vor Ort durch die Schüler möglich machte und somit keine großen organisatorischen Probleme bereitete. 19 Ferner konnte davon ausgegangen werden, dass einige Schüler den Konzern bereits kannten, evtl. über Verwandte oder Bekannte, die bei Hayes-Lemmerz arbeiten oder gearbeitet haben (Lebensweltbezug). Schließlich sprach auch die räumliche Überschaubarkeit des Talbereiches der Stadt Königswinter rund um den Standort Hayes-Lemmerz mit rund 4500 Einwohnern für die Wahl als Untersuchungsstandort. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ist insbesondere an die Person Paul Lemmerz’ geknüpft, der neben seinem unternehmerischen Geschick stets eine besondere Beziehung zu seiner Heimatstadt Königswinter pflegte. So profitierte Königswinter sowohl vom Standort Lemmerz als Garant für zwischenzeitlich über 3000 Arbeitsplätze als auch von
17 Vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Sek II, 1999, S. 60.
18 Vgl. Anhang, Kapitel 7.1.: Der Blick in die Presse verdeutlicht die Aktualität und Realitätsnähe des Themas.
19 Die Entfernung des Firmensitzes in Königswinter zum Gymnasium in Oberpleis beträgt rund 10 Kilometer.
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dem Mäzen Paul Lemmerz, dem die Stadt zahlreiche Stiftungen und Schenkungen (z.B. das Paul-Lemmerz-Bad, die Paul-Lemmerz-Schule, Arbeiterwohnungen usw.) verdankt. 20 Vor diesem Hintergrund ergab sich bei der gemeinsamen Themenfindung mit der Lerngruppe die Fragestellung, inwieweit die Entwicklung von Hayes-Lemmerz in einem Zusammenhang steht mit der Entwicklung Königswinters, d.h. welchen Einfluss sie auf diese hat. Um eine sinnvolle Eingrenzung vorzunehmen, einigte sich die Lerngruppe im gemeinsamen Lehrer-Schüler-Gespräch auf das Thema: „Die Bedeutung der Firma Hayes-Lemmerz für die wirtschaftliche und siedlungsräumliche Entwicklung in Königswinter“. Hierzu wurden dann -orientiert an den jeweiligen Präferenzen der Schüler - folgende vier Themenfelder formuliert:
1. „Die Entwicklung von Lemmerz - Vom Familienbetrieb zum global player“ 2. „Lemmerz und Königswinter - Die Spuren von Paul Lemmerz in Königswinter“ 3. „Hat die Entwicklung der Firma Auswirkungen auf die Entwicklung des Einzelhandels in Königswinter?“ 4. „Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen in Königswinter - Umgestaltung von Bereichen des Lemmerz-Geländes“
3.2 Organisation des Projektes
3.2.1 Der Projektleitfaden als konzeptionelles Gerüst
Die Unterrichtsreihe ist konzeptionell als Schulprojekt angelegt, das den Schülern ein hohes Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ermöglichen. Sie sollen in ihrer Lernorganisation und Arbeitsdurchführung relativ frei sein und ihren Lernprozess selbständig steuern. Haubrich hebt in diesem Zusammenhang als Hauptmerkmal die Offenheit von Projekten hervor, die die Interessen der Schüler besser berücksichtigen lässt. 21 Dies verlangt eine Planung, die der Lerngruppe einen gewissen Freiraum für eigene Wege und Problemlösungsansätze gewähren muss.
Als theoretisches Gerüst für die Durchführung des Projektes orientieren sich die Schüler an einen Projektleitfaden, der vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft herausgegeben wurde. 22 Dort werden vier verschiedene Phasen eines Projektes unterschieden: Definition, Planung, Durchführung und Rückblick.
Zur Definitionsphase gehören die gemeinsame Bestimmung und Eingrenzung des Themas und der Fragestellung, die Festlegung von Zielen sowie die Klärung der Rahmenbedingungen.
20 Vgl. Klöhs, Karl Josef: Mensch, Macher und Mäzen, in: Rheinkiesel August 2002.
21 Vgl. Haubrich 1997, S. 194.
22 Vgl. Projektmanagement, o.J.
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In einem ersten Projektentwurf wird - nach der gemeinsamen Formulierung des Themas und der Themenfelder durch die Lerngruppe - das Ziel des Projektes festgelegt: eine von den Schülern selbständig erarbeitete PowerPoint-Präsentation, in der die wichtigsten Ergebnisse zusammengetragen werden. Die verschiedenen Präsentationen der vier Arbeitsgruppen werden schließlich in einer gemeinsamen Präsentationsoberfläche zusammengeführt. Die Planungsphase ist die wichtigste Phase. Hier werden ein eindeutiger Zeitplan und sog. Meilensteine vereinbart, in denen die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Arbeitsergebnisse und weiteren Planungsvorhaben als Zwischenergebnis dem gesamten Kurs vorstellen. 23 Hierzu zählt auch die Thematisierung der Möglichkeiten von PowerPoint zur Layout-Gestaltung. Neben der zeitlichen Organisation der Meilensteine müssen in dieser Phase die Verantwortungen in den einzelnen Arbeitsgruppen festgelegt werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass jeder Schüler in seiner Gruppe in den Arbeitsprozess einbezogen wird und sich als wichtiger Bestandteil seiner Gruppe versteht. Auf diese Weise werden Motivation und Arbeitsbereitschaft in den Gruppen gesteigert.
Eine detaillierte Planung ermöglicht im Idealfall den reibungslosen Ablauf der Durchführungsphase. Die Schüler bearbeiten hier ihre Themenfelder selbständig und eigenverantwortlich. „Durch Selbsttätigkeit zur Selbständigkeit (zu gelangen)“, nennt Haubrich als ein wichtiges Ziel der Projektarbeit. 24 Den Abschluss der Durchführung bilden dann die Projektergebnisse, d.h. die PowerPoint-Präsentationen der einzelnen Arbeitsgruppen. 25 Hier wird sich zeigen, inwieweit die Schüler inhaltlich und methodisch etwas gelernt haben.
Die letzte Phase, der Rückblick, gibt allen Beteiligten schließlich Gelegenheit, in einem Fazit das Projekt zu bewerten, Schwierigkeiten, Probleme aber auch positive Aspekte aufzuzeigen. Insbesondere für die zukünftige Planung von Projekten kann diese Reflexionsphase wichtige Anstöße geben. Die Auswertung erfolgt in diesem Projekt sowohl durch die Schüler, die dazu einen Evaluationsbogen einzeln und anonym ausfüllen, als auch durch den Lehrer. 26
3.2.2 Organisatorische Rahmenbedingungen
Für die Umsetzung des Unterrichtsprojektes müssen im Vorfeld verschiedene organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden.
23 Vgl. hierzu Haubrich, 1997, S. 194: „Informieren Sie sich gegenseitig in gewissen Abständen über
gegenseitige Aktivitäten, Arbeitsbedingungen und Arbeitsergebnisse.“
24 Vgl. Projektmanagement, o.J.
25 Vgl. hierzu Haubrich 1997, S. 195.
26 Vgl. Anhang, Kapitel 7.9.
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Neben der Bereitstellung von Arbeitsräumen benötigen die Schüler eine entsprechende technische Ausstattung. Hierzu gehören zunächst PC-Stationen mit Internet-Anschluss, eine lizenzierte Version von PowerPoint 27 , ein Scanner, eine Digitalkamera mit dazugehörigen Bildbearbeitungsprogrammen 28 sowie ein Audio-Player 29 für die Bearbeitung von Soundfiles. Dies ist für die Digitalisierung vor allem grafischer Medien und ihre Integration in die PowerPoint-Datei erforderlich. Angesichts der Größe des Grundkurses mit 15 Schülern werden mindestens vier PC-Stationen benötigt, da es zu Lasten des Lernerfolgs geht, wenn an einem Gerät mehr als vier Schüler arbeiten. Für die Phase der Materialrecherche ist es jedoch hilfreich, wenn jeder Schüler einen PC mit Internetanschluss zur Verfügung hat, damit die Gruppen arbeitsteilig und effektiver arbeiten können. Für einen reibungslosen Arbeitsablauf sollten die Computer mindestens mit einem Pentium-III-Prozessor oder einem vergleichbarem AMD-Prozessor und mit mindestens 128 MB Arbeitsspeicher ausgerüstet sein. Ältere Modelle mit geringerer Leistung ermöglichen zwar noch den Einsatz von PowerPoint, verlangsamen jedoch insbesondere das Bearbeiten von Grafik- und Audio-Elementen. Da der Schwerpunkt der Unterrichtsreihe auf der Auseinandersetzung der Schüler mit PowerPoint liegen soll, habe ich mich dazu entschieden, einen Handapparat 30 für die Lerngruppe vorzubereiten, der grundlegendes Informationsmaterial in Form von Texten, Zeitungsartikeln, Karten, Fotos usw. bereitstellt. Zudem können die Schüler weitere Information aus dem Internet, aus Bibliotheken oder (im Rahmen außerunterrichtlicher Einheiten) durch eine Recherche vor Ort gewinnen. Somit ist einerseits die Möglichkeit zu eigenständiger Recherche gegeben, andererseits gewährleistet, dass bereits eine hinreichende Menge an Material zur Verfügung steht und beim Eintreten von Zeitknappheit nicht die Projektplanung aus den Fugen gerät.
