FACHHOCHSCHULE HEIDELBERG
Studienarbeit
Thema:
Gewalt in der Erziehung
Reinhard Bracke
Heidelberg, den 27.02.2003
EINLEITUNG 3
1. GEWALT, EINE BEGRIFFSKLÄRUNG 3
1.1. GEWALT GAB ES SCHON IMMER 3
2. GEWALT IN DER ERZIEHUNG 5
2.1. DIE MEDIEN, HEIMLICHE MITERZIEHER 7
3. SOZIALPÄDAGOGISCHE INTERVENTIONEN 8
4. PRÄVENTION AUF POLITISCHER EBENE 9
LITERATURLISTE 10
EINLEITUNG
Für unser Studienarbeit haben wir uns folgende Aufgaben gestellt: Wir wollen uns zunächst allgemein über das Thema Gewalt äußern, bevor wir etwas konkreter auf Gewalt in der Erziehung eingehen. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit Gewalt in unserer Gesellschaft. Wir versuchen Ursachen, Gründe, deren Folgen, sowie deren Interventionsformen aufzuführen – sowohl im politischen, wie auch im sozialpädagogischen Sinne. Bei unserer Arbeit stützen wir uns auf diverse Literatur- Internetrecherchen, Statistiken und unsere eigenen Erfahrungen. Aus der Vielzahl der Artikel die wir im Internet fanden, haben wir uns auf diejenigen beschränkt, die uns wertvoll erschienen.
1. Gewalt, eine Begriffsklärung
Wenn einem Menschen gegen seinen Willen ein Verhalten oder Handeln aufgezwungen wird, sprechen wir von Gewalt. Es gibt unterschiedliche Formen der Gewalt:
Gewalt kann bis zu völliger psychischer (Depressionen, Neurosen) und physischer (Tod) Zerstörung führen.
1.1. Gewalt gab es schon immer
Gewalt gibt es seit Beginn der Menschheit. Sie diente dazu, zu überleben, sich Respekt und Achtung zu verschaffen, zu Ruhm und Reichtum zu gelangen und auch zur Unterhaltung. Schon in der Urgesellschaft kämpften die Menschen um ihre Daseinsberechtigung. In Zeiten wo Hunger Klimaeinflüsse das Leben erschwerten wurden Gewalttätigkeiten zum Überleben eingesetzt. Wie im Tierreich überlebte der Stärkere (Natürliche Auslese). In der Sklavenhaltergesellschaft wurden Gladiatorenkämpfe zu Belustigung und Unterhaltung eingesetzt. Zahlreiche Kriege der letzten Jahrhunderte zeugen von enormer Gewaltbereitschaft zur Befriedigung persönlicher und gesellschaftlicher Bedürfnisse. Folterkammer im Mittelalter, Hexenverbrennung, Inquisition sind weitere Beispiele. Im laufe der Jahre veränderten sich die Normen und Werte im Bezug auf Gewalt. Mit der Entwicklung der Menschheit vollzog sich ein ständiger Werte- und Normenwandel.
Gegenseitiges Töten, Rivalenkämpfe waren lange Zeit ganz normal. Kein Mann wurde als gewalttätig bezeichnet, der einen Konkurrenten schlug, Frauen vergewaltigte und bei der Erziehung von Kindern Prügel einsetzte.
Straften Lehrer „unwillige“ oder „unartige“ Kinder, beschwerte sich kein Mensch über dieses Verhalten. Im Gegenteil: es galt die Meinung, ein ungehorsames Kind oder eine widerspenstige Frau hatten diese Strafe verdient. Sie waren die Schuldigen. Kein Gesetz verbot dieses Verhalten.
Aus der Zeit des Nationalsozialismus wissen wir von Gewalt und Verfolgung von „Andersdenkenden“. Euthanasie, Antisemitismus und Konzentrationslager sind Begriffe, die wohl kaum jemand fremd sind.
Im Laufe der Entwicklung der Menschheit vollzogen und vollziehen sich viele Prozesse, die die Moralvorstellungen verändern. Die Gewalttätigkeiten ändern sich ständig. Sie waren immer da, nur eben in anderer Form.
Anhand des „Dreiecks“ lässt sich dieser Wertewandel auch gut erklären:
[....]
Arbeit zitieren:
Reinhard Bracke, 2003, Gewalt in der Erziehung, München, GRIN Verlag GmbH
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