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Frühkindlicher Autismus

Titel: Frühkindlicher Autismus

Hausarbeit , 2008 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Saskia Höhmann (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen meiner Psychologieprüfung, möchte ich in meiner Hausarbeit den frühkindlichen Autismus bearbeiten. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich dieses Krankheitsbild sehr interessant finde und auch schon mit autistischen Kindern und Jugendlichen bei einer Ferienbetreuung gearbeitet habe. Deshalb möchte ich mich mit diesem Thema tiefgründiger beschäftigen und auseinandersetzen, um die komplexen Erscheinungsformen, Symptomatiken, Ursachen und die verschiedenen Therapieformen kennen zu lernen und das Verhalten zu verstehen. Mit einer Einführung in den Begriff des frühkindlichen Autismus möchte ich beginnen, um zunächst einen Überblick über die Störung zu verschaffen. Danach werde ich auf die Diagnose und deren Klassifikationsschlüssel eingehen. Als nächstes werde ich die Früherkennung und die Symptome der Störung ansprechen, wobei ich mich auf die drei Hauptmerkmale der Defizite der sozialen Interaktion, der Kommunikation sowie der Stereotypien beziehen werde. Des weiteren werde ich die möglichen Ursachen und Erklärungsansätze beleuchten um im Anschluss daran eine mögliche Form der Therapie und Förderung in Form der Verhaltenstherapie aufzeigen. Zum Abschluss werde ich die Rolle und Relevanz des Sozialarbeiters in der Arbeit mit autistischen Kindern und deren Familie erläutern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung

3. Diagnose

4. Früherkennung und Symptome

4.1. Früherkennung

4.2. Symptome

4.2.1. Kommunikation und Sprachstörung

4.2.2. Stereotypes Verhalten

4.2.3. autistische Isolation und Sozialverhalten

5. Ursachen

6. Frühförderung und Therapie

6.1. Verhaltenstherapie

6.1.1. Förderung in Alltagssituationen

6.1.2. Förderung der sozialen Kompetenzen

6.1.3. Förderung der Kommunikation

6.1.4. Abbau von stereotypen Verhaltensweisen

7. Die Rolle des Sozialarbeiters

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis über den frühkindlichen Autismus zu vermitteln, indem sie Erscheinungsformen, Symptomatiken, Ursachen sowie therapeutische Förderansätze analysiert und die spezifische Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Kontext beleuchtet.

  • Diagnostik und Klassifikation von Autismus
  • Symptomkomplexe: Kommunikation, Sozialverhalten und Stereotypien
  • Multifaktorielle Erklärungsmodelle zur Entstehung
  • Verhaltenstherapeutische Interventionsmöglichkeiten
  • Sozialarbeiterische Aufgaben in der Beratung und Begleitung

Auszug aus dem Buch

4.2.1. KOMMUNIKATION UND SPRACHSTÖRUNGEN

Eine sehr große Rolle bei autistischen Kindern spielt die Sprachentwicklung, sowie damit verbundene Sprachstörungen und Probleme bei der Kommunikation. Bei manchen Kindern kommt es gar nicht erst zu einer Sprachentwicklung und sie bleiben ihr Leben lang stumm. Bei anderen setzt diese erst verzögert ein. Diese Kinder machen nur sehr langsame Fortschritte und entwickeln häufig sprachliche Eigentümlichkeiten.

Eine besonders charakteristische Eigentümlichkeit ist die Echolalie. Darunter versteht man ein echoartiges Nachplappern des zuletzt gesagten Ausdrucks oder Wortes, das direkt an das Kind gerichtet wurde. Die Echolalie wird verstärkt, wenn das Kind nicht versteht was man ihm sagt. Das Gehörte wird von dem Kind nicht in eine Bedeutung integriert. Bei Fragen, die an das Kind gestellt werden, antwortet es oftmals mit einem Echo der Frage. Zum einen kann diese Antwort des Kindes als Bitte zu verstehen sein, z. B. wenn man es fragt „Möchtest du Schokolade?“ und diese Frage als Antwort zurück bekommt, kann es bedeuten, dass das Kind die Schokolade haben möchte. Zum anderen kann es auch einfach nur stereotypes Verhalten darstellen, ohne jeglichen Kommunikationszweck (vgl. Frith, 1992, S. 138). Eine weitere Form ist die verzögerte Echolalie, bei der Ausschnitte aus Unterhaltungen, die das Kind mitbekommt, oft tagelang wiedergegeben werden.