Da alle Schüler aus der Lerngruppe mittlerweile volljährig sind, kann die Organisation und die Durchführung der Arbeit vor Ort ganz in die Hände und in die Verantwortung der Arbeitsgruppen gelegt werden. Somit werden den Schülern ihre Selbständigkeit und Eigenverantwortung für das Gelingen des Projektes implizit deutlich. Da durch die außerunterrichtlichen und außerschulischen Projekteinheiten ein größerer Arbeitsaufwand für die Schüler entsteht, muss im Vorfeld der Planung - in Absprache mit dem Schuldirektorein Ausgleich dieser Leistungen - etwa durch eine Befreiung von einigen Stunden erwogen werden.
27 Verwendet wurde die Version aus dem Microsoft Office-Paket 2000.
28 Verwendet wurden die Programme Adobe Photoshop und Paint von Windows.
29 Verwendet wurde Media-Player von Windows.
30 Vgl. Anhang, Kapitel 7.10.
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3.3 Schwerpunkte der Unterrichtsreihe
Es wird deutlich, dass die Planung und Konzeption des Unterrichtsprojektes insgesamt sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Neben der inhaltlichen Schwerpunktsetzung, d.h. der inhaltlichen Bearbeitung der Themenfelder verfolgt das Unterrichtprojekt auch einen methodischen Schwerpunkt. Hierzu gehören sowohl die verschiedenen fachspezifischen Arbeitsmethoden, wie beispielsweise Auswertung von Texten, Bearbeitung von Kartenmaterial, Durchführung von Interviews, als auch die Auseinandersetzung mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint. Die Analyse und Reflexion der gesamten Unterrichtsreihe würde den Rahmen der Examensarbeit aufgrund der Dichte und Fülle von didaktischen Fragestellungen bei weitem überschreiten. Daher richtet sich der Blick auf die didaktische Umsetzung von PowerPoint für den Erdkundeunterricht am Beispiel des Projektes des GK 11. Es wird gezeigt, wie sich Schüler aufgabenorientiert und selbständig mit dem Präsentationsprogramm auseinandersetzen und seine technischen Möglichkeiten in Hinblick auf ihre Präsentation kennen lernen können. Die Gestaltung der Unterrichtsreihe als Schulprojekt mit eigenständiger Arbeit, Lösung von Aufgaben in Kleingruppen, eigenverantwortlicher Recherche vor Ort sowie die „Belohnung“ der Arbeit durch eine abschließende Präsentation kann Motivation und Aktivität sowie Zusammenhalt und Kooperationsbereitschaft fördern.
Im Folgenden werden daher jene Stunden erörtert, in denen die didaktische Umsetzung von PowerPoint im Mittelpunkt steht.
Die Aneignung und Beschäftigung mit dem Präsentationsprogramm ist hierbei nicht im Sinne einer losgelösten Methodenschulung konzipiert, sondern findet ihre Verankerung in den gemeinsam formulierten Themenfeldern. Diese bilden den inhaltlichen Ausgangspunkt für Konzeption und Ausrichtung der PowerPoint-Präsentation. Den Schülern muss deutlich gemacht werden, dass - bei aller Motivation und bei allem Tatendrang, das Programm kennen zu lernen - zunächst eine gründliche Recherche und Auswertung des Informationsmaterials der Arbeit am PC vorausgehen muss. Erst nach einer sorgfältigen Bestandsaufnahme und Strukturierung der Inhaltsbausteine sollen die Schüler in ihren Arbeitsgruppen überlegen, welche Möglichkeiten das Programm PowerPoint zur Darstellung und Visualisierung ihrer Ergebnisse bietet und wie diese eingesetzt werden können. 31
31 Vgl. hierzu Kapitel 2.1.
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3.4 Zur Lehrerrolle und den Lehrerfunktionen
Innerhalb der Projektreihe kommen insbesondere die Lehrerfunktionen Organisieren, Innovieren und Beraten zum Tragen.
Sowohl in der Vorbereitung des Projektes als auch während der Planungsphase rückt die Lehrerfunktion Organisieren in den Vordergrund. Wie in den Kapiteln 3.2. und 3.2.2. dargelegt, umfasst die Organisation des Projektes eine Fülle von Aufgaben. So müssen organisatorische Rahmenbedingungen (Räume, technische Ausstattung, Handapparat usw.) geschaffen und personelle (Aufteilung der Arbeitsgruppen) sowie inhaltliche (Themenfindung) Entscheidungen getroffen werden. Bei der Vorbereitung und inhaltlichen Füllung des Handapparates ergaben sich jedoch einige Schwierigkeiten. So war die Firma Hayes-Lemmerz nicht sehr kooperativ, um mich bei der Zusammenstellung des Informationsmaterials zu unterstützen. Auch die auf die Firma Hayes-Lemmerz bezogenen Einträge im Internet sind nur z.T. für einzelne Themen relevant. Daher musste ich auf lokale Informationsquellen ausweichen und vor Ort recherchieren. 32 Im Rahmen der mediendidaktischen Auseinandersetzung mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint erhält die Lehrerfunktion Innovieren für die Unterrichtsreihe eine zentrale Bedeutung. Die Schüler lernen entlang eines gemeinsam festgelegten Handlungsleitfadens und anhand verschiedener Verständnisbrücken 33 das Präsentationsprogramm selbständig kennen und wenden es themenfokussiert in ihren Arbeitsgruppen an. Um ein hohes Maß an Schüleraktivität zu ermöglichen, sollen die Schüler versuchen, auftretende Fragen und Schwierigkeiten zunächst innerhalb der Arbeitsgruppen anzusprechen und zu lösen, erst danach sollte der Lehrer, der eine zurückhaltende, beratende und beobachtende Rolle hat, hinzugezogen werden. Lediglich in der Vorbereitungsphase und während der Phase der Meilensteine tritt der Lehrer als Moderator in Funktion.
32 Quellen: z.B. Stadtarchiv Königswinter, Amtsgericht Siegburg, Wirtschaftsförderungs- und
Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter, Internet, eigene Fotos usw.
33 Vgl. hierzu Kapitel 4.4.
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4. Didaktische Umsetzung von PowerPoint für die Anwendung im Projekt
4.1 Zielvorstellungen
Die Schüler sollen das Programm PowerPoint selbständig und eigenverantwortlich als ein vielseitiges Präsentationsmedium kennen lernen und einige der vielen Programmfunktionen verstehen und anwenden. Neben der individuellen Auseinandersetzung müssen die SchülerInnen auch kooperativ in ihrer jeweiligen Gruppe zusammenarbeiten und gemeinsam inhaltliche und methodische Fragen und Probleme klären. 34 Das Programm PowerPoint kann im Rahmen der Themenbearbeitung inhaltliche Zusammenhänge und Kausalitäten über die Möglichkeiten der Visualisierung noch deutlicher und fassbarer darstellen. Die Schüler sollen daher versuchen, mithilfe von PowerPoint und den entsprechenden Programmfunktionen die wichtigen und zentralen Inhalte ihrer Themen zu visualisieren. Dies setzt jedoch eine gründliche Sichtung des Materials und eine genaue inhaltliche Festlegung der Inhalte im Vorfeld voraus.
