Inhalt
1. Einleitung 3
2. Definition des Widerstandsbegriffes 4
3. Ein Vergleich der deutschen Diktaturen 5
4. Der Widerstand im Nationalsozialismus 7
4.1 Widerstand der Arbeiter 8
4.2 Widerstand der Kirchen 10
4.3 Widerstand aus dem Exil 12
4.4 Jugendwiderstand 14
4.5 Militärischer und konservativer Widerstand 15
4.6 Bewertung 19
5. Widerstand in der DDR 20
5.1 Widerstand von bürgerlichen Parteien und SPD 20
5.2 Der Volksaufstand des 17. Juni 1953 22
5.3 Jugendwiderstand 23
5.4 Flucht und Ausreise als Widerstand 25
5.5 Widerstand der Kirche 26
5.6 Die Bürgerrechtsbewegungen und politischen Gruppen 29
5.7 Bewertung 30
6. Vergleichende Schlussbetrachtung 31
7. Literatur und Quellen 35
2
1. Einleitung
Spätestens nach dem großen öffentlichen Aufsehen, für welches der Film „Valkyrie“ gesorgt hat, in welchem Tom Cruise Claus Schenk Graf von Stauffenberg verkörpert, wird das Thema deutscher Widerstand während des Nationalsozialismus erneut öffentlich diskutiert. Ohnehin lässt sich beobachten, dass Filme mit dieser Themenstellung in den letzten Jahren einen Aufschwung erleben 1 und dieses Kapitel der deutschen Geschichte somit einem breiten (Kino- und Fernseh-) Publikum präsentiert wird. Auch dass es während der zweiten deutschen Diktatur, der DDR, Widerstand aus der Bevölkerung gegeben hat, ist jüngst als Stoff für Filmdramen entdeckt worden 2 .
Wie also lässt sich der deutsche Widerstand während der beiden Diktaturen einordnen? Wollen diese Filme eine möglichst große Anzahl an Zuschauern ansprechen, soll sich diese Semesterarbeit wissenschaftlich mit dem deutschen Widerstand während des Nationalsozialismus und in der DDR beschäftigen. Es wird zu untersuchen sein, ob und in wie weit sich der Widerstand in beiden deutschen Diktaturen vergleichen lässt. Zu diesem Zweck wird zuallererst der Widerstandsbegriff definiert werden, um ihn auf beide Systeme gleichermaßen anwenden zu können.
Ob sich das Terrorregime Hitlers, welches Millionen von Todesopfern forderte, überhaupt mit dem System der DDR vergleichen lässt, wird in diesem Zusammenhang ebenfalls diskutiert werden müssen, bevor die konkreten Formen des Widerstandes dargestellt werden. Wer waren die widerständigen Gruppen während der doppelten Diktaturerfahrung? Was waren die Mittel, mit denen sie gegen das jeweilige Regime vorgingen und wie versuchten die Führungen der NSDAP, beziehungsweise des Zentralkomitees der SED dagegen vorzugehen und den Widerstand einzudämmen? Lassen sich letztlich Phasen der Aktivitäten gegen den Staat ausmachen?
Nach dem Hauptteil wird in einer Schlussbetrachtung zu prüfen sein, inwieweit die Formen des Widerstandes und die repressiven Maßnahmen seitens des Staates in Nationalsozialismus und der DDR Parallelen aufweisen und wo Unterschiede bestanden.
Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Erinnerung an Ereignisse, Personen und Werte des Widerstandes gegen eine Diktatur in einer postdiktatorischen, parlamentarischen
1 So zum Beispiel die Filme „Edelweißpiraten“ (2004) und „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ (2005), sowie der Fernsehfilm „Stauffenberg“ (2004).
2 Wie zum Beispiel in den Fernsehfilmen „Rebellion hinter der Mauer - Kampf um Meinungsfreiheit“ (2005), „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ (2007), „Prager Botschaft“ (2007), oder im weiteren Sinne dem oscarprämierten Film „Das Leben der Anderen“ (2006).
