E-Government Sönke Bruhn Yu Li
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 1
1. Einleitung 1
2. Definition und Entstehung des Begriffs E-Government 4
3. Anwendungsfelder für das E-Government 5
4. Sicherheit im E-Government 8
5. Bestimmung der zu unterstützenden 10
Verwaltungsleistungen
6. Rechtliche Hindernisse 12
7. Verfahren der elektronischen Signatur 13
8. Aktivierung des Bürger durch E-Government 14
9. E-Voting als Möglichkeit des E-Governments 16
10. Effektiveres Dokumentenmanagement 19
durch E-Government
11. Die Benutzungssituation von E-government 21
12. Erstellung einer Internet-Strategie für Verwaltungen 22
13. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Internet- 25
Strategien für Verwaltungen und Privatwirtschaft
14. Fazit und Ausblick 27
15. Quellenverzeichnis 32
1
Vorwort
Die Absicht dieser Hausarbeit ist das Thema Electronic-Government (E- Government) genauer zu beleuchten, Möglichkeiten und Potenziale von E- Government zu nennen, und in einem weiteren Schritt die Probleme zu untersuchen. Die Hausarbeit hat keinen Anspruch auf die vollständige Behandlung aller durch E -Government auftretenden Problemfelder. Vielmehr wurden die für uns als wichtig und besonders erwähnenswert erachteten Themen betrachtet und im Folgenden aufgeführt.
Die Themenauswahl ist vor allem im Hinblick auf die im Rahmen des Studienganges Wirtschaft und Verwaltung stattfindenden Vorlesungen beeinflusst wurden. Eine Betonung liegt dabei auf die sich ergebenden Schwierigkeiten und möglichen Konsequenzen, denen die Verwaltung im rechtlichen und organisatorischen Sinne im Zuge der Einführung des E- Governments ausgesetzt ist.
1. Einleitung
Der Kontakt des Bürgers mit den Behörden stellt sich meist als
Bauantrages verfolgen.“
1
Die Liste ließe sich beliebig verlängern.
Möglich macht all dies die Einführung des E-Governments mit dessen
1 Hagen, Martin, Einleitung S.15
2
explosionsartige Verbreitung des Internets seit Anfang der 90er Jahre.
Allerdings sind Verwaltungsangebote im World Wide Web vom oben
„Die öffentlichen Meinung neigt schnell dazu, den aktuellen Stand der
Web-Seiten einrichtet haben und seitdem betreiben.“
2
Für den Mangel an bisher realisierten Online-Transaktionssystemen gibt
2 Hagen, Martin, Einleitung S.15
3
2. Definition und Entstehung des Begriffs E-Government
„Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien.“ 4
Der Begriff Electronic Government in seinen Variationen e-government oder eGovernment findet seine ersten Erwähnungen in den frühen 90ern Jahren. Er umschreibt zunächst ein reines Informationsangebot, also ein System mit dem der Bürger von außen auf verwaltungsinterne Daten zu greifen kann. Erst später mit der Entwicklung der technischen Voraussetzungen, ist der Begriff um die Möglichkeit der „online Dienstleistung“ erweitert worden.
Heute nutzt E-Government das Internet und andere elektronische Medien zur Einbindung der Bürger und Unternehmen in das Verwaltungshandeln. Zum E-Government gehört dabei sowohl die Kommunikationsbeziehung zwischen Verwaltungsbehörden untereinander als auch die Schnittstelle Verwaltung-Bürger und Verwaltung-Wirtschaft.
3 Hagen, Martin, Einleitung S.15
4 H. Reinermann,s.u., http://foev.dhv-speyer.de/ruvii
4
3. Anwendungsfelder für das E-Government
Welche Gründe gibt es, die den Einsatz von E-Government erstrebenswert
machen? Hier wird zunächst häufig die Steigerung der
Kundenfreundlichkeit und der bessere Service für den Bürger als
Hauptargumente aufgeführt. Daneben gibt es weitere von E-Government
ausgehende Einflüsse, die nicht unerwähnt bleiben dürfen und die vor
allem auch den verwaltungsinternen Ablauf betreffen.
Eine weiteres Einsatzfeld, dass sich als Möglichkeit durch E-Government
eröffnet ist der Einsatz der Telearbeit. „Telearbeit ist jede auf
Informations- und Kommunikationstechnik gestützte Tätigkeit, die
ausschließlich oder zeitweise an einem anderen, als der dienstlichen
Arbeitsstätte liegenden Arbeitsplatz erbracht wird. Dieser Arbeitsplatz ist
mit der betrieblichen Arbeitsstätte durch elektronische
Kommunikationsmittel verbunden.“ 5
Hierzu kann bereits auf Ergebnis des von der Bundesregierung 1996
gestarteten Pilotprojekts „Initiative Telearbeit“ zurückgegriffen werden.