Am Ende sollen die vier Schüler-Präsentationen zusammengeführt und in eine übergreifende Präsentation eingebettet werden, die von der Lerngruppe gemeinsam erstellt wird, um so auch visuell die Zusammengehörigkeit der Themenfelder unter dem Rahmenthema deutlich zu machen. Diese übergeordnete Oberfläche soll interaktiv nutzbar sein und die Möglichkeit bieten, die verschiedenen Themenfelder als „verlinkte“ Präsentationen aufrufen zu können. Mit dem Abschluss des Projektes sollen die Schüler ein Stück an Medienkompetenz gewonnen haben, die sie dazu befähigt, selbständig eine anspruchsvolle PowerPoint-Präsentation entwerfen zu können, die neben der Darstellung von Texten auch Grafiken, Hyperlinks oder interaktive Schaltflächen enthalten kann. Zudem soll ein ausgewogenes Verhältnis von Darstellungsmitteln und
Darstellungsgegenstand gewahrt bleiben.
4.2 Konstituierung der Arbeitsgruppen
Bevor die Arbeitsgruppen konstituiert werden können, ist es zunächst erforderlich, die Voraussetzungen der Lerngruppe in Bezug auf ihre Medienkompetenz zu ermitteln. Generell zeigt sich, dass Schüler hinsichtlich des Umgangs mit Computern und Computerprogrammen sehr unterschiedliche Vorkenntnisse haben. Neben den sehr versierten Schülern gibt es gleichzeitig eine Reihe von Anfängern, die nur sehr sporadisch in den Kontakt mit PCs
34 Vgl. Kapitel 2.: Förderung des problemlösenden Denkens.
13
geraten. Anhand eines kurzen Fragebogens 35 wird hierzu der Leistungsstand des Kurses abgefragt.
Ein wichtiges Ziel bei der Zusammensetzung der Gruppen sollte sein, eine gewisse Heterogenität bezüglich der Verteilung von leistungsstarken und leistungsschwächeren Schülern innerhalb der Lerngruppe herzustellen. Ausgehend von der Evaluation der Medienkompetenz müssen die Arbeitsgruppen so zusammengesetzt werden, dass sich in jeder Gruppe mindestens ein Schüler befindet, der Vorkenntnisse und Vorerfahrungen im Umgang mit Computern und dem Programm PowerPoint besitzt. Auf diese Weise soll insbesondere den mit elektronischen Medien weniger vertrauten Schülern der Zugang zu PowerPoint erleichtert werden. Gleichzeitig verhindert diese Form der Gruppenkonstellation, dass am Ende der Projektarbeit aufgrund von leistungsschwachen und leistungsstarken Gruppen qualitativ sehr unterschiedliche Produkte neben einander stehen. 36 Für die Bearbeitung der vier Themenfelder bieten sich vier Arbeitsgruppen mit jeweils drei bis vier Schülern an. Diese Gruppengrößen scheinen für das arbeitsteilige und selbständige Arbeiten sinnvoll und geeignet, da bei größeren Gruppenzusammensetzungen die Koordination der Zusammenarbeit zwischen den Schülern auf Schwierigkeiten stößt. Erfahrungen aus bereits durchgeführten Gruppenarbeitsphasen haben gezeigt, dass bei großen Gruppen offenbar der Anreiz für einzelne Schüler steigt, sich hinter den Leistungen der anderen zu „verstecken“, also Verantwortung in der Gruppe abzugeben. Stattdessen sollen die Schüler sich untereinander verständigen und darüber austauschen, wie Aufgaben in der Arbeitsgruppe aufgeteilt und bearbeitet werden sollen. Neben den Ergebnissen der Evaluation der Medienkompetenz muss daher auch die Einschätzung der Leistungsstärke der Lerngruppe durch den Lehrer bei der Konstituierung der Arbeitsgruppen eine Rolle spielen.
4.3 Erstellen eines Handlungsleitfadens
Im Anschluss an die Evaluation der Voraussetzungen der Lerngruppe soll gemeinsam mit den Schülern ein Handlungsleitfaden erstellt werden, der auflistet, was eine PowerPoint-Präsentation leisten muss und wofür und wie sie eingesetzt werden soll. Die Lerngruppe soll erkennen, dass PowerPoint trotz seiner vielfältigen Programmfunktionen dienende Funktion hat und somit in erster Linie als Hilfsmittel zu verstehen ist. 37 Erfahrungen zeigen, dass
35 Vgl. Anhang, Kapitel 7.4.
36 Dies bedeutet natürlich nicht, dass es keine qualitativen Unterschiede geben muss.
37 Vgl. Kapitel 2.1.: Am Anfang einer Präsentation steht zunächst das Was und dann folgt erst das Wie.
14
Schüler sich häufig zu schnell an den PC setzen und beim Ausprobieren der verschiedenen Programmfunktionen zwar einen zunehmenden Arbeitseifer entwickeln, die erforderliche Recherche und Ausarbeitung der Materialien aber oft vernachlässigen, die jedoch das Fundament für die Ausarbeitung der PowerPoint Präsentation sein müssen. Folgende Gesichtspunkte sollen die SchülerInnen thematisieren und auswerten:
4.4 Hilfe zur Selbsthilfe
Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe stehen die Selbständigkeit und die Eigenverant-wortlichkeit der Lerngruppe. Nach der gemeinsamen Vorbereitungsphase der Themenfelder und Konstituierung der Projektgruppen sollen die Schüler kooperativ in ihren Gruppen zusammenarbeiten und gemeinsam ihre Problemstellungen bearbeiten. Für die Auseinandersetzung mit dem Programm PowerPoint können sich die Schüler zum einen bei den mit PowerPoint vertrauteren Schülern informieren und zum anderen stehen ihnen zwei interaktive Leitfäden für die Bedienung des Präsentationsprogramms im Internet und als PowerPoint-Präsentation zur Verfügung. Unter dem Link http://lehrerfortbildungbw.de/schule/hs/deutsch/tipp/praesentation/inhalt.htm kann jede Gruppe auf einen Internet-Leitfaden zurückgreifen und dort zu detaillierten Programmfunktionen Tipps erhalten. Die Seite zeichnet sich dabei durch ihre übersichtliche Struktur und ihren hohen Informationsgehalt aus und ermöglicht den Schülern schnell Informationen zu konkreten Funktionen aufzurufen. 38
38 Vgl. Anhang, Kapitel 7.6.1.
15
Daneben steht ihnen ein Nachschlagewerk in Form einer Powerpoint Präsentation zur Verfügung, die die Möglichkeiten von PowerPoint direkt veranschaulicht. 39 Dieser Leitfaden eignet sich aufgrund seiner inhaltlichen Dichte - auch über das Projekt hinaus - als Nachschlagewerk für die Lerngruppe.
4.5 Erwartete Schwierigkeiten
Die Konzeption der Unterrichtsreihe als Schulprojekt fordert von den Schülern ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Disziplin. Für die einzelnen Arbeitsgruppen bedeutet dies, dass kooperativ zusammengearbeitet werden muss und Aufgaben gerecht untereinander aufgeteilt werden müssen. Erfahrungen aus früheren Unterrichteinheiten zeigen, dass die Schüler in Gruppenarbeitsphasen die zu erledigenden Aufgaben untereinander häufig sehr ungleich aufgeteilt haben. Dies führte oft zu einer Spaltung der Gruppe, mit den eher aktiven Schülern auf der einen und den eher passiven Schülern auf der anderen Seite. Die Lerngruppe muss daher im Vorfeld des Unterrichtsprojektes verstehen, dass am Ende der Gruppenarbeitsphase ein Produkt stehen soll, für das sie als Arbeitsgruppe gemeinsam verantwortlich sind. Das kooperative Arbeiten muss auch für die Arbeit am PC umgesetzt werden. Hier spielen die PowerPoint versierten Schüler ein wichtige Rolle. Arbeiten sie nicht mit ihren unerfahrenen Gruppenmitgliedern zusammen und übernehmen stattdessen in Eigenregie die Umsetzung der Präsentation am PC, so unterlaufen sie das kooperative Arbeiten. Daher ist wichtig, insbesondere den mit PowerPoint vertrauten Schülern deutlich zu machen, dass sie nicht nur die anderen etwas lernen „lassen“ sollen, sondern es zu ihrer Aufgabe machen, den anderen etwas beizubringen. So lassen sich die leistungsstärkeren Schüler auch nach dem Projekt daran messen, ob die leistungsschwächeren Schüler etwas gelernt haben. Die Verantwortung muss schließlich von beiden Seiten getragen werden.