3
Demokratie. Gerade in Bezug auf die ehemalige DDR, die heute Gefahr läuft als „Kuscheldiktatur“ verharmlost zu werden, scheint diese Fragestellung unabdingbar zu sein.
2. Definition des Widerstandsbegriffes
In der DDR-Widerstandsforschung werden die Begriffe Widerstand, Opposition, Protest usw. unterschiedlich gebraucht. Ilko-Sascha Kowalczuk verwendet beispielsweise Widerstand und Opposition synonym 3 und unterscheidet wiederum vier Grundtypen von abweichendem Verhalten: „1. Gesellschaftliche Verweigerung, 2. Sozialer Protest, 3. Politischer Dissens, 4. Massenprotest.“ 4
Nach Karl Wilhelm Fricke dagegen, dessen Modell diese Arbeit folgt, sind beide Begriffe strikt voneinander abzugrenzen. Demnach versteht er unter Opposition eine politische Gegnerschaft, welche sich „relativ offen, relativ legal zu entfalten versucht“ 5 . Widerstand hingegen verzichte auf „jede Möglichkeit zu offener und legaler Entfaltung“ 6 und sei daher aus der Sicht der Staatsobrigkeit als unzulässig und kriminell anzusehen. Im Hinblick auf den angestrebten Vergleich scheint es zudem sinnvoll zu sein, die Ansätze aus den Forschungen zum nationalsozialistischen Widerstand auf jenen der DDR zu übertragen, wie es zum Beispiel Detlev Peuckert mit der Abstufung von Nonkonformität, Verweigerung, Protest und Widerstand versucht hat. 7
Der von Martin Broszat aus der medizinischen Terminologie entlehnte Begriff der „Resistenz“, als „wirksame Abwehr, Begrenzung, Eindämmung der NS-Herrschaft oder ihres Anspruches, gleichgültig von welchen Motiven, Interessen und Kräften“ 8 charakterisiert wird, hat den Vorteil, dass er ein relativ breites Spektrum von systemabweichendem Verhalten abdeckt, ohne zu weit gefasst zu sein. Der Resistenzbegriff reicht vom aktiven Gegenhandeln Einzelner oder Vieler, wie Streik in einem Betrieb, über zivilen Ungehorsam, wie die Verweigerung des Hitler-Grußes, bis hin zur einfachen innerlichen Erhaltung von nichtnationalsozialistischen Idealen, etwa der Ablehnung von Antisemitismus. 9
3 Vergl. Kowalczuk, Ilko-Sascha, Von der Freiheit, Ich zu sagen. Widerständiges Verhalten in der DDR, in: Poppe, Ulrike et al. (Hg.), Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, Berlin 1996, S. 90.
4 Derselbe, S. 97.
5 Fricke, Karl Wilhelm, Opposition und Widerstand in der DDR, Köln 1984, S.13.
6 Derselbe, S.13.
7 Peuckert, Detlev, Volksgenossen und Gemeinschaftsfremde. Anpassung, Ausmerze und Aufbegehren unter dem Nationalsozialismus, Köln 1982, S. 97f.
8 Broszat, Martin und Elke Fröhlich, Alltag und Widerstand. Bayern im Nationalsozialismus, München 1987, S. 49.
9 Vergl. derselbe, S. 49f.
4
Insbesondere wenn das auflehnerische Verhalten eines Einzelnen oder einer Gruppe nicht politisch motiviert ist - andernfalls kann man auf die Definitionen von Opposition und Widerstand nach Fricke zurückgreifen - ist dadurch der Begriff der Resistenz für diese Arbeit vorzuziehen, da die Grenzen zwischen anderen Begriffen wie „Nonkonformität“, „Dissens“ oder „Verweigerung“ nicht völlig klar zu ziehen sind.
3. Ein Vergleich der deutschen Diktaturen
Es mag eine Binsenweisheit sein, aber dass Vergleichen nicht Gleichsetzen meint, sondern vielmehr durch einen Vergleich kennzeichnende Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich werden, soll an dieser Stelle erwähnt sein.
