INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Einführung 3
3. Diagnose 4
4. Früherkennung und Symptome
4.1. Früherkennung 5
4.2. Symptome 6
4.2.1. Kommunikation und Sprachstörung 6
4.2.2. Stereotypes Verhalten 7
4.2.3. autistische Isolation und Sozialverhalten 8
5. Ursachen 8
6. Frühförderung und Therapie 10
6.1. Verhaltenstherapie 10
6.1.1. Förderung in Alltagssituationen 10
6.1.2. Förderung der sozialen Kompetenzen 11
6.1.3. Förderung der Kommunikation 11
6.1.4. Abbau von stereotypen Verhaltensweisen 12
7. Die Rolle des Sozialarbeiters 12
8. Fazit 13
9. Literaturverzeichnis S 14
1. EINLEITUNG
Im Rahmen meiner Psychologieprüfung, möchte ich in meiner Hausarbeit den frühkindlichen Autismus bearbeiten. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich dieses
Jugendlichen bei einer Ferienbetreuung gearbeitet habe. Deshalb möchte ich mich mit diesem Thema tiefgründiger beschäftigen und auseinandersetzen, um die komplexen Erscheinungsformen, Symptomatiken, Ursachen und die verschiedenen Therapieformen kennen zu lernen und das Verhalten zu verstehen. Mit einer Einführung in den Begriff des frühkindlichen Autismus möchte ich beginnen, um zunächst einen Überblick über die Störung zu verschaffen. Da-
Als nächstes werde ich die Früherkennung und die Symptome der Störung an-
Interaktion, der Kommunikation sowie der Stereotypien beziehen werde. Des weiteren werde ich die möglichen Ursachen und Erklärungsansätze beleuchten um im Anschluss daran eine mögliche Form der Therapie und Förderung in Form der Verhaltenstherapie aufzeigen. Zum Abschluss werde ich die Rolle und Relevanz des Sozialarbeiters in der Arbeit mit autistischen Kindern und deren Familie erläutern.
2. EINFÜHRUNG
Das Wort Autismus stammt von dem griechischen Wort „autos“ = „selbst“ ab. Geprägt wurde der Begriff „Autismus“ von Ernst Bleuler im Jahre 1911, der mit
Symptom war eine Loslösung aus der Wirklichkeit des Patienten und die Zurückgezogenheit auf sich selbst charakteristisch.
Leo Kanner hat schließlich 1943 das Syndrom des frühkindlichen Autismus eingeführt, welches in seinem Verständnis die Abkapselung und Isolation von der menschlichen Umwelt bedeutet. Die Hauptsymptome bestehen aus der autistischen Isolation, dem Bedürfnis nach Eintönigkeit und einer starken Störung der Sprache die sich bereits in der frühen Kindheit manifestieren. Es besteht von Geburt an eine tiefgreifende Störung, die sich durch die komplette Entwicklung zieht. Damit grenzte er die Gruppe, der von seinen Merkmalen betroffenen Kinder, von der kindlichen Schizophrenie ab. Man spricht hier auch vom „Kanner-Syndrom“.
Nach Kanner gab es noch einige weitere Autoren, die sich mit dem Thema des frühkindlichen Autismus beschäftigt haben und andere Aspekte in den Vorder-
Verständnis Bleulers und stellte den Faktor des aktiven Rückzuges in den Vorder-grund (vgl. Wilker, 1989, S. 1 f).
Die Symptome des frühkindlichen Autismus äußern sich spätestens bis zum 3. Lebensjahr. Nach vielen internationalen Studien (z.B. Lotter, 1966; Brask,1970;Rutter, 1973) wurde belegt das ungefähr 4-5 von 10.000 Kindern im
3
Alter von 8-10 Jahren an Autismus erkrankt sind. Bei Jungen tritt das Syndrom
Meist tritt das Syndrom in Zusammenhang mit einer Intelligenzminderung oder einer geistigen Behinderung auf. Selten haben betroffene Kinder eine normale Intelligenz.
