1.Einleitung..................................................................................................................... 3
2.Erziehung 4
2.1ErziehungundSozialisation........................................................................................................... 5
2.2Erziehungsstile............................................................................................................................... 6
2.2.1DerautoritärHrepressiveErziehungsstil.................................................................................. 6
2.2.2.DerLaissez-faire-Erziehungsstil........................................................................................ 6
2.2.3.DerpartnerschaftlichHdemokratischeErziehungsstiel 6
2.3.Erziehungheute.......................................................................................................................... 7
3.DerWerteverfall.................................................................................................................................. 9
3.1UrsprungderWertediskussion.................................................................................................... 10
3.1.1PhilosophischeBetrachtungdesWertebegriffs.................................................................... 10
3.1.2. SozialwissenschaftlicheBetrachtungsweisedesWertebegriffs. 11
3.2KlassifizierungdesWertebegriffs 12
3.3SoziologischeModelleundThesenzumWerteverfall 12
3.3UrsachenderWerteverlagerung................................................................................................. 15
3.4GefahrenundNebenwirkungenderLeistungsgesellschaft 15
4.RealisierbareGegenmaßnahmenmitHilfederErziehung 19
4.1DieelterlicheErziehung............................................................................................................... 20
4.2DieschulischeErziehung 21
5.Fazit 23
Literaturverzeichnis. 24
Zeitschriften 25
ElektronischeQuellen 25
Sonstiges. 25
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1. Einleitung
Die Welt und die Art sie zu begreifen ändert sich. Diese Aussage gilt nicht nur im Zeitalter des 21. Jahrhunderts, sondern lässt sich sozioökonomisch vielmehr als ein laufender und immer währender Prozess verstehen, der die Menschheit von je her begleitet. Durch Fortschritt in Technik und Wissen änderten sich zweifelsohne Zielvorstellungen, Umwelt sowie die Gesellschaft, im Verlauf der Jahrhunderte. Der Mensch war und ist, in der heutigen Welt, die sich immer rasender entwickelt noch viel mehr, dazu gezwungen sich anzupassen. Auch Wertvorstellungen und „Tugenden“ die das Menschsein innerhalb eines Kulturkreises ausmachen, entwickeln sich fortwährend.
Die jeweils aktuellen Werte und Tugenden werden von der Gesellschaft mittels der Erziehung und Bildung weiter vermittelt. Dies kann z. B. durch Eltern ganz unbewusst geschehen und hat in der Regel zum Ziel, ein Kind zu einem angepassten und somit akzeptierten Teil der kulturellen Umgebung zu formen. Dieser Vorgang, der durch Eltern und Umfeld eines Kindes vollzogen wird, bezeichnet man gemeinhin auch als Sozialisation.
Durch den schnellen Wandel der Gesellschaft seit 1968 wird in Fachkreisen häufig über den sogenannten Werteverfall diskutiert. Diese fortwährende Debatte warf bei dem Verfasser die Frage auf, ob dieser Verlust von Werten und Tugenden tatsächlich besteht und die Gesellschaft an Wärme und Lebensqualität verliert.
Die vorliegende Arbeit untersucht jedoch nicht primär den Werteverfall und dessen Auswirkungen, sondern vielmehr, ob die Erziehungswissenschaft das geeignete Mittel ist um dem Verlust von Werten entgegenzutreten. Dabei sollen im Schwerpunkt die letzten 100 Jahre betrachtet werden, um festzustellen, ob es sich bei dem Werteverfall um den immer da gewesenen Generationenkonflikt handelt oder ob in den letzten Jahren durch veränderte Erziehungsstiele und geänderte Umweltbedingungen eine Verrohung der Gesellschaft eingesetzt hat. In diesem Zusammenhang sollen Veränderungen von Wertvorstellungen und Tugenden wissenschaftlich dokumentiert und veranschaulicht werden. Im Folgenden soll deshalb zunächst der Begriff der Erziehung und aus Gründen der Vollständigkeit die verschiedenen Erziehungsziele thematisiert werden. Dabei soll auch kurz die Sozialisation und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Persönlichkeitsentwicklung
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vertieft werden. Im zweiten Kapitel soll erörtert werden, inwiefern der Werteverfall existent ist und dessen Auslöser dargestellt, sowie kritisch hinterfragt werden. Es soll gezeigt werden, welche Auswirkungen die Veränderung von Werten und Normen auf die heutige Gesellschaft hat und die Vor- und Nachteile dieser Änderung gegenübergestellt werden. Im letzten Abschnitt soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten die Gesellschaft hat negativen Auswirkungen mit Hilfe der Erziehung entgegenzutreten.