39 Vgl. Anhang, Kapitel 7.6.2.
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5.2 Darstellung und Reflexion einzelner Projektphasen
5.2.1 Die Einführungs- und Planungsphase
Die Einführungs- und Planungsphase dient der inhaltlichen und methodischen Eingrenzung der Projektreihe durch die Lerngruppe sowie der Klärung der organisatorischen Rahmenbedingungen. Nach der Festlegung des Untersuchungsgegenstandes, der Formulierung der Themenfelder und der Erstellung eines Zeitplanes wurden zunächst anhand eines Evaluationsbogens 41 die Vorkenntnisse der Schüler in Bezug auf das Programm PowerPoint ermittelt. Die Auswertung ergab, dass zwar alle Schüler des Grundkurses bereits mit PowerPoint gearbeitet hatten, die Mehrheit des Kurses (über 70%) das Programm jedoch nur mittelmäßig bzw. kaum beherrschte. Lediglich zwei Schüler gaben an, alle in dem Evaluationsbogen aufgelisteten Programmfunktionen zu kennen, während das Gros der Klasse lediglich die Grundfunktionen wie z.B. Design auswählen, Textfelder und Neue Folien einfügen bislang angewendet hatte. Daher wünscht die Lerngruppe bevorzugt eine inhaltliche Vertiefung der Programmfunktionen Design auswählen, Grafik einfügen, Hyperlinks einfügen, Sound einfügen, Stimme aufzeichnen, Pack & Go. Im weiteren Verlauf des Projektes müssen die einzelnen Arbeitsgruppen, ausgehend von ihrem Thema und den damit verbundenen Materialien, individuell entscheiden, welche dieser Funktionen für die Präsentation mit PowerPoint sinnvoll sind und eingesetzt werden sollen, da hier durchaus unterschiedliche Schwerpunkte von den Gruppen gesetzt werden können. Ausgehend von der Evaluation erscheint es für die Konstituierung der vier Arbeitsgruppen sinnvoll, die beiden „PowerPoint-Experten“ auf zwei verschiedene Gruppen zu verteilen, während in die übrigen zwei Gruppen jeweils ein Schüler gesetzt wird, der sich zumindest gut mit dem Programm auskennt. Auf diese Weise wird die Selbständigkeit der Arbeitsgruppen unterstützt. Nach der Evaluation der Medienkompetenz und der Konstituierung der Arbeitsgruppen erstellen die Schüler als Vorbereitung für die Gruppenarbeit einen Handlungsleitfaden, in dem gemeinsam Kriterien für die Bearbeitung der Themen und für die Verwendung von PowerPoint festgelegt werden. Aus dem gemeinsamen Gespräch ergaben sich folgende Kriterien:
41 Vgl. Anhang, Kapitel 7.4.
19
Da die Konzeption der Projektreihe insbesondere die Selbständigkeit und Selbsttätigkeit der Lerngruppe unterstützen will, benötigen die Schüler für die individuelle Auseinandersetzung mit PowerPoint und für die Aneignung der diversen Programmfunktionen geeignete Hilfsmittel. Wie in Kapitel 4.3. bereits erwähnt, können die mit dem Programm unerfahrenen Schüler hierzu zum einen durch die mit PowerPoint erfahreneren Schüler in ihrer Gruppe unterstützt werden, zum anderen können sie sich anhand eines PowerPoint-Leitfadens im Internet und eines Nachschlagewerks im PowerPoint Format informieren. 42 Als Vorbereitung hierzu erhalten die Schüler anhand eines Lehrervortrags mit Beamer eine kurze Einführung in Aufbau und Bedienung der beiden Programme. Den Schülern muss in diesem Zusammenhang deutlich gemacht werden, dass der Auseinandersetzung mit dem Programm PowerPoint zunächst eine gründliche Materialrecherche vorausgehen muss. Erst nach der inhaltlichen Festlegung von Aufbau und Struktur des Themas sollen die Schüler überlegen, wie sie das Präsentationsprogramm zur Visualisierung der geplanten Inhalte einsetzen wollen und welche Programmfunktionen hierzu in Frage kommen könnten.
42 Vgl. Kapitel 4.4.
20
5.2.2 Die Phasen der Meilensteine
Nach der ersten Durchführungsphase, in der die Schüler das vorhandene Material gesichtet und entsprechend ihrer thematischen Fragestellung geordnet haben, präsentiert nun jede Gruppe in der ersten Meilenstein-Phase ihren Entwurf für die inhaltliche Gliederung ihrer Präsentation. Bei drei 43 der vier Arbeitsgruppen zeigte sich, dass man sich bei der Schwerpunktsetzung der zu bearbeitenden Fragestellungen etwas zu weit vom eigentlichen Thema entfernt hatte und daher etwas korrigiert werden musste. Insofern scheinen Rückkopplung und Austausch im Klassenverband / Plenum zu einem so frühen Zeitpunkt im Hinblick auf die weitere Bearbeitung der Themen sinnvoll und wichtig. Nachdem auf diese Weise mögliche Alternativen und Verbesserungen gemeinsam erarbeitet worden sind, werden dann Ideen und Vorschläge zur computerunterstützten Visualisierung der Information zusammengetragen.
In der nachfolgenden Gruppenarbeitsphase sollen die Gruppen festlegen, welche der in den Leitfäden dargestellten Programmfunktionen sie anwenden wollen.
Der 2. Meilenstein dient dann in erster Linie der Auseinandersetzung mit den ausgewählten Programmfunktionen. In diesem Zusammenhang sollte nicht allein erörtert werden, welche Funktionen die Präsentation der Information plastischer und verständlicher machen, sondern auch, wo die Grenzen der Veranschaulichung liegen und ein Überangebot an Gestaltungsmitteln die eigentliche Aussage in den Hintergrund treten lässt oder sogar verzerrt. Die Beamer-Projektion der PowerPoint-Entwürfe an die Wand ermöglicht hierbei den Schülern, Schwierigkeiten zu erkennen, die sie bei der Arbeit am PC oft unterschätzen. Zum einen zeigte sich, dass in allen vier Präsentationen die Schriftgröße und das Abbildungsformat zu klein ausgewählt wurden. Daneben ließ die vergrößerte Projektion durch den Beamer bei einer Gruppe Unschärfen im Kontrast der ausgewählten Farben erkennen. 44 Neben der Präsentation der Layout-Gestaltung führen die einzelnen Gruppen dann kurz ihre verwendeten Programmfunktionen vor und erläutern, wie sie zu bedienen sind und wie sie damit gearbeitet haben. Dies ist ein wichtiger Schritt, da die Schüler sich in ihren im Verlaufe der Arbeit gemachten Erfahrungen mit den Software-Funktionen somit gegenseitig bereichern können und auch der didaktische Aspekt sowie ein soziales Element (die schwächeren PowerPoint-User profitieren vom Wissen der erfahreneren) aufscheinen.
43 Gruppe 2, 3, 4.; Vgl. Anhang, Kapitel 7.3.
44 Bei Gruppe 3 beispielsweise trat das Problem auf, dass die Schriftfarbe sich vor den verwendeten dunkeln
Fotos nicht genügend absetzte. Gruppe 2 hingegen erkannte in dieser Meilenstein-Phase, dass der ausgesuchte
Hintergrund viel zu unruhig und störend war. Im Plenum des Kurses wurden hierzu gemeinsam
Verbesserungsvorschläge gemacht.
21
Nachdem mit Abschluss dieser Phase alle Arbeitsgruppen ihre Grundkonzeption der Präsentationen vorgestellt und kritisch hinterfragt haben, erstellt jede Gruppe mit Blick auf das Endprodukt einen Entwurf für eine gemeinsame Präsentationsoberfläche, die mit den vier verschiedenen Präsentationen „verlinkt“ werden soll.
Diese Entwürfe werden in der letzten Meilenstein-Phase von jeder Arbeitsgruppe vorgestellt. Im Plenum der Klasse muss dann gemeinsam entschieden werden, welche der vier Oberflächen für die Endpräsentation verwendet werden soll. Die Schüler einigten sich auf den Vorschlag von Gruppe 1, da sowohl Aufbau als auch Design überzeugten. 45 Anhand dieser Oberfläche zeigt schließlich ein Schüler aus der entsprechenden Gruppe, wie sich mithilfe der Funktion Präsentation verbinden die einzelnen Gruppenpräsentationen als Link mit der Präsentationsoberfläche verknüpfen lassen. Ergänzend hierzu stehen den Schülern die PowerPoint-Leitfäden zur Verfügung, anhand derer sich jeder - bei noch ausstehenden Unklarheiten - informieren kann.