3. DIAGNOSE
Eine frühe Erkennung und eine genaue Diagnose des frühkindlichen Autismus gestaltet sich meist als sehr schwierig und aufwendig. Diese beruht zunächst erst mal nur auf den Verdacht des Krankheitsbildes. Ein Problem besteht darin, dass die Symptome den Müttern bzw. den Eltern nicht direkt auffallen oder sie diese nicht in Verbindung mit frühkindlichem Autismus bringen. Es wird oftmals von einer Entwicklungsverzögerung ausgegangen, so dass die erste Vorstellung bei einem Arzt erst später erfolgt. Es gibt 2 verschiedene Formen des Krankheitsverlaufes. Zum einen können die ersten Anzeichen bzw. Symptome direkt nach der Geburt auftreten, zum anderen gibt es die Möglichkeit, dass sich das Kind bis zum
24. Monat relativ normal entwickelt und erst danach die Symptome erkennbar werden.
Ein weiteres Problem ist, dass viele der Symptome auch im Zusammenhang mit anderen Störungen vorkommen können oder diesen Störungen ähneln, wie z.B. Aphasie, Taubheit und Blindheit (vgl. Wing, 1973, S. 31). Diese anderen Krankheitsbilder sind durch Untersuchungen des Kindes zunächst komplett auszuschließen. Deshalb wird ein frühkindlicher Autismus erst bei Zusammenspiel mehrerer Symptome in Betracht gezogen. Man spricht hier von einer Summationsdiagnose. Je älter das Kind ist, desto genauer kann eine Diagnose erstellt werden. Das Diagnoseverfahren beruht hauptsächlich aus Erzählungen der Eltern und Beobachtungen des kindlichen Verhaltens anhand von speziell entwickelten Fragebögen und psychologischen Testmaßnahmen, durch die ein Krankheitsverlauf konzipiert wird. Die dadurch entdeckten Auffälligkeiten werden dann mit den in
ob sich der Verdacht auf Autismus bestätigt.
Aufgeführt wird Autismus im DSM IV als tiefgreifende Entwicklungsstörung unter dem Schlüssel 299. Es gibt drei Bereiche:
1. qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion
2. Beeinträchtigungen der Kommunikation und Phantasie
3. deutlich beschränkte und stereotype Verhaltensweisen, Aktivitäten und Interessen
Diese werden weiterhin in verschiedene Unterkriterien eingeteilt. Es müssen mindestens sechs Kriterien aus den drei Bereichen zutreffen, wobei aus dem ersten Bereich mindestens zwei stammen müssen. Ein weiteres Kriterium ist, dass diese
4
Symptome vor dem 36. Lebensmonat aufgetreten sein müssen und eine Verzögerung oder Abweichung in einem der Bereiche vorhanden ist:
1. der sozialen Interaktion
2. Sprache als soziales Kommunikationsmittel
3. symbolisches oder Phantasiespiel
Im ICD 10 ist der frühkindliche Autismus ebenfalls unter der tiefgreifenden Entwicklungsstörung unter dem Schlüssel F 84.0 aufgeführt. Die diagnostischen
- mewie z.B. Phobien, Schlaf- und Essstörungen erwähnt werden.
4. FRÜHERKENNUNG UND SYMPTOME
4.1 FRÜHERKENNUNG
Im ersten Lebensjahr können bereits einige Abweichungen oder Auffälligkeiten am Verhalten des Säuglings festgestellt werden.
Eins der ersten Probleme autistischer Säuglinge ist, dass sie keine Routine in bestimmten Bereichen ihres Verhaltens aufnehmen. Oftmals ist die Nahrungsauf- - treffensind. Manche Babys saugen schlecht beim Stillen oder bei Füttern mit der
Schlafrhythmus zu entwickeln und einzuhalten.