Zu der hier bearbeiteten Thematik existieren natürlich mehrere empirische Studien und Forschungsmaterial. Der Werteverfall und dessen Bedeutung wird bereits seit Beginn der Menschheitsgeschichte diskutiert, sodass bereits in der Antike erste wissenschaftliche Beobachtungen und Aufzeichnungen stattfanden. All diese Aspekte in die Ausarbeitung mit einzubeziehen, würde den Rahmen der Arbeit sprengen. Der Verfasser erlaubt sich deshalb nochmals darauf hinzuweisen, dass er sich aus diesem Grund im Schwerpunkt auf die Veränderung von Werten und der daraus resultierenden Veränderung von Erziehungsstilen und -zielen, während der letzten 100 Jahre bezieht, um zu untersuchen, ob Vorfälle wie das Verprügeln eines alten Mannes (vgl.: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,561492,00.html), an einer Münchner U Bahn Haltestelle Paradigmen für das Versagen der heute verwendeten Erziehungsstiele sind.
2. Erziehung
Erziehung ist ein elementarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und wird in der einschlägigen Literatur durchaus unterschiedlich und weitgefasst definiert. So versteht K. Mollenhauer Erziehung als „… alle Maßnahmen und Prozesse, die dem Mensch geborenen Wesen helfen, in seine Menschlichkeit hineinzufinden…“ (Schaller, 1977). J. Oelkers beschreibt Erziehung 1985 sogar als einen Begriff, der keine eindeutige Referenz besitzt. Freilich ist Erziehung ein Begriff, der dem gesellschaftlichen Gesamtsystem, für das er gilt, zugeordnet werden muss. Das bedeutet, dass Erziehung und die mit ihr einhergehenden sozialen Handlungen, „…in jeder Zeit neu ermittelt werden müssen…(..)“ (Schaller, 1977) muss. Es lassen sich jedoch im Wesentlichen zwei Grundverständnisse von Erziehung ableiten. Man vergleicht an dieser Stelle oft den Technizismus und den Naturalismus.
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Zum einen wird die formende und direkt eingreifende Erziehung beschrieben. Der Erzieher gleicht hier einem Handwerker, „… der einen angestrebten Zweck mit Hilfe bestimmter Mittel und Methoden handelnd anstrebt.“ (Gudjons,1999). Zum anderen die begleitende Erziehung, die Entwicklungsprozesse schützen will. Das Kind wird einem endogenen Entwicklungsprozess überlassen und vom Erzieher dabei nur stützend begleitet. Diese beiden Sichtweisen, haben „….als Paradigmen hauptsächlich die Geschichte des Erziehungsbegriffs bestimmt, natürlich nicht ausschließlich, aber doch als mainstream“ (Gudjons, 1999). Auf diese beiden Grundeinstellungen soll später, wie bereits angekündigt, noch gesondert eingegangen werden.
2.1 Erziehung und Sozialisation
In jedem Fall erkennt man besonders in den letzten Jahren große Veränderungen in Bezug auf Erziehungsstiele. Eine fast rasende Entwicklung, die sich den Veränderungen der schnellen Entwicklung der Umwelt immer schneller anpassen muss, vollzieht sich vor unser aller Augen. Vergleicht man die sozialpolitische Bewegung von 1968 und der dort propagierten „antiautoritären Erziehung“ von Kindern mit dem Bild von Schulklassen zu Zeiten von Kaiser Wilhelm, wird dieser Wandel zwangsläufig und ganz eindeutig bewusst.
An die Stelle der heute antiquierten, teilweise schon schwarzen Pädagogik anfangs des letzten Jahrhunderts, wie sie z.B. durch Katharina Rutschky (vgl. Rutschky, 1997) geschildert wurde, trat nach Jahren des Krieges während der Aufbruchsstimmung des Wirtschaftswunders, die reformpolitische Bewegung der 68er. In ihr stellten persönliche Entwicklung und Selbstfindung die typischen Ideale da. An deren Stelle tritt heute ein anderes Idealbild, nach dem erzogen wird. Der arbeitsame Mensch steht im Vordergrund, der seine Verwirklichung durch Status und Arbeit findet und seine persönlichen Belange, hinter beruflichen Interessen zurücksteckt. Rationalität, Flexibilität und Genügsamkeit werden heute auf dem Arbeitsmarkt verlangt. Eltern, Schulen und Universitäten, die diese Veränderung der Umwelt miterleben, geben diese, schon weil es unbedingt nötig ist, an die Kinder weiter. Kinder wiederum, identifizieren sich mit der Macht und der Stellung, die eine Person im Sozialgefüge einnimmt (Vgl. Lenzen, 1989). Die Psychoanalyse, welche
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für die Klärung frühkindlicher Sozialisationsprozesse einen herausragenden Stellenwert einnimmt, beschreibt die Identifizierung als wichtigsten Mechanismus für die Übernahme von Geboten und Verboten (vgl. Geulen, 1997). Auf diesen Aspekt soll aufgrund seiner Tragweite an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingegangen werden. Festzuhalten ist aber das sich parallel zu Sozialisation und je nach der jeweiligen Schwerpunksetzung verschiedene „klassische“ Erziehungsstile bildeten (vgl. Geulen, 1997).
