Im Rahmen dieser Seminararbeit wird das große Thema der Führung im Zusammenhang mit
positiver Einstellung behandelt. Der Titel „Führung durch Einsatz positiver Energie“ hat
jedoch nichts mit Esoterik oder ähnlichem zu tun. Vielmehr soll diese Arbeit zeigen, dass
durch den Einsatz von positiver, optimistischer Führung dieser Gedanke und vor allem die
optimistische Grundeinstellung zur Arbeit an die Mitarbeiter übergeben werden kann. Diese
Vorgehensweise fördert das Selbstwertgefühl der einzelnen Mitarbeiter und führt so zur
Steigerung von Einsatzbereitschaft und Qualität der Arbeit.
Als Grundlage werden mehrere Quellen über Positiv Denken als auch über Führung im
Allgemeinen verwendet! Hauptsächlich stützt sich diese Arbeit jedoch auf die Punkte aus
[VNR08].
Inhaltsverzeichnis
1. Selbstwertgefühl
1.1. Allgemein
1.2. Aus Sicht der Führungskraft
1.3. Aus Sicht der Mitarbeiter
2. Grundlagen positiver Einstellung
2.1. Der innere Kritiker
3. Positive Führung
3.1. Halten Sie regelmäßig Kontakt zu Ihren Mitarbeitern
3.2. Belohnen Sie Ihre Mitarbeiter mit „angenehmen“ Erlebnissen
3.3. Mischen Sie sich nicht unnötig in die Arbeit Ihrer Leute ein
3.4. Bauen Sie Kontrollmaßnahmen ab
3.5. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv in Arbeits- und Veränderungsprozesse ein
3.6. Rücken Sie nicht das Negative in den Mittelpunkt
3.7. Geben Sie einem Mitarbeiter, der sich nichts oder nur wenig zutraut Hilfe zur Selbsthilfe
3.8. Locken Sie schüchterne oder gehemmte Mitarbeiter aus der Reserve
3.9. Messen Sie im Mitarbeiterumgang nicht mit zweierlei Maß
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der persönlichen Einstellung der Führungskraft und deren Einfluss auf das Arbeitsumfeld sowie das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter. Das primäre Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie durch eine optimistische Grundhaltung und gezielte Führungsmethoden die Einsatzbereitschaft und Arbeitsqualität gesteigert werden können.
- Bedeutung des Selbstwertgefühls bei Führungskräften und Mitarbeitern
- Einfluss des „inneren Kritikers“ auf das Denken und Handeln
- Psychologische Grundlagen des Eisbergmodells im Arbeitskontext
- Praktische Richtlinien für eine positive und motivierende Mitarbeiterführung
- Vermeidung von negativen Verhaltensmustern in der Führungsebene
Auszug aus dem Buch
2.1. Der innere Kritiker
„Wir alle haben in uns einen Beobachter, der unser Verhalten überwacht und darüber urteilt, wie gut oder schlecht wir abschneiden. Er hat für uns nie ein gutes oder freundliches Wort übrig und macht uns immer nur auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam. Er schläft nie und ist immer schnell bei der Hand, uns anzugreifen und zu verurteilen. Er führt genau Buch über unsere Fehler und Schwächen, aber er erinnert uns nie an unsere Stärken und gute Seiten. Er nimmt von ihnen einfach keine Notiz oder spielt sie herunter. Er schreibt uns vor, wie wir zu leben haben, was wir zu tun und zu lassen haben. Verstoßen wir gegen seine Vorschriften, dann bombardiert er uns mit den größten Vorwürfen und läßt uns mit einem schlechten Gewissen und dem Gefühl zurück, mies, gemein oder schlecht zu sein. Er versucht ständig, unser Selbstwertgefühl anzugreifen, und er ist darin sehr erfolgreich und geschickt. Der Kritiker wirft uns unschöne und häßliche Worte an den Kopf wie Dummkopf, Idiot, Versager, Feigling und Schlappschwanz oder bezeichnet uns als dumm, häßlich, unfähig und schwach. Er läßt uns in dem Glauben, daß wir minderwertig und schlecht sind, und unternimmt absolut nichts, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Der Kritiker in uns liest die Gedanken anderer Menschen und überzeugt uns, daß diese uns für langweilig und unattraktiv halten und uns ablehnen. Er will uns weismachen, daß wir immer versagen, daß wir uns immer dumm anstellen, daß wir immer Schuld daran haben, wenn eine Beziehung in die Brüche geht, oder daß wir nie eine Sache zu Ende bringen.
