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Die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit

Unsicherheit, Medien und Terrorismus

Título: Die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit

Tesis de Maestría , 2008 , 87 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Magister Artium Martin Syrek (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Wie geht eine Gesellschaft mit Angst, Unsicherheit und Risiko um? Welcher Anteil an der Verbreitung von Angst und Unsicherheit und der Wahrnehmung von Risiko ist dabei den Massenmedien zuzurechnen? Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem zunehmenden internationalen Terrorismus sind diese Fragen von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung. Ziel dieser Arbeit ist es insbesondere, die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Aktionen und der Berichterstattung hierüber in den westlichen Medien herauszuarbeiten und die Folgen dieser Berichterstattung auf tatsächliche, aber oft auch nur auf gefühlte Bedrohungsszenarien und Angstzustände moderner Gesellschaften zu untersuchen. Dabei ist für das Verständnis des gesellschaftlichen Umgangs mit Angst und Unsicherheit zunächst entscheidend, eine Antwort auf die Frage zu finden, was Angst für den Menschen und die Gesellschaft bedeutet und wie sich diese im Laufe der Geschichte verändert hat. Soziologisch bedeutend ist hier insbesondere, inwieweit Angst das Handeln der Menschen beeinflusst. Desweiteren wird die Frage zu klären sein, inwieweit Angst und Unsicherheit bedeutsam für die gesellschaftliche Entwicklung sind. Eine zentrale Bedeutung kommt diesbezüglich der Handlungsproblematik in Bezug auf Erwartungssicherheiten einer sich wandelnden Gesellschaft zu, denn eine aufgrund funktionaler Ausdifferenzierung immer komplexer werdenden Gesellschaft produziert zunehmend Kontingenzen, welche alte Handlungssicherheiten in Frage stellen. Es wird demnach zu untersuchen sein, inwieweit Handlungssicherheiten und Ängste inter-kulturell divergieren und somit Rückschlüsse auf einen sozialen Ursprung liefern. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, inwiefern und aus welchen Gründen Unsicherheit und Angst in die gesellschaftliche Definition des Risikos verwandelt werden. Entscheidend für diese Definition des Risikobegriffs ist hierbei ein sich veränderndes Weltbild, welches sich im Zeitalter der Aufklärung in Europa manifestieren konnte. Was bedeutet die Unterscheidung zwischen Risiko und Gefahr für die Gesellschaft und wie wirkt sie sich auf die Handlung der Menschen aus? In der modernen soziologischen Risikoforschung herrscht Konsens darüber, dass soziale Gruppen ihre eigenen Risikobilder konstruieren (vgl. Renn/Schweizer 2007: 56).[...]



Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Angst aus soziologischer Sicht

2.1 (Un-) Sicherheit aus soziologischer Sicht

2.2 Die Entwicklung von Risiko in der Gesellschaft

3 Angst, Unsicherheit, Risiko. Der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft.

4. Der mediale Einfluss auf die Wirklichkeitskonstruktion der Sicherheitsgesellschaft.

4.1 Mediale Wirkungsmodelle

4.2 Angst, Risiko – Die mediale Konstruktion von Unsicherheit

4.3 Medien und Terrorismus. Empirische Studien zur Verunsicherung der Bevölkerung

5. Terrorismus, Macht und Medien

5.1 Ursachen, Motive für Terrorismus

5.2 Terrorismus als Kommunikationsstrategie

5.3 Die symbiotische Beziehung zwischen dem Terrorismus und den Medien.

5.4 Propaganda, Terrorismus und Medien. Die Konstruktion der globalen Unsicherheit

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Massenmedien und des internationalen Terrorismus. Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Aktionen, medialer Berichterstattung und der daraus resultierenden Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien in modernen Gesellschaften zu analysieren.

  • Soziologische Perspektiven auf Angst, Unsicherheit und Risiko
  • Wandel zur Sicherheitsgesellschaft und moderne Transformationsprozesse
  • Einfluss der Massenmedien auf die Wirklichkeitskonstruktion
  • Terrorismus als Kommunikationsstrategie in einer symbiotischen Medienbeziehung
  • Empirische Untersuchung der Risikowahrnehmung nach terroristischen Anschlägen

Auszug aus dem Buch

2. Angst aus soziologischer Sicht

„Angst“ ist seit Sören Kierkegaard der Ausdruck für beim Individuum auftretende Gefühle, die seine „normale“ Befindlichkeit stören oder völlig aufheben. Sie können psychisch oder entwicklungspsychologisch bedingt sein, immer haben sie eine gewisse Orientierung an der Zukunft: man hat Angst, man fürchtet sich vor etwas, das kommen kann, kommt, oder kommen wird. Angst ist der auf ein Objekt, eine Person oder eine Sache gerichtete Ausdruck, welcher das Handeln lähmen und Aktivitäten behindern kann. Bevor jedoch ein solcher Zustand erreicht ist, wirken Angst oder Furcht aktivierend, als sie mindestens zum Nachdenken, wie die entstandene Situation behoben werden kann, anregen.

