Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. FERTILITÄT: GRUNDLAGEN, DEFINITION 3
3. DYNAMIK: FERTILITÄTSENTWICKLUNG IN DEN ENTWICKLUNGSLÄNDERN
(1950-2008) 4
4. URSACHEN FÜR DEN FERTILITÄTSRÜCKGANG. 5
4.1 FERTILITÄT UND WIRTSCHAFTLICHE FAKTOREN. 6
4.2 FERTILITÄT UND MODERNISIERUNGSINDIKATOREN. 7
4.3 FERTILITÄT UND FAMILIENPLANUNGSPROGRAMME UND KONTRAZEPTIVA 9
5. REGIONALE DIFFERENZIERUNG: DAS BEISPIEL AFRIKA UND
ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN 12
6. ZUSAMMENFASSUNG. 17
LITERATURVERZEICHNIS. 19
INTERNETQUELLEN: 20
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Totale Fertilitätsrate (Quelle: http://statwiki.wiwi.hu-
berlin.de/index.php/Geburten-_und_Fruchtbarkeitsziffern) .............................................. 3 Abbildung 2: Länderkategorien der Geburten- und Fruchtbarkeitsrate weltweit (eigene
Darstellung; Daten nach BÄHR 2004:182) ....................................................................... 4 Abbildung 3: Fertilitätsrückgang in Afrika, Asien und Lateinamerika von 1950-2010 (Quelle: World Population Prospects; The 2006 Revision Population Database, eigene
Darstellung)........................................................................................................................ 5 Abbildung 4: Gesamtfertilitätsrate und GNI pro Kopf anhand ausgewählter Länder .... 7 Abbildung 5: Modernisierungsindikatoren (Quelle: www.prb.org und DSW Datenreport
2007, eigene Darstellung) .................................................................................................. 8 Abbildung 6: TFR und Frauen, die Empfängnisverhütung betreiben nach Typ, Methode und Region (2005) (Quelle: WHO: Unsafe Abortion 2003:3)........................................ 10 Abbildung 8: Anzahl der Todesfälle unsachgemäßer Abtreibungen pro 1000 Abtreibungen /Region (Quelle: WHO: Unsafe Abortion 2003:18) ............................... 11 Abbildung 9: Totale Fertilitätsrate von 1950-2050 nach Regionen Afrikas (Quelle: World Population Prospects; The 2006 Revision Population Database, eigene Darstellung) .... 12 Abbildung 10: Totale Fertilitätsrate Afrikas 2007 (Quelle: Ausschnitt;
http://www.weltbevölkerung.de/img/karten/fertilitaet.png ) ........................................... 13 Abbildung 11: Ausbildung und Fertilität anhand ausgewählter Länder (Quelle: DSW Datenreport 2007; ADI (African Development Indicators) 2007, eigene Darstellung)... 14 Abbildung 12: Fertilitätsrate und -entwicklung Stadt/Land (Äthiopien) 1970-2000 (Quelle: FARINA/GURMU/HASEN/MAFFIOLI 1994:28) ........................................... 15 Abbildung 13: TFR 2007 und Gebrauch von mod. Verhütungsmitteln bei den 15-49 Jährigen anhand ausgewählter Länder (PRB; Datafinder)....................................... 15
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1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Fertilitätsrückgang in den Entwicklungsländern nach 1950 sowie deren Dynamik, Ursachen und regionaler Differenzierung. Bei der Betrachtung der Dynamik werden die Phasen der Fertilitätsentwicklung von 1950 bis heute betrachtet und dargestellt. In einem weiteren Schritt wird die Beziehung von Fertilität zu den drei Faktoren Wirtschaft, Modernisierung und Familienplanung erläutert. Abschließend wird anhand eines ausgewählten Beispiels (Afrika) die regionale Differenzierung betrachtet und analysiert. Wichtig ist die Betrachtung des Fertilitätsrückganges nicht nur hinsichtlich der Bedeutung wirtschaftlicher und sozialer Folgen für die Entwicklungsländer, sondern auch im Bezug auf die weltweite Tragfähigkeitsdebatte. Auffällig ist dabei, dass die Entwicklung der Fertilitätsrate (TRF) nicht nur zwischen den Entwicklungsländern unterschiedlich ausgebildet ist, sondern auch innerhalb der einzelnen Länder eine starke Differenzierung aufweist. Ursachen und Folgen dieser Entwicklungen sollen in der Folge betrachtet, visualisiert und analysiert werden. Grundlegend ist zu Beginn die Definition des Begriffs Fertilität sowie der daraus abgeleiteten Fertilitätsrate.
