Inhaltsangabe:
1. Medien und Manipulation. Erster Teil: Textanalysen 3
1.1 Prolog 4
1.2 Kulturindustrie. Fernsehen als Ideologie 5
1.3 Prolog zum Fernsehen S 5
1.4 Fernsehen als Ideologie 6
1.5 Media Control. Wie die Medien uns manipulieren 6
1.6 Das Klassenauge 8
1.7 Ausdifferenzierung als Verdoppelung der Realität 9
1.8 Werbung 10
1.9 Schafft das Fernsehen ab 11
1.10 Methode eines Massenmordes 11
1.11 Epilog 12
1.12 Bibliographie 13
1.13 Internet 13
2. Medien und Manipulation. Zweiter Teil: Filmanalyse 14
2.1 Prolog 15
2.2 Manipulation und geistige Elite 16
2.3 Feindbild gesucht 16
2.4 Der Krieg im Schnittstudio 17
2.5 Die konstruierte Realität 18
2.6 Ein Held wird kreiert 19
2 7 E p i l o g S 2 0
2.8 Bibliographie 21
2.9 Filmographie 21
1
3. Medien und Manipulation. Dritter Teil: Verschwörung um die Hainburger Au 22
3.1 Prolog 23
3.2 Wasserkraft versus Kernenergie 24
3.3 Pressekonferenzen der Tiere 25
3.4 Die Aubesetzung im Auge der Medien 25
3 5 E p i l o g S 2 9
3.6 Abbildungsverzeichnis 30
3.7 Literaturverzeichnis 30
4. Medien und Manipulation. Vierter Teil: Textanalysen 31
4.1 Prolog 32
4.2 Erste Textanalyse S 3
4.3 Zweite Textanalyse 35
4 4 E p i l o g S 3 7
4.5 Bibliographie 38
2
Prolog
Die Macht der Manipulation ist heutzutage sehr vielfältig. Egal, ob Printmedien, Hörfunk oder das Fernsehen: Alle diese Massenmedien beliefern uns mit Informationen. Doch entsprechen alle diese Informationen auch der Wahrheit? Wenn nicht - was hat es für einen Sinn, den Menschen falsches Wissen mitzuteilen?
Wir leben in einer Zeit, in der das Fernsehen die Menschen und die Gesellschaft prägt. Wenn aber die Medien manipuliert werden, wird dann nicht auch unsere gesamte Gesellschaft manipuliert? Falls ja - wie äußert sich diese Manipulation, wer sind die Drahtzieher und wie können wir uns dagegen wehren? Kann man Lüge, Konstruktion und Realität von einander unterscheiden?
Der erste Teil dieser Arbeit enthält die Zusammenfassungen von neun Texten, die sich mit Medienmanipulation beschäftigen und Aufschluss über die vorhin gestellten Fragen geben sollen.
4
1.2 Kulturindustrie. Fernsehen als Ideologie
Das Fernsehen beinhaltet nicht nur gesellschaftliche, technische und künstlerische Aspekte, sondern auch offene und versteckte Botschaften, welche die Fernsehproduktionen dem Rezipienten übermitteln. Das Fernsehen selbst fällt in den Bereich der Kulturindustrie und will quasi als eine Verbindung von Film und Radio ins ewusstennn der Menschen eindringen. Und für Adorno stand fest, dass von dieser Kulturindustrie eine Manipulation ausgeht. Dies ist aber weder beabsichtigte noch kontrollierte Manipulation, sondern eine leise, die langsam voranschreitet. Adorno betrachtet das Fernsehen (wie auch die inzwischen schon traditionellen technischen Medien Film und Radio) als Mittel zur Verdrängung von „Triebregungen“ durch Anpassung an den beständigen Druck, dem die Menschen als Glieder der Massengesellschaft permanent ausgeliefert sind.
Diese „Sisyphusarbeit der individuellen Triebökonomie“ ist von den „Institutionen der Kulturindustrie in eigene Regie genommen“ und findet für das Wirken des Fernsehens in dieser Kulturindustrie die Formel: „Je vollständiger die Welt der Erscheinung, desto undurchdringlicher die Erscheinung als Ideologie.“ 1
Die neue Technik, das Fernsehen, weicht darin vom Film ab, dass sie wie das Radio dem Rezipienten das Produkt ins Haus liefert. Das kleinere Fernsehformat der Menschen auf den Bildschirm könnte die gewohnte Heroisierung und Identifizierung behindern. Die Menschen, die man durch den Fernsehschirm quasi ins Haus geliefert bekommt, werden durch die unbewusste Wahrnehmung zum Spielzeug. Die Figuren auf dem Bildschirm werden nicht im vergleichbaren Sinne ernst genommen wie die Abbilder auf der Kinoleinwand. Der Rezipient fühlt sich überlegen, empfindet diese als Eigentum.