Laut dieser Studie erhöht Telearbeit nicht nur die Mitarbeitermotivation,
sondern führt auch zu einer Produktivitäts- und Qualitätssteigerung.
(mehr, schneller, besser).
Sie führt zu einem wirtschaftlicherem Mitteleinsatz (z.B. wird das
Vorhalten von Büroräumen gespart) und unterstützt die Einführung und
Verbreitung innovativer Techniken. Zudem ist der Einsatz von Telearbeit
relativ reibungsfrei durchsetzbar. Eine breite Überzeugungsarbeit nicht
notwendig, da sie auf eine hohe Akzeptanz bei den Dienststellen und
Beschäftigten stößt.
5 Telearbeit im öffentlichen Dienst, Sonderausgabe Februar 1999, S.2 „Was ist unter
Telearbeit zu verstehen“
5
Dringende Voraussetzung für die Einrichtung von Telearbeitsplätzen ist die Freiwilligkeit der sie betreffenden Mitarbeiter. So ist in dem Abschlußbericht, des von der Bundesregierung durchgeführten Projektes zur Telelarbeit folgende Empfehlung zu lesen: „Zukünftig sollte Telearbeit in allen geeigneten Bereichen der Verwaltung in angemessenem Umfang praktiziert werden.“
Die weiteren Anwendungsbereiche des E-Government sind vielfältig und erstrecken sich auf sämtliche Tätigkeitsfelder der Verwaltung. Darüber hinaus können sich auch völlig neue Anwendungsbereiche eröffnen. Deswegen werden hier neben den bereits oben erwähnten beispielhaft einige genannt, welche schon heute zum Teil praktiziert werden.
Möglich sind Bürgerinformationssysteme, welche gegenwärtig eine große Verbreitung aufweisen. Weiter seien Touristikinformationssysteme zur Förderung des Fremdenverkehrs, Wirtschaftsinformationssysteme im Rahmen der Wirtschaftsförderung, Gremieninformationssysteme zur Unterstützung von Versammlungen, Räten und Ausschüssen,
Fachinformationssysteme Wissensdatenbanken genannt. Darüber hinaus sind
• Kommunikationssysteme, die nicht nur E -Mail, sondern auch
webbasierte Diskussionsforen und Videokonferenzsysteme für Telepräsenz und Telekooperation beinhalten (E-communication),
• Formularlösungen d.h. elektronische Formulare als Vor- bzw.
Ausdruck zur Offline- oder Online-Bearbeitung mit und ohne Plausibilitätskontrolle (http://www.virtuelles-rathaus.de) sind die Basis für Online-Transaktionsdienste, d.h. die elektronischen Annahme und elektronische Bearbeitung eines Antrages,
6
• Aktenverfolgungsverfahren, verwaltungsintern oder –extern,
• Electronic Commerce-Lösungen für die öffentliche Verwaltung (E- Commerce) als elektronische Marktplätze, elektronische Laden- und Auktionssysteme, Ausschreibungs- und Börsensysteme; ( Beispiele: http://www.destatis.de) u.a. auch elektronische Zahlungssysteme die elektronische Bezahlung von Verwatungsdienstleistungen oder Auszahlung finanzieller Leistungen ermöglichen (Beispiel:
• Serviceleistungen wie elektronische Verwaltungsbescheide, Erteilung von Zulassungen, Lizenzen und Genehmigungen, Vertrieb von Produkten ( Beispiel: http:// www.bva.bund.de).
• E-Workflow–Modelle, die verwaltungsintern und –übergreifend die Abwicklung von behördlicher Vorgänge mit Hilfe von Doku- mentenmanagement-, Registrierungs- und Archivierungssystemen dokumentieren (siehe Kap.10 „Effektiveres Dokumenten- management durch E-Government“).
• E-Democracy-Verfahren, welche sich in der demokratischen Beteiligung der Bürger widerspiegeln, d.h. der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien für Bürgerinitiativen, Parteien, Politiker, Wahlkämpfe , Wahlen und Volksabstimmungen, siehe Kap.8 „Aktivierung des Bürgers durch E- Governement“, „E-Voting als Möglichkeit des E -Governements“) (Links : http://www.bund.de) denkbar.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Zustand, der durch E-Government erreicht werden soll, die Abwicklung rechtsverbindlicher Dienstleistungen und Transaktionen zwischen öffentlicher Verwaltung, Bürgern und Wirtschaft vollelektronisch und ohne Medienbrüche ist.