Bevor allerdings die freilich eklatanten Unterschiede zwischen dem NS-Regime und der DDR behandelt werden, müssen jene Merkmale zur Sprache kommen, welche sowohl für die eine als auch für die andere Diktatur charakteristisch waren und die daher eine direkte Gegenüberstellung der Systeme sinnvoll machen.
So sind die DDR, als auch der nationalsozialistische Staat als totalitär zu bezeichnen. Analogien gab es dementsprechend bezüglich der Ausübung der Herrschaft, nämlich der Durchsetzung des totalen Machtanspruches der jeweiligen Partei durch den allgegenwärtigen Sicherheitsdienst und der Gleichschaltung von Politik und Gesellschaft durch einen indoktrinierenden Propagandaapparat. Dieser Unterdrückungsstaat basierte jeweils auf einer antiliberalen und pseudodemokratischen Ideologie und hatte im Falle der DDR das baldige Ziel der Schaffung einer „Neuen Gesellschaft“, im Nationalsozialismus wurde die homogene „Volksgemeinschaft“ angestrebt. 10
Bei all diesen systemimmanenten Gemeinsamkeiten der beiden deutschen Diktaturen ist auf der anderen Seite die Entfesselung eines Weltkrieges mit über 50 Millionen Toten und der Völkermord an den europäischen Juden durch das Hitler-Regime singulär. Auch die Lebensdauer beider Staaten unterscheidet sich bezeichnend voneinander. So überdauerte das Dritte Reich zwölf Jahre, von denen es sich fast sechs im Krieg befand. Die DDR dagegen hatte über vierzig Jahre Bestand und war Teil einer friedlichen Weltordnung. 11 Daraus folgt, dass sich auch die Lebensumstände innerhalb der Systeme bedeutend voneinander
10 Vergl. Finke, Klaus und Dirk Lange, Widerstand gegen Diktaturen in Deutschland. Historisch-politische Bildung in der Erinnerungskultur - ein Überblick, in: Finke, Klaus und Dirk Lange (Hg.), Widerstand gegen Diktaturen in Deutschland. Historisch-politische Bildung in der Erinnerungskultur, Oldenburg 2006, S. 10, sowie Wielenga, Friso, Schatten deutscher Geschichte. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus und der DDR-Vergangenheit in der Bundesrepublik, Köln 1995, S. 12.
11 Vergl. Wielenga, Schatten deutscher Geschichte, S. 20f.
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unterschieden haben. Demgemäß könnte man die relativ kurze Zeit von der „Machtergreifung“ 1933 bis zum Krieg und schließlich der Niederlage 1945 als permanenten Ausnahmezustand begreifen, währenddessen spätestens seit 1939 das alltägliche Leben nicht mehr in den gewohnten Bahnen verlief. Die DDR dagegen befand sich zwar in einer permanenten Legitimationskrise und konnte nur durch Repressionen seitens der SED fortbestehen, dennoch existierte über Jahrzehnte ein geregeltes Alltagsleben. Dies manifestierte sich öffentlich freilich anders, als im Privaten. 12 Der Schriftsteller Günter de Bruyn hat diesen Zustand in seinem Lebensbericht „Vierzig Jahre“ folgendermaßen beschrieben:
„[…] Die Beherrschten hatten gelernt, sich in Genügsamkeit zu bescheiden, und auch die Herrschenden begannen, sich mit dem Volk abzufinden. Sie verkündeten zwar weiter die unantastbare Lehre, weil ihre Legitimation einzig darauf beruhte, sahen aber von ihren kühnen politischen Zielen weitgehend ab. Von Ordnung und Wohlstand war mehr als vom Vorwärtsschreiten und Siegen die Rede. Begeisterung wurde nur noch von jenen verlangt, die aufsteigen wollten, bei den anderen genügte schon Unterordnung. Die Wirksamste Agitationsvokabel wurde Geborgenheit. Es gab eine Art Stillschweigeabkommen zwischen oben und unten. Wer die bestehende Machtkonstellation anerkannte und ihre Regeln befolgte, wurde weitgehend in Ruhe gelassen. […]“ 13