1 Adorno, Theodor: Kulturindustrie. Fernsehen als Ideologie. In: Texte zur Medientheorie. Reclam, 2002, S. 200.
5
Adorno versteht unter Fernsehen als Ideologie einfach das, was man auch an amerikanischen Fernsehspielen feststellen kann - dass eine Verschleierung der Wirklichkeit und falsches Bewusstsein den Rezipienten vermittelt werden. „Unermüdlich lassen sie den Betrachtern mit einem Schlag offene und verborgene Botschaften, messages, zukommen.“ 2
Denn die Fernsehzuschauer werden vom Fernsehen geprägt, und da das Fernsehen jedem die gleichen Bilder liefert, wird das Bewusstsein sämtlicher Zuschauer gleich geprägt. Der Pseudorealismus, den die Rezipienten vorgesetzt bekommen, ist nur schwer zu durchschauen und enthält einen falschen Sinn.
1.5 Media Control. Wie die Medien uns manipulieren.
In diesem Text, der von Noam Chomsky verfasst worden ist, wirft der Autor die Frage auf, in was für einer Welt bzw. Gesellschaft wir leben wollen und vor allen in welchem Sinn diese Gesellschaft demokratisch verfasst ist. Hierzu stellt der Autor zwei unterschiedliche Konzeptionen der Demokratie gegenüber.
„Die eine geht davon aus, ewu in einer demokratischen Gesellschaft die Bevölkerung die Möglichkeit hat, sich auf sinnvolle Weise an der Regelung ihrer Angelegenheiten zu beteiligen und ungehinderten Zugang zu den Informationsmitteln besitzt.“ 3 Die andere Konzeption besagt: „…dass die Bevölkerung von der Regelung ihrer Angelegenheit ausgeschlossen und der Zugang zu den Informationsmitteln streng begrenzt und kontrolliert werden muss.“ 4 Und eben die letztere dieser Konzeptionen von Demokratie ist die vorherrschende und bereits schon lange in der Theorie und Praxis zum Einsatz gekommene.
2 Adorno, Theodor: Fernsehen als Ideologie. In: Eingriffe. Frankfurt am Main, 1980, S. 83.
3 Chomsky, Noam: Media Control. Wie die Medien uns manipulieren. Hamburg 2003, S. 28.
4 Chomsky, Noam: Media Control. Wie die Medien uns manipulieren. Hamburg 2003, S. 28.
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Je mehr gebildete Schichten und Intellektuelle dies unterstützen und dafür sorgen, dass keine Kritik zugelassen wird, desto wirkungsvoller sind die Propagandamittel. Walter Lippman, ein amerikanischer Journalist und Kritiker der Innen- und Außenpolitik der USA, war an den Propagandakommisionen beteiligt und hatte deren Wert erkannt. Sein Ziel war es, „mittels der neuen Propagandatechniken die Öffentlichkeit auf Ereignisse einzustimmen, die sie eigentlich ablehnt.“ 5 Dies hielt er nicht nur für eine gute Idee, sondern für eine Notwendigkeit, weil er die Meinung vertrat, dass sich das öffentliche Gemeinwesen der öffentlichen Meinung entzieht. Also sollten nur Menschen, die über das notwendige Wissen verfügen, also eine spezialisierte Klasse, das Interesse der Allgemeinheit effektvoll in die Tat umsetzten. Dies wäre also eine Klasse, die Aktiv mit den Angelegenheiten der Allgemeinheit vertraut ist, Entscheidungen trifft und ausführt und die Dinge ins Rollen bringt. Die übrigen, die nicht zu der intellektuellen Elite gehörten, nannte Lippmann die „Handlungsobjekte“ der Spezialisten. Sie machen die „verwirrte Herde“ aus, vor der sich die Spezialisten schützten müssten. Diese verwirrte Herde muss ruhig gehalten und abgelenkt werden. Denn wenn diese anfängt zu denken, wird es gefährlich. Wenn TV-Serien und Sport als Ablenkung nicht ausreichen, muss man die Angst vor Feinden schüren. Immer wieder werden ideologische Offensiven gestartet, es wird ein Monster kreiert, das im nächsten Feldzug vernichtet werden muss. Vor allem in der PR-Industrie will man das Bewusstsein der Öffentlichkeit kontrollieren. Neue Methoden dieser Propaganda kamen bereits 1937 zum Einsatz. Beim Ausbruch eines Streiks wollte die Geschäftswelt diesen Streik mit neuen, subtileren Methoden brechen. Die Öffentlichkeit wurde gegen die Streikenden aufgewiegelt, indem diese als Störenfriede präsentiert wurden, deren Aktivitäten nicht zu den Interessen der Allgemeinheit passen würden. Denn die Allgemein sind wir alle „… und wollen in Frieden und Harmonie zusammenarbeiten. Aber die Streikenden stören diesen Frieden und sind dadurch unamerikanische Subjekte.“ 6 Diese Botschaften wurden der Öffentlichkeit mit großem Aufwand suggeriert. Ein außerordentlicher Erfolg der Propaganda besteht auch darin, dass sich die Bevölkerung nicht fragt, warum ein Grundsatz (wie im Falle von Gewaltanwendungen gegen illegal Besetzte Länder) nicht auch auf das Verhalten des
5 Chomsky, Noam: Media Control. Wie die Medien uns manipulieren. Hamburg 2003, S. 30.
6 Chomsky, Noam: Media Control. Wie die Medien uns manipulieren. Hamburg 2003, S. 34.
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Arbeit zitieren:
Jürgen Alfred Eder, 2006, Medien und Manipulation, München, GRIN Verlag GmbH
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ad Medien und Manipulation.
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am Friday, March 27, 2009-