Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG. 3
1. AKTUELLE ENTWICKLUNG DER MÄNNERZEITSCHRIFTEN 4
1.1 DER „NEUE MANN“ 5
1.2 ZUR INHALTSSTRUKTUR DER ZEITSCHRIFT GQ GENTLEMEN S QUARTERLY 7
2. DIMENSIONEN VON MÄNNLICHKEITEN: 8
2.1 KONZEPT 1: DER IDEALE MANN. 8
2.2 KONZEPT 2. LEISTUNGSSTÄRKE 10
2.3 KONZEPT 3. MÄNNLICHKEIT, KÖRPERLICHKEIT UND ÄUßERE ERSCHEINUNG. 11
2.4 KONZEPT 4. MÄNNLICHKEIT UND SEXUALITÄT. 12
2.5 KONZEPT 5. BERATUNG FÜR DEN MANN 13
2.6 HERLEITUNG DER KONZEPTE MÄNNLICHKEITEN. 14
3. FAZIT 17
LITERATURVERZEICHNIS 18
INTERNETQUELLEN............................................................................................... 18
2
Einleitung
Durch den Wandel in den Industrieländern sprechen wir heutzutage von einem völlig anderen Männerbild als wir es damals taten. Das neue Männerbild hielt in den Medien Einzug, darunter auch im Zeitschriftenmarkt. Es entstanden neben Frauenzeitschriften auch Zeitschriften für den Mann, welche als Erzeuger des neuen Männerbildes anzusehen sind.
Die Gentlemen`s Quarterly, kurz GQ, ist ein Resultat dieser Entwicklung und wird in der vorliegenden Hausarbeit durchleuchtet. Für die Analyse wurden vier aktuelle Ausgaben des Jahres 2008 verwendet. Die Zeitschrift erscheint einmal im Monat für 4,50 Euro international in vierzehn Ländern auf allen Kontinenten und wird im Condé Nast Verlag gedruckt. Zusätzlich verfügt die GQ über eine Internetpräsenz, welche gleiche Themen wie das Magazin behandelt, doch in verkürzter Form darstellt. Außerdem erscheint monatlich als Sonderheft ein sogenannter Style Guide, für diejenigen, die mehr über aktuelle Modetrends informiert werden möchten. 1
Zunächst werden die Entwicklungen auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt hinsichtlich Männermagazine beleuchtet, um anschließend den „neuen Mann“ als Ablösung traditioneller Form aufzuzeigen. Weiterhin präsentiert eine Inhaltsstruktur, in welchen Bereichen die Zeitschrift ihre Schwerpunkte setzt. Im Hauptteil dieser Arbeit sollen die von der GQ definierten verschiedenen Männerbilder beschrieben werden. Mit welchen Mitteln stellt die GQ diese dar und welche jeweiligen Eigenschaften machen sie aus? Weiterhin wird geklärt, welche Männerbilder Identifikationsvorlagen für den GQ Leser bieten und ihn bei seiner Suche nach Orientierung weiterhelfen.
1 http://www.condenast.de/flash/.
3
1. Aktuelle Entwicklung der Männerzeitschriften
Der Zeitschriftenmarkt in Deutschland ist in Bewegung, denn im vergangenen Jahrzehnt sind zahlreiche neue Männermagazine auf den Markt gekommen, nachdem es zuvor jahrzehntelang keine Nachfrage nach dieser Art von zielgruppenspezifischer Zeitschrift gab. Im Gegensatz dazu haben
Frauenzeitschriften schon eine lange Tradition. Bisher haben sich Männer (wenn überhaupt) eher den Zeitschriften zugewendet, die sich mit Sport, Politik und Technik befassen oder auch der Erotik, welche immer ein Thema gewesen ist. Neu sind nun, die Zeitschriften, die den Mann selbst zum Thema machen. 2 Dabei orientieren sich Männermagazine wie die Men’s Health oder die GQ an die Konzepte von Frauenzeitschriften wie zum Beispiel der Cosmopolitan oder Brigitte, wobei bei Männern- als auch bei Frauenzeitschriften das Geschlecht den expliziten Fokus bildet. Neue Themen der Männerzeitschriften wären Mode, körperliche Fitness und Gesundheit, Kosmetik, Sport, Sexualität und Partnerschaft, Unterhaltungselektronik und Lifestyle, wobei eine wichtige Einnahmequelle auch hier, ebenso wie bei den Frauenzeitschriften, die Werbeeinschaltungen der Mode- und Kosmetikindustrie zu sein scheinen. 3
Bei den Männerzeitschriften handelt es sich meist um Importe aus den USA oder Großbritannien. Den Anfang machte 1996 die Zeitschrift Men’s Health, die sich sehr stark mit dem Thema Körper befasst, gefolgt von der GQ (1997), die sich explizit an den Mann der Oberklasse wendet und die Insignien für Erfolg und ökonomische Potenz entsprechend in Szene setzt. Die FHM (2000), Maxim (2001), und der Matador (2004) bilden die dritte Gruppe, die Rubriken wie Erotik, Sport, Technik, Auto, Inszenierungen der Frau als Schauobjekt, Ergänzung durch konsumnahe Themen rund um Mode und Attraktivität thematisiert.