Aufgrund der beschriebenen Resignation der DDR-Bevölkerung liegt ein weiterer elementarer Unterschied zum Dritten Reich in der Bestätigung der Ordnung durch das Volk. So regierte man im Arbeiter- und Bauernstaat vierzig Jahre lang gegen selbiges, während sich Hitler noch bis weit in den Krieg hinein der Unterstützung eines Großteils der deutschen Bevölkerung sicher sein konnte. 14
Entsprechend unterschiedlich fielen in der Folge auch die Reaktionen auf den Kollaps der Diktaturen aus. Der Fall der Mauer am 9. November 1989 löste Stürme der Begeisterung bei der ostdeutschen Bevölkerung aus. Man war nun unverhofft befreit von der verhassten Diktatur und konnte hoffnungsvoll in eine wiedervereinigte und damit gemeinsame Zukunft blicken. Im Gegensatz dazu fühlten sich die Deutschen am 8. Mai 1945 nicht als Befreite. Die Menschen fühlten sich wahrhaft ohnmächtig in ihrem fremdbesetzten Land, dessen Zukunft ungewiss war. 15 Der bereits erwähnte Martin Broszat fürchtete dementsprechend, „[…] dass mir selbst und allen anderen erwachsenen Deutschen jetzt - berechtigterweise - eine zehn-
12 Vergl.derselbe, S. 21f.
13 De Bruyn, Günter, Vierzig Jahre. Ein Lebensbericht, Frankfurt am Main 1996, S. 185f.
14 Vergl. Wielenga, Schatten deutscher Geschichte, S. 22f.
15 Vergl. Derselbe, S. 24f.
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zwanzigjährige Zeit der Sklavenarbeit im Dienste der Siegermächte bevorstehe als Buße für die von Deutschland inszenierte Kriegskatastrophe. […]“ 16 . Zuletzt sei erwähnt, dass die ideologische Prägung der beiden Diktaturen eine völlig entgegengesetzte war. Basierte der Nationalsozialismus auf nationalistischen, pseudohistorischen, antisemitischen, rassistischen und aufklärungsfeindlichen Idealen, sind die Wurzeln des Sozialismus im Humanismus und der Aufklärung zu finden - zumindest theoretisch. Praktisch zeigte die DDR durch ihr diktatorisch oktroyiertes Geschichts- und Gesellschaftsbild eine erschreckende Gleichförmigkeit mit dem Dritten Reich. 17 Für die folgende Untersuchung des Widerstandes gegen die deutschen Diktaturen ist es wichtig gewesen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen DDR und Nationalsozialismus aufzuzeigen, da nicht der Eindruck entstehen soll, die eine oder die andere zu verharmlosen. Die DDR mag im direkten Vergleich die „mildere“ Diktatur gewesen sein, dennoch haben beide totalitären Systeme Leben zerstört und einen Widerstand gegen sich mobilisiert, welcher nun genauer betrachtet werden wird.
4. Der Widerstand im Nationalsozialismus
Der deutsche Widerstand gegen das Regime Hitlers ging von den verschiedensten sozialen Gruppen aus und wirkte sowohl in Deutschland selbst wie auch vom Ausland aus. Er konnte sich als Resistenz durch den Rückzug ins Private bei gleichzeitiger Erhaltung der kontranationalsozialistischen Überzeugung oder Verweigerung des Hitlergrußes, durch die Bildung oppositioneller Gruppen, die gegenseitig Informationen austauschten, bis hin zu aktivem Widerstand, wie dem illegalen Vertrieb verbotener Schriften oder der Planung und Ausführung von Anschlägen und Staatsstreichen offenbaren. Gegen alle Formen des Widerstandes ist mit erbarmungsloser Härte vorgegangen worden.