2.2 Erziehungsstile
2.2.1 Der autoritär-repressive Erziehungsstil
Der Erziehende stellt eine absolute Autoritätsperson da, die durch klare Gebote und Verbote fungiert. Die Anweisungen werden dem Kind nicht näher gebracht oder begründet. Sie erhalten Ihre Richtigkeit und Rechtfertigung nicht durch die Darstellung der Anweisungen, sondern durch die Autorität selbst, die nicht zur Rechtfertigung gezwungen ist. Ungehorsam zieht in der Regel massive Bestrafung nach sich.
2.2.2. Der Laissez - faire - Erziehungsstil
Dieser stellt genau das Gegenteil des autokratischen Erziehungsstils da. Das Kind kann tun und lassen, was es will. Der Erzieher greift nicht in die Entwicklung ein und gibt weder Hilfestellungen oder Rückmeldungen, noch spricht er Sanktionen oder Bestrafungen aus.
2.2.3. Der partnerschaftlich-demokratische Erziehungsstiel
Der Erzieher wirkt als Berater und seine Anweisungen haben einen empfehlenden Charakter. Der partnerschaftlich-demokratische Erziehungsstiel hat zum Ziel die Kommunikationsfähigkeit und Problemlösungsstrategien eines Kindes zu fördern, indem er die Wünsche des Kindes mit einbezieht. Die Folgen des Handelns sollen erläutert und erklärt werden. Bei Fehlern wird sich mit der Thematik des Fehlers auseinandergesetzt und nicht die gesamte Person des Kindes kritisiert.
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2.3. Erziehung heute
Wie man ohne jeden Zweifel erkennen kann, stehen dem Erzieher unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um Erziehung zu bewältigen. Jede dieser Möglichkeiten initialisiert ein Kind bereits schon früh. Ein autokratisch erzogenes Kind wird sicherlich mit einem gewissen Maß an Disziplin aufwachsen und im Gegensatz zu einem antiautoritär erzogenen Kind, das keine Sanktionen kennt, in vielen Situationen zurückhaltender agieren. Dies aber auch nur aus Angst vor Strafe und oft nicht aus eignem Verständnis heraus. Desweiteren wird ein solches Kind nicht dazu erzogen, verbal seine eigenen Ansprüche sachlich und geordnet mitzuteilen. Die mangelnde Interaktion zwischen Erzieher und Kind führt hier schnell zu Störungen in der sprachlichen Entwicklung. Die Forschung zeigt, dass die Sprache eines der wichtigsten Instrumente ist um die kindlichen intellektuellen Fähigkeiten in ihrer Entwicklung zu fördern. „Das Kind spielt in phantasierten sozialen Situationen bereits erlebte sprachliche Interaktionen durch, um diese zu verinnerlichen“ (Geulen, 1997). Hier zeigt sich, dass ein Kind durch einen mangelnden Erfahrungsschatz an sprachlichen Handlungen, die Fähigkeit zu planen und selbst auszuführen massiv einbüßt (vgl. Geulen, 1997). Ein Kind, das hingegen völlig ohne Verbote aufwächst, wird früher oder später in der Gesellschaft „anecken“ und höchst wahrscheinlich dann lernen müssen, dass es Situationen gibt, die das Zurückhalten von persönlichen belangen erfordern. Zunächst jedoch lernt das Kind nicht seine Handlungen abzuwägen.
Heute, im Jahr 2008, fordert die Gesellschaft von Kindern schon früh sprachliche Gewandtheit, die Fähigkeit selbstständig zu handeln, sowie auch Disziplin. Dabei wird die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung und Weiterentwicklung vorausgesetzt. Bereits nach der vierten Klasse wird zum ersten Mal darüber entschieden, in welcher sozialen Schicht Kinder aller Voraussicht nach einzuordnen sind, indem man sie je nach Fähigkeit, den unterschiedlichen Schulsystemen zuordnet. Das Kind, das nach dem partnerschaftlich-demokratischen Stil erzogen worden ist, wird in der Lage sein, nach eigener Abwägung zu argumentieren und moralisch zu handeln (vgl. Hupertz/Schinzler, 1995) und sich somit besser zu recht finden. Es muss also an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Art des
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Arbeit zitieren:
Thomas Berger, 2008, Erziehung und Werte im Wandel der Zeit , München, GRIN Verlag GmbH
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