Akteure , Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
I
Abbildungsverzeichnis
II
Tabellenverzeichnis
II
1. Einleitung 1
2. Hintergründe des Klimawandels 3
2.1 Umstrittener Klimawandel und Ädie CO2-Lüge 3
2.2 Ursachen 5
2.3 Effekte 7
2.4 Folgen, Auswirkungen und Unsicherheiten 8
3. Akteure und Profiteure beim Klimawandel 10
3.1 Akteure im Klimawandel 10
3.1.1 Wirtschaft 10
3.1.2 Politik 12
3.1.3 Umweltschutzorganisationen 14
3.1.4 Bevölkerung 15
3.1.5 Medien 17
3.1.6 IPCC 18
3.2 Verflechtungen der Akteure 20
3.3 Profiteure des Klimawandels ? 21
3.3.1 Wirtschaft 21
3.3.2 Politik 23
3.3.3 Umweltschutzorganisationen 24
3.3.4 Bevölkerung 25
3.3.5 Medien 26
3.3.6 IPCC 27
3.4 Welt in Angst 28
4. Fazit 28
5. Schluss 30
Quellen
III
Literatur
III
Internetquellen
III
Tabellen
IV
Abbildungen
V
Wortanzahl
V
I
Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur
3
Abbildung 2: Komponenten des Strahlungsantriebs 5
Abbildung 3: Auftreten von tropischen Stürmen unterschiedlicher Stärke 9
Abbildung 4: Aktion zur Steigerung des Anteils regenativer Energien am Energiebedarf 14
Abbildung 5: Einfluss des Klimawandels auf die Bevölkerung 16
Abbildung 6: Prozess des Zustandekommens eines IPCC-Berichtes 19
Abbildung 7: Verflechtungsdiagramm der Akteure im Klimawandel 21
Abbildung 8: Windrad vor einem Braunkohlekraftwerk 22
Abbildung 9: Aktuelle Greenpeacekampagne mit Plakaten und Postkarten 25
Abbildung 10: Dramatische Schlagzeilen zum Klimawandel 27
Abbildung 11: 7LWHOGHV5RPDVÄ:HOWLQ$QJVW³ 28
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Kürzliche Trends, Wissensstand bezüglich des menschlichen Einflusses auf den Trend und Projektionen für extreme Wetterereignisse, für die im 20. Jahrhundert ein Trend beobachtet wurde 2
Tabelle 2: Anteile der Treibhausgase am Treibhauseffekt
7
II
Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf
1. Einleitung
Beobachtungen und Messungen lassen keinen Zweifel, dass das Klima sich ändert: Die globale Erwärmung und der Meeresspiegelanstieg hat sich beschleunigt, ebenso das Abschmelzen der Gletscher und Eiskappen. In den letzten 100 Jahren hat sich die Erde im Mittel um 0,74°C erwärmt. Elf der letzten 12 Jahre (1995-2006) waren unter den zwanzig wärmsten Jahren seit Beginn der Beobachtungen. (VJLOWDOVÄJHVLFKHUWH(UNHQQWQLV³GDVVLPZHOWZHLWHQ'XUFKVFKQLWW menschliches Handeln seit 1750 das Klima erwärmt hat ± vorrangig durch den fossilen Brennstoffverbrauch, die Landwirtschaft und eine geänderte Landnutzung. Das heutige Niveau der Treibhausgase (THG) liegt deutlich höher als das natürliche Niveau in den letzten 650.000 Jahren.
So steht es in der Kurzzusammenfassung des IPCC-Berichtes vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF 2007, S.1). IPCC, das ist der Intergovernmental Panel on Climate Change oder übersetzt der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen. Doch ist das wirklich so? In anderen Quellen ist ganz anderes zu lesen: Es gibt keine Korrelation zwischen Temperatur und CO 2 über die Zeit. Das haben die IPCC-Ergebnisse nicht ergeben. Seit 1975 steigt die Temperatur. Die Ursache kann aber auch eine natürliche sein.
So drückt es zumindest Kenneth Hsü (in Schulte 2003, S.131) aus, ohne dass dies hier näher kommentiert werden soll. Jedenfalls hatte der neueste IPCC-Bericht jüngst für großes Aufsehen gesorgt, da er die Klimaerwärmung der letzten Jahrhunderte darstellt, den menschlichen Einfluss dabei thematisiert und Zukunftsszenarien darlegt. Der größte Streitpunkt ergibt sich also bei der Frage nach dem menschlichen Einfluss. 9RP,3&&ZDUGLHVHUPLWÄJHVLFKHUWH>U@(UNHQQWQLV³EH]HLFKQHWZLUNOLFKQDFK]XZHLVHQLVW er allerdings schwer, da Zusammenhänge und Folgerungen in der Klimatologie sehr komplex und kompliziert sind. Tabelle 1 ist dem IPCC-Bericht entnommen. Die Wahrscheinlichkeit des gravierenden menschlichen Einflusses ist demnach recht hoch, insbesondere was zukünftige Ereignisse betrifft, von Sicherheit kann man aber nicht sprechen. Es liegen folglich nur Indizien vor, die Beweise fehlen. Die Wahrscheinlichkeit des Einflusses ist das Hauptargument der Befürworter von Gegenmaßnahmen zum Klimawandel, die mangelnde Sicherheit das von den Ablehnern der Maßnahmen.
