Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung. 3
II. Historischer Rückblick auf Osteuropa. 4
1. Der Befreiungskampf gegen die Türken 4
2. Jugoslawien im 19. Jahrhundert. 5
3. Die 80er Jahre. Anfang des Zerfalls. 7
4. Das Ende von Jugoslawien. 9
III.Zusammenfassung 11
Anhang 12
IV.Literatur............................................................................................................................. 13
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I. Einleitung
Mit dieser Arbeit will ich an dem Beispiel Jugoslawiens den Zerfall des ehemaligen Ostblocks zeigen. Der Osten Europas ist heute ein Krisenherd des Kontinents. Seitdem die alten Strukturen die innere Ruhe nicht mehr garantieren, existiert die Bedrohung von sozialen und nationalen Konflikten. Es müssen die Deformationen überwunden werden, die das System angerichtet hat. Der Zusammenbruch wirtschaftlicher Strukturen führte zu einer Verunsicherung der Bevölkerung. Es gibt weder das traditionelle System zentraler Planung, noch das wirtschaftliche System funktioniert.
Ich möchte zeigen, daß oft auf die heutigen Probleme ohne die notwendige Tiefe vor allem der historischen Kenntnisse gesehen wird. Ich bin Bulgarin, und es ist mir gut bekannt, daß die Menschen aus Westeuropa oft nicht die richtigen Vorstellungen über die Balkanhalbinsel haben. Sie kennen die kulturellen und historischen Gründe nicht, die die Menschen zu verschiedenen Taten in der Gegenwart treiben. Ich will darlegen, daß der Nationalismus auf der Balkanhalbinsel für die Menschen dort notwendig ist. Es ist eine Art, sich als Volk und Nation zu bewahren und zu behaupten. Natürlich führt der Nationalismus zur Unterdrückung eines Volkes von anderen. Ich bin der Meinung, daß die vorgeschlagenen Friedensmodelle für Jugoslawien nicht erfolgreich sein können. Die internationalen Organisationen unterstützen die wenigen Initiativen, die aus Jugoslawien kommen, nicht. Diese Initiativen, die sie vorgeschlagen haben, können nicht akzeptiert werden, weil sie fremd für die Menschen in Jugoslawien sind.
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II. Historischer Rückblick auf Osteuropa
Damit man besser die heutigen Ereignisse in Jugoslawien versteht, muß man sich mit der Geschichte dieses Landes bekannt machen. Die Grundlagen für viele Konflikte liegen in der Vergangenheit. Oft wird der Haß zu einem anderen Volk von Mutter zum Sohn übergeben. Das nationalistische Potential innerhalb der Bevölkerung ist groß. Es gibt politisch einflußreiche Kräfte, die das ausnutzen.
1. Der Befreiungskampf gegen die Türken
Die Anfänge der heutigen Konflikte liegen im 14. Jahrhundert, als die Serben den südlichen Balkan beherrschten. Skopje war die Hauptstadt. Die Serben übten einen großen Einfluß auf die Balkanhalbinsel aus. Der weiteren Expansion nach Süden und Südosten stand jedoch das Osmanische Reich entgegen. Die Türken bereiteten ihre weitere Expansion nach Norden mit dem Sieg über die Bulgaren und kleine serbische Verbände. Am 28. Juni 1389 kam es zu einem wichtigen historischen Ereignis in Kosovo. Das ist das so genannte Amselfeld. Es kam zu einer Entscheidungsschlacht zwischen den beiden regionalen Großmächten. Die serbische Armee verlor diese Schlacht, und 1521 eroberten die Türken Belgrad und später Ungarn. Aus dieser Zeit stammt das von Klemens Ludwig genannte serbische Nationalbewußtsein. "Das, was heute als serbisches Nationalbewußtsein von unterschiedlichen Ideologen zur Grundlage der Politik gemacht wird, ist eine unentwinbare Mischung aus Träumen von einstiger Größe, dem Mythos einer Opfernation, sowie der realen Erfahrung mit einem Genozid." (Ludwig 1993:136) Die serbische Armee bestand damals nicht nur aus Serben. In ihr waren außer Serben noch Albaner, Walachen und Bulgaren. Die Serben vergessen aber oft diese Tatsache. Mit der Zeit wurde die Niederlage auf dem Amselfeld zu einem Heldenepos, das eine wichtige Rolle für das serbische Nationalbewußtsein spielt. Einen großen Beitrag zum Werden von diesem Heldenepos hat die orthodoxe Kirche geleistet. Der Führer der vereinten Armee Lazarevic (Lazar) wurde als Glaubensmartyrer heiliggesprochen. Die Kirche hatte aber auch eine andere wichtige Rolle. Bis zum 19. Jahrhundert war sie Garant für die Pflegung der serbische Sprache und Kultur. Hierbei spielte sie eine positive Rolle. "Die Kirche verstand sich immer als Martyrerkirche, genau wie das Volk." (Ludwig 1993:137) Deswegen gab es wenige Serben, die zum Islam
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Arbeit zitieren:
Dr. Mariana Parvanova, 1994, Jugoslawien seit 1980 - Geschichte einer Staaterosion, München, GRIN Verlag GmbH
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