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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Was ist Bilinguismus 3
2. Das Elsass 4
2.1. Geographische Lage 4
2.2. Geschichte der Region und ihrer Sprachen 5
2.3. Die verschiedenen Dialekte und Varianten 6
3. Mehrsprachigkeit in den Medien 8
3.1. Die Presse 8
3.1.1. Tageszeitungen 8
3.1.2. Religiöse Presse 9
3.1.3. Landwirtschaftliche Presse 10
3.1.4. Frauenzeitschriften 11
3.1.5. Politische Presse 11
3.1.6. Gewerkschaftliche Presse 12
3.1.7. Regionalistische Presse 12
3.2. Das Radio 15
3.3. Das Fernsehen 15
4. Schluss 16
5. Literaturangaben 17
5.1. Bibliographie 17
6.2. Webographie 17
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1. Einleitung – Was ist Bilinguismus?
Für eine Mehrheit der Weltbevölkerung gehört die Zweisprachigkeit zum Alltag. Was versteht man unter der Zweisprachigkeit bzw. dem Bilinguismus? «Sont bilingues des personnes capables de s´exprimer dans deux langues de manière aisée, correcte, sous une forme orale comme par écrit, dans toutes les circonstances privées, publiques ou professionnelles. Le bilinguisme s´oppose à une connaissance approximative, même si elle peut être plus ou moins poussée, d´une langue seconde qui reste ressentie comme une langue étrangère.» 1 Man kann Zweisprachigkeit auch als das „simultane Dasein zweier Sprachen auf dem gleichen Boden oder/und bei einer selben Person“ 2 definieren. Im Elsass handelt es sich um Deutsch und Französisch. Was die deutsche Sprache anbelangt, so ist sie in zwei Formen vorhanden: die Mundart und das Hochdeutsche. Man kann die deutsche Sprache bzw. den deutschen Dialekt noch in wenigen elsässischen Zeitschriften lesen und im Fernsehen oder im Radio hören, auch wenn der Anteil deutschsprachiger Beiträge stetig an abnehmen ist.
1 http://site.voila.fr/alsacerwei/francais/savoirplus.
2 http//alsacebiling.ifrance.com/warumist.htm.
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2. Das Elsass
2.1. Geographische Lage
Das Elsass mit der Hauptstadt Straßburg liegt im Osten Frankreichs und besteht aus den beiden Departements Haut-Rhin und Bas-Rhin. Es bildet mit der Schweiz und mit Deutschland ein Dreiländereck. Die Region liegt zwischen den Vogesen im Westen, dem Pfälzer Wald im Norden, dem Oberrhein im Osten und dem Jura-Gebirge im Süden. Das Elsass ist 8280 Quadratkilometer groß uns ist somit die kleinste Region Frankreichs und hat rund 1,77 Millionen Einwohner. 3 Viele davon leben in städtischen Agglomerationen wie in Straßburg, der Hauptstadt des Elsass, oder in anderen Städten, wie zum Beispiel Mulhouse, Colmar oder Hagenau. Im klimatisch begünstigten Oberrheinischen Tiefland, das sich über eine Breite von 20 Kilometern vom Rheinufer bis zu den Hängen der Vogesen erstreckt, wird intensive Landwirtschaft betrieben. Wichtigste Anbauprodukte sind Weizen, Zuckerrüben, Tabak und Hopfen. In der Vorhügelzone, dem Übergangsbereich zu den Vogesen, spielen Obst- und Weinbau eine bedeutende Rolle. In den Tälern ist die Milchwirtschaft vorherrschend. Die Industrie hat vor allem mit dem Ausbau des Rhein-Rhône-Kanals und des Rheinseitenkanals einen Aufschwung genommen. Sie konzentriert sich auf die größeren Städte und das Rheingebiet. Wichtigste Produktionszweige sind Fahrzeug- und Maschinenbau sowie Textil-, Papier-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Auf Basis der Kalivorkommen bei Mülhausen hat sich eine eigene chemische Industrie entwickelt. Auch der ganzjährige Fremdenverkehr ist eine wichtige Einnahmequelle für die Region. 4 Der Tourismus ist ein wichtiger Einnahmefaktor, der in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Etwa 9 Millionen Besucher pro Jahr kommen ins Elsass, wobei Straßburg, in seiner Eigenschaft als Europazentrum und drittgrößte Messestadt Frankreichs, von wesentlicher Rolle ist.
3 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2005.
4 Ebenda
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2.2. Geschichte der Region und ihrer Sprachen
Caesar eroberte das ursprünglich keltische Gebiet 58 v. Chr. Nach 260 besetzten es Alemannen, die 496 von den Franken abgelöst wurden. Zur Zeit der Staufer war das Elsass ein Kerngebiet der kaiserlichen Macht. 925 fiel es an das deutsche Herzogtum Schwaben und wurde in das Heilige Römische Reich eingegliedert, dem es fast 800 Jahre lang angehörte. Im Spätmittelalter war es stark zersplittert. Die Macht teilten sich zu dieser Zeit die Grafen von Habsburg als wichtigste weltliche Herren, die schon seit 1135 das obere Elsass (Sundgau) besaßen, und der Bischof von Straßburg als bedeutendster kirchlicher Vertreter. Er herrschte bereits seit 1359 über die Landgrafschaft im unteren Elsass. Durch den Westfälischen Frieden von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, fiel das Elsass an Frankreich. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Elsass ein deutschsprachiges Land. 1685 wurde Französisch zur offiziellen Sprache im Elsass erklärt und die deutsche Sprache wurde aus dem offiziellen Leben verdrängt. „Dennoch bleibt die übliche Sprache der Elsässer Deutsch, d.h. Mundart und Schriftdeutsch. Nur die Bourgoisie fing an, Französisch zu reden und zu schreiben.“ 5 Bis zur Französischen Revolution war die Region eine Provinz des Königreiches Frankreich. Danach wurde sie in die Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin aufgeteilt. „une nation, une langue“ wurden zum Leitsatz der französischen Sprachpolitik. Deutsch galt als die Sprache der Feinde der Republik, dennoch sprach und schrieb man im Elsass weiterhin Deutsch. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870/71 wurden diese Departements zusammen mit einem Teil von Lothringen in das Deutsche Reich eingegliedert. Die französische Sprache wurde nie zur Fremdsprache erklärt. Die amtliche Geschäftssprache war Deutsch, in Landteilen mit überwiegend französisch sprechender Bevölkerung konnten Ausnahmen zugunsten des Französischen gemacht werden. In der Schule
5 Hornschu, O: Deutsch als Minderheitensprache im Elsaß. S.6.
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Lisa Helfer, 2008, Bilinguismus in den elsässischen Medien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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