- 1 -
Tabelle 1: Kürzliche Trends, Wissensstand bezüglich des menschlichen Einflusses auf den Trend und Projektionen für extreme Wetterereignisse, für die im 20. Jahrhundert ein Trend beobachtet wurde (IPCC 2007)
Doch es spielen noch mehr Gründe als reine Überzeugung eine Rolle, wenn man Klimaschutzmaßnahmen befürwortet oder ablehnt. Im Klimaschutz und in der Klimapolitik mischen eine ganze Reihe Akteure mit unterschiedlichen Motiven und Zielen mit. In dieser Arbeit soll nun thematisiert werden, wie sich der umstrittene wissenschaftliche Hintergrund darstellt, um welche beteiligten Akteure es sich handelt und welche Interessen sie mit ihrer Position mit welchen Mitteln vertreten. Und wer profitiert eigentlich vom Klimawandel?
Dabei soll in der Arbeit vorrangig auf die Industrienationen eingegangen werden, eine globale Betrachtung müsste sehr differenziert erfolgen und ist vom Umfang her in diesem Rahmen kaum machbar.
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Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf
2. Hintergründe des Klimawandels
Zunächst soll dem Begriff des Klimawandels Beachtung geschenkt werden, dann soll in kurzer und prägnanter Form auf Ursachen, auftretende Effekte, Folgen und Ursachen des Klimawandels eingegangen werden. 2.1 Umstrittener Klimawandel XQGGLHÄ&2 2 -/JH³
Die gesamte Erdgeschichte ist eigentlich nichts als ein andauernder Klimawandel. So haben Schwankungen des Klimas die Entwicklung unseres Planeten maßgeblich beeinflusst. Vor 3,8 Milliarden Jahren wurde die Entwicklung von Leben nur durch Abkühlung des Klimas möglich, vor 65 Millionen Jahren sorgte ebenfalls eine abrupte Abkühlung für das Aussterben der Dinosaurier und im Neozoikum sorgte eine Klimaerwärmung für die Verbreitung von Palmen auf Kamtschatka und Alligatoren in der Arktis (Ludwig 2006). Das Klima besaß dabei zu keiner Zeit einen wirklich stabilen Zustand und kleine Einwirkungen hatten schon früher gelegentlich große Veränderungen über Rückkopplungen zur Folge 'HQQ .OLPD XQG :HWWHU VLQG Ä1LFKWOLQHDUH '\QDPLVFKH 6\VWHPH³ GLH ÄPXOWLVWDELO³ ÄJUXQGVlW]OLFK LQVWDELO³ ÄGHP 3KlQRPHQ GHU %LIXUNDWLRQ RGHU 9HU]ZHLJXQJ³XQWHUZRUIHQXQGÄFKDRWLVFK³ sind (Schulte 2003, S.118).
