Electronic Payment
Welche Faktoren beeinflussen Verände-
rungen im Zahlungsverhalten der Konsu-
menten?
Seminararbeit
Modul: E-Business und elektronische Märkte
am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
der Hochschule Liechtenstein, Vaduz
Bearbeitungszeitraum: 30.11.2007 bis 31.01.2008
Eingereicht von:
Stefan Bauert
II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis...II
Abbildungsverzeichnis ...III
1
Zielsetzung der Arbeit ... 1
2
Electronic Payment Ein Überblick... 2
2.1
Debitkarten ... 3
2.2
Kreditkarte ... 3
2.3
Mobile Payment... 4
2.4
Online-Banking and Mobile-Banking ... 5
2.5
Electronic Invoicing ... 6
3
Gründe und Anforderungen an e-Payment... 7
3.1
Allgemeine Anforderungen... 7
3.2
Anforderungen der Kunden ... 8
3.3
Anforderungen der Händler... 9
3.4
Überblick der Anforderungen an Mobile Payment ...10
4
Das Zahlungsverhalten ...11
5
Modelle zur Identifizierung von Einflussfaktoren auf das
Zahlungsverhalten ...12
5.1
Technology Acceptance Model (TAM) ...13
5.2
Theory of Reasoned Action (TRA) ...13
5.3
Theory of Planned Behavior (TPB) ...14
5.4
Perceived Characteristics of Innovation (PCI) ...15
5.5
Das Modell von Dahlberg und Öörni ...17
6
Ergebnisse der Studie...18
7
Zusammenfassung und Ausblick ...21
Literaturverzeichnis ...22
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Anforderungen an Mobile Paymentverfahren ...10
Abbildung 2: Technology Acceptance Model (TAM)...13
Abbildung 3: Theory of Reasoned Action (TRA)...14
Abbildung 4: Theory of Planned Behaviour (TPB) ...15
Abbildung 5: Perceived Characteristics of Innovation (PCI) ...16
Abbildung 6: Untersuchungsmodell von Dahlberg und Öörni ...17
Abbildung 7: Das Zahlungsverhalten beeinflussende Faktoren ...19
1
1 Zielsetzung der Arbeit
Welche Faktoren beeinflussen das Zahlungsverhalten der Konsumenten?
In den letzten Jahren kam es immer mehr zur Ausbreitung und Verwen-
dung elektronischer Bezahlungssysteme. Die durch das Internetzeitalter
unterstützte, aber vor allem von den grossen Banken initiierten Bezahl-
verfahren sollen zum einem die Effizienz der Abwicklung erhöhen und
damit Kosten sparen und zum anderen dem Kunden helfen, seine Zahlun-
gen einfach und schnell überall auf der Welt durchführen zu können. Die-
se Möglichkeiten haben einen direkten Einfluss auf das Zahlungsverhalten
der Konsumenten.
Die vorliegende Arbeit gibt zum einem einen Einblick in verschiedene e-
lektronische Zahlungsmethoden, sowie zum anderen eine Übersicht der
wichtigsten Anforderungen und Aspekte von Konsumenten und Anbietern
an elektronische Bezahlverfahren. Des Weiteren wird das Zahlungsverhal-
ten der Konsumenten und Modelle zur Identifizierung der Einflussfaktoren
auf das Verhalten näher betrachtet. Dabei werden ebenfalls Faktoren,
welche eine Auswirkung auf das Zahlungsverhalten haben und dessen
Adaption beeinflussen beleuchtet. Zu guter letzt gibt diese Arbeit nach
einem kurzen Fazit einen Ausblick über die für zukünftige Entwicklungen
notwendigen Aspekte.
