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Freiheit und der 11. September 2001

Titel: Freiheit und der 11. September 2001

Essay , 2002 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: René Steenbock (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details


"Seit dem 11. September ist nichts mehr, wie es einmal war..." Dieser Ausspruch - inzwischen schon fast ein Topas - ist in den letzten Wochen jederzeit präsent. Er wurde bemüht, um zu zeigen, welche Eruptionen der terroristische Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon weltweit ausgelöst hat. Die Existenz ganzer Staaten scheint auf dem Spiel zu stehen, aber auch das Leben eines jeden Menschen weltweit ist von den Auswirkungen des 11. Septembers betroffen. Das Spektrum reicht vom Verlust Angehöriger und Freunde in unmittelbarem Gefolge des Anschlags, dem Verlust menschlichen Lebens in Afghanistan bis hin zur Diskussion um Sicherheitspakete, der Angst vor weiteren negativen Auswirkungen des Anschlags und offen zutage tretendem Rassismus gegenüber "verdächtigen" Ethnien und Religionsangehörigen.
Ein Verbindungsglied all dieser Bereiche ist unzweifelhaft der Aspekt Freiheit. In elementarster Form wurden natürlich die Opfer des Anschlags ihrer Freiheit beraubt, nämlich der Freiheit, zu leben. Doch auch die Gefährdung bürgerlicher und zivilisatorischer Freiheitsrechte ist zentrales Moment der Entwicklung seit dem 11. September.

Bei der folgenden Ausführung handelt es sich primär um eine Auseinandersetzung mit dem Thema "Die Auswirkungen von Angst und Furcht auf die Freiheit bedingt durch die Anschläge des 11. September". Dabei wurde meinerseits versucht, auf dem momentan - medial1 - omnipräsenten Begriff der Angst aufbauend, eine Analyse zu führen, welche Formen, Ausprägungen und Auswirkungen von Angst und Furcht es nach den Anschlägen des 11. September gibt. Zu diesem Zwecke habe ich definiert: Was ist Angst, was ist Furcht? Es folgte ein Blick auf die Fragestellung, inwiefern Angst und Furcht mit Freiheit korreliert sind. Anschließend habe ich mich Beispielen für Angst und Furcht zugewandt, die in den vergangenen Wochen Teilen der Medien zu entnehmen waren.
Anhand einiger Schlussbemerkungen habe ich mich der Frage genähert, welche Möglichkeiten es gibt, mit der momentanen Angst umzugehen und ob und inwiefern sich die Angst in westlichen Gesellschaften überhaupt mit der Angst der "Anderen" (vor allem der Afghanen) vergleichen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Begriffsfindungen: Angst und Furcht

2.2. Inwiefern Angst/Furcht und Freiheit korreliert sind

2.3. Angst und Furcht nach dem 11. September

2.3.1. Betrachtungen eines Paradigmenwechsels

2.3.2. Analyse exemplarischer Ängste und Befürchtungen

2.3.2.1. Angst und Furcht vor weiteren Anschlägen

2.3.2.2. Furcht vor einer Rezession

2.3.2.3. Angst vor dem Islam

3. Schlussbemerkungen

3.1. Umfangsformen mit der aktuellen Angst

3.2. Angst - aus „nicht-westlicher“ Sicht begriffen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die persönliche und gesellschaftliche Freiheit, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle von Angst und Furcht sowie deren korrelierendem Einfluss auf das freiheitliche Handeln liegt.

  • Begriffsdefinition und Abgrenzung von Angst und Furcht
  • Zusammenhang zwischen Angstzuständen und dem Verlust von Freiheitsrechten
  • Analyse des Paradigmenwechsels in der öffentlichen Wahrnehmung nach dem 11. September
  • Wirtschaftliche und soziale Ängste als Reaktion auf die neue Bedrohungslage
  • Kritische Betrachtung irrationaler Ängste und kollektiver Vorurteile

Auszug aus dem Buch

2.3.2.1. Angst und Furcht vor weiteren Anschlägen

Ein vollbesetztes und vollgetanktes Passagierflugzeug steuert auf ein beliebiges Atomkraftwerke zu. Wenige Minuten später ereignet sich der GAU: Tausende Menschen sind sofort tot, eine Fläche von der Größe Deutschlands ist kontaminiert. Anderes Bild: Milzbrand breitet sich rapide aus. Immer öfter tauchen verseuchte Briefe auf. Niemand fühlt sich mehr sicher, die Post schickt seit Tagen keine Briefe weiter. Drittes Bild: Ussama bin Ladens Al-Quaida ist im Besitz chemischer, biologischer und möglicherweise sogar atomarer Kampfstoffe und Trägerraketen, mit denen weite Teile Europas erreicht werden könnten. Er setzt diese tatsächlich ein. Opferzahlen sind nicht abzusehen...