7
Diesen Zustand des digital vernetztes Gemeinwesens, in dem Unternehmen, Behörden und Bürgerschaft online verbunden sind, gilt es herzustellen. Das Ergebnis wäre ein Mehr an Information und Kommunikation sowie mehr Transparenz, Effizienz und Effektivität beii allen Beteiligten.
4. Sicherheit im E-Government
„Der breite IT-Einsatz und die Nutzung des Internets zum Informationsaustausch mit Bürger und Unternehmen birgt neben den genannten Vorteilen jedoch auch Sicherheitsrisiken. Vertrauliche Daten werden über an sich unsichere Medien übertragen, bisher abgeschottete IT-Systeme der Verwaltung werden an das Internet angebunden. Hier gilt es, geeignete Sicherheitsmaßnahmen wie etwa Verschlüsselung, qualifizierte elektronische Signaturen und Firewalls sinnvoll einzu- setzen.(...)“ 6
So stellt sich die Frage, ob durch E -Government möglicherweise das Sicherheitsniveau gesenkt wird: Im Zuge von elektronischen Interaktionen werden Schriftstücke durch Daten und Dateien ersetzt. Dieser Kommunikationsweg birgt Sicherheitsrisiken in sich, welche von der Möglichkeit der eindeutigen Identifizierung des am anderen Ende befindlichen Gesprächspartners (Authenzität) bis hin zur Sicherheit des Datenflusses im Internet reichen (Integrität). So ist es durchaus denkbar, dass E-mails oder Daten nicht nur passiv abgehört, sondern auch bewusst verfälscht werden können.
Weiterhin müssen Authenzität und Integrität der online übermittelten Daten auch noch nachträglich und gegenüber Dritten (z.B. im Klageverfahren vor Gericht) nachweisbar sein. Hierfür kommt das Mittell http://www.bsi.de/fachthem/egov/download/0_Einlei.pdf, Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik, „Einleitung und Übersicht“
8
Arbeit zitieren:
Sönke Bruhn, 2002, E-Government, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Heinrich Heines Bild der Revolution in seiner Schrift „Zur Geschichte ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Der neue Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Das Reformprotoko...
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
eGovernment - Chance und Herausforderung für die Verwaltung am Beispie...
Hausarbeit, 53 Seiten
Über: Carl Schmitt - Der Begriff des Politischen
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 15 Seiten
Die Ideologiekritik der kritischen Theorie und ihr Bezug zur Pädagogik
Seminararbeit, 18 Seiten
Die Demokratietheorien von Jean-Jacques Rousseau und Joseph A. Schumpe...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 18 Seiten
Die Auswirkungen von Chruschtschows Reformen auf das politische System...
Politik - Internationale Politik - Region: Russland, Länder der ehemal. Sowjetunion
Hauptseminararbeit, 28 Seiten
Karl Marx: Die deutsche Ideologie
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Referat (Ausarbeitung), 9 Seiten
Repräsentative Demokratie versus plebiszitäre Demokratie
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 47 Seiten
Stand der Einführung in der Bu...
Hausarbeit, 9 Seiten
Föderalismus im Irak - Chancen und Risiken für die Kurden
Föderalismus ist nicht nur für...
Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
Datensicherheit als Grundlage des internationalen elektronischen Hande...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Seminararbeit, 45 Seiten
Achsen der Differenz - Achsen der Ungleichheit: Race, Class, Gender in...
Psychologie - Sozialpsychologie
Diplomarbeit, 167 Seiten
Der Begriff der Hegemonie bei Ernesto Laclau
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Hausarbeit, 18 Seiten
Antisemitismus in der UdSSR bis 1953
Politik - Internationale Politik - Region: Russland, Länder der ehemal. Sowjetunion
Seminararbeit, 18 Seiten
Über den Aufsatz von Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter...
Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie
Hauptseminararbeit, 13 Seiten
Sönke Bruhn hat den Text E-Government veröffentlicht
Sönke Bruhn hat einen neuen Text hochgeladen
Prozessoptimierung in der öffe...
Ralf Heib, Helmut Kruppke, August-Wilhelm Scheer
E-Government und virtuelle Organisation
Bedeutung für die Neugestaltun...
Dieter Brosch, Harald Mehlich
7th International Conference, ...
Maria A. Wimmer, Hans J. Scholl, Enrico Ferro
10th International Conference,...
Marijn Janssen, Hans Jochen Scholl, Maria A. Wimmer, Yao-Hua Tan
Electronic Government und Verwaltungsmodernisierung
Beziehungen, Potenziale und Pr...
Axel M. Heinz
Electronic Government and the Information Systems Perspective
Second International Conferenc...
Kim Normann Andersen, Enrico Francesconi, Ake Grönlund, Tom M. van Engers
0 Kommentare