In der sich anschließenden letzten Gruppenarbeitsphase tauschen die Arbeitsgruppen ihre Präsentationen untereinander aus und fügen sie jeweils mithilfe der Hyperlink-Funktion in die gemeinsame Oberfläche ein. So erhält jede Gruppe eine vollständige Gesamtpräsentation mit den vier verschiedenen Präsentationen.
5.2.3 Die Präsentationsphase
Nach Abschluss der inhaltlichen und methodischen Bearbeitung der Themen und der Fertigstellung der Endpräsentation trugen die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse mit ihrer PowerPoint-Präsentation vor. Die jeweils nicht referierenden Gruppen orientierten sich hierbei an einen zuvor gemeinsam erstellten Beobachtungsbogen, der als Leitfaden für die Bewertung der Referate diente. 46 Für die anschließende Reflexion im Plenum des Kurses half dieser Beobachtungsleitfaden, die Diskussion kriteriengeleitet zu führen und somit für die Schüler transparenter zu machen.
Im Ergebnis waren die vier Präsentationen der Gruppen sowohl inhaltlich als auch methodisch sehr unterschiedlich.
Gruppe 1 lieferte eine sehr saubere, thematisch umfassende Bearbeitung der Fragestellung „Vom Familienbetrieb zum global player“. Das Ergebnis ist überzeugend gegliedert, in hohem Maße nachvollziehbar und stringent aufgebaut. Die Gliederung des Vortrags ist während des Verlaufs sehr präsent, so dass der Zuschauer einen hohen Informationsgewinn
45 Vgl. Anhang, Kapitel 7.7.1. und beigefügte CD-Rom.
46 Vgl. Anhang, Kapitel 7.8.
22
hat. Viele relevante ökonomische und soziale Aspekte der Globalisierung kamen zur Darstellung. Das Verhältnis von Inhalt und Form ist sehr geglückt. Nicht allein wurde eine große Menge an verschiedenen Quellen und Informationen zu Rate gezogen und interpretiert, auch enthält der Text kaum Schreibfehler, keine inhaltlichen Widersprüche, die Bilder sind alle von guter Qualität. Die Funktion Verlinken wurde ohne abzuschweifen zur sinnvollen Ergänzung einiger Teilfragen eingesetzt. Trotz der mit Abstand besten grafisch-optischen Präsentation und einer sehr guten Beherrschung des Mediums entstand hier nicht der Eindruck eines Missverhältnisses zwischen Form und Inhalt. Gruppe 2 hat ausgehend von der Fragestellung „Die Spuren von Paul Lemmerz in Königswinter“ befriedigend gearbeitet. Ausgehend von einer eher dürftigen Quellenlage wurden die zwei gewählten Aspekte a) von Lemmerz gestiftete Einrichtungen und Baustilfragen und b) Paul Lemmerz als soziale Größe übersichtlich dargestellt. Das, wenn auch etwas plakative und vereinfachende, Fazit bringt gleichwohl die Kernaussagen auf den Punkt. Wünschenswert wäre eine Übersichtskarte mit den Standorten der Einrichtungen gewesen. Die Gruppe hat Interviews geführt, was eine inhaltliche Auflockerung und einen Blick auf die Person Paul Lemmerz´ im Bewusstsein der noch lebenden Zeitzeugen bietet. Eine etwas nachlässige Arbeitsweise zeigte sich in einigen Schreib- und Formatierungsfehlern und vor allem in einer fehlenden inhaltlichen Abstimmung innerhalb der Gruppe. Die Hintergrundbilder und Fotos sind nicht immer passend zum Themenpunkt der jeweiligen Folie gewählt, dies stört die Aufmerksamkeit des Betrachters ein wenig. Auch die Vorbereitung der Präsentation war nicht optimal, da viele Bilder während der Vorführung nicht aufrufbar waren.
Auch Gruppe 3 hat die Ausgangsfragestellung nicht genau getroffen. Hinsichtlich der Bedeutung von Lemmerz für den Einzelhandel wurde im Wesentlichen nur der Frage nachgegangen, inwieweit die Beschäftigten der Firma Lemmerz als Kaufkraft für die Betriebe des Einzelhandel von Bedeutung sind. Hierbei allerdings ist der Einsatz der Gruppe zu loben, die nicht nur zahlreiche Interviews mit einem Fragebogen durchgeführt haben, was die Ergebnisse vergleichbar machte, sondern diese auch über die Funktion „Sound einfügen“ akustisch in das Präsentation integriert haben. Die Aussagekraft des Fragebogens und der Präsentation generell war allerdings eingeschränkt, da nur ein Aspekt des Fragebogens (Bedeutung von Lemmerz-Personal als Kunden) sich bis in das Fazit hinein als roter Faden verfolgen ließ. Auch diese Präsentation enthielt einige Schreibfehler und Formulierungsschwächen, die mit Blick auf den zeitlichen Rahmen vermeidbar gewesen wären.
23
Gruppe 4 hat die Fragestellung verengt, der Bezug zu Lemmerz wurde überhaupt nicht hergestellt. Bearbeitet wurde lediglich das Thema der städtebaulichen Maßnahmen in Königswinter. Dieser Teilaspekt ist einigermaßen übersichtlich bearbeitet worden, der Vortrag beginnt mit einer Definition und geht dann zu konkreten Problemen und entsprechenden Maßnahmen und Lösungsvorschlägen über. Die Informationen wurden allerdings - sowohl inhaltlich als auch die Gliederung betreffend - weitgehend aus einer einzigen Quelle übernommen (einem Faltblatt der Stadt Königswinter). Im Vergleich mit den anderen Präsentationen und angesichts der eingeräumten Zeit von 6 Wochen hat es sich diese Gruppe bzgl. der „Aufbereitung“ etwas zu leicht gemacht. Auch technisch gesehen ist das Endergebnis nicht überzeugend. Die städtebaulichen Missstände und Probleme werden durch die optische Bearbeitung (Hintergrundbild, Fotos zu den Einzelfragen) nicht hinreichend veranschaulicht. Sie sind z. T. nicht gut gewählt und nicht immer ganz erkennbar. Störend fiel auch auf, dass von den gezeigten Karten die Legenden abgeschnitten wurden.
24
6. Bewertung des Projektes und didaktisch-methodische Schlussfolgerungen
Ziel des Projektes war es, die Medienkompetenz der Schüler zu erhöhen. Dies beinhaltet mehrere Aspekte. Zum einen ging es um den Erwerb technischer Fähigkeiten im Umgang mit dem Medium Computer im Allgemeinen und dem Software-Programm PowerPoint im Besonderen. Zum anderen ging es um die Entwicklung eines kritischen Blicks hinsichtlich einer vernünftigen Relation von Inhalt und Form. Dies wiederum ist nicht nur notwendig, um im Rahmen dieses und anderer Projekte den Inhalt, das Aussageziel, das Eigentliche beim eigenen Arbeiten nicht aus dem Blick zu verlieren. Ein solcher kritischer Blick befähigt auch dazu, angesichts der Fülle von Informationen, die z.T. mit ungeheurem Aufwand an Gestaltungsmitteln über den Konsumenten hereinbrechen, sich nicht blenden zu lassen durch die Form, sondern den Blick auf den Inhalt zu richten.
Wurden diese Ziele erreicht? Hinsichtlich der Beherrschung des Computers und der wichtigsten Programmfunktionen von PowerPoint hat keine Gruppe einen schlechten Eindruck hinterlassen. Der Grad der Beherrschung der Funktionen hat ein Grundverständnis und eine gewisse Versiertheit mit der Software gezeigt. Dies ist positiv. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass dies auch die Einschätzung der Schüler ist: Während noch zu Beginn der Reihe (vgl. Kapitel 5.2.1.) über 70% des Kurses angab, sich nur mittelmäßig bis schlecht mit dem Programm PowerPoint auszukennen, trauten sich danach rund zwei Drittel der Schüler zu, mit dem Programm sehr gut bis befriedigend umgehen zu können. Auch auf die Frage, wie viel an Programmfunktionen dazu gelernt wurde, antworteten zwei Drittel des Kurses mit sehr viel (4 Schüler) oder viel (5 Schüler). 47 An erlernten Programmfunktionen wurden hierbei insbesondere Hyperlink, Sound einfügen, Präsentation vernetzen genannt.