Drei Schreckensszenarien, die alle in den letzten Wochen medial verbreitet worden sind. Sie haben alle etwas gemein: sie evozieren Furcht und Angst. Aber etwas unterscheidet sie auch: nämlich der Grad des Realismus.

Real und realistisch: Atomkraftwerke. Gegen einen Anschlag wie auf das WTC in New York gäbe es keinen Schutz, glaubt man dem Chef der deutschen Reaktorsicherheitskommision Lothar Hahn: „Das würde kein einziges deutsches Atomkraftwerk überstehen“. Allein in Deutschland unterliegen mehr als 1700 Industrieanlagen der Störfallverordnung, außer Kernkraftwerken auch Chemiebetriebe, die mit giftigen Gasen wie Phosphor und Chlor arbeiten, und Raffinerien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die weltweite Erschütterung durch die Anschläge vom 11. September und führt in die zentrale Fragestellung ein, wie Angst und Furcht die menschliche Freiheit beeinflussen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von Angst und Furcht, die Untersuchung ihrer Korrelation mit Freiheit sowie die Analyse spezifischer Ängste wie Anschlagsbedrohungen, wirtschaftliche Rezession und Islamfeindlichkeit.

3. Schlussbemerkungen: Die Schlussbemerkungen reflektieren den Umgang mit der aktuellen Angst und kontrastieren die westliche Gefühlslage mit der Perspektive derjenigen, die in der aktuellen Weltlage am stärksten unter Repression leiden.

Schlüsselwörter

11. September, Angst, Furcht, Freiheit, Terrorismus, Paradigmenwechsel, Rezession, Islam, Biowaffen, Bedrohung, Risikoanalyse, Medien, Sicherheitsmaßnahmen, Gesellschaft, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die psychologischen Reaktionen auf die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 in Form von Angst und Furcht auf die Freiheit des Einzelnen und der Gesellschaft auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Differenzierung von Angst und Furcht, deren Einfluss auf persönliches Verhalten sowie die mediale und gesellschaftliche Verarbeitung der Bedrohungslage.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sehr die Wahrnehmung von Gefahren – teils real, teils irreal – das Handeln bestimmt und inwiefern der Einzelne durch die Aufgabe von Freiheit auf diese Bedrohungen reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine begriffliche Analyse, greift auf mediale Berichterstattung zurück und verwendet Erkenntnisse aus der Risiko- und Verhaltensforschung, um die Diskrepanz zwischen realer Gefahr und wahrgenommener Angst zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Angst und Furcht, dem Zusammenhang mit der persönlichen Freiheit und analysiert exemplarisch Ängste vor Anschlägen, wirtschaftlichem Niedergang und dem Islam.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Angst, Furcht, Freiheit, der 11. September, Terrorismus, Rezession sowie der gesellschaftliche Umgang mit Risiken.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Angst und Furcht?

Furcht wird als objektbezogenes Gefühl bei realer Gefahr definiert, während Angst als ein diffuser, auf eine unbestimmte Bedrohung ausgerichteter Affekt verstanden wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der westlichen Wahrnehmung?

Der Autor merkt kritisch an, dass westliche Gesellschaften dazu neigen, irrationale Ängste zu kultivieren, während sie die Sichtweise und die realen Nöte der als „die Anderen“ stigmatisierten Bevölkerungsgruppen oft ausblenden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freiheit und der 11. September 2001
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Soziologie
Note
1,0
Autor
René Steenbock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
13
Katalognummer
V12195
ISBN (eBook)
9783638181341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
11. September Freiheit Furcht Angst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
René Steenbock (Autor:in), 2002, Freiheit und der 11. September 2001, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12195
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Leseprobe aus  13  Seiten
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