Manche Babys schreien viel, sowohl tagsüber als auch nachts, besonders wenn sie geweckt werden oder aufwachen. Sie sind jedoch oftmals durch Bewegung schnell wieder zu beruhigen. Manche Babys allerdings fallen wiederum durch ihre Ruhe auf. Sie scheinen zufrieden und ohne Wünsche zu sein. Sie machen sich auch nicht zur Befriedigung der Bedürfnisse durch schreien oder ähnliches bemerkbar (vgl. Wing, 1976, S. 20 f).
bzw. wenig Reaktion auf die Umwelt zeigt. Dies beobachten die Eltern daran, dass das autistische Kind nicht die Arme entgegenstreckt, um auf den Arm genommen zu werden. Wenn man das Kind dann im Arm hält, passt es sich nicht der Haltung an, sondern verharrt in einer schlaffen und starren Körperhaltung (vgl. Wilker, 1989, S. 15). Es zeigt auch nicht auf Dinge die es haben will. Die Säuglinge sind manchmal fasziniert von Lichtern oder anderen Dingen und eher desinteressiert an Dingen, welche sofort die Aufmerksamkeit bei normalen Babys wecken. Sie zeigen keinerlei Neugier an unbekannten Dingen.
Die Babys erscheinen am zufriedensten, wenn sie alleine gelassen werden. Sie machen dann oft merkwürdige Bewegungen mit den Händen oder mit anderen Gegenständen vor dem Gesichtsfeld oder kratzen mit den Fingernägeln an be-
Einige Säuglinge zeigen gar keine Reaktion auf Geräusche. Dies lässt oft
5
Arbeit zitieren:
Saskia Höhmann, 2008, Frühkindlicher Autismus, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Empowerment in der sozialen Arbeit - Grundlagen und Interview
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 24 Seiten
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Hausarbeit, 16 Seiten
Pflege von Familienangehörigen
Auswirkungen der Pflege von Fa...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Welche Grenzen hat das Kanzler...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Grundlagen der "Motivierenden Gesprächsführung" und ihre Anw...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 67 Seiten
Musikgeschmack und Identität - Soziale Konsequenzen von Musikpräferenz...
Psychologie - Sozialpsychologie
Seminararbeit, 29 Seiten
Sterbehilfe und Sterbebegleitung - Ein Unterrichtsmodell
Theologie - Religion als Schulfach
Seminararbeit, 34 Seiten
Alkoholismus: Ursachen - Krankheitsverlauf - Behandlung
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Vordiplomarbeit, 47 Seiten
Armut und Ungleichheit in Deutschland
Ein kurzer Einblick in die Pro...
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 17 Seiten
Das klientenzentrierte Beratungskonzept und daraus resultierende Impli...
Psychologie - Beratung, Therapie
Studienarbeit, 29 Seiten
Kindheit gestern und heute - die Veränderung kindlicher Lebensräume
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 21 Seiten
Saskia Höhmann's Text Frühkindlicher Autismus ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Saskia Höhmann hat den Text Frühkindlicher Autismus veröffentlicht
Saskia Höhmann hat einen neuen Text hochgeladen
Therapieformen bei frühkindlichem Autismus und deren praktische Anwend...
Diplomarbeit zur Erlangung des...
Anuschka Dörr
Gruppenangebote zur Förderung ...
Anne Häußler, Christina Happel, Antje Tuckermann, Mareike Altgassen, Katja Adl-Amini
Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
Ein Praxishandbuch für Therape...
Vera Bernard-Opitz
KONTAKT - Frankfurter Kommunikations- und soziales Interaktions-Gruppe...
Fritz Poustka, Sven Bölte, Evelyn Herbrecht
Diagnose und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen
Grundlagen und Praxis
Simon Baron-Cohen, Sven Bölte, Christine Freitag, Herbert Roeyers, Tania Rothe, David Skuse, Ronnie Gundelfinger, Hans-Christoph Steinhausen
Praktische Hilfen für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
Fördermaterialien für visuell ...
Anne Häußler, Vera Bernard-Opitz
0 Kommentare