Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Erster Versuch einer Bestimmung des Nichts 4
2.2. Zweiter Versuch einer Bestimmung des Nichts 8
11
3. Schluss
12
4. Literaturverzeichnis
4.1. Primärliteratur 12
4.2. Sekundärliteratur 12
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T!f!j!u!f!3!
„Die Sein-Nichts-Polarisierung des Horizonts der Welt ist also Bedingung der Möglichkeit und positiver Antrieb dafür, daß menschliches Verstehen in kritischer Unterscheidung nach den letzten Gründen, die in ihrer Notwendigkeit keine realen Alternativen neben sich haben, zu forschen beginnt.“ 1
1. Einleitung:
Diese Arbeit behandelt das Thema „Das Nichts bei Sartre“ und stützt sich vorwiegend auf sein Hauptwerk Das Sein und das Nichts 2 .
Um eines der Hauptanliegen Sartres, eine Bestimmung des Seins vorzunehmen, zu untersuchen, bemerkt Sartre, dass es zunächst einer Abgrenzung des Seins zum Nicht-Sein bedarf. „Das Sein ist dies und außerhalb dessen nichts“ 3 , schreibt Sartre gleich zu Beginn. Um seinen Standpunkt klarer zu skizzieren, nimmt er andere Definitionen des Nichts zu Hilfe, um sie nacheinander abzulehnen und auf diese Weise zu seiner Sichtweise des Nichts zu gelangen. Dies führe ich im ‚ersten Versuch einer Bestimmung des Nichts‘ aus. Ich werde ebenfalls kurz auf die Vorgänger Sartres wie Hegel und Heidegger eingehen.
Zunächst gehe ich auf die Verschränkung der Frage mit der Negation ein. Sartre untersucht, woher die Negation stammt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Ursprung der Negation das Nichts sein muss. Folglich muss das Nichts in irgendeiner Weise existieren. Er merkt weiter an, dass das Nichts das Sein voraussetzt und stellt sich gegen Hegel, der das Sein und das Nicht-Sein 4 auf dieselbe (abstrakte) Stufe hebt.
Im zweiten Unterkapitel werde ich die bereits aufgegriffenen Punkte noch einmal erläutern wie Sartre es selbst im Unterkapitel Der Ursprung des Nichts getan hat. Weshalb Sartre so vorgegangen ist, darüber kann nur 1 Handbuch Philosophischer Grundbegriffe. Krings u.a. (Hg.), München 1973 2 Sartre, Jean-Paul: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, In: Jean-Paul Sartre. Gesammelte Werke, Hamburg, 1994 3 ebd. S.53 4 Im Folgenden werde ich die Begriffe ‚Nicht-Sein‘ und ‚Nichts‘ synonym verwenden. ! T!f!j!u!f!4!
spekuliert werden. Es ist möglich, dass er eingesehen hat, dass sein Modell des Nichts nur verstanden werden kann, wenn man alle Facetten der Theorie verstanden hat. Zum Beispiel versteht man bei Sartre nur die Negation, wenn man das Nichts verstanden hat und das Nichts versteht man nur, wenn man das Sein verstanden hat und das Sein wiederum versteht man nur, wenn man die Negation verstanden hat. Das heißt, um einen Punkt seiner Theorie zu verstehen, müsste man eigentlich bereits alle anderen Punkte verstanden haben. Denn vieles greift bei Sartre ineinander über wie es schon bei Hegel der Fall ist. Daher nimmt er eine Zweiteilung vor. In den vorherigen Unterkapiteln versucht er nacheinander alle Punkte abzuarbeiten. Im letzten Unterkapitel versucht er nun die Wechselwirkungen von Negation, Frage, Nichts und dem für-sich-Sein zu erörtern. Schließlich nimmt er auch die Freiheit mit hinein, um eine Vollständigkeit zu gewährleisten. Denn das Nichts ist eng mit der Freiheit verbunden. Es muss angemerkt werden, dass er dieses Thema nur anschneidet und dass er sich dann ausführlich im vierten Teil des Buches dem Frei-Sein widmet.
2.1 Erster Versuch einer Bestimmung des Nichts
Sartre unternimmt einen Dualismus des Seins. Er spaltet das Sein in ein an- sich-Sein und ein für-sich-Sein. Das an-sich-Sein kann als „als reine Positivität, reines Sein, als Synthese seiner Selbst mit sich selbst, identisch mit sich selbst, nicht zeitlich“ 5 charakterisiert werden.
Das an-sich-Sein ist, was es ist.
Das für-sich-Sein hingegen hat zu sein, was es ist und wird von Sartre als ein Sein des Bewusstseins angesehen. Das für-sich-Sein hat dabei andere Qualitäten als das bloße an-sich-Sein. 6 Das für-sich-Sein hat eine große
Schnittmenge mit dem Nichts.
Es gibt eine Auffassung, die u.a. die Stoiker und Husserl vertreten, wonach die Negation sich bloß in der ‚Qualität des Urteils‘ manifestiert. Das 5 Schumacher, Bernard N.: Philosophie der Freiheit: Einführung in Das Sein und das Nichts, In: Das Sein und das Nichts, hrsg. von Bernard N. Schumacher, Berlin, 2003, S.9 6 Aufgrund der Komplexität des für-sich-Seins wird dieser Begriff erst Schritt für Schritt im Text erläutert.
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Arbeit zitieren:
Markus Garth, 2008, Das Nichts bei Sartre, München, GRIN Verlag GmbH
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