Eine weitere Besonderheit ist der Pronomentausch, welcher sich meist in der Tendenz äußert, Pronomen in Sätzen zu übernehmen, die sie von anderen gehört haben, anstatt sie durch die eigenen zu ersetzen. Hauptsächlich haben die Kinder Schwierigkeiten mit den Pronomen „ich“ und „du“, sowie mit Verbindungswörtern wie „in“, „auf“, „unter“, „vor“ usw. Zum anderen fehlt dem Kind das Verständnis für den Gesamtkontext auf den sich das Gesagte bezieht und hat somit Schwierigkeiten die richtigen Pronomen anzuwenden, zumal sie in der Bedeutung veränderlich sind. Manchmal lassen sie diese Wörter auch ganz weg (vgl. Wing, 1976, S. 25 f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Wahl des Themas durch berufliche Erfahrungen in der Ferienbetreuung und umreißt den geplanten Aufbau der Arbeit.

2. Einführung: Es werden die begriffliche Herleitung des Autismus sowie die historischen Definitionen von Bleuler und Kanner dargelegt.

3. Diagnose: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung und führt die Kriterien nach DSM IV und ICD 10 auf.

4. Früherkennung und Symptome: Hier werden Verhaltensauffälligkeiten im Säuglingsalter sowie spezifische Symptome wie Kommunikationsstörungen, Stereotypien und autistische Isolation detailliert beschrieben.

5. Ursachen: Es wird der aktuelle Forschungsstand beleuchtet, der von multifaktoriellen, biologischen Ursachen ausgeht, während veraltete psychogenetische Hypothesen widerlegt werden.

6. Frühförderung und Therapie: Dieses Kapitel stellt das verhaltenstherapeutische Modell vor, welches durch gezielte Förderung in Alltag, Kommunikation und Sozialverhalten auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingeht.

7. Die Rolle des Sozialarbeiters: Die Autorin beschreibt die Aufgabe des Sozialarbeiters bei der Früherkennung, der Elternberatung und der interdisziplinären Kooperation in Förderstellen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Wichtigkeit frühzeitiger, individueller Förderansätze für die Lebensqualität der Betroffenen.

Schlüsselwörter

Frühkindlicher Autismus, Kanner-Syndrom, Früherkennung, Diagnostik, Echolalie, Pronomentausch, Stereotypien, Sozialverhalten, Verhaltenstherapie, Frühförderung, Kommunikation, Soziale Arbeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Entwicklungsstörung, Symptomatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den frühkindlichen Autismus als komplexe Entwicklungsstörung und beleuchtet dessen medizinische, psychologische und pädagogische Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Diagnose, die Symptombeschreibung, die Ursachenforschung sowie therapeutische Interventionsformen und die Rolle der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein tiefgreifendes Verständnis des Störungsbildes, um daraus fundierte Ansätze für die Förderung und Unterstützung autistischer Kinder und ihrer Familien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Psychologie, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung einschlägiger Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Diagnosekriterien, Symptomen (wie Kommunikation und Sozialverhalten), Ursachenmodellen sowie praxisnahen verhaltenstherapeutischen Förderungskonzepten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autismus, Echolalie, Stereotypien, Verhaltenstherapie, Frühförderung und soziale Kompetenz geprägt.

Was ist die Bedeutung der Echolalie bei autistischen Kindern?

Echolalie wird als echoartiges Nachplappern beschrieben, das oft ohne inhaltliche Integration auftritt und entweder einen Kommunikationsversuch oder stereotypes Verhalten widerspiegelt.

Welche Rolle nimmt der Sozialarbeiter bei der Arbeit mit autistischen Kindern ein?

Der Sozialarbeiter fungiert als Bindeglied, das frühzeitig Symptome erkennt, Eltern über das Störungsbild aufklärt und die Familie bei der Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen unterstützt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frühkindlicher Autismus
Hochschule
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Note
1,3
Autor
Saskia Höhmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V120862
ISBN (eBook)
9783640250554
ISBN (Buch)
9783640250578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühkindlicher Autismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Höhmann (Autor:in), 2008, Frühkindlicher Autismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120862
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Leseprobe aus  14  Seiten
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