Innerhalb weniger Jahre haben sich somit fünf neue monatliche Magazine am Kiosk etabliert, die mit Untertiteln wie „Das Magazin für Männer“ oder „Männer sind so“ die Leser ausdrücklich in ihrer Geschlechtsidentität ansprechen. Männlichkeit ist somit zum konzeptionellen und inhaltlichen Ausgangspunkt neuer Publikumszeitschriften geworden. Knapp drei Millionen Leser werden erreicht und der Erfolg lässt zwei
2 Vgl. Petersen 2006, S. 24.
3 Vgl. Theissel 2008, S. 57.
4
Einsichten vermitteln. Zum einen lässt sich daraus ein lukrativer Anzeigenmarkt für die Zielgruppe Mann erschließen, zum anderen hat die Frage "Wann ist der Mann ein Mann?" nun auch das alltägliche Denken von Männern in Deutschland erreicht. Im Zuge der Frauenemanzipation sind die Geschlechterverhältnisse in Bewegung geraten und Konzepte traditioneller Männlichkeit werden fragwürdiger. Was Männlichkeit unter diesen Bedingungen heute ausmacht, scheint eine relevante Frage für die Leser geworden zu sein, die im nächsten Punkt behandelt wird.
1.1 Der „neue Mann“
Der Wandel weiblicher Lebensentwürfe mit der Frauenbewegung und Emanzipation hat gleichzeitig die Konzepte traditioneller Männlichkeit in Frage gestellt. Der „Legitimitätsverlust hegemonialer Männlichkeit“ 4 ließ in der Männerforschung der 90er Jahre und in verschiedenen Arbeiten, nach dem „neuen Mann“ suchen. 5
Der Neue Mann bezeichnet verschiedene Formen von Männlichkeit, die sich in Ablösung von der traditionellen Form in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. So wie Frauen in männliche Lebenswelten vorgedrungen sind, erschließen sich Männer nun traditionell weibliche Sphären wie zum Beispiel die Mode. Auch mit Fragen der Kindererziehung werden sie sich in Zukunft stärker beschäftigen. Doch desto stärker sich die beiden Geschlechtertypen überschneiden, desto größer wird auch das Bedürfnis nach Abgrenzung. Um sich in der Zukunft künftig mehr vom anderen Geschlecht unterscheiden zu können, werden die Männer nach einer neuen Form von Männlichkeit suchen, sei es dann bei der Mode und Körperpflege oder beim Umgang mit Frauen. Die jetzige Zeit ist eine Umbruchphase, in der sich verbindliche Rollenbilder erst noch herausbilden müssen.
In diesem Sinne sind Männerzeitschriften Ausdruck eines neuen
„Verständigungsbedarfs unter Männern“ 6 als Reaktion auf Veränderung der Geschlechterordnung. Das bedeutet, dass traditionelle männliche Rollenmuster zunehmend an ihre Grenzen stoßen, vor allem im Hinblick auf das gewachsene Selbstbewusstsein der Frau und auf Veränderungen in der Arbeitswelt. Frauenzeitschriften haben den Rollenwandel der Frauen begleitet und beeinflusst,
4 Vgl. Theissel 03/2008, S. 56.
5 Vgl. ebd. S. 56.
6 Vgl. ebd. S. 56.
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Arbeit zitieren:
Reyhane Norouzi, 2008, Männlichkeit und Medien , München, GRIN Verlag GmbH
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