Bezüglich der konkreten technischen Umsetzung und Ausgestaltung ergab sich ein geteiltes Bild. Im Rahmen der Bearbeitungszeit von immerhin sechs Wochen hat nur Gruppe 1 ein akkurates Ergebnis ohne vermeidbare Fehler abgeliefert. Alle anderen Gruppen haben sich nicht genug Mühe gegeben. Hier ist hinsichtlich didaktischer Konsequenzen sicherlich künftig deutlicher darauf hinzuweisen, dass das optische und formale Erscheinungsbild durch das Einhalten einer einheitlichen Hierarchisierung der Schriftgrade, durch das saubere, vollständige Einscannen von Bildern sowie durch eine Endredaktion zur Vermeidung von Schreibfehlen und ungelenken Formulierungen ohne große Mühe verbessert werden kann.
47 Vgl. Anhang, Kapitel 7.4.: Zwei Schüler gaben an, alle aufgelisteten Programmfunktionen zu kennen.
25
Die - außer bei Gruppe 1 - vorliegenden inhaltlichen Schwächen haben gezeigt, dass viele der Schüler dem Inhalt, der Fragestellung und einem stringenten Aufbau keine hinreichende Bedeutung beigemessen haben. Die z. T. erheblichen inhaltlichen Schwächen und Widersprüche zeigen aber auch die Bedeutung eines solchen Projektes, die nicht allein in den Erfolgen der technischen Beherrschung und einer angemessenen Relation von Form und Inhalt liegen, sondern auch darin bestehen können, gerade im Dialog über solche Missverhältnisse zu erkennen, wie groß die Gefahr ist, dem Medium mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Bedeutung zu widmen als der Aussage. Zu leicht ist der Blick gefesselt durch Fotos, farbige Grafiken und die optische Gestaltung, die jedoch z. T. das Ergebnis eines bloßen Einscann- und Formatiervorgangs von vorgefertigtem Bildmaterial sind. Diese Tatsache wurde im Rahmen der finalen Präsentation und der sich anschließenden kritischen Diskussion anhand der Kriterien des Beobachtungsbogens auch den Schülern deutlich. Die Ergebnisse des Projektes haben gezeigt, dass der Projektleitfaden des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft für die Durchführung und Umsetzung unseres Projektes prinzipiell sinnvoll, was auch von den Schülern bestätigt wurde 48 , aber ohne flexible Umsetzung nicht hinreichend war. Die Einteilung in die vier Phasen Definition, Planung, Durchführung und Rückblick sowie die Gewährleistung eines frühen Austausches durch die Meilensteine boten einen gewissen Orientierungsrahmen und hielten die Schüler zu strukturiertem und zielgerichtetem Arbeiten an. Insbesondere das Zwischenfeedback und ein Austausch im Klassenverband im Rahmen der Meilensteine waren vielfach nötig und haben geholfen, einige grundlegende Fehler aufzudecken. Mit Blick auf die Endpräsentationen scheinen die Meilensteinphasen diese Funktion jedoch nicht für alle Gruppen gleichermaßen erfüllt zu haben. Obgleich die unterschiedlichen Konzeptionen der Gruppen gemeinsam thematisiert und z. T. auch korrigiert wurden, haben die Schüler - insbesondere der Gruppen 3 und 4diese Hinweise und Ratschläge in der nachfolgenden Gruppenarbeitsphase nicht genügend berücksichtigt.
Dass starke Qualitätsunterschiede - vor allem hinsichtlich Inhalt, Gliederung und Stringenzzwischen den Endprodukten vorlagen, lässt es sinnvoll erscheinen, unter Umständen eine weitere Meilensteinphase einzuplanen. Dies, um zu gewährleisten, dass erst dann, wenn ein fundiertes, korrektes inhaltliches Konzept als Grundlage vorliegt, mit der medialen Umsetzung begonnen wird, so dass inhaltliche Schwächen auf der inhaltlichen Ebene bearbeitet und nicht auf der medialen Ebene geschönt werden. Erst wenn alle Gruppen ihr
48 Vgl. Anhang, Kapitel 7.9.
26
inhaltliches Konzept vorgelegt und dieses gemeinsam und noch detaillierter besprochen haben, sollte das Programm PowerPoint angewendet werden.
Der von der Lerngruppe erstellte Handlungsleitfaden hat sich in den Durchführungsphasen für die Bearbeitung der Aufgaben als Orientierungsinstrument nur bedingt geeignet. So scheint er eher nur den Schülern aus der Gruppe 1 geholfen zu haben, strukturiert und kriteriengeleitet zu arbeiten, während die übrigen Gruppen die Vorgaben nicht konsequent befolgt haben. Die Durchführungsphase verlangte von den Arbeitsgruppen, kooperativ und zielgerichtet die Arbeitsprozesse zu organisieren, d.h. Verantwortungen und Aufgaben innerhalb der Gruppe gleichmäßig zu verteilen und individuelle Stärken und Kompetenzen sinnvoll einzusetzen. 49 In dieser Phase traten bei einigen Gruppen Schwierigkeiten bei der Organisation und Koordination von Aufgaben und Arbeitsaufträgen auf. Auch hier wäre zu erwägen, inwieweit lenkende Zwischenschritte seitens des Lehrers angebracht sind, die nicht nur gewährleisten, dass die inhaltliche Konzeption auf festem Boden steht, sondern auch die im Handlungsleitfaden vorgegebenen Hilfen tatsächlich aufgegriffen und eingehalten werden. Als negativ bewerteten die Schüler hingegen eine schlechte Kommunikation und mangelnde Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe. Offenbar ist das eingetreten, was in Kapitel 4.5. bereits als Gefahr angedeutet wurde: Anstelle eines Austausches von Wissen und der gemeinsamen Klärung von Fragen innerhalb der Gruppe haben die „Experten“ die Gestaltung des Referates an sich gezogen und es dabei versäumt, ihren nicht so versierten Gruppenmitgliedern ihr Wissen und ihre Kenntnisse zu vermitteln. Der gegenseitigen Verantwortung und der erforderlichen Kooperation untereinander ist in dieser Gruppe von den Schülern anscheinend nicht ausreichend Rechnung getragen worden. Die Kooperation mit den leistungsschwächeren Schülern könnte ihnen künftig explizit als ihre Aufgabe vermittelt werden, da sie, bereits mit vielem vertraut, im Lernprozess ohnehin weniger ausgelastet waren.
Mit Blick auf die Lehrerfunktion Beraten sollte daher der Lehrer den Lernprozess und die Arbeitsphasen der Schüler enger im Auge behalten und noch öfter seine Hilfe auch ungefragt anbieten. Die Schüler sollten den Lehrer als einen beratenden Begleiter des Projektes verstehen, der bei wichtigen Fragen jederzeit konsultiert werden darf und soll. Der Lehrer bewegt sich hierbei jedoch auf einem Grat. Hilfe kann auch in eine Bevormundung der Schüler umschlagen. Bei der Durchführung des Projektes habe ich mich zurückgehalten, um die Eigenverantwortung der Schüler zu wahren. Der Verlauf des Projektes hat jedoch deutlich
49 Vgl. Kapitel 4.5.
27
gemacht, dass einige Gruppen offenbar noch mehr fachliche Unterstützung vom Lehrer benötigen.
Eine Annäherung an das Programm PowerPoint wäre auch über eine exemplarische Präsentation zu gewährleisten, die zu Beginn der Unterrichtsreihe konkret verdeutlichen könnte, wie die verschiedenen Programmfunktionen praktisch umgesetzt werden können. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass die Schüler voreilig Programmstrukturen kopieren und dabei ihre eigene Kreativität zurückdrängen. Die Gestaltung der Präsentation sollte daher in erster Linie von der thematischen Fragestellung ausgehen und inhaltliche Kerne verdeutlichen und unterstreichen.