2
2 Electronic Payment Ein Überblick
Das Electronic Payment- also die elektronische Zahlung- dreht sich, wie
es der Name bereits vermuten lässt, um die elektronische Abwicklung von
Zahlungen. Eine Zahlung wird dabei definiert als eine Transaktion, sowie
die dazugehörigen Prozesse durch welche finanzielle Mittel von einem
Zahler zu einem Zahlungsempfänger entweder direkt oder indirekt trans-
feriert werden. Dabei werden Zahlungen zum einem als Kompensation für
den Kauf oder die Leihe eines physischen, digitalen oder intellektuellen
Produktes bzw. eines Services oder zum anderen als rein finanzielle
Transaktionen zwischen verschiedenen Beteiligten verstanden.
1
Demnach
werden Zahlungen, welche elektronische Kommunikationsmittel für Initi-
ierung, Autorisierung und Realisierung zur Abwicklung des Bezahlvor-
ganges verwenden als elektronische Zahlungen bezeichnet.
2
Bei einer solchen Zahlung ist elektronisches Geld, welches sich in Karten-
und Netzgeld unterscheiden lässt, zentraler Bestandteil der durchgeführ-
ten Transaktion und stellt damit eine Weiterentwicklung des über 100
Jahre alten Giral- bzw. Buchgeldes dar.
3
Die Europäische Union definiert
elektronisches Geld wie folgt: ,,einen monetären Wert in Form einer For-
derung gegen die ausgebende Stelle, der
· auf einem Datenträger gespeichert ist,
· gegen Entgegennahme eines Geldbetrags ausgegeben wird, dessen
Wert nicht geringer ist als der ausgegebene monetäre Wert,
· von anderen Unternehmen als der ausgebenden Stelle als Zah-
lungsmittel akzeptiert wird."
4
1
Vgl. Dahlberg/Öörni, 2006, S.13
2
Vgl. Turowski, 2006, S.10
3
Vgl. Noerpel, 2003, S.3
4
Europäische Union, 2000, 275/40
3
Nach Art und Weise der Verwendung des elektronischen Geldes lassen
sich verschiedene Zahlungsverfahren unterscheiden. Traditionell lassen
sich diese in physische, elektronische und mobile Verfahren unterteilen.
Physische Zahlungsverfahren beziehen sich dabei auf Transaktionen, wel-
che mit Geldnoten und Münzen durchgeführt werden. Mobile Verfahren
dagegen stellen einen Sonderfall bei den elektronischen Verfahren dar,
verwenden ebenfalls elektronisches Geld bei der Durchführung von
Transaktionen und imitieren damit- mehr oder weniger- die physischen
Verfahren.
5
Im Folgenden wird eine Auswahl an elektronischen und mobilen Zah-
lungsverfahren vorgestellt.
2.1 Debitkarten
Debitkarten sind von einer Bank ausgegebene Karten, welche zur bar-
geldlosen Bezahlung und zum Abheben von Bargeld genutzt werden kön-
nen. Bei diesen ursprünglich ,,eurocheque" und später ,,electronic cash"
bezeichneten Karten muss vorher der entsprechende Geldwert auf einem
Konto der Bank hinterlegt sein
6
, welcher bei Inanspruchnahme umgehend
mit dem Gegenwert der Zahlung belastet wird. Die Zahlung mit Debitkar-
ten wird dabei als konten-basiertes Zahlungsverfahren eingeordnet.
7
2.2 Kreditkarte
Die Kreditkarte dient ebenfalls zur elektronischen Zahlung von Produkten
und Dienstleistungen und wird in Zusammenarbeit mit den Kreditkarten-
organisationen ausgegeben. Die üblichen Anbieter sind Master Card, Visa,
American Express und Diners. Die eigentliche Zahlung erfolgt in zwei Pha-
sen. Zu Beginn wird durch die Übergabe der Kartendaten, was elektro-
nisch (Auslesen der Daten), manuell (Abschreiben der Kartendaten bzw.
5
Vgl. Dahlberg/Öörni, 2006, S.15
6
Vgl .Wikimedia AG, 2008a, o.S.
7
Vgl. Keinonen, 2007, S.19
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