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Das Bretton-Woods-System als Option eines Weltwährungssystems

Titel: Das Bretton-Woods-System als Option eines Weltwährungssystems

Seminararbeit , 2008 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simon Schäfer (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Anfängen der 70er Jahre brach das System von Bretton Woods zusammen. Es galt als gescheitert und sollte in den nachfolgenden internationalen Finanzarchitekturen keine Berücksichtigung mehr finden. Das Kapitel „Bretton Woods“ schien geschrieben und abgeschlossen zu sein. Erst die eklatanten Mängel des aktuellen Weltwährungssystems, die eine neue globale Finanzkrise verursachten, haben auch das Kapitel „Bretton Woods“ wieder in die Erinnerung zurückgerufen und zu einem aktuellen Thema gemacht. Schlagzeilen wie „Staatschefs für zweites Bretton Woods“ , „Eine neue Weltfinanzordnung – Bretton Woods II“ und auch die Forderung des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler nach einem Bretton Woods II bei seiner Eröffnungsrede des „European Banking Congress 2008“ verdeutlichen, wie aktuell die Problemstellungen und Wirkungsweisen des System auch heute noch sind.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über das System von Bretton Woods zu geben. Hierzu wird im zweiten Kapitel zunächst auf einen Vorgänger dieses Systems eingegangen: Dem Goldstandard. Es wird erläutert in welchen Formen dieser auftreten konnte, welches die Stabilitätsfaktoren waren und wie sich der Goldstandard innerhalb der Jahrzehnte entwickelte. Kapitel 3 beschäftigt sich schließlich mit dem System von Bretton Woods. Hier wird deutlich, warum der Goldstandard - als wichtiger Vorläufer des Bretton-Wood-Systems - im vorherigen Kapitel so detailliert abgehandelt wurde. Er stellt – in modifizierter Form - eine der Kernkomponenten dieses Systems dar. Neben Erklärungen zum Ablauf der Konferenz und den beiden Plänen von Keynes und White, befasst sich das Kapitel außerdem mit der Struktur und den Elementen des Systems, die noch bis heute Bestand haben und erheblichen Einfluss auf die globale Wirtschaftsentwicklung genommen haben. Abschließend fasst Kapitel 4 die festgestellten Sachverhalte kurz zusammen und versucht einen Ausblick auf die Zukunft zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorläufer des Bretton-Wood-Systems

2.1 Der Goldstandard

2.1.1 Formen des Goldstandards

2.1.2 Wirkungsweise des Systems

2.1.3 Stabilitätsfaktoren

2.1.4 Problematiken im Goldstandard

3 Das Bretton-Woods-System

3.1 Konferenz von Bretton-Woods

3.1.1 Bedeutung der Konferenz

3.1.2 Der Keynes Plan

3.1.3 Der White Plan

3.2 Struktur und Elemente des Systems

3.2.1 Struktur des Systems

3.2.2 Elemente des Systems

3.3 Entwicklung des Systems

3.3.1 40er und 50er Jahre

3.3.2 60er Jahre

3.3.3 70er Jahre

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Bretton-Woods-System als historische Option für eine globale Währungsordnung, indem sie dessen Vorläufer (den Goldstandard) beleuchtet, die Struktur des Systems untersucht und dessen Entwicklung sowie schließlichen Zusammenbruch nachvollzieht, um Lehren für heutige Finanzkrisen zu ziehen.

  • Der Goldstandard als historischer Vorläufer und dessen Funktionsweise.
  • Die Konferenz von Bretton-Woods und die konkurrierenden Pläne von Keynes und White.
  • Die institutionelle Struktur und die Kernkomponenten des Systems (IWF, IBRD).
  • Die zeitliche Entwicklung des Systems von den 40er bis zu den 70er Jahren.
  • Die Ursachen für das Scheitern des fixen Wechselkurssystems.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Formen des Goldstandards

Wie der Name schon vermuten lässt, spielt das Edelmetall Gold die zentrale Rolle bei dem Vorläufer des Bretton-Wood-Systems. Warum gerade das Gold - als Vertreter der Edelmetalle - als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel innerhalb der Finanzsysteme seinen Siegeszug antrat, hat sicherlich mehrere Gründe. Auf der einen Seite hatten Edelmetalle und somit auch das Gold die Eigenschaften, dass sie unvergänglich, unverderblich, knapp und beliebig teilbar waren. Hinzu kam nun jedoch noch die Faszination für das Gold und die mythische Verehrung dessen im sakralen Bereich. Dies führte dazu, dass das Gold in Form von Goldmünzen sehr schnell zu einer reinen Goldumlaufswährung wurde und damit eine erste Form des Goldstandards annahm. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf bestand in dieser Ausprägung ausschließlich aus vollwertigen Goldmünzen.