Leider hat sich erst im Verlauf des Projektes gezeigt, dass die Firma Hayes-Lemmerz sowohl über den direkten telefonischen und persönlichen Kontakt als auch über andere Kanäle sehr wenig Datenmaterial für die Bearbeitung der Themen bietet. Es ist daher zukünftig zu erwägen, inwieweit eine schwierige Materiallage zum einen zwar die Schüler anspornt, die Herausforderung anzunehmen und eigenständig zu recherchieren, zum anderen jedoch der zeitliche Rahmen und die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Schüler doch zu begrenzt sind. Wenn auch die Präsentationen der Gruppen 2, 3 und 4 inhaltliche und methodische Schwächen gezeigt haben, so macht die Präsentation der Gruppe 1 doch eindrucksvoll deutlich, dass der Einsatz von PowerPoint im Rahmen eines Erdkundeprojektes sehr sinnvoll sein kann. Die verschiedenen Materialien und Mittel, die generell im Fach Erdkunde als Informationsträger zum Einsatz kommen (z.B. Karten, Fotos, Texte, Diagramme, Interviews) 50 , können durch das Präsentationsprogramm anwenderfreundlich und anschaulich umgesetzt werden. Die Evaluation aus der Sicht der Lerngruppe unterstreicht diese Bedeutung der Software für das Fach Geografie. 51 Im Falle der Präsentation von Gruppe 1 wurden den Schülern z. T. erst über den Weg der Visualisierung mit PowerPoint kausale thematische Zusammenhänge deutlich.
Hinsichtlich der Frage der Selbständigkeit hat das Projekt gezeigt, das dass Schaffen von Freiräumen für selbständiges Arbeiten auch mit Neuen Medien prinzipiell positiv ist. Abgesehen von dem hervorragendem Ergebnis von Gruppe 1 hat sich auch bei den anderen Gruppen ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Engagement gezeigt. Ein neues Medium wurde genutzt, z.T. wurde vor Ort recherchiert und Interviews wurden durchgeführt, womit über den Rahmen eines bloßen Frontalunterrichts hinausgegangen wurde. Die Konzeption der Unterrichtsreihe als Schulprojekt hat sich aufgrund der offenen und schülerorientierten Anlage für die methodische Auseinandersetzung der Lerngruppe mit
50 Vgl. Haubrich, 1997, S. 254.
51 Vgl. Anhang, Kapitel 7.9.
28
PowerPoint sowohl für die Schüler als auch für den Lehrer als gewinnbringend und aufschlussreich erwiesen, als Hilfsmittel, in dienender Funktion. Die eingangs erwähnte Gefahr einer Verflachung des Denkens durch PowerPoint, vor der Peter Krotky 52 in seinem Artikel warnte, scheint nicht gänzlich unbegründet, wenn auch, wie eines der Endergebnisse zeigte, nicht verallgemeinerbar.
52 Vgl. Krotky, 2004.
29
7. Anhang
Zeitungsartikel 53 7.1
Hayes Lemmerz fährt Felgenproduktion hoch
Mehr als zehn Prozent höherer Ausstoß in den ersten vier Monaten 2004 - Beschäftigung in
Königswinter soll stabil bleiben Von Julian Stech
Königswinter. Der Autozulieferer Hayes Lemmerz hat in den ersten vier Monaten 2004 die
Produktion von Autofelgen für Pkw um über zehn Prozent hochgefahren. Das Geschäft mit
Lastwagenrädern habe sogar noch stärker zugelegt, sagte am Montag Fred Bentley, der bei Hayes
Lemmerz das weltweite Felgengeschäft mit Ausnahme der USA verantwortet, dem GA in
Königswinter.
Weitgehend automatisiert ist die Felgenproduktion bei Hayes Lemmerz in Königswinter. Foto: Lannert
Hayes Lemmerz werde im laufenden Jahr bei etwa gleich bleibendem Umsatz den Gewinn steigern,
prognostizierte Bentley: "Wir wären alle enttäuscht, wenn 2004 nicht besser wird". Im vergangenen Jahr hatte der US-Autozulieferer laut Bentley den Umsatz von 2,0 auf 2,1 Milliarden
Dollar leicht gesteigert. Der Gewinn stieg von 229 Millionen auf 249 Millionen Dollar. Hayes Lemmerz
produziert mit rund 11 000 Beschäftigten in 43 Fabriken in 17 Ländern Felgen und andere Teile für die
Autoindustrie. 62 Prozent vom Umsatz entfallen laut Bentley auf Autoräder, davon der größte Teil auf
das Geschäft außerhalb der USA, das von Königswinter aus gesteuert wird. Im vergangenen Jahr hatte Hayes Lemmerz weltweit rund 57 Millionen Stahl- und Aluminiumräder für
Pkw und Lkw produziert und sieht sich damit als Weltmarktführer vor Konkurrenten wie Michelin oder
der italienischen Magnetto.
"Wir haben Königswinter bewusst und auch unter Kostengesichtspunkten als Hauptquartier für das
internationale Felgengeschäft gewählt", sagte Bentley. Die Lage und die Infrastruktur am seit 1919
53 Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/ (vom 17.05.2004)
30
bestehenden Standorts hätten den Ausschlag gegeben. Dies sei auch eine "positive Botschaft" für
den Standort am Rhein, an dem es in den vergangenen Jahren "schwierige Veränderungen"
gegeben habe.
Seit Anfang der 90er Jahre war in Königswinter in erheblichem Umfang Personal abgebaut worden.
Die Zahl der Beschäftigten ging vor allem durch kräftige Rationalisierungsinvestitionen von 3 000 auf
690 zurück. "Königswinter arbeitet profitabel. Beim Personalstand planen wir keine größere
Veränderung", sagte Bentley am Montag.
In Königswinter werden ausschließlich Stahlräder für nahezu alle Automobilhersteller produziert. Hier
sind auch die Forschung und Entwicklung sowie die Testabteilung angesiedelt. In Kürze werde man
neue Produkte auf den Markt bringen, unter anderem eine Stahlfelge, die optisch von einer
Aluminiumfelge kaum zu unterscheiden sei. "Diese Felge ist billiger als eine Alufelge, erfüllt aber den
gleichen Zweck", sagte Bentley.
Verantwortlich für das weltweite Felgengeschäft: Fred Bentley.
Als Hauptquartier für das internationale Felgengeschäft werden von Königswinter aus 16 Fabriken mit
zusammen 5 600 Mitarbeitern - die Hälfte davon außerhalb Europas - betreut. "Erst vor kurzem haben
wir
zwei Fabriken in der Türkei und in Mexiko gekauft", sagte Bentley. Das boomende Geschäft in diesen Schwellenländern sei auch ein Grund für die starke
Produktionsausweitung. Aber auch in Deutschland sei mehr produziert worden. Für die Zukunft werde
der Aufbau einer Produktion in China geprüft.
Hayes Lemmerz war vor zwei Jahren in erhebliche wirtschaftliche Turbulenzen geraten und hatte in
den USA Gläubigerschutz beantragen müssen. Bei der Sanierung war auch das Spitzenmanagement
ausgetauscht worden. Seit Juni 2003 arbeitet das Unternehmen wieder normal. "Hayes Lemmerz war in den 90er Jahren vor allem durch Zukäufe gewachsen. Dadurch waren die
Schulden gestiegen. Die Geschäftsentwicklung blieb aber dann hinter dem Schuldenwachstum
zurück", begründete Bentley am Montag den damaligen Zusammenbruch. Durch die Sanierung unter
Gläubigerschutz seien die Schulden jetzt deutlich gesunken. Veränderungen im Management hatte es auch in Königswinter gegeben. So hatte sich das
Unternehmen im Februar dieses Jahres vom langjährigen Vorsitzenden der Geschäftsführung der
Hayes Lemmerz Werke GmbH, Hans-Heiner Büchel, "im gegenseitigen Einvernehmen" getrennt. Über
die Gründe wurde nichts bekannt. Laut Bentley wird nach einem Nachfolger derzeit noch gesucht. Büchel hatte im vergangenen Jahr im Gespräch mit dem GA umfangreiche Investitionen in
Königswinter angekündigt. Bis 2008 sollten rund 30 Millionen Euro, unter anderem für eine
Großpresse ausgegeben werden. Bentley äußerte sich dazu am Montag zurückhaltend. Über
Investitionen an einzelnen Standorte wolle das Unternehmen nichts bekannt geben. (17.05.2004)
31
Fragebogen zur Ermittlung der PowerPoint-Vorkenntnisse der SchülerInnen 55 7.3
55 Quelle: Eigener Entwurf.
33
7.5 Die PowerPoint-Leitfäden
7.5.1 Der Internet-Leitfaden 57
57 Quelle: http://lehrerfortbildung-bw.de/schule/hs/deutsch/tipp/praesentation/inhalt.htm
35
7.5.2 Der Leitfaden im PowerPoint Format 58
58 Quelle: http://www.lehrerfortbildung-bw.de/schule/hs/projekte/durchfuehrung/PP-Spicker/PP-Spicker.ppt,
ver ändert.
