Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Qualitative und Quantitative Methoden 1
2.1 Die quantitative Forschungslogik 2
2.2 Die qualitative Forschungslogik 3
2.3 Wechselseitige Beziehungen 5
2.3.1 Verh altnis quantitativer zu qualitativer Forschung 5
2.3.2 Verh altnis qualitativer zu quantitativer Forschung 6
2.3.3 Exkurs: Die feministische Perspektive 7
3 Triangulation 8
3.1 Formen der Anwendung 9
3.2 Ziele und Chancen der Triangulation 10
4 Fazit 11
5 Literatur 13
I
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit sollen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten qualitativer sowie quantitativer Forschungsans¨ atze beleuchtet und M¨ oglichkeiten der gegenseitigen Erg¨ anzung diskutiert werden. Zun¨ achst m¨ ochte ich die wichtigsten Merkmale der quantitativen sowie der qualitativen Forschung kurz zusammenfassen. In einem zweiten Schritt sollen die unterschiedlichen Argumentationsweisen einander gegen¨ uber gestellt und die Vor- und Nachteile beider Richtungen betrachtet werden. Die Betrachtung der wechselseitigen Beziehungen wird erg¨ anzt durch eine etwas genauere Betrachtung der qualitativen Forschungslogik aus feministischer Sicht.
Das dann folgende Kapitel behandelt das Konzept der Triangulation in seinen verschiedenen Anwendungsformen, z. B. in Form einer Kombination von qualitativer und quantitativer Forschung. In einem abschließenden Fazit werde ich zu den gesammelten Erkenntnissen Stellung nehmen.
2 Qualitative und Quantitative Methoden
Wenn es um die Einordnung von Methoden in qualitative und quantitative Verfahren geht, entstehen meist sofort bestimmte Assoziationen: Quantitative Forschung - da geht es um Zahlen und Statistiken, es werden Umfragen gemacht und Frageb¨ ogen ausgewertet. Qualitative Forschung - da geht es um das Individuum, man macht Interviews, fragt nach den tiefer liegenden Gr¨ unden und will verstehen, wie der Einzelne die Welt wahrnimmt. Eine solche Unterscheidung ist jedoch viel zu oberfl¨ achlich angesetzt, denn hinter beiden Forschungsans¨ atzen verbergen sich nicht nur spezifische Methoden, sondern auch eine je eigene Weltsicht und eine darauf fußende Forschungslogik. Zudem lassen sich vor allem die zahlreichen verschiedenen Zweige und Vorgehensweisen der qualitativen For-
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schung kaum pauschal unter einer gemeinsamen Kategorie fassen. Dennoch m¨ ochte ich im folgenden versuchen, die wesentlichen Merkmale von quantitativer (vgl. Burzan 2005) und qualitativer (vgl. Hintermeier 1994) Forschungslogik zusammenzufassen.
2.1 Die quantitative Forschungslogik
Die quantitative Forschungslogik basiert auf einem Wirklichkeitsverst¨ andnis, das die gesellschaftliche Realit¨ at als objektiv erfassbares Ph¨ anomen betrachtet. Gem¨ aß diesem normativen Paradigma, dem die traditionelle Sozialforschung unterliegt, werden bestimmte soziale Normierungen angenommen, die durch quantitative Forschung gemessen und dargestellt werden sollen. ¨ Ahnlich wie bei einer naturwissenschaftlichen Vorgehensweise werden Variablen bestimmt, gemessen und miteinander in Beziehung gesetzt, um so Aussagen ¨ uber gesellschaftliche Vorg¨ ange zu machen und eventuell sogar Prognosen ¨ uber zuk¨ unftige Entwicklungen formulieren zu k¨ onnen.
Der Forschungsablauf ist relativ linear und beginnt in der Regel mit der Formulierung einer oder mehrerer Hypothesen. Bei der Wahl des Forschungsdesigns muss die Forschungsfrage in ein geeignetes Instrument zur Datenerhebung ” ubersetzt“ werden, beispielsweise indem ein Fragebogen ¨
entwickelt wird. F¨ ur die Anwendung quantitativer Erhebungs- und Auswertungsmethoden existiert ein gewisses Regelger¨ ust, an das man sich halten kann, um Fehler zu vermeiden. Die quantitative Forschungslogik folgt dabei dem Prinzip der Standardisierung. So gibt es beispielsweise im Fragebogen vorgegebene Antwortm¨ oglichkeiten, zwischen denen die Befragten sich entscheiden m¨ ussen. Damit wird die Vielfalt der m¨ oglichen individuellen Antworten auf einige wenige reduziert, um so die sp¨ atere Vergleichbarkeit der Daten zu gew¨ ahrleisten. Auch die Auswertungsverfahren der quantitativen Forschung sind standardisiert. Mit Hilfe
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statistischer Methoden werden aus dem breit gestreuten Datenmaterial Durchschnittswerte und Korrelationen berechnet. Dieses Vorgehen f¨ uhrt zwangsl¨ aufig zum Verlust an Informationen ¨ uber Einzelf¨ alle, verspricht jedoch einen Zugewinn an Informationen ¨ uber ein Kollektiv.
Ziel quantitativer Forschung ist es, die zu Beginn aufgestellte Hypothese auf ihre Richtigkeit zu pr¨ ufen und damit m¨ oglicherweise neue Ursache-Wirkungs-Zusammenh¨ ange aufzudecken (z.B.: Der Geschmack h¨ angt von der Klassenzugeh¨ origkeit ab). Bei Hypothesen, die sich auf gesellschaftliche Vorg¨ ange beziehen, k¨ onnen jedoch niemals alle denkbaren F¨ alle, Orte und Zeitpunkte untersucht werden, d.h. die Hypothese wird nicht verifiziert, sondern gilt als falsifiziert, sobald widersprechende F¨ alle in statistisch signifikanter Menge auftreten.
2.2 Die qualitative Forschungslogik
Im Gegensatz zum normativen Paradigma der quantitativen Forschung folgt die qualitative Forschungslogik einem interpretativen Paradigma, wie es beispielsweise von der Ethnomethodologie oder dem Symbolischen Interaktionismus vertreten wird. Die soziale Wirklichkeit wird hier als konstruierte Realit¨ at betrachtet, die durch die Interpretationshandlungen der jeweiligen Akteure bestimmt ist. Das Forschungsziel besteht daher nicht im Erreichen eines objektiven Standpunktes, sondern im Nachvollzug und der m¨ oglichst dichten Beschreibung der den Akteuren eigenen subjektiven Lebenswirklichkeit sowie ihrer Beziehungen untereinander. Die Position der ForscherInnen kann dabei nur die von Subjekten unter Subjekten sein, d. h. die unumg¨ angliche Beschr¨ anktheit der eigenen Sichtweise soll reflektiert und in den Forschungsprozeß eingebracht werden.
Der Forschungsprozeß selbst ist vor allem durch Offenheit und Flexibilit¨ at
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Arbeit zitieren:
Pamela Bastuck, 2007, Qualitative und quantitative Methoden, München, GRIN Verlag GmbH
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