Abbildung 1: Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur (Gebhardt et al 2007)
- 3 -
Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf 'DVWDWVlFKOLFKH9RUKDQGHQVHLQHLQHVÄ.OLPDZDQGHOV³ ist also unbestreitbar, da das Klima sich permanent ändert. Das Ausmaß des Klimawandels lässt sich auch noch einigermaßen gut messen. So kann man einige Veränderungen der letzten 150 Jahre deutlich feststellen, die noch im Folgenden angesprochen werden sollen, auch wenn das exakte Ausmaß in unterschiedlichen Quellen unterschiedlich angegeben wird. Insbesondere die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur wird hierbei immer wieder angeführt, wie auch in Abbildung 1. Elf der 12 Jahre von 1995-2006 waren unter den wärmsten 12 Jahren seit Beginn der Temperaturmessungen und auch feste Trends der Veränderungen werden vom IPCC (2007) als sehr wahrscheinlich bis wahrscheinlich EH]HLFKQHW 0XUUD\ VSULFKW LQ %HUXIXQJ DXI GHQ ,3&& VRJDU GDYRQ GDVV ÄGLH .OLPDHUZlUPXQJ«HLQH7DWVDFKHXQGXQEHVWUHLWEDU>LVW@ZLHGHUZHOWZHLWH$QVWLHJGHU mittleren Luft- und Ozeantemperaturen, das großflächige Abschmelzen von Schnee und (LVVRZLHGHUZHOWZHLWVWHLJHQGH0HHUHVVSLHJHOEHOHJHQ³
Dass der aktuelle Klimawandel durch menschliche Einflüsse verursacht wird, ist allerdings noch immer sehr umstritten. Während vom IPCC (Tabelle 1) für die aktuellen Trends der 9HUlQGHUXQJHQGHU%HLWUDJGHV0HQVFKHQDOVÄZahrscheinlich³ bis Äeher wahrscheinlicher als nicht³ EH]HLFKQHW ZLUG, spricht Veizer davon, dass die CO 2 -Konzentration, die die Hauptauswirkung des Menschen auf das Klima darstellt, keinen Einfluss auf das Klima haben kann wie beispielsweise die Vegetation, der Wasserdampf in der Atmosphäre und die Aktivität der Sonne. Er begründet dies mit den Worten: Ä'LH &2 2 -Konzentration ist überall 350 ppm, das kann das Wettergeschehen nicht antreiEHQ³9HL]HULQ6FKXOWH S.134) XQGDXFK6FKXOWHVHOEVW]ZHLIHOWEHLPÄ6WUHLWXPKHLH/XIW³GLH5ROOHGHV&2 2 für den Klimawandel an. 7KQHJHKWVRJDUVRZHLWGDVÄ7UHLEKDXV-*HVSHQVW³XQGGLH Wirkung von CO 2 auf das Klima als Erfindung der Atomkraft-Lobby darzustellen. Murray GDJHJHQ LVW GHU $QVLFKW GDVV GLH Ã7UHLEKDXVZLUNXQJµ YRQ &2 2 außerhalb jeder Debatte stünde, nur das Ausmaß sei umstritten. Im Folgenden werden auch an anderen Stellen noch Unstimmigkeiten deutlich werden, jedoch soll von der häufigeren Annahme ausgegangen werden, dass das von Menschen emittierte CO 2 sich auf eine Klimaerwärmung merklich auswirkt, die aktuell beobachtbare Klimaerwärmung also vorrangig anthropogen bedingt ist. Eine weitere Diskussion dieses Sachverhaltes wäre noch nahezu unbegrenzt möglich, würde jedoch diesen Rahmen sprengen. Die Frage, ob GLHÄ&2 2 -/JH³HLQH/JHLVWRGHUDXI7DWVDFKHQEHUXKWNDQQDQGLHVHU6WHOOHDOVRQLFKW beantwortet werden.
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Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels - Sebastian Gräf
2.2 Ursachen
Wie eben angesprochen, spielt das Kohlenstoffdioxid CO 2 , das durch menschliche Einflüsse in die Atmosphäre gelangt, der landläufigen Meinung zufolge eine wichtige Rolle als Ursache der Klimaerwärmung. IRUPXOLHUWH%DFKGDVVGLHÄ(LQZLUNXQJGHU CO 2 -Zunahme auf das globale Klima noch nicht naFKZHLV>EDU@³ VHL DEHU GDVV ÄJHUDGH GLHVH 8QVLFKHUKHLWHQ « HV UDWVDP HUVFKHLQHQ >ODVVHQ@ GDV &2 2 -Problem ernst zu nehmen XQG VLFK EHU « 9RUVRUJHPDQDKPHQ « *HGDQNHQ ]X PDFKHQ³ %DFK 6 Insbesondere der Einfluss der Ozeane auf die CO 2 -Veränderungen ist noch nicht vollständig geklärt.
Nicht alle Einflüsse auf das Klima sind durch den Menschen hervorgerufen, jedoch gibt es eine ganze Reihe von Einflüssen des Menschen auf das Klima, die vorrangig die globale Durchschnittstemperatur verändern. Man spricht vom sogenannten Strahlungsantrieb, der Ädie Veränderung in der vertikalen Nettoeinstrahlung (Einstrahlung minus Ausstrahlung; ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter: Wm -2 ) an der Tropopause (Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre) aufgrund einer Veränderung eines äußeren Antriebs des Klimasystems³GDUVWHOOW ,33& $QQH[ 6XQG IU HLQ]HOQH )DNWRUHQ DQJHJHEHQ werden kann, die auf das globale Klima Auswirkungen haben. Abbildung 2 listet diese natürlichen und anthropogenen Faktoren auf und stellt ihren quantitativ abgeschätzten Strahlungsantrieb und die dabei enthaltenen Unsicherheiten dar.
Abbildung 2: Komponenten des Strahlungsantriebs (IPCC 2007)
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Arbeit zitieren:
Sebastian Gräf, 2008, Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels, München, GRIN Verlag GmbH
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