36
7.6 Ausschnitte von Präsentationen
7.6.1 Die übergeordnete Präsentation 59
59 Schülerentwurf
37
7.8 Die Auswertung der Evaluationsbögen
1. Eignet sich der Leitfaden Projektmanagement für den Einsatz in der Schule?
2. Wie deutlich waren die Arbeitsphasen (Definitionsphase, Planungsphase, Durchführung,
Rückblick) voneinander zu unterscheiden? (Kreuzen Sie an!)
3. Bewerten Sie den Einsatz des Handlungsleitfadens für ihre Arbeit!
Begründen Sie kurz:
- gute Orientierungshilfe
- in Bezug auf PowerPoint hilfreich
- in Bezug auf die Durchführung der Gruppenarbeit nur wenig hilfreich
4. Wie bewerten Sie die fachliche Unterstützung durch den Lehrer?
5. Wo und wie hätten Sie sich mehr Unterstützung gewünscht?
- wir hatten in den Gruppenarbeitsphase Probleme; uns war nicht ganz klar, wie wir mit den
Materialien umgehen sollen
- wir hatten ein paar Probleme bei der Vorbereitung und Auswertung unserer Interviews;
welche Fragen sind für unser Thema wichtig?; hier hätten ein paar Tipps vielleicht
weitergeholfen
- der Handlungsleitfaden hat nicht alle Fragen beantwortet
43
6. Wie gut können Sie jetzt mit PowerPoint umgehen?
7. Wie viel haben Sie in Bezug auf PowerPoint dazu gelernt?
Falls wenig oder gar nicht: Geben Sie Gründe an!
- wir haben uns schlecht abgesprochen
- die Computer-Experten haben fast alles alleine gemacht
- ich brauche sehr lange, um etwas zu verstehen
- ich beherrschte das Programm bereits
8. Was haben Sie dazu gelernt?
- Hyperlink (10 mal)
- Sound einfügen (9 mal)
- Präsentation vernetzen (12 mal)
- Grafiken einfügen (5 mal)
- Hintergrund gestalten (4 mal)
- Texte einfügen (2 mal)
9. Wie bewerten Sie den Einsatz der PowerPoint Leitfäden?
Begründen Sie kürz:
- umfangreiche Informationen (+)
- nützlich auch über den Rahmen des Projektes hinaus (+)
- grafisch sehr anschaulich dargestellt (+)
- etwas unübersichtlich und inhaltlich sehr dicht (-)
10. Wie bewerten Sie den Einsatz von PowerPoint in dieser Unterrichtsreihe?
Begründen Sie kurz:
- visualisiert Zusammenhänge
44
- die Materialien bieten sich hierfür an
- das Referat wird anschaulicher
- eignet sich für Gruppenarbeit
11. Bewerten Sie den Einsatz von PowerPoint in der Schule (z.B. auch in anderen
Fächern)?
Begründen Sie kurz:
- Einsatz hängt vom Fach und vom Thema ab
- man lernt so, auch in anderen Fächern das „Präsentieren“
- bei Projekten lohnt es sich mehr als im Unterricht
12. Inwieweit sind Sie mit Ihrem persönlichen Beitrag zur Arbeitsgruppe und zur
abschließenden Präsentation zufrieden?
Bei Bedarf: Was würden Sie beim nächsten Mal anders oder besser machen?
- mehr mit den anderen zusammenarbeiten
- mich mehr einbringen
- untereinander besser absprechen
- die Gruppe anders zusammensetzen
45
7.9 Der Handapparat
Folgende Materialien wurden den Schülern zur Verfügung gestellt:
1) Amtsgericht Siegburg: Handelsregisterauszug der Hayes Lemmerz Werke GmbH,
Königswinter, März 2004 (41 HRB 6668).
2) Amtsgericht Siegburg: Jahresabschlussberichte und Lageberichte der Hayes Lemmerz
Werke GmbH, Königswinter, 31. Dezember 2001 und 31. Dezember 2002.
3) Blumenthal, Heinrich: Aufbruch - Der Siebengebirgsraum 1945 bis 1955, Hrsg.:
Heimatverein Siebengebirge e.V., Rheinlandia 2001.
4) Die Landkreise in NRWE, Reihe A: Nordrhein, Der Siegkreis, bearb. von K. Klümter und
S. Schneider, Bonn 1959.
5) Ergebnisprotokolle des Arbeitskreises „Bahnhof Königswinter / Hayes Lemmerz“ vom
08.07.2002, 17.04.2002, 30.01.2002, 06.03.2002.
6) Fleischhacker, Heinz Willi: Sammlung von Zeitungsartikeln in Königswinter, Hrsg.:
Heimatverein Siebengebirge e.V., Bd. 20, ohne Jahr.
7) Klein, Ansgar S.: Lach dich gesund - Automaten am Drachenfels, Publikation zur
Ausstellung „Der Drachenfels als romantisches Reiseziel“ als Teil des Projektes
„Rheinreise 2002“, Prof.-Rhein-Stiftung Königswinter, Lempertz 2002.
8) Königswinter und das Siebengebirge, Heimatbuch - Festschrift: Geschichte - Berichte -
Gedichte, Bonn 1976.
9) Klöhs, Karl Josef: Mensch, Macher und Mäzen, in: Rheinkiesel August 2002.
10) Lemmerz-Werk GmbH: Firmenkataloge aus den Jahren 1934, 1950, 1955, 1963.
11) Menden, Herbert: Königswinter in alten Ansichten, Band 2, in: Europäische Bibliothek in
Zaltbommel / Niederlande, 1981, ohne Seiten.
12) Paul Lemmerz - Zum Gedenken, Festschrift anlässlich des Todes von Paul Lemmerz,
Hrsg.: Lemmerz-Werke GmbH, 12. März 1977.
46
8. Literatur
Fraedrich, Wolfgang: Digitale Medien in der Schule, in: Geographie heute, H. 195/2001, S. 2-4. Im Text zitiert als Fraedrich, 2001.
Harnischmacher, Stefan/Rahner, Meike: Präsentation? - Interaktion! - Power-Point kann mehr! in: Geographie heute, H. 195/2001, S. 32-36. Im Text zitiert als: Harnischmacher und Rahner, 2001.
Haubrich, Hartwig u.a.: Didaktik der Geographie konkret, Oldenburg 1997. Im Text zitiert als: Haubrich, 1997.
Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium - Sekundarstufe I - in Nordrhein-Westfalen - Erdkunde, in: Schriftenreihe Schule in NRW, Nr. 3408, Frechen 1993. Im Text zitiert als: Richtlinien und Lehrpläne für die Sek. I, 1993.
Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II (Gymnasium/Gesamtschule) - Erdkunde, in: Schriftenreihe Schule in NRW, Nr. 4715, Frechen 1999. Im Text zitiert als: Richtlinien und Lehrpläne für die Sek. II, 1999.
Pohl, Bruno und Jutta: Schüler präsentieren mit PowerPoint, Karlsbad 2003. Im Text zitiert als: Pohl, 2003.
Studienseminar für das Lehramt für die Sekundarstufe II Rhein-Sieg (Hrsg.): Seminar- und Ausbildungsprogramm 2003-2005, Troisdorf 2003. Im Text zitiert als: Seminar- und Ausbildungsprogramm, 2003.
47
8.1 Internet
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. (Hrsg.): Projektmanagement in der Schule- Ein Leitfaden, ohne Jahr, unter:
http://www.wirtschaftundschule.de/Downloads/dateipool/Projektmanagement-Leitfaden.doc . Im Text zitiert als: Projektmanagement, o.J.
Krotky, Peter: Powerpoint macht blöd?, 26.03.2004, unter: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=h&ressort=hk&id=412736. Im Text zitiert als: Krotky, 2004.
Arbeit zitieren:
David Krüger, 2004, Die Bedeutung von Hayes-Lemmerz für die wirtschaftsräumliche und siedlungsräumliche Entwicklung in Königswinter, München, GRIN Verlag GmbH
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Ausarbeitung, 35 Seiten
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Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
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Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
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