Auf diesem Grundprinzip aufbauend entwickelte sich die gemischte Goldumlaufswährung als eine weitere Form des Goldstandards. Hierbei gab es zwar weiterhin vollwertige Goldmünzen als Zahlungsmittel, doch fügte sich zudem das Papiergeld als weiteres Zahlungsmittel ein. Zu beachten ist hierbei, dass das Papiergeld ohne Ausnahmen konvertibel in Gold sein musste.

Die dritte und letzte Form des Goldstandards stellt die Goldbarrenwährung dar. Wichtigstes Kennzeichen hierbei war, dass keine Goldmünzen mehr im Umlauf waren, sonder nur noch Papiergeld. Doch dieses konnte jederzeit und unbeschränkt zu einem festen Preis in Goldbarren bei der Zentralbank umgetauscht werden. Diesen Standard bezeichnet man auch als „klassischen“ Goldstandard, der in die Zeit von 1870 bis 1914 fällt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Aktualität des Bretton-Woods-Systems im Kontext globaler Finanzkrisen und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den historischen Wurzeln bis zum Zusammenbruch.

2 Vorläufer des Bretton-Wood-Systems: Dieses Kapitel analysiert den Goldstandard, seine verschiedenen Erscheinungsformen, Wirkungsweisen und Stabilitätsfaktoren sowie die problematischen Aspekte, die zu seinem Ende führten.

3 Das Bretton-Woods-System: Hier werden die Gründungskonferenz, die konkurrierenden Pläne von Keynes und White sowie die institutionelle Struktur und Entwicklung des Systems bis zu dessen Ende in den 1970er Jahren detailliert dargestellt.

4 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Lehren aus dem Scheitern des Systems und betont die Bedeutung der daraus resultierenden Institutionen wie IWF und IBRD für die heutige Weltwirtschaft.

Schlüsselwörter

Bretton-Woods-System, Goldstandard, Weltwährungssystem, IWF, IBRD, Wechselkurse, Goldparität, US-Dollar, Keynes-Plan, White-Plan, Konvertibilität, Finanzkrise, Währungsreserven, Weltwirtschaft, Geldpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Bretton-Woods-Systems als ein historisches Weltwährungssystem und untersucht dessen Entstehung, Struktur und Zusammenbruch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Goldstandard als Vorläufer, die Konferenz von 1944, die Rolle der Leitwährung US-Dollar sowie die Entwicklung und das Ende des Systems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über das System zu geben und zu verstehen, warum bestimmte Komponenten heute noch von Relevanz sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer und historischer Quellen zur internationalen Finanzarchitektur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Goldstandards, die Beschreibung der Bretton-Woods-Konferenz, die Erläuterung der Systemstrukturen und eine chronologische Aufarbeitung der Systementwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bretton-Woods-System, Goldstandard, Währungsstabilität, IWF, IBRD und Leitwährung.

Was unterscheidet den Keynes-Plan vom White-Plan?

Der Keynes-Plan sah eine internationale Verrechnungseinheit namens "Bancor" vor, während der White-Plan den US-Dollar als zentrale Leitwährung mit Goldanbindung bevorzugte.

Warum wird der Zusammenbruch des Systems als zweistufiger Prozess beschrieben?

Die Arbeit sieht den ersten Wendepunkt in Nixons Aufhebung der Goldkonvertibilität 1971 und den zweiten im Übergang zu flexiblen Wechselkursen im März 1973.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Bretton-Woods-System als Option eines Weltwährungssystems
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Geld- und Finanzpolitik
Note
1,3
Autor
Simon Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V124613
ISBN (eBook)
9783640307579
ISBN (Buch)
9783640305896
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bretton Woods Bretton-Woods Weltwährungssystem Goldstandard Keynes White IWF IBRD IMF
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Schäfer (Autor:in), 2008, Das Bretton-Woods-System als Option eines Weltwährungssystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124613
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Leseprobe aus  17  Seiten
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