Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 2
2 Geschichtliche und theoretische Grundlagen. 3
2.1 Begriffserklärung. 3
2.1.1 Integrationstheorie. 3
2.1.2 Funktionalismus. 4
2.2 Die europäische Integration. 7
2.2.1 Wichtige Daten des europäischen Einigungsprozesses 7
2.2.2 Motive für den europäischen Einigungsprozess. 12
3 Lässt sich der Integrationsprozess der Europäischen Union mit
dem Funktionalismus erklären? 15
3.1 Beispiele für und gegen einen funktionalistischen Ansatz in
dem Integrationsprozess der E.U 15
3.2 Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion unter
Gesichtspunkten des Funktionalismus. 17
4 Schlusswort. 20
5 Literaturverzeichnis. 20
4
1 Einleitung
Der europäische Integrationsprozess seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist eine in der Welt beispiellose Entwicklung. Daher liegt es nahe, dass es viele Integrationstheorien, welche sich um einen Erklärungsansatz bemühen, gibt. Einer dieser Ansätze ist der Funktionalismus. Zu prüfen, ob der Funktionalismus wirklich den Integrationsprozess der europäischen Union erklären kann, ist Gegenstand dieser Arbeit.
Im Folgenden werden zu Anfang wichtige Eckpunkte des Einigungsprozesses Europas dargestellt und die theoretischen Grundzüge des Funktionalismus erläutert. Hierbei ist zu erwähnen, dass die wesentlichen Erklärungsansätze des Funktionalismus und des Neofunktionalismus unter dem Begriff Funktionalismus zusammengefasst wurde. Da der Neofunktionalismus in seinen Grundzügen den Funktionalismus ergänzt und nicht annulliert, war eine Zusammenfassung der Begriffe im Rahmen dieser Arbeit möglich. Im Hauptteil dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, inwieweit sich die Theorie des Funktionalismus auf die europäische Integration anwenden lässt. Als konkretes Beispiel wird die Wirtschafts- und Währungsunion näher durchleuchtet. Man kann davon ausgehen, dass es mehrere Überschneidungen der Realität und Theorie geben wird, jedoch nicht, dass sich der europäische Integrationsprozess vollständig mit dem
Funktionalismus erklären und begründen lässt.
2
2 Geschichtliche und theoretische Grundlagen
Das folgende Kapitel soll unter anderem dazu dienen, einen geschichtlichen Überblick über den europäischen Einigungsprozess zu erlangen. Es werden wichtige Eckdaten aufgezeigt, welche den Weg des Einigungsprozess dokumentieren.
Darüber hinaus stellt dieses Kapitel einen Einstieg in die Theorie des Funktionalismus da.
2.1 Begriffserklärung
An dieser Stelle werden zwei grundlegende Begriffe für diese Arbeit erläutert. Zum einen der Begriff der Integrationstheorie und zum anderen der Funktionalismus.
2.1.1 Integrationstheorie
Politikwissenschaftliche Integrationstheorien betrachten
Integrationsphänomene allgemein und weltweit. Ihre deutlichste Ausprägung, umfassendste Diskussionen und häufigste Anwendung erfuhren sie aber im Kontext der Erklärung der Europäischen Einigung. Integrationstheorien befassen sich mit den
Integrationsprozessen, ihren Bedingungen und Ausprägungen. 1
2.1.2 Funktionalismus
Die Wurzel des Funktionalismus liegt in der Arbeit von David Mitrany 2 „A Working Peace System“ (1943). 3 „Im Kern befasst sich die Integrationstheorie des Funktionalismus mit den Fragen, weshalb es zur Integration kommt und welches die Kräfte sind, die die Vertiefung (und Erweiterung) vorantreiben beziehungsweise sie behindern.“ 4
„Mitrany geht davon aus, dass modernen Industriegesellschaften nur zusammenwachsen können, wenn zunächst einzelne Funktionsbereiche (wie Verkehr, Kohle oder Stahl) verschmelzen würden. Allmählich werde sich dann ein Netzwerk internationaler, funktionsspezifischer Organisationen herausbilden, deren
Leistungen von den Bevölkerungen immer mehr anerkannt würden. Diese Form der Kooperation werde dann auch auf andere Bereiche überspringen und letztlich zu einer Erosion des Nationalstaates führen. Der Integrationsansatz des
Hier einige Biographischen Aspekte Mitranys (Vgl. Ambrosi, Gerhard Michael: David 2
Mitranys Funktionalismus als analytische Grundlage wirtschaftlicher und politischer Neuordnung in Europa. In: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933, Jg. 1997, S. 551-553.) - geboren am 1.Januar 1888 in Bukarest - 1912 Übersiedlung nach London
- Studium der Soziologie und Politologie an der LSE in London - 1943 erstmals publizierte Schrift: „A Working Peace System: An argument for the Funktinal Development of International Organizations“, die danach auch in italienischer, dänischer und norwegischer Ausgabe erschien - 1944 bis 1960 Berater für „International Affairs“ bei der Unilever-Gesellschaft - gestorben am 25. Juli 1975
Vgl. Bjerregaard, Rasmus: Funktionalismustheorie, europäische Integration und 3
Dreigliederung. In: Institut für Soziale Dreigliederung, Jg. 2001. Online verfügbar unter http://www.dreigliederung.de/essays/2000-09-001.html, zuletzt geprüft am 08.06.2008, S.2.
Wolf - Integrationstheorien im Vergleich, S.39. 4
4
Arbeit zitieren:
Sarah Peter, 2008, Der europäische Einigungsprozess unter Gesichtspunkten des Funktionalismus, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
1919-1933 wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Probleme
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