Martin Broszat und Elke Fröhlich haben in chronologischer Differenzierung drei Haupttypen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus deklariert: Erstens einen kommunistisch-sozialistischen Widerstand im proletarischen Milieu der Arbeiterschaft 1933/34. Zweitens die partielle Resistenz und Volksopposition, vor allem im
16 Zitat abgedruckt bei: Schörken, Rolf, Jugend 1945. Politisches Denken und Lebensgeschichte, Frankfurt am Main 2005, S. 30.
17 Vergl. Wielenga, Schatten deutscher Geschichte, S.22.
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kirchlich-religiösen Bereich 1935-1940/41. Letztlich die Fundamentalopposition und Umsturzplanungen konservativer Eliten 1938-1944. 18
4.1 Widerstand der Arbeiter
Die erste zu betrachtende Gruppe ist die deutsche Arbeiterschaft, vertreten durch Sozialisten, Kommunisten und Gewerkschaften. Sie sahen sich gleich zu Beginn von Hitlers Diktatur einem ungleich mächtigen Gegner gegenübergestellt - der SA. Zwar hatte sich Hitlers Schlägertruppe schon in den Jahren vor 1933 einen zweifelhaften Ruhm erworben, nun aber sann Hitler über die für den 5. März 1933 angesetzten Neuwahlen nach der absoluten Mehrheit im Parlament und ließ seinen „Wahlkampf“ mit entsprechender Härte auf der Straße führen. Die Anhänger der KPD waren als Reaktion auf den vom holländischen Anarchisten van der Lubbe gelegten Reichstagsbrand seit dem 27. Februar 1933 bereits einer beispiellosen Verfolgungswelle ausgesetzt und daher nahezu kaltgestellt. Dennoch errang Hitler statt der erhofften Mehrheit nur 43,9% der Stimmen und musste sein Kabinett mit Unterstützung der DNVP bilden. Die Opposition der Wähler von SPD (18,3%), KPD (trotz Verfolgung 12,3%) und Zentrum (18%) hatten ihn um die absolute Mehrheit gebracht. Auch als Hitler dem Reichstag das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“ am 23.3.1933 vorlegte, stimmte eine mutige Minderheit von 94 Stimmen der SPD 19 gegen selbiges. Ein letzter oppositioneller, aber sinnloser Akt. Das Gesetz wurde dank der Stimmen von DNVP und Zentrum angenommen, Hitler hatte nun jene umfangreichen Befugnisse, die er benötigte, um absolut in Deutschland zu herrschen. 20
Die SPD orientierte sich in der Folge an ihrem Kampf zur Zeit der „Sozialistengesetze“ Bismarcks. Das heißt Selbstauflösung der Partei, Emigration der Parteiführer und Druck von Zeitschriften und Zeitungen im Ausland, sowie deren illegaler Vertrieb über Mittelsmänner in Deutschland. 21
So gründeten sie die SoPaDe (als Unterscheidung zur Inlands-SPD) am 28.5.1933 in Prag 22 , die vom Ausland in Kontakt mit Gruppen von Jungsozialisten und anderen Vermittlern stand und darüber zahlreiche sozialistische Periodika in Deutschland veröffentlichen konnte. 23
18 Vergl. Broszat/Fröhlich, Alltag und Widerstand, S. 55.
19 26 Abgeordnete der SPD befanden sich bereits auf der Flucht oder in Haft, während die 81 Sitze der KPD komplett leer blieben, da sie schon verboten worden war.
20 Vergl. Koehn, Barbara, Der deutsche Widerstand gegen Hitler. Eine Würdigung, Berlin 2007, S. 35ff.
21 Vergl. Dieselbe, S. 33.
22 Ab Mai 1938 wurde das Parteibüro nach Paris, ab dem Jahr 1940 nach London verlegt.
23 Wie zum Beispiel der „Neue Vorwärts“, die „Sozialistische Aktion“ und die „Deutschlandberichte“, hierzu vergl. Koehn, Barbara, Der dt. Widerstand gegen Hitler, S. 41.
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Arbeit zitieren:
Tobias Wehrmeister, 2007, Widerstand in Nationalsozialismus und DDR - Ein Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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