2. Fertilität: Grundlagen, Definition
Die Fertilität meint „die Fähigkeit eines Lebewesens, Nachkommen hervorzubringen, bezogen auf die gesamt Population und/oder ein Areal bzw. eine Region“ (LESER 2005:225). Bezogen auf die Fertilität der Frau kann nach dem Population Handbook (HAUPT/KANE 2004:17) folgende Definition gegeben werden:
„Fertility refers to the number of live births women have. It differs from the fecundity, which refers to the physological capability of women to reproduce. Fertility is directly determined by a number of factors that, in turn, are effected by a great many social, cultural, economic, health and other enviromental factors.”(HAUPT/KANE 2004:17) Die natürliche Entwicklung des Bevölkerungswachstums und des Bevölkerungsrückgangs, kann anhand der totalen Fertilitätsrate (TFR) betrachtet werden. Die totale Fertilitätsrate ist dabei die Kennziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau (zwischen 15 und 45) durchschnittlich zur Welt bringen kann:
Abbildung 1: Totale Fertilitätsrate (Quelle: http://statwiki.wiwi.hu-berlin.de/index.php/Geburten-
_und_Fruchtbarkeitsziffern)
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Die totale Fertilitätsrate (TFR) erfasst dabei die Lebendgeburten im Jahre t. Diese ergibt sich aus der Summe der altersspezifischen Geburtenziffer (SGZ) mit x-jährigen Frauen (x = 15, 16, …, 44) zum Zeitpunkt t (t = Jahr der Betrachtung).
Vorteilhaft ist die TFR dahingehend, dass sie unabhängig vom Altersaufbau einer Gesellschaft ist und somit eine geeignete Grundlage zur Beurteilung des generativen Verhaltens bietet (vgl. BÄHR 2004:181). Die TFR ermöglicht außerdem die Bildung vier Länderkategorien, die eine Differenzierung der Fertilität ermöglicht.
Abbildung 2: Länderkategorien der Geburten- und Fruchtbarkeitsrate weltweit (eigene Darstellung; Daten
nach BÄHR 2004:182)
Weiterhin lassen sich die Fertilitätsunterschiede auf Differenzen in der demographischen Struktur und dem generativen Verhalten zurückführen, die in der Folge (Ursachen für den Fertilitätsrückgang) differenziert betrachtet werden.
3. Dynamik: Fertilitätsentwicklung in den Entwicklungsländern (1950-2008) Der Fertilitätsrückgang setzte in den Entwicklungsländern, im Vergleich zu den Industrieländern, erst wesentlich später ein. Anfang der 50er Jahre wurden in den Entwicklungsländern noch ca. 6,2 Kinder pro Frau geboren. Diese Zahl entspricht nach der Kategorisierung in Abbildung 2 einer extrem hohen Geburten- und Fruchtbarkeitsrate. Ein merklicher Geburtenrückgang lässt sich in den Entwicklungsländern jedoch erst ab den 1960er Jahren registrieren. In jüngerer Zeit hat dieser sogar an Dynamik gewonnen, zeigt teilweise Anzeichen eine Stagnation, bzw. eines Anstiegs in einigen Ländern (BÄHR 2004:183).
Beispielhaft für den Fertilitätsrückgang der 1960er Jahre ist Lateinamerika mit einem merklichen Geburtenrückgang von 5,97 auf heute 2,3 Kindern pro Frau. In Asien beginnt der Rückgang dagegen erst später (ca. 1970er Jahre), vollzieht sich dafür wesentlich schneller, sodass
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Länder wie z.B. China, Thailand und Indien einen Rückgang einer durchschnittlichen TFR von 5,67 auf 2,34 bzw. teilweise sogar noch geringere Zahlen verzeichnet. Erst Mitte der 1980er folgt dann Afrika mit einer Ausgangsrate von über 6,45 Kindern pro Frau, die bis heute auf durchschnittlich 4,47 Kindern zurückgegangen ist. In einigen Regionen Afrikas finden sich dagegen die angesprochenen Stagnationen (Uganda, 1950: 6,9; 1970: 7,1; 1990:7,06; 2000: 6,95) und Wiederanstiege.
Abbildung 3: Fertilitätsrückgang in Afrika, Asien und Lateinamerika von 1950-2010 (Quelle: World Popu-
lation Prospects; The 2006 Revision Population Database, eigene Darstellung)
Die abgebildeten Durchschnittswerte können regional starke Unterschiede aufweisen. (vgl. ULICH 1995:95 f; GANS 2001:10 f)
Der frühe Übergang zu einer niedrigeren Fertilität lässt sich demnach anfangs bei den heutigen Schwellenländern nachweisen. In einigen dieser Länder erreicht die TFR mittlerweile nicht einmal mehr das Bestanderhaltungsniveau (ca. 2,1 Kinder je Frau). Kennzeichnend für Länder später demographischer Transition sind nicht nur eine hohe Säuglingssterblichkeit, unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft und eine niedrige Verstädterungsquote, sondern auch ein geringer sozialer Status der Frau innerhalb der Gesellschaft. Fertilitätsunterschiede sind damit allgemein in zwei Hauptkomponenten zu untergliedern; Unterschiede in der demographischen Struktur und dem generativen Verhalten (vgl. BÄHR 2004:185). Die daraus resultierenden Ursachen sollen im Folgenden betrachtet und analysiert werden.
4. Ursachen für den Fertilitätsrückgang
Die durchschnittliche Kinderzahl, und damit die Fertilität einer Frau, sind von einer Reihe Faktoren abhängig. Unmittelbare Faktoren der Fruchtbarkeit sind Heiratsalter, Kinderwunsch, Kontrazeptiva, die Dauer des Stillens und der nachgeburtlichen Abstinenz. (vgl. ULICH
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Arbeit zitieren:
B.A. Ina Bartels, 2008, Fertilitätsrückgang in den Entwicklungsländern seit 1950, München, GRIN Verlag GmbH
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