Des Weiteren soll nun von Angst und Furcht gesprochen werden, soweit sie durch die Gesellschaft hervorgerufen werden. Da Angst das Verhalten der Menschen beeinflusst, hat ihre Behandlung einen gewichtigen Platz in der Soziologie, die sich besonders mit den Verhaltensweisen des Menschen befasst (vgl. Wiesbrock 1967: 135). Obwohl es angeborene und infolgedessen persistierende Furchtreaktionen gibt, darf man den größten Teil des Angstverhaltens als abhängig von bestimmten sozialen und kulturellen Entwicklungsbedingungen, in Form von den Erziehungsmethoden der jeweiligen gesellschaftlichen Gruppen ansehen (vgl. Mühle 1967: 223). Es handelt sich dabei um einen Sozialisationsprozess, der sich der Angst als eines stimulierenden und motivierenden Faktors bedient.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem gesellschaftlichen Umgang mit Angst, Unsicherheit und Risiko sowie dem Anteil der Medien an der Wahrnehmung dieser Phänomene im Kontext des internationalen Terrorismus dar.

2. Angst aus soziologischer Sicht: Das Kapitel beleuchtet den Begriff der Angst soziologisch, diskutiert die (Un-)Sicherheit als Handlungsproblem und analysiert die historische Entwicklung des Risikobegriffs als Resultat eines subjektzentrierten Weltbildes.

3 Angst, Unsicherheit, Risiko. Der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft.: Hier wird der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft als Folge ökonomischer, politischer und soziokultureller Transformationsprozesse der Postmoderne beschrieben, die zu einem Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle führen.

4. Der mediale Einfluss auf die Wirklichkeitskonstruktion der Sicherheitsgesellschaft.: Dieses Kapitel untersucht, wie Medien durch Selektion und Agenda-Setting die Wirklichkeitswahrnehmung beeinflussen und zur Konstruktion von Unsicherheit beitragen.

5. Terrorismus, Macht und Medien: Der Abschnitt analysiert den Terrorismus als eine Form der Kommunikationsstrategie, die eine symbiotische Beziehung mit den Medien eingeht, um durch gezielte Schockeffekte Aufmerksamkeit und Angst zu erzeugen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Unsicherheit und Risiken in der modernen Gesellschaft sozial konstruiert sind und maßgeblich durch das Zusammenspiel von Politik, Medien und Terrorismus beeinflusst werden.

Schlüsselwörter

Angst, Unsicherheit, Risiko, Sicherheitsgesellschaft, Massenmedien, Terrorismus, soziale Konstruktion, Wirklichkeitskonstruktion, Risikowahrnehmung, Kommunikation, Kontingenz, Macht, Agenda-Setting, Kultivierungsanalyse, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der gesellschaftlichen Konstruktion von Angst, Unsicherheit und Risiko im Kontext der modernen Mediengesellschaft und des internationalen Terrorismus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die soziologische Fundierung von Angst, der Wandel hin zur sogenannten Sicherheitsgesellschaft, die Medienwirkung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung sowie die symbiotische Beziehung zwischen Terrorismus und Massenmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Handlungen und der medialen Berichterstattung aufzuzeigen und zu verstehen, wie dadurch gefühlte Bedrohungsszenarien in der Bevölkerung erzeugt oder stabilisiert werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Risikowahrnehmung und Medienberichterstattung im zeitlichen Verlauf.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Verortung von Angst und Risiko, die Darstellung des Wandels zur Sicherheitsgesellschaft, die Analyse medialer Wirkungsmodelle sowie die detaillierte Untersuchung der Kommunikationsstrategien des Terrorismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Konstruktion, Erwartungssicherheit, Agenda-Setting, Verfügbarkeitsheuristik und das symbiotische Verhältnis von Medien und Terrorismus.

Wie wirkt sich laut der Arbeit der Fernsehkonsum auf die Angstwahrnehmung aus?

Die Arbeit stützt sich auf die Kultivierungsanalyse und zeigt auf, dass ein überdurchschnittlicher Fernsehkonsum dazu führt, dass soziale Realität durch die mediale Brille wahrgenommen wird, was oft zu einer Überschätzung von Gewaltdelikten und Risiken führt.

Warum wird Terrorismus als eine „Kommunikationsstrategie“ bezeichnet?

Terroristische Anschläge werden als „Theater“ inszeniert, um maximale mediale Aufmerksamkeit zu erlangen, die den Terroristen als „Sauerstoff“ dient, um durch Angst und Schrecken politische Ziele zu verfolgen oder den Staat herauszufordern.

Final del extracto de 87 páginas  - subir

Detalles

Título
Die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit
Subtítulo
Unsicherheit, Medien und Terrorismus
Universidad
University of Trier  (Soziologie)
Calificación
2,3
Autor
Magister Artium Martin Syrek (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
87
No. de catálogo
V123767
ISBN (Ebook)
9783640285556
ISBN (Libro)
9783640286089
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konstruktion Unsicherheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Martin Syrek (Autor), 2008, Die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123767
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