Der Kritiker in uns nutzt jede noch so kleine Gelegenheit, um uns zu demütigen, und er läßt uns keine Chance, uns gut zu fühlen. Er erledigt seine Aufgabe so raffiniert und geschickt, daß seine Kritik uns immer als berechtigt und gerechtfertigt erscheint. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, daß mit seiner Kritik etwas nicht stimmt. Wir glauben seiner vernichtenden Kritik, gleichgültig, wie ungerechtfertigt sie auch sein mag. Wir halten es für völlig normal und gerechtfertigt, daß er uns ständig überwacht und verurteilt. Wir leben schon so lange mit ihm zusammen, daß wir glauben, seine Existenz sei ebenso selbstverständlich und natürlich wie die Tatsache, daß wir zwei Arme und zwei Beine haben. Wir sehen keine Möglichkeit, uns gegen ihn zu wehren oder ihm gar den Mund zu verbieten.“ ([SV02] Seite 41)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Selbstwertgefühl: Analysiert den Stellenwert des Selbstwertgefühls sowohl aus der Perspektive der Führungskraft als auch der Mitarbeiter.
2. Grundlagen positiver Einstellung: Beleuchtet den psychologischen Mechanismus des „inneren Kritikers“ und dessen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung.
3. Positive Führung: Bietet konkrete Richtlinien und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, um ein motivierendes und positives Arbeitsumfeld zu schaffen.
4. Zusammenfassung: Fasst die Kerngedanken der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer von sich überzeugten Führungspersönlichkeit.
Schlüsselwörter
Führung, Selbstwertgefühl, positive Energie, innerer Kritiker, Mitarbeiterführung, Arbeitsklima, Psychologie, Motivation, Selbstvertrauen, Unterbewusstsein, Führungskraft, Mitarbeiter, Feedback, Arbeitsqualität, Führungskompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Rolle einer positiven Einstellung bei der Führung von Mitarbeitern und wie diese dazu genutzt werden kann, die Arbeitsleistung und Motivation nachhaltig zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls, die psychologischen Barrieren durch den sogenannten „inneren Kritiker“ und spezifische Führungsansätze zur Förderung von Mitarbeitern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine optimistische Grundhaltung der Führungskraft essenziell ist, um das Arbeitsklima positiv zu beeinflussen und das volle Potenzial der Mitarbeiter zu entfalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte wie das Eisbergmodell mit praktischen Führungserfahrungen und Empfehlungen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: Das Verständnis des Selbstwertgefühls, die Grundlagen der persönlichen Einstellung (unter Einbeziehung psychologischer Modelle) und eine detaillierte Liste praktischer Maßnahmen für den Führungsalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Führung, Selbstwertgefühl, positive Einstellung, Mitarbeiterführung und Selbstvertrauen.
Warum betont der Autor die Wichtigkeit der Führungskraft als Vorbild?
Der Autor argumentiert, dass positive Energie hierarchisch von oben nach unten weitergegeben werden muss; eine Führungskraft, die selbst negativ eingestellt ist oder an Selbstzweifeln leidet, kann kein positives Klima in einem Team etablieren.
Wie kann eine Führungskraft schüchterne Mitarbeiter besser integrieren?
Durch gezielte Fragen und ein unterstützendes Umfeld soll verhindert werden, dass sich schüchterne Mitarbeiter zurückziehen, um so deren wertvolle Ideen für das Unternehmen nutzbar zu machen.
- Arbeit zitieren
- Manfred Fettinger (Autor:in), 2008, Führung durch Einsatz positiver Energie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120882